Liebe Gemeinde!
Ich habe eine Frage - ich hoffe, hier bin ich richtig.
Ich fahre gerne und recht gut Schi. Da ich mittlerweile 63 Jahre alt bin, entsprechend altersadäquat. Ich komme im Prinzip überall runter; wenn die Verhältnisse nicht gerade grottenschlecht sind, parallel. An einem normalen Tag mache ich etwa 8.000 + Höhenmeter.
Ich bin stolzer Besitzer eines Klimatickets sowie der Super Ski Card.
Für Ende Februar habe ich fünf Tage in Zell/See gebucht. Da hätte ich jetzt ein paar Ideen für das Programm; die ich hier gerne zur Diskussion stellen möchte und bitte um Feedback bzw Anregungen.
Tag 1: Mit dem Auto vom Süden Wiens zum Hochkönig und eine Runde durch die Schischaukel dort. Am Hochkönig war ich noch nie - gibt es da Empfehlungen von euch? Ich komme realistischerweise von B'hofen hinauf. Empfiehlt sich da Mühlbach als Einstieg und dann die Königstour?
Tag 2: Mit dem Bus von Zell nach Mittersill Panoramabahn. Einmal vom Pass Thurn gemütlich rüber bis Kitzbühel und von der Haltestelle Hahnenkamm mit der Schnellbahn zurück nach Zell. In Kitzbühel war ich zuletzt 2015 gewesen - hinten Pass Thurn / Resterhöhe noch nie. Ist das realistisch? Gibt es dazu von euch Tipps?
Tag 3: Mit dem Zug und Bus nach Fieberbrunn und von dort mit den Schiern nach Saalbach und schaumermal, wie weit ich komme. Optimal wäre es, käme ich bis zum Zell am See Express und könnte über die Schmittenhöhe zurück nach Zell zu fahren - sonst ganz einfach irgendwo in Saalbach in den Postbus und damit zurück nach Zell. In Fieberbrunn war ich 1975 (!) beim Schulschikurs; da kann ich mich an nichts erinnern.*) Saalbach war letztes Jahr eine Premiere, da bin ich von Zell mit dem Bus nach Hinterglemm gefahren und bin vorgefahren zum Zell am See Express und über die Schmitten zurück. Gibt es dazu von euch irgendwelche Anregungen; ist das realistisch?
Tag 4: Einen Tag auf der Schmitten bleiben. (Alternativ ein Besuch der Schischaukel Viehofen - Leogang)
Tag 5: Nach dem Frühstück mit dem Auto nach Dorfgastein und die Runde der Schischaukel nach Grossarl rüber. Dieses Gebiet kenne ich ebenfalls nicht und ich möchte es mir gerne einmal ansehen. Am Nachmittag so rechtzeitig dort weg, dass ich noch bei Tageslicht bis Liezen komme und weiter nach Hause.
Das wäre jetzt einmal mein Programm.
Was meint ihr dazu? Ist das realistisch?
Gibt es von den Experten der Gebiete irgendwelche Tipps und Anregungen im Vorfeld?
Vielen lieben Dank im Voraus für eure Unterstützung!
OT TIPP:
Ich darf mich mit einem etwas anderen Tipp vorab revanchieren: Letzte Woche war ich mit meiner Tochter in Zell/See gewesen. Das Wetter war nicht so prickelnd, es gab genau einen Tag mit schönem Wetter, da waren wir am Kitzsteinhorn bei -20,5 Grad. Die anderen Tage war es mehr oder weniger windig, neblig oder schneiend. - Ich bin höllisch verkühlt heim gekommen.
Aber: Eines Abends haben wir uns ein Match der örtlichen Eishackler angesehen. Eisbären Zell gegen Adler Kitzbühel. Das war ein super Match, echt schnell, viel Bewegung und Action.
Das heißt, wenn jemand von euch dort ist und sich für Eishockey interessiert, ist das ein lohnenswertes Abendprogramm.
*) Eine Erinnerung habe ich: Es ist ein Morgen, in der N8 hat es Unmengen geschneit. Beim Doppelsessellift sind die Sitzflächen hochgeklappt. Bei dem Klassenkollegen und mir klappt - warum auch immer - der Liftler die Sitzfläche nicht runter. Ich will mich hinsitzen und sitze im Nichts; bekomme aber vom Sessel einen Deuter. Damals war ich noch etwas zarter als heute - das war die zweite Klasse. Ich steige auf wie der Sputnik und lande kopfüber in einem Schneehaufen. Aus dem mich dann der Liftler befreien musste.
Tipps für fünf Tage im Pinzgau erbeten
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Tipps für fünf Tage im Pinzgau erbeten
Darf ich die Gelegenheit nutzen, allen Usern dieses Forums bereits jetzt ein gesegnetes Weihnachtsfest und Alles Gute für 2027 zu wünschen!
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Re: Tipps für fünf Tage im Pinzgau erbeten
Also der erste Fehler ist ja schonmal, dass du mit dem Auto fährst.
Investier doch das Kilometergeld lieber in einen Gepäckversand zu deiner Unterkunft. Von Wien bist du in exakt 4 h in Mühlbach am Lift, die brauchst du mit dem Auto auch. Las es mit Weg zum Bahnhof etwas länger dauern, aber dafür kannst du dich im Zug ausruhen und den Skitag mehr genießen.
Durch den Gepäckversand kannst du den Skitag dann schön am anderen Ende in Maria Alm beenden und bist von dort in 30 min in Zell.
Dein Kitzbühel Plan geht locker, man kommt ja problemlos auch hin und zurück an einem Tag. Theoretisch kannst du natürlich statt nach Kitzbühel auch noch mit dem kurzen Busshuttle nach Westendorf wechseln und dann von Hopfgarten zurück fahren, das würde ich dir aber eher nicht empfehlen, man muss es nicht übertreiben. Zurück musst du dann nicht unbedingt S-Bahn fahren, du kannst auch den Interregio nehmen, es fährt also zweimal pro Stunde was direkt von Kitzbühel nach Zell.
Ich persönlich mag gerne die Abfahrt zur Resterhöhe, die du sonst nicht unbedingt mitnehmen würdest und auch die Hänge am Bärenbadkogel 2, die normalerweise umfahren würdest. Außerdem mag ich, bei ausreichender Schneelage, auch die Talabfahrten, z.B. nach Jochberg, Kirchberg und Kitzbühel. Und auch den Ganslernhang würde ich noch mitnehmen, der ist immer ganz nett.
Nach Fieberbrunn bist du halt gleich mal eine Stunde unterwegs, das musst du wissen ob sich das lohnt. In Leogang bist du in einer halben Stunde und ich würde eher mit den Ski nach Fieberbrunn und zurück fahren. Den Rückweg seh ich unkritisch, was soll schon passieren? Du kommst ja von überall wieder nach Zell und hörst halt da auf, wo du keine Lust mehr hat oder dann wenn die Lifte schließen.
Für den letzten Tag biete sich wieder die Rückfahrt mit der Bahn ohne Gepäck an. Das ist nach einem langen Skitag sicher auch angenehmer und von Dorfgastein geht das ganz gut.
Durch den Gepäckversand kannst du den Skitag dann schön am anderen Ende in Maria Alm beenden und bist von dort in 30 min in Zell.
Dein Kitzbühel Plan geht locker, man kommt ja problemlos auch hin und zurück an einem Tag. Theoretisch kannst du natürlich statt nach Kitzbühel auch noch mit dem kurzen Busshuttle nach Westendorf wechseln und dann von Hopfgarten zurück fahren, das würde ich dir aber eher nicht empfehlen, man muss es nicht übertreiben. Zurück musst du dann nicht unbedingt S-Bahn fahren, du kannst auch den Interregio nehmen, es fährt also zweimal pro Stunde was direkt von Kitzbühel nach Zell.
Ich persönlich mag gerne die Abfahrt zur Resterhöhe, die du sonst nicht unbedingt mitnehmen würdest und auch die Hänge am Bärenbadkogel 2, die normalerweise umfahren würdest. Außerdem mag ich, bei ausreichender Schneelage, auch die Talabfahrten, z.B. nach Jochberg, Kirchberg und Kitzbühel. Und auch den Ganslernhang würde ich noch mitnehmen, der ist immer ganz nett.
Nach Fieberbrunn bist du halt gleich mal eine Stunde unterwegs, das musst du wissen ob sich das lohnt. In Leogang bist du in einer halben Stunde und ich würde eher mit den Ski nach Fieberbrunn und zurück fahren. Den Rückweg seh ich unkritisch, was soll schon passieren? Du kommst ja von überall wieder nach Zell und hörst halt da auf, wo du keine Lust mehr hat oder dann wenn die Lifte schließen.
Für den letzten Tag biete sich wieder die Rückfahrt mit der Bahn ohne Gepäck an. Das ist nach einem langen Skitag sicher auch angenehmer und von Dorfgastein geht das ganz gut.
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Re: Tipps für fünf Tage im Pinzgau erbeten
Liebe Gemeinde:
Jetzt habe ich meine Tour absolviert und berichte gerne:
Montag: 23. 2. 26
Dorfgastein - Großarl
Die Anreise mit dem in meiner Halterschaft stehenden KKW verlief absolut problemlos.
Das Wetter war durchwachsen - von Schneefall bis Sonne war alles dabei.
Das Schigebiet habe ich jetzt zum ersten Mal erlebt; wirklich vom Hocker reißt es mich nicht. Ich finde es mit den Liften die kreuz und quer gehen ziemlich verwirrend. Es gibt viele Ziehwege und relativ schmale Waldabfahrten. Wenn da Schikursgruppen ihre Bogerln ziehen, ist es nicht immer einfach vorbei zu kommen.
Weiterfahrt nach Zell/See
Dienstag: 24. 2. 26
Schmittenhöhe
Das Wetter war grottenschlecht: Unten Regen oben intensiver Schneefall. Im Laufe des Tages verschob sich die Schneefallgrenze immer mehr nach oben. Oben gab es sicher 30cm oder noch mehr feuchten Neuschnee.
Die Standard und die Areit Abfahrt waren in einem sehr guten Zustand; die Trass war schrecklich: Oben war überhaupt nichts präpariert, durch den patzigen Neuschnee, der zerfahren und teilweise zusammengeschoben war, mich hinunter zu würgen, hat keinen rechten Spaß gemacht. Normalerweise ist das meine Lieblingsabfahrt, heute hab ich nach einmal den Hut drauf gehaut.
Auch die Abfahrten am Sonnkogel /Hochmais waren nicht so prickelnd; besser ging es unten, wo es keinen Neuschnee sondern Regen gab.
Nachdem meine Lieblingshütte, die Hochzeller Alm, diesen Winter wegen Umbau geschlossen ist, machte ich am Sonnkogel Pause und war dort, wie stets sehr zufrieden. (Vernünftige Preise, gutes Essen, sehr freundliche Mitarbeitende.)
Einmal fuhr ich auch mit dem Zell am See Xpress und merkte am frühen Nachmittag nichts von der sich anbahnenden Panne.
Sehr bewährt hat es sich, dass ich zwei Garnituren Schigewand mit hatte - mein Anorak brauchte zwei Tage um trocken zu werden. Beim Ausziehen hatte er etwa 14 Kilo.
Mittwoch: 25. 2. 26
Saalbach
In der Früh mit dem Bus nach Hinterglemm, dabei merkte ich, dass der Zell am See Xpress nicht fährt. Ursprünglich hatte ich geplant, mit ihm zurück zu fahren - also musste ich umplanen und hatte keine wirkliche Lust mit dem extrem vollen Bus zu fahren.
Von Hinterglemm fuhr ich zuerst nach Fieberbrunn - dort war ich zuletzt im Jahr 1975 (!) mit dem Schulschikurs gewesen. Natürlich konnte ich mich an gar nichts mehr erinnern. Dann wieder zurück. Bereits am späten Vormittag waren die Pistenverhältnisse zum Teil sehr fordernd; es gab hohe zusammengeschobene Haufen nassen Schnees auf hartem Untergrund. Ein echter Tragödienhang war die kurze Verbindung von der Talstation der Bernkogelbahn zur Schattbergbahn: Schmal; relativ steil, sehr hohe Haufen nassen Schnees, viele Leute. Die Leute lagen reihenweise und auch ich hatte am 15. Schitag der Saison meinen ersten Sturz zu verzeichnen.
Schattberg Nord ging dann wieder super. Die Verbindung nach Viehofen war dann wieder etwas mühsam. Ich fuhr dann weiter in Richtung Leogang. Meine Hoffnung es dort mit guten Bedingungen auf Nordhänger zu tun zu haben, ging leider nicht wirklich auf. Auch dort waren hohe Gatschhaufen. Also pfiff ich gegen 15 Uhr drauf und setzte mich auf der Kraller Alm in die Sonne. Die Pizza war hervorragend.
Frau Klosterwappen, die daheim geblieben war, ging mir am Telefon etwas auf die Nerven - wo ich denn sei, wann ich nach Zell zurückkommen werde frug sie dauernd. Was kratzt sie das in Bad Vöslau - in der Sonne ist es jedenfalls schöner als im kleinen Einzelzimmer. Ich ging dann etwa 1/4 Stunde zum Bahnhof und fuhr mit IR 719 zurück - zum ersten mal war ich in einem neuen IR Desiro unterwegs.
Am Bahnhof von Zell verschlug es mir dann die Sprache: Frau Klosterwappen war mir nachgekommen und harrte dort meiner. Alles war mit dem Hotel gecheckt worden und alle dort haben dicht gehalten. Das war eine Überraschung.
Donnerstag: 26. 2. 26
Kitz Ski:
Und wieder bestieg ich in der Früh den Bus und fuhr diesmal nach Hollersbach und mit der Panoramabahn auf die Resterhöhe. Dort trieb ich mich ein wenig herum. Dort hat es mir gut gefallen.
Einen Kritikpunkt gibt es: Währenddem in Saalbach überall steht, wie man fahren muss, wenn man in einen anderen Ort gelangen will, sind dort nur die Liftnamen angeschrieben. Ist man so wie ich ortsunkundig, ist es etwas mühsam, sich den Weg nach Kitzbühel zusammenzustoppeln.
Mit der 3 S fuhr ich dann zum Pengelstein, dort war ich zuletzt vor 11 Jahren gewesen. Mein Kritikpunkt von damals ist nach wie vor aufrecht: Die Pisten halten mit der Kapazität der Aufstiegshilfen nicht Schritt. Währenddem man am Lift kaum ansteht, muss man auf den Pisten irrsinnig aufpassen, da dort wahnsinnig viel los ist. Die Scxhneeverhältnisse waren aber ziemlich gut, viel besser als am Vortag.
Bevor ich mich mit Frau Klosterwappen traf musste ich mir noch die Streif geben - ich glaube, da habe ich schon bessere Ideen gehabt: Die Mausefalle war ein einziger Eislaufplatz. Ich bin völlig unkontrolliert runtergeteufelt, habe zwei Schwünge gemacht um innerhalb der Piste zu bleiben und habe mich selber ziemlich geschimpft. Es ging gut aus. Den Steilhang habe ich mir dann verkniffen. Der Blick von der Hausbergkante war wie immer beeindruckend; dort war es griffiger und somit fahrbar. Dann noch einmal den Ganslern und dann zur Hocheckhütte am Hahnenkamm. Dort wartete meine Frau auf mich, nach einem guten Mittagessen trieb ich mich oben noch eine Stunde herum, dann ein Kaffee - sie ging zur Seilbahn und ich fuhr auf der jugendfreien Abfahrt ins Tal. Wir trafen zeitgleich bei der Bahnhaltestelle ein und nahmen wieder IR 719 nach Zell.
Freitag: 27. 2.26
Hochkönig:
Und noch ein Schigebiet, das ich nicht kannte.
Wir fuhren mit dem KKW zur Abergbahn, ich machte einmal schnell den Natrun währenddem sie sich orientierte. Leider ging der Personentransport nur bis zur Mittelstation, wo sie zur Tischlerhütte ging. Ich machte unterdessen die Hochkönigtour bis Mühlbach und wieder zurück.
Das Gebiet hat mir gut gefallen. Dadurch dass die Pisten größtenteils nordseitig sind waren die Verhältnisse schwer in Ordnung. Bei den Aufstiegshilfen musste ich manchmal ein paar Minuten waren, dafür gab es auf den Pisten viel Platz. Dort gibt es einige sehr schön breite Abfahrten. Ich werde sicher wieder einmal dort vorbei schauen.
Auf der Tischlerhütte haben wir gut gegessen - leider lag sie aber ab etwa 14 Uhr im Schatten. Im Wintergarten wurden sogleich die Heizschwammerl eingeschaltet, sodass es aushaltbar war - aber Sonne ist mir lieber.
Während sie dann wieder runter fuhr drehte ich noch ein paar Runden am Sessellift.
Wir trafen uns dann unten, tranken noch einen Kaffee und fuhren dann heim, wo wir gegen 20.30 von unseren Katers schon sehnsüchtig erwartet wurden.
Fazit:
Die Kombination SSC und Klimaticket ist geil
Jetzt habe ich meine Tour absolviert und berichte gerne:
Montag: 23. 2. 26
Dorfgastein - Großarl
Die Anreise mit dem in meiner Halterschaft stehenden KKW verlief absolut problemlos.
Das Wetter war durchwachsen - von Schneefall bis Sonne war alles dabei.
Das Schigebiet habe ich jetzt zum ersten Mal erlebt; wirklich vom Hocker reißt es mich nicht. Ich finde es mit den Liften die kreuz und quer gehen ziemlich verwirrend. Es gibt viele Ziehwege und relativ schmale Waldabfahrten. Wenn da Schikursgruppen ihre Bogerln ziehen, ist es nicht immer einfach vorbei zu kommen.
Weiterfahrt nach Zell/See
Dienstag: 24. 2. 26
Schmittenhöhe
Das Wetter war grottenschlecht: Unten Regen oben intensiver Schneefall. Im Laufe des Tages verschob sich die Schneefallgrenze immer mehr nach oben. Oben gab es sicher 30cm oder noch mehr feuchten Neuschnee.
Die Standard und die Areit Abfahrt waren in einem sehr guten Zustand; die Trass war schrecklich: Oben war überhaupt nichts präpariert, durch den patzigen Neuschnee, der zerfahren und teilweise zusammengeschoben war, mich hinunter zu würgen, hat keinen rechten Spaß gemacht. Normalerweise ist das meine Lieblingsabfahrt, heute hab ich nach einmal den Hut drauf gehaut.
Auch die Abfahrten am Sonnkogel /Hochmais waren nicht so prickelnd; besser ging es unten, wo es keinen Neuschnee sondern Regen gab.
Nachdem meine Lieblingshütte, die Hochzeller Alm, diesen Winter wegen Umbau geschlossen ist, machte ich am Sonnkogel Pause und war dort, wie stets sehr zufrieden. (Vernünftige Preise, gutes Essen, sehr freundliche Mitarbeitende.)
Einmal fuhr ich auch mit dem Zell am See Xpress und merkte am frühen Nachmittag nichts von der sich anbahnenden Panne.
Sehr bewährt hat es sich, dass ich zwei Garnituren Schigewand mit hatte - mein Anorak brauchte zwei Tage um trocken zu werden. Beim Ausziehen hatte er etwa 14 Kilo.
Mittwoch: 25. 2. 26
Saalbach
In der Früh mit dem Bus nach Hinterglemm, dabei merkte ich, dass der Zell am See Xpress nicht fährt. Ursprünglich hatte ich geplant, mit ihm zurück zu fahren - also musste ich umplanen und hatte keine wirkliche Lust mit dem extrem vollen Bus zu fahren.
Von Hinterglemm fuhr ich zuerst nach Fieberbrunn - dort war ich zuletzt im Jahr 1975 (!) mit dem Schulschikurs gewesen. Natürlich konnte ich mich an gar nichts mehr erinnern. Dann wieder zurück. Bereits am späten Vormittag waren die Pistenverhältnisse zum Teil sehr fordernd; es gab hohe zusammengeschobene Haufen nassen Schnees auf hartem Untergrund. Ein echter Tragödienhang war die kurze Verbindung von der Talstation der Bernkogelbahn zur Schattbergbahn: Schmal; relativ steil, sehr hohe Haufen nassen Schnees, viele Leute. Die Leute lagen reihenweise und auch ich hatte am 15. Schitag der Saison meinen ersten Sturz zu verzeichnen.
Schattberg Nord ging dann wieder super. Die Verbindung nach Viehofen war dann wieder etwas mühsam. Ich fuhr dann weiter in Richtung Leogang. Meine Hoffnung es dort mit guten Bedingungen auf Nordhänger zu tun zu haben, ging leider nicht wirklich auf. Auch dort waren hohe Gatschhaufen. Also pfiff ich gegen 15 Uhr drauf und setzte mich auf der Kraller Alm in die Sonne. Die Pizza war hervorragend.
Frau Klosterwappen, die daheim geblieben war, ging mir am Telefon etwas auf die Nerven - wo ich denn sei, wann ich nach Zell zurückkommen werde frug sie dauernd. Was kratzt sie das in Bad Vöslau - in der Sonne ist es jedenfalls schöner als im kleinen Einzelzimmer. Ich ging dann etwa 1/4 Stunde zum Bahnhof und fuhr mit IR 719 zurück - zum ersten mal war ich in einem neuen IR Desiro unterwegs.
Am Bahnhof von Zell verschlug es mir dann die Sprache: Frau Klosterwappen war mir nachgekommen und harrte dort meiner. Alles war mit dem Hotel gecheckt worden und alle dort haben dicht gehalten. Das war eine Überraschung.
Donnerstag: 26. 2. 26
Kitz Ski:
Und wieder bestieg ich in der Früh den Bus und fuhr diesmal nach Hollersbach und mit der Panoramabahn auf die Resterhöhe. Dort trieb ich mich ein wenig herum. Dort hat es mir gut gefallen.
Einen Kritikpunkt gibt es: Währenddem in Saalbach überall steht, wie man fahren muss, wenn man in einen anderen Ort gelangen will, sind dort nur die Liftnamen angeschrieben. Ist man so wie ich ortsunkundig, ist es etwas mühsam, sich den Weg nach Kitzbühel zusammenzustoppeln.
Mit der 3 S fuhr ich dann zum Pengelstein, dort war ich zuletzt vor 11 Jahren gewesen. Mein Kritikpunkt von damals ist nach wie vor aufrecht: Die Pisten halten mit der Kapazität der Aufstiegshilfen nicht Schritt. Währenddem man am Lift kaum ansteht, muss man auf den Pisten irrsinnig aufpassen, da dort wahnsinnig viel los ist. Die Scxhneeverhältnisse waren aber ziemlich gut, viel besser als am Vortag.
Bevor ich mich mit Frau Klosterwappen traf musste ich mir noch die Streif geben - ich glaube, da habe ich schon bessere Ideen gehabt: Die Mausefalle war ein einziger Eislaufplatz. Ich bin völlig unkontrolliert runtergeteufelt, habe zwei Schwünge gemacht um innerhalb der Piste zu bleiben und habe mich selber ziemlich geschimpft. Es ging gut aus. Den Steilhang habe ich mir dann verkniffen. Der Blick von der Hausbergkante war wie immer beeindruckend; dort war es griffiger und somit fahrbar. Dann noch einmal den Ganslern und dann zur Hocheckhütte am Hahnenkamm. Dort wartete meine Frau auf mich, nach einem guten Mittagessen trieb ich mich oben noch eine Stunde herum, dann ein Kaffee - sie ging zur Seilbahn und ich fuhr auf der jugendfreien Abfahrt ins Tal. Wir trafen zeitgleich bei der Bahnhaltestelle ein und nahmen wieder IR 719 nach Zell.
Freitag: 27. 2.26
Hochkönig:
Und noch ein Schigebiet, das ich nicht kannte.
Wir fuhren mit dem KKW zur Abergbahn, ich machte einmal schnell den Natrun währenddem sie sich orientierte. Leider ging der Personentransport nur bis zur Mittelstation, wo sie zur Tischlerhütte ging. Ich machte unterdessen die Hochkönigtour bis Mühlbach und wieder zurück.
Das Gebiet hat mir gut gefallen. Dadurch dass die Pisten größtenteils nordseitig sind waren die Verhältnisse schwer in Ordnung. Bei den Aufstiegshilfen musste ich manchmal ein paar Minuten waren, dafür gab es auf den Pisten viel Platz. Dort gibt es einige sehr schön breite Abfahrten. Ich werde sicher wieder einmal dort vorbei schauen.
Auf der Tischlerhütte haben wir gut gegessen - leider lag sie aber ab etwa 14 Uhr im Schatten. Im Wintergarten wurden sogleich die Heizschwammerl eingeschaltet, sodass es aushaltbar war - aber Sonne ist mir lieber.
Während sie dann wieder runter fuhr drehte ich noch ein paar Runden am Sessellift.
Wir trafen uns dann unten, tranken noch einen Kaffee und fuhren dann heim, wo wir gegen 20.30 von unseren Katers schon sehnsüchtig erwartet wurden.
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