Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
judyclt
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von judyclt »

Reginleif hat geschrieben: 14.12.2025 - 22:16 Ein lebenswertes Leben ist das wertvollste was man haben kann, dementsprechend kann das Preis Leistungsverhältnis nie schlecht werden. Ganz im Gegensatz zu sehr vielen Produkten/Alltagsgegenständen denen eigentlich keinerlei Bedeutung zukommt.
Kann ich ein Stück weit nachvollziehen. Mir völlig egal, ob auf dem Waschpulver Persil steht. Hauptsache es erfüllt seinen Zweck.
Für einen schönen Urlaub greife ich hingegen gerne tief in die Tasche, weil der das Leben zumindest temporär wirklich schöner macht. Dass das PLV dabei nie schlecht werden kann, geht mir aber nicht so. Wenn's preislich zu abgefahren wird (Hotel 380 statt 110€ pro Nacht wg. Silvester), ärgere ich mich darüber so sehr, dass der Urlaub in dem Moment das Leben nicht recht positiv nach vorne bringen würden.

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Tyrolens
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von Tyrolens »

Hier gibt's noch mal eine Untergliederung in Regionen:

https://www.fact.tirol/fileadmin/userda ... r_2025.pdf

Stark vertreten sind die Deutschen zum Beispiel am Wilden Kaiser mit einem Anteil von 72% oder satten 85% im Kaiserwinkel. Schwach vertreten sind sie hingegen in St. Anton mit nur 31%. Auch das passt zur persönlichen Wahrnehmung. Teilweise ist es schon lustig, wie sich Klumpen nach Nationalität bilden. Im Brixental sind die Niederländer gut vertreten, am Wilden Kaiser hingegen nicht.

Nur am Rande: Am Achensee haben sie noch immer die meisten Vollbelegungstage. Wobei 186 Tage auch nicht so toll sind.
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David93
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von David93 »

Tyrolens hat geschrieben: 15.12.2025 - 11:36Nur am Rande: Am Achensee haben sie noch immer die meisten Vollbelegungstage. Wobei 186 Tage auch nicht so toll sind.
Interessant. Gerade dort wo der reine Skiurlaub eher eine untergeordnete Rolle spielt. Das macht wohl die Mischung aus Ski Alpin / Nordisch / Wandern (etc.), sowie ein starker Sommertourismus, welcher aber auch gar nicht so sehr auf die Bergbahnen fokussiert ist, in Kombination mit einem wie ich finde relativ hochwertigen Hotelangebot. Mit letzterem kann man auch die Zwischensaisonen auslasten, mit Wellness usw.
Und dazu kommt noch die schnelle Anreise aus Deutschland. Wie man sieht sind ja die deutschen Gäste dort auch die mit Abstand stärkste Gruppe.
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von skifuzziWi »

Die Zahlen sind ja Saison 23/24

In der Saison 24/25 empfand ich den Anteil engl./irischer Gäste am Arlberg so hoch wie noch nie.
Wurde mir auch von einem Hotelmitarbeiter aus Lech bestätigt, er sprach von 70% Buchungen in ihrem Haus aus den Ländern
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von Tyrolens »

David93 hat geschrieben: 15.12.2025 - 11:40 Interessant. Gerade dort wo der reine Skiurlaub eher eine untergeordnete Rolle spielt. Das macht wohl die Mischung aus Ski Alpin / Nordisch / Wandern (etc.), sowie ein starker Sommertourismus, welcher aber auch gar nicht so sehr auf die Bergbahnen fokussiert ist, in Kombination mit einem wie ich finde relativ hochwertigen Hotelangebot. Mit letzterem kann man auch die Zwischensaisonen auslasten, mit Wellness usw.
Und dazu kommt noch die schnelle Anreise aus Deutschland. Wie man sieht sind ja die deutschen Gäste dort auch die mit Abstand stärkste Gruppe.
Dem stimme ich zu. Aber das kann Seefeld zb auch und die haben da deutlich schlechtere Zahlen.

Ich habe ja Verwandschaft in Achenkirch und die vermieten in zweiter Generation Zimmer. Die sagen, das ist einfach historisch gewachsen und Tourismus im Achental gab es schon, da gab's in Bayern noch den Kini. :) Diese Tradition haben sie weiter gesponnen und offensichtlich haben sie dabei viel richtig gemacht.

Aber sich das mal im Detail anzusehen, das wäre schon spannend.

Wenn ich mir eine einzige Seilbahn als wirtschaftliche Basis aussuchen müsste, so würde ich mich ganz klar für die Rofan Seilbahn entscheiden. :)
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von Gleitweggleiter »

Hier passt dann also die Verschwörungstheorie vom Bevölkerungsaustausch ;)
2025/25: 10 Tage - 8x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron
2024/25: 18 Tage - 11x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron, Warth/Lech, St. Anton, Zugspitze, See, Hintertux
2023/24: 24 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 2x Zugspitze,Kappl/See, Fendels, Spitzingsee, je 1x Adelharz/Buron, Balderschwang, Hintertux
2022/23: 17 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 1x Venet, Kampenwand, See, Hintertux
2021/22: 24 Tage - 19x Kleinwalsertal, 1x Bödele, 1x Kranzberg, 2x Kitzbühel, 1x See
2020/21: 5 Tage - 2x Samnaun, 3x Kleinwalsertal Spezial
2019/20: 8 Tage - 6x Kleinwalsertal, 1x Fendels, 1x Skijuwel
2018/19: 8 Tage - 4x Kleinwalsertal, 2x Hündle, 1x Venet, 1x Kitzbühel
↓ Mehr anzeigen... ↓
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von valdebagnes »

skifuzziWi hat geschrieben: 15.12.2025 - 11:56 Die Zahlen sind ja Saison 23/24

In der Saison 24/25 empfand ich den Anteil engl./irischer Gäste am Arlberg so hoch wie noch nie.
Wurde mir auch von einem Hotelmitarbeiter aus Lech bestätigt, er sprach von 70% Buchungen in ihrem Haus aus den Ländern
Definitiv, ohne Englischkenntnisse kommt man in manchen Bars (bsp. Fanghouse) nicht mehr aus.
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von Werna76 »

Interessant wie man eine Diskussion mit kaum aussagekräftigen Zahlen in eine Richtung lenken kann. Von "ja Rückgang" bishin zu "naja so schlimm ist es ja gar nicht" mit einem Link. :wink:
Die Aussagekraft der weiter oben geposteten Zahlen geht gegen Null; es bringt nichts 23/24 mit 13/14 zu vergleichen. Man muss schon vom Peak unmittelbar vor Corona vergleichen mit dem letzten Winter, die Negativspirale in Deutschland war 23/24 ja noch nicht so vorhanden.

Übernachtungen in Tirol Vergleich Wintersaison 18/19 mit 24/25, ausgewählte Länder:
Deutschland: -500.000 = -4 %
Russland: -294.000 = -92%
Schweiz: -280.000 = -22%
Schweden: -36.000 = -16%
Norwegen: -54.000 = -53%
Österreich: -35.000 = -2%
Holland: +370.000 = +11%
Polen: +55.000 = +10%
Israel: +30.000 = +30%
USA: +80.000 = +54% (glaub die Amis würden auch zum Nordpol reisen wenn man dort schöne Insta-Fotos machen könnte)
Australien: +15.000 = +24%

Gesamt: -1.077.000

Rückgänge bei Ankünften -1,3%.
Rückgänge bei Übernachtungen: -3,9%; der Trend zu kürzen Urlauben ist also klar ersichtlich.

In beiden Jahren waren die Ostern sehr spät, somit vergleichbare Wintersaisonen.
Und bevor jetzt wieder eine große Diskussion ausbricht über einen generellen Rückgang: Nein, 24/25 war keine schlechte Wintersaison, es war die zweitbeste Wintersaison aller Zeiten mit so einem Ostertermin.
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von zonk »

Interessant wäre ja,warum der Rückgang bei grade .Norwegern so drastisch ist.
Und offensichtlich der deutsche Rúckgang auch eher nur gefühlt so stark .Denn ein Rúckgang von 4% ist ja gar nix(obwohl die schiere Menge ist natürlich mehr und eher bemerkbar,selbst bei 4 %)gegen die 53% der Norweger(norwegische Krone steht schlechter da?,.haben Norweger das Reisen bei sich wieder entdeckt...)

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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von Werna76 »

Die Norweger und Schweden sind einfach erklärt: 2019 war Nordische Ski-WM in Seefeld :wink:
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von zonk »

Joa.das könnte natürlich Teil der Erklärung sein :lol:
Hab ich nicht im Blick sowas..Sowas fällt mir nicht auf und bleibt auch somit nicht in Erinnerung
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von Tyrolens »

Zahlen wird es erst im Mai geben. Erste Tendenzen wird man vielleicht schon mit den Zahlen aus dem Jänner 2026 bekommen.
Daher gibt's aktuell eben nur Vermutungen.

2018 und 2019 waren die stärksten Jahre ever. 2025 schafft es noch immer in die Top 5.
Die Überrepräsentation der Deutschen wäre nur schwer kompensierbar. Ich denke, das ist eine zentrale Aussage.

Interessant sind immer Zeitreihen, weil ein Jahr kann auch ein Ausreißerjahr sein.
Abgesehen davon zählt am Ende doch ohnedies der Umsatz und der kann auch mit weniger Nächtigungen steigen.

Aber hier mal die Nächtigungen der Deutschen seit 2015 mit Ausnahme der Corona Jahre. Es handelt sich allerdings um Tourismusjahre:

2015: 23.329.316
2016: 24.522.450
2017: 24.483.163
2018: 25.721.858
2019: 26.012.793
2022:24.084.776
2023: 26.437.171
2024: 26.567.942
2025: 26.728.806

Vielleicht dazu noch interessant die Zahlen aus der großen Finanzkrise um 2006:

2005: 23.193.531
2006: 22.284.101
2007: 21.536.002
2008: 22.518.478
2009: 22.403.956
2010: 22.119.733
2011: 21.711.236
2012: 21.711.236
2013: 23.112.351
2014: 22.626.973

Da hat der Markt also nicht nur wegen der Finanzkrise geschwächelt, sondern gibt es auch noch andere Gründe.

Kann auch sein, dass der Winter schwächer wird, dafür der Sommer aber stärker. Zumindest im letzten Jahr wird's so gewesen sein.
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von Doblinas »

https://www.merkur.de/welt/oesterreich- ... e_vignette

Bei uns betrifft es zwar Südtirol, aber die Chefin hat letztes Jahr Kassensturz gemacht und 2,5 Tage kosteten 1480euro für 4 Personen von Haustür zu Haustür. Ich glaube für die Jungs ist der Skipass dieses Jahr auch noch frei und essen werde ich zumindest auch das selbe😇 Mal schauen wo wir diesen Winter landen.
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von Tyrolens »

Die Aussage hat sich für den November jedenfalls nicht bestätigt:

Vorläufige Ankunfts- und Nächtigungsergebnisse nach ausgewählten Herkunftsländern im November 2025

Ankünfte in 1 000: 516,7
Veränderung in %: 12,6
Übernachtungen in 1 000: 1.328,6
Veränderung in %: 11,2
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von Klosterwappen »

Ich war jetzt ein paar Tage in Schladming, Flachau, Zauchensee.
Dass unsere nördlichen Lieblingsnachbarn ausbleiben, kann ich so nicht bestätigen.
Darf ich die Gelegenheit nutzen, allen Usern dieses Forums bereits jetzt ein gesegnetes Weihnachtsfest und Alles Gute für 2027 zu wünschen!
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von Tyrolens »

Mich würde echt interessieren, wer konkret damals das Gerücht gestreut hat.

Und jetzt:

https://tirol.orf.at/stories/3336525/

"Zudem sei man mit dem Buchungsverhalten der deutschen Nachbarn sehr zufrieden: „Es gibt bisher ein klares Plus bei den deutschen Gästen.“
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von zonk »

Tyrolens hat geschrieben: 09.01.2026 - 20:15 Mich würde echt interessieren, wer konkret damals das Gerücht gestreut hat.

Und jetzt:

https://tirol.orf.at/stories/3336525/

"Zudem sei man mit dem Buchungsverhalten der deutschen Nachbarn sehr zufrieden: „Es gibt bisher ein klares Plus bei den deutschen Gästen.“
Warum Gerücht? Man kann ja genauso fragen,warum gerade die Touristiker alles grade so geil finden und nach dem Warum fragen. Offensichtlich hat mindestens der Reporter vom ORF nicht nach Zahlen,sondern nur nach Meinungen gefragt.
Bislang waren teilweise die Zahlen sehr widersprüchlich,aber eindeutig nachvollziehbar bzgl der Quellenlage. Das hier im Bericht war ein Lobbyisten Treffen der Touristiker und denen eist eher am Marketing gelegen als am Klarsprech

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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von Tyrolens »

Zahlen für November und Dezember. Die sind eindeutig:

https://www.fact.tirol/fileadmin/userda ... Herku.xlsx
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von judyclt »

Ich kenne die anderen Ferienzeiten nicht, aber NRW hat ganz sicher einfach dadurch zum Anstieg beigetragen, dass schon früher im Dezember Weihnachtsferien waren.
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von zonk »

Tyrolens hat geschrieben: 21.02.2026 - 07:43 Zahlen für November und Dezember. Die sind eindeutig:

https://www.fact.tirol/fileadmin/userda ... Herku.xlsx
Servus! Die Zahlen sind beeindruckend und zeigen,dass Tirol eine absolute cashcow ist. Aber wer diese Tabelle als Beweis dafür nimmt, dass der Skisport weit weg vom Aussterbenist, verwechselt die Wirtschaftskraft eines Luxusprodukts mit der Gesundheit von Breitensport,der Skifahren mal war ,aber nicht mehr ist.Nur weil Porsche Rekordgewinne macht oder irgendein anderer teurer Laden, heißt das nicht, dass sich plötzlich jeder ein Auto(oder ein anderes bestimmtes luxusprodukt leisten kann. Wir sehen hier doch hier nur eine krasse soziale Selektion. Während die kaufkräftigen boitiquehotelbesucher aus dem Ausland (siehe die Zuwächse in deiner Tabelle) die Betten füllt, bricht die Basisnin österreich und bayern – Familien, Vereine und vor allem die Schulfahrten, allmählich weg. Skifahren mutiert vom Volkssport zum exklusiven Event für die oberen Zehntausend.Das ist nun kein Geheimnis mehr.
​Das Paradoxon der vollen Pisten: Dass es auf den Pisten bumsvoll.ist teils voller als früher, ist kein Zeichen für mehr Skifahrer, sondern für massive Konzentration. Wenn ringsherum die kleinen, günstigen Skilifte im Mittelgebirge und in niedrigen Alpenräumen wegen Schneemangel und Kosten sterben, drängen sich alle Übriggebliebenen in den wenigen schneesicheren Top-Resorts. Die Piste ist also nicht voll, weil der Sport boomt, sondern weil die Alternativen fehlen.Mirnzumindest mit meiner Tochter geht es da so.
​ Pfeilschnelle 10er-Gondeln schaufeln heute doppelt bis 5 mal so viele Leute pro Stunde auf den Berg wie in den 80ern. Die Lifte sind vor allem sehr gut darin geworden,so viele Menschen wie möglich auf begrenztem Raum einer Piste zu konzentrieren. Das fühlt sich nach Erfolg und gigantischer Nachfrage an, ist aber oft nur ein Flaschenhals bei stagnierendr GesamtzahlDie Tabelle beweist, dass Tirol ein Weltmeister im Vermarkten ist. Aber als Attest für die Zukunft des Skisports taugt sie nicht. Wer den Nachwuchs und die Breite verliert(und das ist unumstritten so ,da gibt's zig Statistiken und Berichte dazu) , lebt von der Substanz ,egal wie toll die Zahl aussieht im Dezember 25.
Das Orchester der Titanic hat wahrscheinlich auch nur laut und bis zum Schluss gespielt,weil die Stimmung am Schluss so schön war.
Qber mal ganz im Ernst:iIch schreibe das nicht, weil ich den Skisport abschreiben will . Aber als vater einer tochter sehe ich das Problem jeden winter mittlerweile hautnahIch würde liebend gerne öfter in die kleinen, gemütlichen Skigebiete im voralpenraumfahren, die überschaubar und bezahlbar sind.
​Stattdessen stirbt das alles weg,öffnet wegen Schneemangel nicht und stirbt halt später weg und ich bin oft gezwungen, in die teuren, grössren Resorts auszuweichen, nur um überhaupt noch eine schneesichere Piste zum Üben für sie zu finden. Das erklärt dann zwar die vollen Pisten auf den Bildern, ist aber eigentlich eine traurige Entwicklung für alle, die diesen Sport als Familienerlebnis erhalten wollen. Wir brauchen nicht nur Rekordstatistiken, wahrscheinlich aus den top Resorts Tirols meist,sondern eine Zukunft für den Sport in der Breite.
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von gfm49 »

zonk hat geschrieben: 21.02.2026 - 17:03 Servus! Die Zahlen sind beeindruckend und zeigen,dass Tirol eine absolute cashcow ist. Aber wer diese Tabelle als Beweis dafür nimmt, dass der Skisport weit weg vom Aussterbenist, verwechselt die Wirtschaftskraft eines Luxusprodukts mit der Gesundheit von Breitensport,der Skifahren mal war ,aber nicht mehr ist.Nur weil Porsche Rekordgewinne macht oder irgendein anderer teurer Laden, heißt das nicht, dass sich plötzlich jeder ein Auto(oder ein anderes bestimmtes luxusprodukt leisten kann. Wir sehen hier doch hier nur eine krasse soziale Selektion.
So ein exklusives Luxusprodukt kann das bei 1,6 Mio Besuchern eigentlich nicht sein. Deine Luxus-These würde nur stimmen, wenn bei spürbar weniger Besuchern deutlich höhere Umsätze getätigt würden.
zonk hat geschrieben: 21.02.2026 - 17:03Während die kaufkräftigen boitiquehotelbesucher aus dem Ausland (siehe die Zuwächse in deiner Tabelle) die Betten füllt,
Wo nimmst Du aus der Tabelle die Erkenntnis her, daß die Zuwächse auf Boutique-Hotel-Gäste zurückzuführen sind?
zonk hat geschrieben: 21.02.2026 - 17:03bricht die Basisnin österreich und bayern – Familien, Vereine und vor allem die Schulfahrten, allmählich weg.
Auch diese Differenzierung gibt die Tabelle nicht her
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von zonk »

gfm49 hat geschrieben: 21.02.2026 - 18:00
zonk hat geschrieben: 21.02.2026 - 17:03 Servus! Die Zahlen sind beeindruckend und zeigen,dass Tirol eine absolute cashcow ist. Aber wer diese Tabelle als Beweis dafür nimmt, dass der Skisport weit weg vom Aussterbenist, verwechselt die Wirtschaftskraft eines Luxusprodukts mit der Gesundheit von Breitensport,der Skifahren mal war ,aber nicht mehr ist.Nur weil Porsche Rekordgewinne macht oder irgendein anderer teurer Laden, heißt das nicht, dass sich plötzlich jeder ein Auto(oder ein anderes bestimmtes luxusprodukt leisten kann. Wir sehen hier doch hier nur eine krasse soziale Selektion.
So ein exklusives Luxusprodukt kann das bei 1,6 Mio Besuchern eigentlich nicht sein. Deine Luxus-These würde nur stimmen, wenn bei spürbar weniger Besuchern deutlich höhere Umsätze getätigt würden.
zonk hat geschrieben: 21.02.2026 - 17:03Während die kaufkräftigen boitiquehotelbesucher aus dem Ausland (siehe die Zuwächse in deiner Tabelle) die Betten füllt,
Wo nimmst Du aus der Tabelle die Erkenntnis her, daß die Zuwächse auf Boutique-Hotel-Gäste zurückzuführen sind?
zonk hat geschrieben: 21.02.2026 - 17:03bricht die Basisnin österreich und bayern – Familien, Vereine und vor allem die Schulfahrten, allmählich weg.
Auch diese Differenzierung gibt die Tabelle nicht her
Das habe ich ergänzt,da das gerade die Tabelle nicht sagt,aber eindeutig ist,also die Entwicklung in den Skiorten und es wichtig,auch das zu betrachten,nicht nur die reinen Zahlen
Eratzuritte in Skigebieten stagnieren meines Wissens aufhogem Niveau seit jahrzehnten
Von Wachstum ist da bspws gar nichts zu spüren.Im Gegensatz zuÜbernachtungeb
Was schließt man daraus? .Dass.die Leute,die übernachten,weniger skifahren.und:
Die Erstzutritte konzentrieren sich immer mehr auf die Top-30-Skigebiete.
​In den letzten Jahrzehnten st die Zahl der Skilifte in Österreich massivst gesunken.
Das liegt nicht nur daran,dass in den grossen Gebieten viele Schlepper durch zb eine sesselbahn ersetzt wurden,auch am Wegfall vieler kleiner Gebiete Und:Die Leute kommen zwar nach Tirol, aber immer mehr verzichten auf den 80-Euro-Skipass. Die Masse de.Skifahrerverkleinert sich und konzentriert sich auf weniger.. Dass die Seilbahnen trotzdem 'Rekordumsätze' feiern, liegt nicht an mehr Skifahrern, sondern daran, dass sie den verbliebenen Gästen einfach tiefer in die Tasche greifen(auch die Hotellerie im übrigen,das liegt nicht nur daran,dass Mindestlohn höher ist oder ess schwieriger wurde ,Personal.zz bekommen,die Mitnahmementalität ist auch massiv gestiegen). Ein Sport, der seine Basis (Schulen, Vereine, Geringverdiener) verliert, schrumpft sich gesund ,bis nur noch die Elite übrig bleibt,die sich das noch leisten kann
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von Tyrolens »

Moment, Moment. Die Aussage ganz zu Beginn dieses Threads war, dass deutlich weniger Kunden kommen (werden).
Diese Aussage wurde widerlegt.

Alles andere ist eine andere Diskussion, die natürlich relevant ist.
zonk
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von zonk »

Und laut Umfragen sehen über 90 % DER jungen Generation Z Skipasspreise respektive Skifahren als Luxusgut an.
Ich halte das nicht für zukunftstauglich,solche Aussagen und Zahlen,um den Sport noch für die breite Masse fit zu halten

Das spaßige ist: man konzentriert sich öffentlich auf Haushalte mit über 4000 Euro nettoeinkommen(Aussage irgendeines Touristenverbandes,bzw im Interview eines Vertreters derer gelesen).wir als Familie haben 8000 zur Verfügung und,wenn wir die Ferienwohnungen im Chiemgau und in der Lombardei nicht hätten,würden wir es nicht mal wagen,noch an einen normalen Durchschnittsskiurlaub zu denken,wo mal schnell in einer Woche 7000 Euro zu dritt oder gar viert weg sind,wenn man nicht gerade in einem Loch 10 km von Ort wohnen möchte
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Re: Österreich: Deutsche Stammgäste bleiben aus

Beitrag von Werna76 »

Die Jännerzahlen für Tirol sind seit gestern auch da.
Der Bürgermeistersohn der die Detail-Excels macht, schaffts wieder mal nicht die Formeln zu halten. 23 % Steigerung im Jänner und 55 % Steigerung bei den Übernachtungen insgesamt wäre ein bissl gar viel. :wink:
Es sind 2,3 % Steigerung im Jänner und 5,5 % Steigerung insgesamt bei den Übernachtungen bisher im Vergleich zum letzten Winter.

Die unterjährigen Zahlen miteinander zu vergleichen ist aber immer mit Vorsicht zu genießen, nachdem die Feiertage und Urlaubsbeginne ja nicht immer gleich sind. An welchen Wochentag der 6. Jänner fällt macht immer viel aus.

Es wird schon vom besten Tourismuswinter überhaupt gesprochen, ich kanns mir aber (noch) nicht vorstellen dass sich das ausgeht die 27,6 Mio Nächtigungen zu erreichen; auch wenn man aktuell deutlich über dem Rekordwinter 2017/18 liegt.
Ich glaube, dass ab jetzt bis Beginn Osterferien wenig los sein wird.
Hermann ist der Skilehrer für uns alle (Aksel Lund Svindal über Hermann Maier)

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