Wintersportbericht Zillertal – 17.01.2026 bis 24.01.2026
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Wintersportbericht Zillertal – 17.01.2026 bis 24.01.2026
Vom 17. bis einschließlich 24. Januar war ich im Zillertal. Gemeinsam mit vier Freundinnen/Freunden sind wir mit dem Zug aus den Niederlanden ins Zillertal gereist. Im Folgenden versuche ich, einen möglichst guten Bericht über diese Woche zu geben. Ein schöner Bericht darüber, wie fantastisch alles war, kann jeder schreiben. Ich werde jedoch auch kritisch sein, insbesondere gegenüber dem Zillertal als Gesamtsystem: sowohl in skitechnischer Hinsicht als auch in Bezug auf den öffentlichen Verkehr.
Schon vorab Entschuldigung für eventuelle Schreib- oder Grammatikfehler.
Die An- und Abreise beschreibe ich zu einem späteren Zeitpunkt. Ich beginne diesen Bericht mit Sonntag, dem 18. Januar.
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Die An- und Abreise beschreibe ich zu einem späteren Zeitpunkt. Ich beginne diesen Bericht mit Sonntag, dem 18. Januar.
Aus den Niederlanden. Entschuldigen Sie eventuelle Schreibfehler.
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Re: Wintersportbericht Zillertal – 17.01.2026 bis 24.01.2026
Sonntag, 18. Januar – Penken
Der Skitag begann an der Penkenbahn. Bereits kurz vor 8:30 Uhr betrug die Wartezeit etwa 10 Minuten. Ehrlich gesagt hat mich das überrascht. Ich war davon ausgegangen, dass nach dem Neubau der Penkenbahn mit einer Kapazität von 3.900 Personen pro Stunde Wartezeiten der Vergangenheit angehören würden.
Ich war in den vergangenen Jahren, nahezu jährlich, im Zillertal, allerdings bin ich nie mit der Penkenbahn in Richtung Mayrhofen eingestiegen. Für mich war das fast immer die Horbergbahn.
Viele klassische Pistenfotos habe ich nicht gemacht. Stattdessen habe ich bewusst Bilder von Stellen aufgenommen, an denen meiner Meinung nach eine neue Liftanlage sinnvoll wäre oder an denen künftig eine Anlage enden könnte. Zehn Minuten Wartezeit sind an sich nicht dramatisch, aber für den Monat Januar empfinde ich das bereits als viel. Wie werden die Wartezeiten an der Penkenbahn dann erst in den Ferienwochen aussehen? Oder ist der Januar inzwischen (fast) genauso stark frequentiert wie der Februar?
^Penkenbahn
Bedingungen und Wartezeiten
Die Bedingungen oben am Berg empfand ich insgesamt als gut. Wirklich harte oder eisige Pisten haben mich kaum gestört – möglicherweise auch, weil schlechte Bedingungen am ersten Skitag leichter zu akzeptieren sind. Das Wetter war freundlich: Sonnenschein und Temperaturen einige Grad über null.
Was mir allerdings auffiel, waren die Wartezeiten an der Schneekarbahn und an der 150er Tux. Gegen 11 Uhr lag die Wartezeit an der Schneekar bei etwa 7 Minuten. ^ Schneekar wartezeit am Sonntag 18.01.2026 un 11:00 Uhr.
Am meisten überrascht, und ehrlich gesagt erschrocken, haben mich jedoch die Wartezeiten an der 150er Tux. ^ 150er Tux am 18.01.2026 um 10:16 Uhr
Im Jahr 2026 halte ich das für nicht mehr zeitgemäß. Die 150er Tux ist die zentrale Zubringerbahn Richtung Rastkogel/Eggalm. Wir wissen, dass es unterschiedliche Eigentümerstrukturen zwischen Penken und Finkenberg/Rastkogel/Eggalm gibt. Der durchschnittliche Skigast weiß das jedoch nicht – er sieht lediglich eine überlastete Bahn. Vermutlich handelt es sich „nur“ um zwei bis drei Gondeln Wartezeit, doch die Außenwirkung auf den Gast ist negativ. Batch-Betrieb mitten in einem Skigebiet wie Zillertal 3000 ist nicht mehr zeitgemäß und meiner Meinung nach auch nicht im Interesse der Familie Dengg, den Eigentümern von Rastkogel/Eggalm.
Ich halte es für sehr sinnvoll, die 150er Tux vorzeitig außer Betrieb zu nehmen und durch eine 3S-Bahn oder, via das Horbergtal, durch eine 10er-EUB zu ersetzen, um die Erreichbarkeit von Rastkogel und Eggalm nachhaltig zu verbessern.
Weitere Beobachtungen
An der Lärchwaldbahn musste ich kein einziges Mal länger warten was mich ehrlich gesagt überrascht hat. Gleichzeitig habe ich mehrfach von anderen Gästen gehört: „Was für eine alte Bahn.“
Mittagspause – Granatalm
Wir haben in der Granatalm am Mittag gegessen. Für mich war es das erste Mal dort. Ein sehr angenehm gestaltetes, großzügiges Restaurant mit teilweise Bedienung. Positiv fand ich auch die große Anzahl an Skiständern im Außenbereich. Das motiviert Gäste deutlich mehr, ihre Ski ordentlich abzustellen. Es gibt im Zillertal leider auch Restaurants ohne jegliche Skiständer – zum Beispiel das Gipfeltreffen in Königsleiten. Diese Entwicklung halte ich für sehr problematisch.
Nachmittag – Ahorn
Zwischen 8:30 und 14:00 Uhr sind wir praktisch alle Pisten am Penken gefahren. Die Gruppe wollte in der Nähe von Mayrhofen bleiben, daher entschied ich mich, sie am Nachmittag zur Ahorn mitzunehmen, statt Richtung Rastkogel/Eggalm zu fahren.
Gegen 14:30 Uhr waren wir wieder im Tal bei der Penkenbahn. Zufällig fuhr innerhalb von zehn Minuten ein Bus zur Ahornbahn, sodass wir beschlossen zu warten.
In der Zwischenzeit ging ich kurz zur Toilette im Talstationsgebäude der Penkenbahn. Dabei fiel mir die enorme Anzahl an Skidepots auf. Ein Mitarbeiter erklärte mir, dass es insgesamt 900 + 1.400 Skischließfächer an der Penkenbahn gibt. Ich weiß nicht mehr genau, wie viele davon im Tal- bzw. Bergstationsbereich liegen, aber laut seiner Aussage waren alle Schließfächer vollständig vermietet. Das bedeutet, dass ein sehr großer Anteil der Skigäste in Mayrhofen Skidepots nutzt.
Schulskikurse
Just in dem Moment, als ich aus dem Toilettenbereich zurückkam, traf ein ganzer Bus voller Kinder ein. Vor Kurzem wurde hier im Forum noch diskutiert, dass man sich über Kindergruppen wundert, die oben am Berg übernachten.
Ich habe eines der Kinder kurz gefragt, wie lange sie dort bleiben. Ein Mädchen antwortete, dass sie fünf Tage oben verbringen, im Rahmen eines Schulskikurses.
Tagesausklang
Am Ahorn haben wir noch einige Abfahrten gemacht. Die Gruppe wollte gegen 15 Uhr zurück ins Tal. Ich selbst bin noch kurz mit dem Übungslift und dem Filzenlift gefahren, bevor ich um 16 Uhr die Talabfahrt antrat. Nach dem Skifahren traf ich wieder auf die Gruppe, und wir haben gemeinsam ein kleines Bier im Stoaner’s Bienenhäusl getrunken.
Landschaft und Infrastruktur (Ausblick)
Kurz vor meinem Urlaub hatte ich bereits eine Analyse gemacht, insbesondere im Hinblick auf die Weihnachtsferien. Dazu später mehr.
Im Folgenden poste ich noch einige Fotos von Landschaften (knapp) außerhalb des Skigebiets.
^ Schafskopf / Pangert: Hier war eine 10er-EUB geplant, um die Schneekar zu entlasten und möglicherweise als Unterstützung einer Verbindung Richtung Hochzillertal zu dienen.
^ Talstation Tappenalm, 18.01.2026, 9:38 Uhr Links unten: neuer möglicher Standort Horbergbahn oder Lärchwald?
^ Piste 10 mit hinter Rauenkopf, aufgenommen um 13:27 Uhr
Der Skitag begann an der Penkenbahn. Bereits kurz vor 8:30 Uhr betrug die Wartezeit etwa 10 Minuten. Ehrlich gesagt hat mich das überrascht. Ich war davon ausgegangen, dass nach dem Neubau der Penkenbahn mit einer Kapazität von 3.900 Personen pro Stunde Wartezeiten der Vergangenheit angehören würden.
Ich war in den vergangenen Jahren, nahezu jährlich, im Zillertal, allerdings bin ich nie mit der Penkenbahn in Richtung Mayrhofen eingestiegen. Für mich war das fast immer die Horbergbahn.
Viele klassische Pistenfotos habe ich nicht gemacht. Stattdessen habe ich bewusst Bilder von Stellen aufgenommen, an denen meiner Meinung nach eine neue Liftanlage sinnvoll wäre oder an denen künftig eine Anlage enden könnte. Zehn Minuten Wartezeit sind an sich nicht dramatisch, aber für den Monat Januar empfinde ich das bereits als viel. Wie werden die Wartezeiten an der Penkenbahn dann erst in den Ferienwochen aussehen? Oder ist der Januar inzwischen (fast) genauso stark frequentiert wie der Februar?
^Penkenbahn
Bedingungen und Wartezeiten
Die Bedingungen oben am Berg empfand ich insgesamt als gut. Wirklich harte oder eisige Pisten haben mich kaum gestört – möglicherweise auch, weil schlechte Bedingungen am ersten Skitag leichter zu akzeptieren sind. Das Wetter war freundlich: Sonnenschein und Temperaturen einige Grad über null.
Was mir allerdings auffiel, waren die Wartezeiten an der Schneekarbahn und an der 150er Tux. Gegen 11 Uhr lag die Wartezeit an der Schneekar bei etwa 7 Minuten. ^ Schneekar wartezeit am Sonntag 18.01.2026 un 11:00 Uhr.
Am meisten überrascht, und ehrlich gesagt erschrocken, haben mich jedoch die Wartezeiten an der 150er Tux. ^ 150er Tux am 18.01.2026 um 10:16 Uhr
Im Jahr 2026 halte ich das für nicht mehr zeitgemäß. Die 150er Tux ist die zentrale Zubringerbahn Richtung Rastkogel/Eggalm. Wir wissen, dass es unterschiedliche Eigentümerstrukturen zwischen Penken und Finkenberg/Rastkogel/Eggalm gibt. Der durchschnittliche Skigast weiß das jedoch nicht – er sieht lediglich eine überlastete Bahn. Vermutlich handelt es sich „nur“ um zwei bis drei Gondeln Wartezeit, doch die Außenwirkung auf den Gast ist negativ. Batch-Betrieb mitten in einem Skigebiet wie Zillertal 3000 ist nicht mehr zeitgemäß und meiner Meinung nach auch nicht im Interesse der Familie Dengg, den Eigentümern von Rastkogel/Eggalm.
Ich halte es für sehr sinnvoll, die 150er Tux vorzeitig außer Betrieb zu nehmen und durch eine 3S-Bahn oder, via das Horbergtal, durch eine 10er-EUB zu ersetzen, um die Erreichbarkeit von Rastkogel und Eggalm nachhaltig zu verbessern.
Weitere Beobachtungen
An der Lärchwaldbahn musste ich kein einziges Mal länger warten was mich ehrlich gesagt überrascht hat. Gleichzeitig habe ich mehrfach von anderen Gästen gehört: „Was für eine alte Bahn.“
Mittagspause – Granatalm
Wir haben in der Granatalm am Mittag gegessen. Für mich war es das erste Mal dort. Ein sehr angenehm gestaltetes, großzügiges Restaurant mit teilweise Bedienung. Positiv fand ich auch die große Anzahl an Skiständern im Außenbereich. Das motiviert Gäste deutlich mehr, ihre Ski ordentlich abzustellen. Es gibt im Zillertal leider auch Restaurants ohne jegliche Skiständer – zum Beispiel das Gipfeltreffen in Königsleiten. Diese Entwicklung halte ich für sehr problematisch.
Nachmittag – Ahorn
Zwischen 8:30 und 14:00 Uhr sind wir praktisch alle Pisten am Penken gefahren. Die Gruppe wollte in der Nähe von Mayrhofen bleiben, daher entschied ich mich, sie am Nachmittag zur Ahorn mitzunehmen, statt Richtung Rastkogel/Eggalm zu fahren.
Gegen 14:30 Uhr waren wir wieder im Tal bei der Penkenbahn. Zufällig fuhr innerhalb von zehn Minuten ein Bus zur Ahornbahn, sodass wir beschlossen zu warten.
In der Zwischenzeit ging ich kurz zur Toilette im Talstationsgebäude der Penkenbahn. Dabei fiel mir die enorme Anzahl an Skidepots auf. Ein Mitarbeiter erklärte mir, dass es insgesamt 900 + 1.400 Skischließfächer an der Penkenbahn gibt. Ich weiß nicht mehr genau, wie viele davon im Tal- bzw. Bergstationsbereich liegen, aber laut seiner Aussage waren alle Schließfächer vollständig vermietet. Das bedeutet, dass ein sehr großer Anteil der Skigäste in Mayrhofen Skidepots nutzt.
Schulskikurse
Just in dem Moment, als ich aus dem Toilettenbereich zurückkam, traf ein ganzer Bus voller Kinder ein. Vor Kurzem wurde hier im Forum noch diskutiert, dass man sich über Kindergruppen wundert, die oben am Berg übernachten.
Ich habe eines der Kinder kurz gefragt, wie lange sie dort bleiben. Ein Mädchen antwortete, dass sie fünf Tage oben verbringen, im Rahmen eines Schulskikurses.
Tagesausklang
Am Ahorn haben wir noch einige Abfahrten gemacht. Die Gruppe wollte gegen 15 Uhr zurück ins Tal. Ich selbst bin noch kurz mit dem Übungslift und dem Filzenlift gefahren, bevor ich um 16 Uhr die Talabfahrt antrat. Nach dem Skifahren traf ich wieder auf die Gruppe, und wir haben gemeinsam ein kleines Bier im Stoaner’s Bienenhäusl getrunken.
Landschaft und Infrastruktur (Ausblick)
Kurz vor meinem Urlaub hatte ich bereits eine Analyse gemacht, insbesondere im Hinblick auf die Weihnachtsferien. Dazu später mehr.
Im Folgenden poste ich noch einige Fotos von Landschaften (knapp) außerhalb des Skigebiets.
^ Schafskopf / Pangert: Hier war eine 10er-EUB geplant, um die Schneekar zu entlasten und möglicherweise als Unterstützung einer Verbindung Richtung Hochzillertal zu dienen.
^ Talstation Tappenalm, 18.01.2026, 9:38 Uhr Links unten: neuer möglicher Standort Horbergbahn oder Lärchwald?
^ Piste 10 mit hinter Rauenkopf, aufgenommen um 13:27 Uhr
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Re: Wintersportbericht Zillertal – 17.01.2026 bis 24.01.2026
Tatsächlich für außerhalb der Schulferien ordentlich Betrieb. Hätte ich nicht gedacht.
.
Auch mit über 30 Jahren bleibt eine flotte KSB ohne Warteschlangen doch ein ideales Transportmittel. Kein Abschnallen, frische Luft, schnell oben. Wo ist das Problem?
Keine Sitzheizung, keine Haube und schon fangen die Leute bei Sonnenschein und über 0°C an zu jammernAn der Lärchwaldbahn musste ich kein einziges Mal länger warten was mich ehrlich gesagt überrascht hat. Gleichzeitig habe ich mehrfach von anderen Gästen gehört: „Was für eine alte Bahn.“
Auch mit über 30 Jahren bleibt eine flotte KSB ohne Warteschlangen doch ein ideales Transportmittel. Kein Abschnallen, frische Luft, schnell oben. Wo ist das Problem?
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Re: Wintersportbericht Zillertal – 17.01.2026 bis 24.01.2026
Die Thematik mit der Lärchwaldbahn verstehe ich auch nicht. Es handelt sich ja immerhin um eine 4 KSB, die zwar schon etwas älter ist, aber in anderen Skigebieten außerhalb des Zillertals als normal hingenommen werden würde.
Noch dazu ist sie mit ihren 1100 m Länge auch nicht die längste Bahn, weshalb sowas schon zu verkraften wäre. Da sehe ich auch eher den Ersatz von der 150er Tux als notwendiger an
Noch dazu ist sie mit ihren 1100 m Länge auch nicht die längste Bahn, weshalb sowas schon zu verkraften wäre. Da sehe ich auch eher den Ersatz von der 150er Tux als notwendiger an
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Schneefuchs
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Re: Wintersportbericht Zillertal – 17.01.2026 bis 24.01.2026
Im Dezember habe ich ein Gondelgespräch von Einheimischen mitgehört. Dem Zufolge gibt es Überlegungen die 150er durch eine "Gondel" zu ersetzen. Keine Ahnung wie weit die Pläne fortgeschritten sind.
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Re: Wintersportbericht Zillertal – 17.01.2026 bis 24.01.2026
Zur 150 Tux: Das Gelände gibt es jedenfalls her, die freie Entscheidung zu treffen, ob man sich anstellt oder nicht. Ist ja zum Glück kein Sackbahnhof ohne Alternativen. Idealerweise steigt man ein, wenn die Gondel gerade da ist und man frei durchgehen kann. Bis dahin beschäftigt man sich an anderen Anlagen
Aber: Ich bin auch kein Freund von diesen "Schweinetransportern". Voll, fühlt sich immer elendig lahm und warteinstensiv an, auch wenn es meistens tatsächlich gar nicht so ist.
14:30 Talstation Penken, bis zu 10 Minuten auf den Bus gewartet, 15 Uhr an der Bergstation Ahorn "Feierabend". Da hat jemand den Ahorn nicht genossen
14:30 Talstation Penken, bis zu 10 Minuten auf den Bus gewartet, 15 Uhr an der Bergstation Ahorn "Feierabend". Da hat jemand den Ahorn nicht genossen
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Re: Wintersportbericht Zillertal – 17.01.2026 bis 24.01.2026
Tag 2
Am zweiten Tag fuhr ich etwa eine halbe Stunde vor der Gruppe nach oben und war deshalb bereits um 8:00 Uhr an der Penkenbahn. Die Wartezeit war deutlich kürzer als am Sonntag und bestand hauptsächlich aus Leuten, die unbedingt zu den Ersten gehören wollten. Oben angekommen, drehte ich zunächst drei Abfahrten, bevor die Gruppe dazustieß. Ich fuhr von der Penkenbahn Richtung Unterberg und wieder zurück. Auf dem Rückweg traf ich an der Talstation Lärchwald auf eine Skiklasse. Ich schätze, die Gruppe bestand aus etwa zehn Kindern, begleitet von zwei Betreuern.
Ich selbst habe mit zehn Jahren in Kaltenbach Skifahren gelernt. Ich erinnere mich noch gut daran, dass mir damals am Sonnenjet ein Erwachsener zugeteilt wurde. Da außer der Skiklasse niemand in der Warteschlange stand, fragte ich die Skilehrer, ob ich ein Kind mitnehmen dürfe. Sie erlaubten es. Ich bekam Leo zugeteilt, einen etwa vierjährigen Jungen, der – wenn ich mich richtig erinnere – aus dem Pinzgau kam. Leo hatte jedoch einen seiner Skistöcke verloren und begann zu weinen. Das tat mir wirklich leid. Ich erzählte ihm daraufhin, dass ich als Kind während einer Skistunde am Sonnenjet ebenfalls einmal meinen Stock verloren hatte. Ich hatte ihn oberhalb der Piste 4 fallen lassen, doch der Skilehrer war überzeugt, er liege auf Piste 5. Obwohl ich ihm sagte, dass das nicht stimmen könne, suchte er trotzdem dort – und natürlich mussten wir noch eine zusätzliche Runde am Sonnenjet fahren. Als wir mit Leo oben ankamen, warteten bereits zwei weitere Kinder – allerdings ganz am Ende der Lärchwaldbahn. Die Skilehrer waren noch unten. Zwei Liftmitarbeiter halfen leider nicht dabei, die Kinder ein Stück nach oben zu begleiten, also ließ ich sie einfach ein paar Meter weiter oben warten. Ein paar Sessel später tauchte schließlich Leos Skistock auf. Der Liftmitarbeiter warf ihn in unsere Richtung – nicht weit genug, um die Kinder zu treffen, aber ein kleiner Schritt nach vorne hätte sicherlich nicht geschadet. Glücklicherweise kam der erste Skilehrer direkt hinter dem Stock an, sodass ich die Kinder guten Gewissens übergeben konnte.
Die Erneuerung der Lärchwaldbahn wurde hier im Forum bereits mehrfach diskutiert. Skifröber123 bezeichnete sie als „etwas älter“. Ich persönlich halte sie für Mayrhofen schlicht zu alt – nicht, weil ich sie technisch für schlecht halte, sondern weil viele Gäste sie so wahrnehmen. Man bezahlt sehr viel Geld für den Skipass und bekommt an dieser Stelle ein Produkt, das modernen Erwartungen kaum noch entspricht. Selbst wenn die Kapazität ausreichend ist, erwarten viele Skifahrer hier inzwischen zumindest eine Windschutzhaube (und vielleicht sogar Sitzheizung), aber vor allem eine Anlage, bei der die Sessel nicht pendeln und mit der Skigruppen in ein oder zwei Fahrten komplett nach oben kommen.
Als die Gruppe gegen 8:30 Uhr zu mir stieß, fuhren wir direkt weiter zum 150er Tux und wechselten auf den Rastkogel. Dort nahmen wir zunächst alle Pisten in Angriff: einmal mit dem Wanglspitz über die Piste 68, anschließend vier Fahrten zum Horbergjoch, um alle Varianten mitzunehmen. Danach folgten zwei Fahrten mit dem Lämmerbichl, bevor wir eine Pause einlegten. Wir tranken Kaffee im Bergrestaurant Lämmerbichl. Mir war zuvor gar nicht bewusst, dass Heidis Hütte noch existiert – offenbar ist sie deutlich attraktiver als das Bergrestaurant Lämmerbichl, welches meiner Meinung nach schon bessere Zeiten gesehen hat.
Anschließend ging es weiter zur Eggalm. Der Beilspitzlift war leider aufgrund von Schneemangel geschlossen. Wir fuhren zweimal mit dem Eggalm-Nordlift, weiter zur Lattenalm und anschließend mit der Eggalmbahn.
Natürlich beschwerte sich meine Gruppe über den Zustand der Eggalmbahn und später auch über die Rastkogelbahn. Man kann wohl sagen, dass diese Lifte genau das tun, was sie müssen – nicht mehr und nicht weniger. Mir fiel jedoch erneut auf, dass ältere Anlagen eher abschreckend wirken, während moderne Lifte Gäste anziehen. Für die Familie Dengg ist das natürlich ungünstig, denn ihr Ziel ist es offensichtlich, möglichst viele Skifahrer nach Finkenberg, Rastkogel und Eggalm zu lenken. Mit einer 150er Tux, einer alten Eggalmbahn und einer Rastkogelbahn ist das deutlich schwieriger als mit zeitgemäßen Anlagen.
Auf dem Rückweg zum Horbergjoch stand unten ein Rettungshubschrauber. Über die gesamte Woche hinweg haben wir sehr viele Hubschrauber gesehen, vermutlich vor allem wegen der schwierigen Schneeverhältnisse. Das erscheint mir durchaus plausibel.
Ab 15:30 Uhr war ich noch etwa eine halbe Stunde allein mit Sunjet, Knorren und Lärchwald unterwegs. Oben an der Lärchwaldbahn wurde die Kadermandl geschlossen. Es gab eine Durchsage (sinngemäß):
Wir schließen jetzt. Morgen sind wir wieder da. Wer Alkohol getrunken hat, sollte bei der Abfahrt besonders vorsichtig sein.
Das hat mich ehrlich gesagt schockiert. Ich selbst trinke kaum Alkohol und sehe regelmäßig, wie viele Unfälle nach Pistenschluss passieren. Am Samstag zuvor, gegen 18:00 Uhr, als wir ins Zillertal fuhren, kreiste bereits ein Hubschrauber über der Talabfahrt Kaltenbach. Vermutlich musste dort jemand nach einem Restaurantbesuch geborgen werden. Wenn es nach mir ginge, würde auf Gipfeln überhaupt kein Alkohol ausgeschenkt. Das wäre aus meiner Sicht eine klare und nachvollziehbare Regel.
Ich selbst war später noch bei der Bergrast, wo ich ein alkoholfreies Bier trank, bevor wir mit der Penkenbahn wieder ins Tal fuhren.
Foto's: ^ Horbergjoch ^ Horbergtal ^ Zentralpukt Rastkogel ^Geschlossene Beilspitzlift ^ Eggalm ^ Rastkogel
Am zweiten Tag fuhr ich etwa eine halbe Stunde vor der Gruppe nach oben und war deshalb bereits um 8:00 Uhr an der Penkenbahn. Die Wartezeit war deutlich kürzer als am Sonntag und bestand hauptsächlich aus Leuten, die unbedingt zu den Ersten gehören wollten. Oben angekommen, drehte ich zunächst drei Abfahrten, bevor die Gruppe dazustieß. Ich fuhr von der Penkenbahn Richtung Unterberg und wieder zurück. Auf dem Rückweg traf ich an der Talstation Lärchwald auf eine Skiklasse. Ich schätze, die Gruppe bestand aus etwa zehn Kindern, begleitet von zwei Betreuern.
Ich selbst habe mit zehn Jahren in Kaltenbach Skifahren gelernt. Ich erinnere mich noch gut daran, dass mir damals am Sonnenjet ein Erwachsener zugeteilt wurde. Da außer der Skiklasse niemand in der Warteschlange stand, fragte ich die Skilehrer, ob ich ein Kind mitnehmen dürfe. Sie erlaubten es. Ich bekam Leo zugeteilt, einen etwa vierjährigen Jungen, der – wenn ich mich richtig erinnere – aus dem Pinzgau kam. Leo hatte jedoch einen seiner Skistöcke verloren und begann zu weinen. Das tat mir wirklich leid. Ich erzählte ihm daraufhin, dass ich als Kind während einer Skistunde am Sonnenjet ebenfalls einmal meinen Stock verloren hatte. Ich hatte ihn oberhalb der Piste 4 fallen lassen, doch der Skilehrer war überzeugt, er liege auf Piste 5. Obwohl ich ihm sagte, dass das nicht stimmen könne, suchte er trotzdem dort – und natürlich mussten wir noch eine zusätzliche Runde am Sonnenjet fahren. Als wir mit Leo oben ankamen, warteten bereits zwei weitere Kinder – allerdings ganz am Ende der Lärchwaldbahn. Die Skilehrer waren noch unten. Zwei Liftmitarbeiter halfen leider nicht dabei, die Kinder ein Stück nach oben zu begleiten, also ließ ich sie einfach ein paar Meter weiter oben warten. Ein paar Sessel später tauchte schließlich Leos Skistock auf. Der Liftmitarbeiter warf ihn in unsere Richtung – nicht weit genug, um die Kinder zu treffen, aber ein kleiner Schritt nach vorne hätte sicherlich nicht geschadet. Glücklicherweise kam der erste Skilehrer direkt hinter dem Stock an, sodass ich die Kinder guten Gewissens übergeben konnte.
Die Erneuerung der Lärchwaldbahn wurde hier im Forum bereits mehrfach diskutiert. Skifröber123 bezeichnete sie als „etwas älter“. Ich persönlich halte sie für Mayrhofen schlicht zu alt – nicht, weil ich sie technisch für schlecht halte, sondern weil viele Gäste sie so wahrnehmen. Man bezahlt sehr viel Geld für den Skipass und bekommt an dieser Stelle ein Produkt, das modernen Erwartungen kaum noch entspricht. Selbst wenn die Kapazität ausreichend ist, erwarten viele Skifahrer hier inzwischen zumindest eine Windschutzhaube (und vielleicht sogar Sitzheizung), aber vor allem eine Anlage, bei der die Sessel nicht pendeln und mit der Skigruppen in ein oder zwei Fahrten komplett nach oben kommen.
Als die Gruppe gegen 8:30 Uhr zu mir stieß, fuhren wir direkt weiter zum 150er Tux und wechselten auf den Rastkogel. Dort nahmen wir zunächst alle Pisten in Angriff: einmal mit dem Wanglspitz über die Piste 68, anschließend vier Fahrten zum Horbergjoch, um alle Varianten mitzunehmen. Danach folgten zwei Fahrten mit dem Lämmerbichl, bevor wir eine Pause einlegten. Wir tranken Kaffee im Bergrestaurant Lämmerbichl. Mir war zuvor gar nicht bewusst, dass Heidis Hütte noch existiert – offenbar ist sie deutlich attraktiver als das Bergrestaurant Lämmerbichl, welches meiner Meinung nach schon bessere Zeiten gesehen hat.
Anschließend ging es weiter zur Eggalm. Der Beilspitzlift war leider aufgrund von Schneemangel geschlossen. Wir fuhren zweimal mit dem Eggalm-Nordlift, weiter zur Lattenalm und anschließend mit der Eggalmbahn.
Natürlich beschwerte sich meine Gruppe über den Zustand der Eggalmbahn und später auch über die Rastkogelbahn. Man kann wohl sagen, dass diese Lifte genau das tun, was sie müssen – nicht mehr und nicht weniger. Mir fiel jedoch erneut auf, dass ältere Anlagen eher abschreckend wirken, während moderne Lifte Gäste anziehen. Für die Familie Dengg ist das natürlich ungünstig, denn ihr Ziel ist es offensichtlich, möglichst viele Skifahrer nach Finkenberg, Rastkogel und Eggalm zu lenken. Mit einer 150er Tux, einer alten Eggalmbahn und einer Rastkogelbahn ist das deutlich schwieriger als mit zeitgemäßen Anlagen.
Auf dem Rückweg zum Horbergjoch stand unten ein Rettungshubschrauber. Über die gesamte Woche hinweg haben wir sehr viele Hubschrauber gesehen, vermutlich vor allem wegen der schwierigen Schneeverhältnisse. Das erscheint mir durchaus plausibel.
Ab 15:30 Uhr war ich noch etwa eine halbe Stunde allein mit Sunjet, Knorren und Lärchwald unterwegs. Oben an der Lärchwaldbahn wurde die Kadermandl geschlossen. Es gab eine Durchsage (sinngemäß):
Wir schließen jetzt. Morgen sind wir wieder da. Wer Alkohol getrunken hat, sollte bei der Abfahrt besonders vorsichtig sein.
Das hat mich ehrlich gesagt schockiert. Ich selbst trinke kaum Alkohol und sehe regelmäßig, wie viele Unfälle nach Pistenschluss passieren. Am Samstag zuvor, gegen 18:00 Uhr, als wir ins Zillertal fuhren, kreiste bereits ein Hubschrauber über der Talabfahrt Kaltenbach. Vermutlich musste dort jemand nach einem Restaurantbesuch geborgen werden. Wenn es nach mir ginge, würde auf Gipfeln überhaupt kein Alkohol ausgeschenkt. Das wäre aus meiner Sicht eine klare und nachvollziehbare Regel.
Ich selbst war später noch bei der Bergrast, wo ich ein alkoholfreies Bier trank, bevor wir mit der Penkenbahn wieder ins Tal fuhren.
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