Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Sportgastein - Tignes von Östereich

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Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Sportgastein - Tignes von Östereich

Beitrag von Arlbergfan »

Wenn man jahrelang im Westen Österreichs lebt, ist es schwer, das Salzburger Land skifahrtechnisch abzugrasen. Das ist ja mittlerweile anders und dank Salzburger Super Ski Card fällt es leichter, die weißen Flecken auf der Skifahrerlandkarte so peu a peu zu schließen. Ein großer weißer Fleck befand sich bis vergangenes Wochenende im Gasteiner Tal. Zwangsläufig bin ich durch dieses Tal natürlich schon mal durchgefahren. Auch war ich schon mal in Bad Gastein zu Gast. Im Winter konnte ich dieses historisch interessante Tal noch nie besuchen.

Spätestens seitdem ich mir Gerrits sagenumwobenen Bericht über die alten Ausbaupläne im Gasteiner Tal durchgelesen hatte, wollte ich mir das ganze mal mit eigenen Augen anschauen. Aber auch sonst ist mir die Region schon mehrmals aufgefallen, wirken die Skigebiete doch irgendwie alpiner, irgendwie anders als der restliche "Einheitsbrei" von Ski Adame. Das mag vor allem daran liegen, dass es erschlossene Bereiche oberhalb der Baumgrenze gibt - und letztendlich auch das sagenumwobene Sportgastein.

Dieser Bericht teilt sich chronologisch in 3 Teile auf:
Pistenspaß Schlossalm und Stubnerkogel
Sagenumwobenes Sportgastein
Urgestein Graukogel - die letzte Saison

Teil 1 - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke
(mal schaun, wer rausbekommt, woher dieser Titel stammt?)
Ski Gastein.jpg
Für den Ausflug ins Gasteiner Tal ginb es bereits um 7 Uhr von Brixen los. Die Anfahrt über Pass Thurn und Zell am See verläuft absolut stressfrei. Alle Holländischen Gäste sind zum Glück in die andere Richtung unterwegs, so dass es ohne Verkehr in das Gasteiner Tal geht. Allein schon mit dem Zugang über den Tunnel wird einem bewusst, dass dieses Tal relativ großzügig und sicher von äußeren Einflüssen erschlossen wurde. Anders als Tiroler Täler im Oberland ist das Gasteiner Tal aber relativ breit und ohne bis Bad Gastein generell ohne Steilstufen. Mit 8:45 Uhr waren wir rechtzeitig am Parkplatz der Schlossalmbahn.

Los geht`s in das Skiabenteuer Gasteinertal!
Schlossalm (1).jpg
^^ So habe ich mir das vorgestellt. Blauer Himmel über der Schlossalm!
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^^ Oben auf 2.066m gibt es dieses wunderbare Gondelbild von der Schlossalm - erinnert mich an die Schindlergratbahn im oberen Bereich.
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^^ Blick über das perfekte Skigelände der Schlossalm.
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^^ Zum Eingrooven lockt die Abfahrt zur Mittelstation, die natürlich fast keiner fährt, weil man sich wieder wo dazuquetschen muss. Die Piste ist es aber wert. :ja:
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^^ Am sogenannten Aeroplanstadl spielt schon um 9:15 Uhr die Apres Ski Mukke. Geht da manchmal was?
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^^ Tolle Aufstellung - vom 1er zum 4er Sessel.
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^^ Seilbahnfetisch
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^^ Gleich am Morgen gönnen wir uns die (verkürzte) Nord mit dem Einstieg ab der Schlossalmbahn Bergstation. Ich glaube, das ist recht empfehlenswert - denn der Rest wurschtelt sich über die Scharte da hin. Diese Piste ist recht leer und ein Traum.
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^^ Weiter unten kommen die beiden Varianten dann zusammen. Eine traumhafte "Hintenrumabfahrt".
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^^ Hier steht ein sehr nettes Skichalet, das vormittags die Sonne hat. Da wäre es schwer für mich, rechtzeitig loszukommen...
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^^ Rückblick auf die Nord.
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^^ Abfahrt bis ins Tal nach Bad Hofgastein. Mit über 1.000 Höhenmetern einer der Highlightabgfahrten im Gebiet.
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^^ "Großstadtfeeling Bad Hofgastein. Der eigentliche Ort ist circa 1km von der Hauptzubringerbahn entfernt. Geht also alles zu Fuß.
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^^ Eines der Bilder von Bad Hofgastein: Die Skipiste mit dem Bahnviadukt.
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^^ Ist schon cool und ein eindeutiges Zeichen der guten verkehrstechnischen Erschließung des Gasteiner Tals.
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^^ Wieder oben angekommen mit Blick auf das perfekte Skigelände. Jetzt geht es weiter Richtung Angertal.
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^^ Man muss streng genommen noch einen Lift nehmen. Die Weitmoserbahn ist mit einer der Hauptbeschäftigungsanlagen auf der Schlossalm.
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^^ Dabei wird der Blick frei auf diese wunderbare Bahn: DSB Hohe Scharte.
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^^ Die Bahn dreht seit 1975 ihre Runde und erschließt mit 2.304m den höchsten Punkt des Skigebiets.
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^^ Tolle Anlage mit 2 Varianten und...
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^^ ... der offiziellen Einfahrt in die Nord. Aufgrund Kraftersparnis für meine Freundin, lies ich diesen Teil aber aus... ich will ja noch woanders hin... :wink:
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^^ Arlberg Feeling (Madloch) in Bad Hofgastein.
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^^ Die direkten Abfahrten sind auf Grund der schönen Ausrichtung aber auch auf alle Fälle lohnend.
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^^ Wer hat nochmal was gegen Doppelsesselbahnen?
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^^ Jetzt geht es aber wirklich ins Angertal. Gegenüber der Stubnerkogel mit den genial trassierten Pisten vom Gipfel entlang der Senderbahn.
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^^ Die Abfahrt dorhin ist weniger besonders. Hier ist es sicher an kalten Tagen spannender. Der Ziehweg so - naja...
Blick auf das "Skizentrum Angertal". Erst später wird mir bewusst, wieso das eigentlich so groß dimensioniert ist.
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^^ Erklärt mir einer mal, wieso immer mehr Hütten nur noch Cash akzeptieren? Wir sind im Jahr 2026?
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^^ Blick auf die 4KSB Angertalbahn und die mega effiziente Senderbahn aus dem Jahr 2008 mit einem Höhenunterschied von 1.075m (!)
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^^ Blick vom Gipfel des Stubnerkogels Richtung Bad Gastein und dem Graukogel.
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^^ Es ist einfach ein perfekter Skitag - hier kommt die Stubnerkogelbahn hoch.
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^^ Blick zurück auf den baumlosen oberen Abschnitt. Hier gäbe es ein paar Varianten.
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^^ Einmal möchte ich aber bis ins Tal fahren. Die Piste ist jetzt doch schon recht weich geworden. Hier bei Ahornhütte wären perfekte Plätze zum Einkehren...
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^^ Daneben ist die historische 1SB Bellevue.
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^^ Nach der gefühlt endlosen Serpentinenabfahrt (why?) kommt man schließlich in Bad Gastein an. Es gibt definitiv schönere Talabfahrten.
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^^ Blick auf das Felsenbad, wo wirklich Leute im Außenpool schwimmen. Geiler Kontrast.
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^^ Zurück am Stubnerkogel wird der Blick frei Richtung Großklockner. Der Berg im Vordergrund ist der nie erschlossene Silberpfennig?
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^^ Hier oben an der Jungeralm befindet sich eine traumhafte, nordseitige Schneeschüssel.
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^^ Alpiner Charakter Stubnerkogel mit den Bergstationen der beiden EUBs am Grat.
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^^ Blick in die Schneeschüssel Jungeralm mit gleichnamiger 4KSB.
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^^ Schöner alte Talstation. So muss das aussehen.
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^^ Einer der letzten der ersten kuppelbaren Bahnen von Doppelmayr. Schon ewig nicht mehr gesehen. Als 4er Sessel sowieso noch nie - nur als 3er (Petersbodenbahn, Hexenbodenbahn 2).
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^^ Die Senderbahn hat eine schöne exponierte Trasse.
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^^ Eines der Gustostückchen entdecke ich erst am Nachmittag: Die schwarze Bürgerwaldabfahrt - ein Traum.
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^^ Generell befinden sich am Stubnerkogel die besten Pisten des Gebiets. Mit der Abfahrt 18 Sender kann man die knapp 1.100 Höhenmeter in einem Zug durchrasen. Das macht Freude. So muss Skifahren sein.
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^^ Blick auf die gegenüberliegende Schlossalm mit der Verbindungsbahn Kaserebenbahn. Man sieht auch, dass es spannendere Abfahrten gibt als der Ziehweg...
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^^ Nochmal die Senderabfahrt. Am Pistenplan ist noch eine weitere Abfahrten eingezeichnet, die heuer nicht präpariert ist - eine schwarze 18.
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^^ Dabei entdecke ich noch einen weiteren Lift, der am Pistenplan gar nicht so lang erscheint.
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^^ Der Burgstalllift.
Schlossalm (49).jpg
^^ Von hier kann man sogar auch nach Bad Gastein abfahren oder man benutzt den Funpark. Schön gelöst.
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^^ Die 11 Angetal wird auch noch befahren, ist mit ihren Strommasten in der Mitte der Piste aber deutlich die am wenig schönste Piste am Stubnerkogel.
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^^ Das imposante Skizentrum Angertal. Hier könnte eigentlich auch eine Kristallkugel stehen, oder? :ja:
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^^ Zurück auf der Schlossalm kommt das Feierabendziel in Sichtweite.
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^^ Um dorthin zu kommen, nehme ich auch noch die 4er KSB Sendleiten mit, die mich sehr an die Schlegelkopfbahn erinnert. :wink:
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^^ Finalmente auf der Weitmoser Schlossalm angekommen.
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^^ Am Ende geht es nochmal durch das Viadukt und die deutlich mitgenommen Talabfahrt nach Bad Hofgastein.
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^^ Die Unterkunft für eine Nacht - das Boutique Hotel Greti.
Schlossalm (57).jpg
^^ Abend"Stimmung" in Bad Hofgastein. Die Boardsteine werden früh hochgeklappt.

Fazit zum Hauptskigebiet Bad Hofgastein - Gastein:
Die beiden Skiberge Schlossalm und Stubnerkogel bieten perfektes Pistenterrain mit schönen Talblicken und langen direkten Abfahrten. Dabei haben beide Berge die perfekte Exposition um immer mit der Sonne zu fahren. Besonders die Senderbahn hat es mir angetan - hier kann man sich richtig ausfahren. Links und rechts stehen auch überall schöne Hütten, die es mir schwer machten, nicht früher einzukehren. Wenn man bedenkt, dass das alles nur ein Teil eines rießigen Skigebiets wäre - WoW! Aber auch so lohnt sich der Besuch. Einzig die Standardabfahrt ins Angertal und die Talabfahrt nach Bad Gastein fallen deutlich gegenüber dem sonst landschaftlich sehr schönen Skigebiet ab.

Bad Hofgastein an sich hat seine besten Tage wohl auch schon hinter sich gehabt. Das Nachtleben - ach was sage ich - das Abendleben ist eigentlich nicht existent. Wir waren dann noch kurz auf ein Bier im Goldenen Adler, haben (schnell) in der Gastein Alm Abend gegessen und es dann im überaus freundlichen Hotellokal beim Greti ausklingen lassen. Eine Nacht kann man es hier auf jeden Fall aushalten - für länger wäre es mir wahrscheinlich fast zu fad.

Alles in allem bin ich aber mehr als zufrieden mit diesem Besuch!
Die Fortsetzung kommt morgen...
Zuletzt geändert von Arlbergfan am 03.03.2026 - 22:23, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Stubnerkogel - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke

Beitrag von Firn77 »

Arlbergfan hat geschrieben: 02.03.2026 - 21:40 ^^ Gleich am Morgen gönnen wir uns die (verkürzte) Nord mit dem Einstieg ab der Schlossalmbahn Bergstation. Ich glaube, das ist recht empfehlenswert - denn der Rest wurschtelt sich über die Scharte da hin. Diese Piste ist recht leer und ein Traum.
Nein, das war sicher ein Fehler. Es gibt nichts (!) Schöneres als gleich morgens einmal die ganze lange Nord runter zu brettern. Und gerade der obere Teil ist für jeden Hintenrumliebhaber ein einziger Genuss.

;-) Aber schön, dass du auch in einem meiner Lieblingsskigebiete Spaß hattest. Und dass in Bad Hofgastein abends der Hund begraben ist, ist jetzt nicht super verwunderlich. ;-)
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Stubnerkogel - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke

Beitrag von judyclt »

Erklärt mir einer mal, wieso immer mehr Hütten nur noch Cash akzeptieren?
Ernst gemeinte Frage?
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Stubnerkogel - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke

Beitrag von Arlbergfan »

Sie wollen die anfallenden Bankgebühren nicht zahlen?
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Stubnerkogel - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke

Beitrag von phifue »

Arlbergfan hat geschrieben: 02.03.2026 - 23:02 Sie wollen die anfallenden Bankgebühren nicht zahlen?
Nein, die Kosten für so eine Bargeldverwaltung in dem Ausmaß ist auch alles andere als günstig. Schließlich muss ein Mitarbeiter dafür auch bezahlt werden. Meiner Erfahrung nach gibt das sich in den meisten Betrieben nicht viel.
Bekanntermaßen wird in der Gastro aber gerne auch ohne den Fiskus verdient.
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snowflat
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Stubnerkogel - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke

Beitrag von snowflat »

Arlbergfan hat geschrieben: 02.03.2026 - 21:40 Bild
^^ Die Abfahrt dorhin ist weniger besonders. Hier ist es sicher an kalten Tagen spannender. Der Ziehweg so - naja...
Blick auf das "Skizentrum Angertal". Erst später wird mir bewusst, wieso das eigentlich so groß dimensioniert ist.
Arlbergfan hat geschrieben: 02.03.2026 - 21:40 Bild
^^ Nach der gefühlt endlosen Serpentinenabfahrt (why?) kommt man schließlich in Bad Gastein an. Es gibt definitiv schönere Talabfahrten.
Arlbergfan hat geschrieben: 02.03.2026 - 21:40 Bild
^^ Blick auf die gegenüberliegende Schlossalm mit der Verbindungsbahn Kaserebenbahn. Man sieht auch, dass es spannendere Abfahrten gibt als der Ziehweg...
Ich habe mal die drei Bilder zusammengepackt im Zitat: Was ist denn mit der Roten H32 (Käferstall)? War die geschlossen? Das ist doch die Alternative zum Ziehweg. Die Skiroute (links der EUB) war natürlich keine Alternative :lol:
Arlbergfan hat geschrieben: 02.03.2026 - 21:40 Bild
^^ Daneben ist die historische 1SB Bellevue.
Ist der noch in Betrieb?
Arlbergfan hat geschrieben: 02.03.2026 - 21:40 Bild
^^ Zurück am Stubnerkogel wird der Blick frei Richtung Großklockner. Der Berg im Vordergrund ist der nie erschlossene Silberpfennig?
Wenn dem so ist, dann ist ja schier endloses Terrain "verloren" gegangen.
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Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Stubnerkogel - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke

Beitrag von Winter210 »

Sehr schöner Bericht von einem der aus meiner Sicht TOP5-Skigebiete des Salzburger Landes.
Du hast ein Traumtagerl erwischt!


Was verschlägt dich nach Salzburg und wieso hast du als "Arlberg-Urgestein" nun die SSSC?
Wintersportsfreund Jannik
Saison 18/19 (10): 4x Madonna di Campiglio; 4x Hochzillertal-Hochfügen; 1x Passo Tonale; 1x Pejo
Saison 17/18 (10): 6x Arosa-Lenzerheide; 4x Hochzillertal-Hochfügen
Saison 16/17 (10): 5x 4Vallees; 5x Ischgl
Saison 15/16 (05): 5x Zermatt-Cervinia
Saison 14/15 (10): 5x Ischgl; 5x Sölden
Saison 13/14 (16): 6x Ischgl; 6x Laax; 2x Hochzillertal; 1x SiMo; 1x skiwelt
Saison 12/13 (14): 6x Pitztaler Gletscher; 3x Zillertal Arena; 2x Kitzbühel; 2x Wildkogel; 1x Winterberg
Saison 11/12 (18): 6x Serfaus; 6x Sexten; 3x Mayrhofen; 2x Hochzillertal; 1x Sellaronda Saison 10/11 (07): 6x Sölden; 1x Willingen
Saison 09/10 (09): 5x Mayrhofen; 4x Hochzillertal
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Stubnerkogel - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke

Beitrag von Firn77 »

snowflat hat geschrieben: 03.03.2026 - 10:14
Arlbergfan hat geschrieben: 02.03.2026 - 21:40 Bild
^^ Daneben ist die historische 1SB Bellevue.
Ist der noch in Betrieb?
Ja, der bindet die Bellevue Alm auch für Fussgänger an den Ort an und bedient die almeigene Rodelbahn.
snowflat hat geschrieben: 03.03.2026 - 10:14
Arlbergfan hat geschrieben: 02.03.2026 - 21:40 Bild
^^ Zurück am Stubnerkogel wird der Blick frei Richtung Großklockner. Der Berg im Vordergrund ist der nie erschlossene Silberpfennig?
Wenn dem so ist, dann ist ja schier endloses Terrain "verloren" gegangen.
Ja, das ist der.
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Stubnerkogel - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke

Beitrag von Arlbergfan »

snowflat hat geschrieben: 03.03.2026 - 10:14
Ich habe mal die drei Bilder zusammengepackt im Zitat: Was ist denn mit der Roten H32 (Käferstall)? War die geschlossen? Das ist doch die Alternative zum Ziehweg. Die Skiroute (links der EUB) war natürlich keine Alternative :lol:
Stimmt - aber die war um 11:00 Uhr bereits so tief versulzt, dass ich das meiner Freundin nicht antun wollte. Aber stimmt - eigentlich gibt es da eine direkte Variante. Solche steilen, südexponierten Kunstschneepisten sind einfach sehr anfällig, fast unfahrbare Sulzwüsten auszubilden.
snowflat hat geschrieben: 03.03.2026 - 10:14 Wenn dem so ist, dann ist ja schier endloses Terrain "verloren" gegangen.
Ja - das ist wohl so. Ich verlinke schon jetzt gerne wieder mal den Bericht von @gerrit mit diesem Bild:

Bild
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Stubnerkogel - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke

Beitrag von snowflat »

Immer wieder krass die Pläne zu sehen und dann die aktuellen Bilder mit dem Silberpfennig ... das wäre echt eine Hausnummer gewesen mit Anbindung Raurier Tal, Mölltaler Gletscher und wie ich jetzt auf dem Plan sehe auch noch vom Tauerntal (Mallnitz).
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Stubnerkogel - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke

Beitrag von gerrit »

Sehr schön, einen ausführlichen Bericht eines kompetenten "Neuentdeckers" des hier oft unterschätzten Gasteinertals zu lesen, ich freue mich auf die Fortsetzungen!
@Arlbergfan: Du musst unbedingt nochmal kommen um die Nordabfahrt von ganz oben zu machen, das ist definitiv eine der schönsten Abfahrten der Ostalpen!
Bezüglich der Abfahrten von der Schlossalm ins Angertal: ich habe die eigentlich fast nie in einem Zustand gesehen, der ein genussvolles Befahren möglich gemacht hätte, das liegt einfach an der Kombination aus Südausrichtung und geringer Höhe, aber da muss man halt einmal am Tag durch, wenn man die Gebiete wechseln möchte.
Der ikonische Blick von der Talabfahrt nach Hofgastein durch das Viadukt hat ja leider nach dem Abbau der Standseilbahn ein wenig verloren. Ich habe diesen Blick ja als eine meiner frühesten Wintersporterfahrungen in Erinnerung, meinen ersten Winterurlaub im Februar 1968 (ich war damals 3 Jahre und 3 Monate alt) habe ich ja, nachdem ein Kinderskiurs damals erst ab 4 Jahren möglich war, vor meinem Vater auf seinem Skibob sitzend verbracht. Gastein war damals eine Hochburg der Skibobfahrer wegen der komfortablen Bergfahrt mit Standseilbahn und Pendelbahn zur kleinen Scharte.
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Stubnerkogel - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke

Beitrag von basti.ethal »

judyclt hat geschrieben: 02.03.2026 - 22:53
Erklärt mir einer mal, wieso immer mehr Hütten nur noch Cash akzeptieren?
Ernst gemeinte Frage?
Genau selbiges hab ich mir auch gerade gedacht :lol:
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Stubnerkogel - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke

Beitrag von snowflat »

Es gab mal einen fundierten, wirtschaftlichen Vergleich hinsichtlich Kosten für den Unternehmer zwischen Bargeldzahlungen und bargeldlosen Zahlungen. Trotz Gebühren der Unternehmen, die den bargeldlosen Zahlungsverkehr sicherstellen und die der Unternehmer tragen muss (sicher in den Preisen die wir zahlen enthalten), ist die Abwicklung von Bargeldzahlungen teurer. Maßgeblicher Kostentreiber ist der Faktor Mensch, der das Geld zählen und persönlich beim Bankinstitut einzahlen muss. Diese Zeiten wurden mit gültigen Lohnkosten bewertet. Wenn natürlich jeder 2., 3., 4. oder 5. bar kassierte Euro nicht die Buchhaltung - ich sage mal - berührt, dann hebt sich dieser Nachteil natürlich sehr schnell auf :wink: Aber da ist der eine oder andere Wirt schon arg böse drüber gestolpert, denn wenn man es übertreibt fällt es bei einer Prüfung wohl schon auf, wenn man 500.000 l Bier gem. Rechnung in den Büchern stehen hat, aber offiziell nur 250.000 l verkauft hat, der Bierbestand aber gleich 0 ist :lol:
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Stubnerkogel - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke

Beitrag von Arlbergfan »

Es freut mich, dass der Bericht anklang findet und auch entsprechend diskutiert wird. Besonders freue ich mich natürlich über die Kommentare von @gerrit, ohne dessen Bericht mein Interesse an der Region nicht so groß wäre. Und verzeiht mir meine "dumme" Frage - ich würde zwar noch etwas dazu antworten, möchte aber nicht vom Hauptthema abkommen.
Ich hoffe ich finde heute Abend noch die Zeit für Teil 2!
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Stubnerkogel - Eine mit Schlagobers übergossene überdimensionale Glocke

Beitrag von gerrit »

Beweisfotos vom Februar 1968 :D
20260303_194108.jpg
20260303_194136.jpg
Den Schibob hab ich sogar noch!
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Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Sportgastein - Tignes von Östereich

Beitrag von Arlbergfan »

Sportgastein also - das Gebiet, von dem ich schon während meines Studiums so viel gehört habe, aber es bisher nie geschafft habe es selbst zu besuchen.
Es existieren sozusagen richtige Mythen um dieses außergewöhnliche Skigebiet, nennen es doch viele (Ost-)Österreicher immer wieder als das beste Skigebiet zum Offpiste fahren. Wieso dies so ist, wollte ich schon länger in Erfahrung bringen. Dass ich am 01. März 2026 keinen Powderparty erwarten sollte, war mir beim Anblick der Wettervorhersage schon vorher klar. Trotzdem wollte ich dieses Skigebiet einmal kennenlernen, spüren, sehen und mit eigenen Skiern erkunden und so stellte sich für mich zu keinem Zeitpunkt die Frage, ob ich denn überhaupt auf 1.590m hoch fahren sollte: Klar! Auf geht`s ins sportlichste Skigebiet des Gasteiner Tals:


Ein kleiner Prolog:
Den "Bericht" bzw. die Geschichtsstunde über die Entwicklung der Gasteiner Skigebiete habe ich mir natürlich im Vorfeld des Öfteren angeschaut. Ich bin mir aber nicht sicher, ob diejenigen, die in diesen Zeiten hier oben skifahren das wirklich kennen. Sind sie sich bewusst, wo sie sich bewegen? Wissen sie, warum die Goldbergbahn da steht, wo sie heute steht. Können sich andere vorstellen, was da eigentlich am "Nassfeld" mal geplant war?
Kurzum: Ich denke nicht.
Sie wissen nicht, dass hier das österreichische Pendant zu Tignes entstehen sollte. Sie wissen auch nicht, dass der Schareck mit einer futuristischen Pendelbahn erschlossen werden sollte. Sie wissen es definitiv nicht, dass hier das alpinste und größte Skigebiet Österreichs geplant war.

Ich aber weiß es und so muss man es sich auch vorstellen, wie ich an diesem 1. März meinen Skiausflug durch Sportgastein wahrnahm:

^^ Die Einfahrt von Böckstein auf die teuer gebaute Zubringerstraße Richtung Nassfeld.
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^^ Angekommen am Parkplatz, der immernoch wie damals geplant 350 Stellplätze umfasst.
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^^ Da ist sie - die Kristallkugel, die das neudeutsch Corporate Design auch in das gesamte Skigebiet von Sportgastein tragen sollte.

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^^ Die Goldbergbahn in zweiter Generation aus dem Jahr 1993.
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^^ Vergangene Träume in einem Werbeplakat festgehalten. Ich spüre die den Hauch der Vergangenheit.
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^^ Blick ins Tal auf die Hocheebene Nassfeld mit den Langlaufloipen.
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^^ Erste Blick vom Gipfel der Goldbergbahn Richtung Bad Gastein. Von hieraus muss (immer noch) eine Abfahrt Richtung Böckstein gehen.
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^^ Und auch hier oben findet sich die silberne Kristallkugel wieder, die für einen großen Traum und zugleich für den jetztigen Verfall steht.
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^^ Blick über die Hänge von Sportgastein. Alles fahrbar. Gegenüber versteckt sich der nie erfüllte Traum.
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^^ Wer leere Pisten sucht, wird in Sportgastein fündig.
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^^ Jetzt ist der Blick frei auf den nie erschlossenen Zauberberg: Schareck.
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^^ Genau hier im Talboden wäre die (Retorten-) Skistation inkl. Bergbahn von Sportgastein gebaut worden.

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^^ Stattdessen eine Winteridylle. Was ist besser?
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^^ Für die Huskeys im Jahr 2026 definitiv der nie erschlossene Almboden mit viel Naturschnee.
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^^ Talststion Goldbergbahnen von der anderen Talseite.
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^^ Bei der ehemalitgen Bergstation der ersten Generation wird die Kristallkugel ebenso erhalten.
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^^ Der Kreuzkogellift dreht seit 1974 seine Runde und macht das nachwievor mit zurückhaltender Perfektion.
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^^ Früher ging er bis auf den Grat, jetzt erledigt es die Gondelbahn.
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^^ Die Pisten sind teilweise komplett leer. Ein Zeichen der fehlenden Nachfrage oder Normalität?
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^^ Nochmal die Talstation des alten Schleppers.
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^^ Und der Blick nach gegenüber, wo der Traum eines Gletscherskigebiets von Sportgastein lebte. Bis auf einer Materialseilbahn, stand da aber nie eine Seilbahn.

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^^ Stattdessen fahre ich jetzt auf der beschneiten schwarzen Talabfahrt Schöneck.
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^^ Sie ist zwar schmal, wäre in einem größeren Gebiet ein Problem - aber nicht hier.
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^^ Die Talstation mit dem Parkplatz - geplant 1973.
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^^ Ich probiere kurz die direkte Skiroute aber der Schnee ist schon recht angefressen und nicht empfehlenswert vor einer Frankreichreise.
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^^ Dorthin lässt sich eigentlich alles genießen, wenn denn "Die unbeschreibliche Leichtigkeit des Schnees" vorherrscht.
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^^ Stattdessen genieße ich 1000 Höhenmeterabfahrten ohne "Feindkontakt".
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^^ Im Tal wird das Wetter immer besser.
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^^ Heutzutage fragen sich wahrscheinlich viele, warum diese Kristallkugel hier oben rumsteht. Wahrscheinlich denken sie, es ist ein moderner Fotopoint.
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^^ Der Blick nach Bad Gastein wird klarer. Die Abfahrt hier hinab muss genial sein!
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^^ Alte Zeiten, bestehende Gipfel.
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^^ Bei Neuschnee muss es wirklich ein Traum sein. Ob ich das jemals erleben werde?
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^^ Mit diesem Anblick und zugleich das alte Foto in Gedanken verabschiede ich mich von Sportgastein. Wie schön, dass ich es mit Ruhe kennenlernen durfte.
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^^ Bei der Fahrt ins Tal begleitet einen permantent die Vergangenheit.
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^^ Das Hotel Enzian hat längst geschlossen. Hoffenltich geht es anderen Betrieben nicht bald ähnlich...

Fazit über Sportgastein:
Für mich ist es ein besonderes Höhenskigebiet. Ist es das denn für die anderen Gäste auch?
Die meisten werden nicht wissen, was für ein großartiges Projekt hier geplant war, wo sie sich hier eigentlich befinden und wieso es verdammt noch mal nur drei Lifte sind, mit denen sie hier fahren. Dennoch schwingt bei mir etwas Wehmut mit, wenn mir bewusst ist, was hier wirklich geplant war. Ich kenne französische Retortengebiete, ich weiß über die schier unendliche Ausdehnung und auch über die Höhenlage der Gebiete in den Savoyen und wünsche mir eigentlich schon ein österreisches Pendant. Dies ist nie passiert. Heutzutage denken wir darüber natürlich anders und wissen über die Folgekosten einer derart massiven hochalpinen Erschließung aber ich würdige trotzdem den Pioniergeist der damaligen Zeit rund um den ehemaligen Bürgermeister Anton Kerschbaumer.

Wie großartig, dass wir im Jahr 2026 noch immer diesen Traum nachempfinden dürfen!
Zuletzt geändert von Arlbergfan am 04.03.2026 - 08:59, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Sportgastein - Tignes von Östereich

Beitrag von Firn77 »

Arlbergfan hat geschrieben: 03.03.2026 - 21:49 Fazit über Sportgastein:
Für mich ist es ein besonderes Höhenskigebiet. Ist es das denn für die anderen Gäste auch?
Die meisten werden nicht wissen, was für ein großartiges Projekt hier geplant war, wo sie sich hier eigentlich befinden und wieso es verdammt noch mal nur drei Lifte sind, mit denen sie hier fahren. Dennoch schwingt bei mir etwas Wehmut mit, wenn mir bewusst ist, was hier wirklich geplant war. Ich kenne französische Retortengebiete, ich weiß über die schier unendliche Ausdehnung und auch über die Höhenlage der Gebiete in den Savoyen und wünsche mir eigentlich schon ein österreisches Pendant. Dies ist nie passiert. Heutzutage denken wir darüber natürlich anders und wissen über die Folgekosten einer derart massiven hochalpinen Erschließung aber ich würdige trotzdem den Pioniergeist der damaligen Zeit rund um den ehemaligen Bürgermeister Anton Kerschbaumer.

Wie großartig, dass wir im Jahr 2026 noch immer diesen Traum nachempfinden dürfen!
Zum Thema der Nutzung und Beliebtheit heute: Ich glaub schon, dass man irgendwie "wissen muss", was einen da hinten erwartet. Allein wenn man die Darstellung auf dem Pistenplan anschaut - das checkt doch kein Mensch, was da für großartige Pisten auf einen warten?! Und natürlich wäre es toll, wenn es über den Silberpfennig an das Kernskigebiet angeschlossen wäre, aber das ist es nun mal nicht.

Und da schließt sich wieder ein Kreis im Gasteinertal: Man macht so wenig aus dem vorhandenen Potential. Das nimmt diametral zu, je tiefer man ins Tal vordringt. Was wären andere, tiefer gelegene Skigebiete froh um Areale wie den Graukogel oder eben Sportgastein. Auch unverbunden ist doch das Angebot im Gasteinertal unheimlich groß, abwechslungsreich und unique. Aber ich erlebe in Diskussionen immer wieder, das viele Skifahrer nicht mal davon richtig wissen. Lieber in schlechtere Resorts fahren, nur weil die besseres Marketing haben. Strange irgendwie.

Und zum Thema Nassfeld - es wird ja schon nicht zu Unrecht Klein Tibet genannt - diese unberührte Landschaft dort oben ist schon sehr, sehr besonders. Und ich bin - glaube ich - am Ende doch froh, dass es den Ausbau nicht gegeben hat. Ich hoffe, dass endlich auch das Gasteinertal selber checkt, was sie da für Perlen haben...
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Sportgastein - Tignes von Östereich

Beitrag von Werna76 »

Bezüglich der Cash-Frage...
Man tut den Betrieben unrecht, wenn man es nur darauf zurückführt, dass an der Steuer vorbei verdient werden kann.
Es hat mehr und mehr auch damit zu tun, dass das internationale Publikum mit einem Haufen eigenartiger Apps am Handy daherkommt, die angeblich problemloses digitales Zahlen ermöglichen sollen.
Problem dabei ist, das funktioniert eben nicht immer problemlos. Das kostet dann erstens viel Zeit und oft hast du dann mit Leuten zu tun die angeben kein Bargeld eingesteckt zu haben.
Wenn das einmal pro Woche passiert, ja halb so wild, verkraftbar. Wenn das in einer größeren Hütte alle paar Stunden passiert wirds nervig.
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Sportgastein - Tignes von Östereich

Beitrag von powdertiger »

@Arlbergfan
Du bist also weder die Nordabfahrt zur Mautstelle, die viele Varianten hat, noch das Weißenbachtal gefahren? Dort hätte es guten Firn geben können.
Im Übrigen kann man vom Mölltaler Gletscher nach Sportgastein abfahren. Mit Bahn und Skibus möglich.

Danke für den schönen Bericht.
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Sportgastein - Tignes von Östereich

Beitrag von Arlbergfan »

Danke @powdertiger für die Tipps.
Ich war alleine unterwegs und das erste Mal dort. Ich bin oben eben mal ins Gelände gequert und habe den Schnee als nicht besonders spaßig empfunden - also gleich wieder raus.
Die Variante vom Mölltaler Gletscher nach Sportgastein möchte ich unbedingt mal fahren - mit der Salzburger SuperSki Card ja überhaupt kein Problem! :D

Achso - gibt es im Forum einen ultimativen Powderbericht aus Sportgastein? Dann bitte gerne hier verlinken! :ja:
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Sportgastein - Tignes von Östereich

Beitrag von gerrit »

Herzlichen Dank auch für den 2. Teil der Trilogie, auch hier ist jedenfalls ein zweiter Besuch Deinerseits nötig, arlbergfan.
Wie schon erwähnt sind sowohl die Nordabfahrt nach Böckstein (mit Skibusanbindung zurück) als auch die Abfahrten nach Süden ins Weißenbachtal (Rückkehr durch Schrägfahrt bzw. ein wenig Skaten auf der Loipe) ein absolutes Muss! Habe dort schon hervorragenden Powder (Norden und Süden) sowie genialen Firn (Süden) erlebt. Aber auch mir fehlen noch zwei weitere Klassiker, nämlich die Abfahrt vom Schareck ins Nassfeld (hier schon erwähnt) und die Überschreitung des Alpenhauptkamms von der Bergstation der Ankogelseilbahn mit kurzem Anstieg und dann Abfahrt ins Anlauftal über lohnenswerte Nordhänge. Hat sich bisher noch nicht ergeben, ist aber noch irgendwann geplant.
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Re: Gasteiner Tal - Eine Trilogie - Sportgastein - Tignes von Östereich

Beitrag von gerrit »

Falls sich hier kein Freeride-Bericht über Sportgastein findet (ich glaube, lanschi hat mal etwas gepostet), dann kann ich bei Bedarf hier ein paar Bilder von der Nord- und der Südseite zeigen.
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