Gondelabsturz in Engelberg

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Philipp2
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von Philipp2 »

Pilatus hat geschrieben: 21.03.2026 - 13:38 Alte Gondelbahnen hatten solche Abweiser wie auf dem Foto. Wieso wird das nicht mehr verbaut?
Das hat es früher bei fast allen Seilbahntypen gegeben, bis man irgendwann draufgekommen ist, dass durch das ungünstige Hebelverhältnis schon bei geringer Anprallkraft das Seil aus den Rollen gehebelt wird. Außerdem besteht, neben der Gefahr des Einfädelns in den Abweisern bei starken Querpendelungen, insbesondere bei besonders ungünstig konstruierten Rollenbatterien auch die Gefahr, dass bei einer Seilentgleisung das Seil durch die Abweiser einfach über die Seilfänger hinaus geleitet wird. Diese Abweiser schaden mehr, als sie nutzen.
Sinn machen, wenn überhaupt, nur Führungen in der Höhe der Kabine selbst und die müssten entsprechend hoch, lang und massiv sein, um nicht selbst zur Gefahr zu werden (also flächen- und nicht linienförmig, da sonst die Gefahr des Auflaufens auf den Führungen entsteht, und so lang, dass das Fahrzeug schon vor dem Erreichen der Rollenbatterie zwangsgeführt wird).
Latesn hat geschrieben: 20.03.2026 - 09:44 Gemeint ist vermutlich die Kollision mit dem Seilfänger, der hat nämlich wenn man die Freigängigkeitszeichnung aus dem Rotenflue-Bericht ansieht wenig bis keine Freigängigkeit mehr bei den geforderten 0,35 rad.
Wenn natürlich wie bei der Rotenflue und spekulativ auch hier das Torsionsrohr am Seilfänger einhängt während die Kabine noch nicht ansteht (was m.e. ein klares Konstruktionsprinzip ist ... ich schlage selbst wenn ich anschlage so an, dass ich nicht Einhängen kann -> d.h. ich versuche zuerst mit dem Trittbrett anzuschlagen) habe ich natürlich einen gewaltigen Hebel der mir das Seil einfach aus der Klemme reisst.
Ich bin bzgl. des Konstruktionsprinzips ganz deiner Meinung. Allerdings kann man m.E. den Konstrukteuren hier keinen Vorwurf machen, wenn genau bei diesem einen speziellen Klemmentyp trotz Einhaltung der Normen eine atypische Gefahrenstelle entsteht, und das überhaupt nur bei Betrieb außerhalb der Einsatzgrenzen. Das hätte, wenn überhaupt, der benannten Prüfstelle im Zuge des Konformitätsbewertungsverfahrens auffallen müssen - und ich bin mir nicht einmal sicher, ob die dagegen überhaupt etwas einwenden dürften, denn streng genommen wäre die Klemme trotzdem konform, da der Stand der Technik erfüllt wird. Die Frage ist eher, was man jetzt daraus schlussfolgert (sofern es überhaupt die Klemme war, die kollidiert ist). Alle DT-Klemme verbieten, wie einst die Müllerklemmen? Zigtausende Klemmen nacharbeiten? Oder ist das ganze Thema statistisch vertretbar?

Nachdem die Normenreihe aktuell sowieso "redaktionell" überarbeitet wird, könnte man ja vorschlagen, diesen Punkt auch noch aufzunehmen, dann wäre die kostpielige Änderung der Deckblätter wenigsten nicht ganz umsonst.
Beispiel als Ergänzung zur EN 13223 in der typischen Formulierung (bringt aber mehr Probleme, als es löst): "Klemmen und Rollenbatterien müssen so gestaltet sein, dass bei einer Überschreitung der größten Querpendelung nach 6.3.4 die Kollision einer Klemme mit den Einrichtungen der Rollenbatterie nicht zum Abstürzen des Fahrzeuges führen kann."
Kamikatze hat geschrieben: 21.03.2026 - 19:36 Anderer Klemmentyp und es ist trotz des ja sehr brutal aussehenden Gondelsalats keine Gondel abgestürzt. Gut, in so einer Situation kann man schlecht abschätzen, wo einfach Glück im Spiel war und wo das ganze konstruktiv abgefangen wurde.
Beim Fahrzeugsalat war es pures Glück, dass die Stütze nicht nachgegeben hat. Eigentlich wäre der Absturz der Fahrzeuge hier sogar gewünscht gewesen.
Für die Richtigkeit der in diesem Beitrag enthaltenen Informationen wird nicht garantiert. Zitieren auf eigene Gefahr.

Kakadu
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von Kakadu »

Schmiddi hat geschrieben: 20.03.2026 - 17:28
NeusserGletscher hat geschrieben: 20.03.2026 - 17:19
Kris hat geschrieben: 20.03.2026 - 14:26 Vielleicht wäre es sinnvoll, die Formgebung von Seilfänger und Torsionsstäbe-Zylinder zu überdenken – als Maßnahme der passiven Sicherheit. Aktuell weisen beide Bauteile einander zugewandte Flächen auf, die beim Zusammentreffen wie „Hammer auf Amboss“ wirken.
Gem. Bild im SUST-Bericht trifft die Torsionsstabumhüllung direkt auf die Kante des Seilfängers. Und da so nah ist der Hebel natürlich extrem ... Ich daran gedacht, den Seilfänger leicht tiefer anzubringen, so daß der Torsionsstab mehr Platz zum ausschwingen hätte und in den Raum des Seils auf dem Seilfänger käme (und nicht an dessen Kante).
Bild
Bei der Klemme auf deinem Bild kommen zwei Schraubenfedern zum Einsatz.
Sind das nicht zwei Pakete Tellerfedern – in der Art, wie sie in Visperterminen Probleme bereiteten ... (w.i.m.r.e.)
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Bei manchen älteren Gondeln gibt es große Abweiser an den Masten, die Pardoramabahn in Ischgl hat sowas. Da geht es aber wohl eher darum, dass die Gondeln nicht gegen die Masten knallen.
Zuletzt geändert von Seilbahnjunkie am 22.03.2026 - 07:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von HEHE »

Hier noch ein Vid von Insta:



Gemäss dem Video sieht man, dass die Bahn gelaufen ist als die Gondel runterfiel (der Ruck in der Gondel).
2024/25: Bäretswil Steig 1, Amden 2, Atzmännig 3, Pizol 4, Amden 5, Saas Almagell 6, Hohsaas 7-9, Amden 10, Wolzenalp 11, Wildhaus 12, Davos-Klosters 13-19, Elm 20, Adelboden 21 und Flumserberg 22 - Total 22 Skitage
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2021/22: Atzmännig 1, Flumserberge 2/3, Zuoz 4/5/6/7/8/9, Sattel Hochstuckli 10, Brunni Alpthal 11, Oberiberg 12, Amden 13, Flumserberg 14 - Total 14 Skitage
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von Harzwinter »

... und die bislang bedenklichste Dokumentation der Windstärke, zumindest in Böen. 8O
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von hegauner »

"Es gab eine unerwartete, sehr heftige Böe"

Interview mit dem CEO der Bergbahnen:

https://www.blick.ch/schweiz/zentralsch ... 03706.html

Edit: Nun leider hinter der Paywall verschwunden.
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Skitage 22/23 Waldau, Damüls
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von CrystalMountain »

Hatten wir das hier schon?
Tödlicher Gondelabsturz: Titlis-Bahnen lehnten Nachrüstung ab

- Der Fall des tödlichen Absturzes einer Gondel der Titlis-Bergbahnen vergangenen Mittwoch hat Parallelen zu einem Unfall in der Mythenregion, wie Berichte der «Sonntagszeitung» und «Inside Paradeplatz» zeigen.

- Infolge des Unfalls 2019 unterbreitete die Seilbahnherstellerin den Titlis-Bergbahnen ein Angebot zur Nachrüstung, welches die Bahn jedoch ablehnte, wie deren CEO Norbert Patt nun bestätigt.

- Beide Seilbahnen waren vom gleichen Typ und in beiden Fällen wird starker Wind als Auslöser des Unfalls genannt.
https://www.srf.ch/news/schweiz/unfall- ... uestung-ab
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von WalliserFan »

Was es hier so schwierig macht ist, dass man so einen Unfall verhindern hatte können, aber dass man bei Technik auch immer Risiken angehen muss. Die sicherste Seilbahn ist die, die gar nicht erbaut worden ist. Dann kan man ja auch nicht abstürzen.
Doch müssen wir uns ständig überlegen, welches Risiki wir für Akzeptabel halten. Jetzt müssen wir vielleicht erkennen, dass wir das Risiko noch weiter minimieren können und auch möchten.
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von Kakadu »

Der Bahnbetreiber schlug eine von Garaventa vorgeschlagene Sicherheitsnachrüstung nach dem Unfall an der Rothenfluh beim Mythen aus: Blick ... Die Begründung ist abenteuerlich: Es sei keine zwingende sicherheitsrelevante Aufforderung zur Nachrüstung gewesen, weshalb man habe man kein Angebot für eine Umrüstung eingeholt habe. Zudem habe im Schreiben kein direkter Hinweis auf den Unfall von 2019 gestanden, so dass der Zusammenhang nicht erkannt worden sei. ... Zum einen ist es m.E. ein klarer Fehler von Garaventa, diese Sicherheitsnachrüstung insbesondere bei einer erkanntermaßen windexponierten Bahn nicht mindestens als dringendst angeraten zu deklarieren – im konkreten Fall als zwingend (incl. Erwähnung des Unfalls – was ja die Motivation der Umrüstung ist) – und zum anderen die Betonung der Bahn, Sicherheit stünde zuoberst, schlicht und einfach peinlich und unglaubwürdig ...
Zuletzt geändert von Kakadu am 22.03.2026 - 18:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von gfm49 »

Kakadu hat geschrieben: 22.03.2026 - 18:06Zudem habe im Schreiben kein direkter Hinweis auf den Unfall von 2019 gestanden, so dass der Zusammenhang nicht erkannt worden sei.
Vor allem diese Aussage finde ich abenteuerlich. Das kann doch nur bedeuten, dass man sich überhaupt nicht mit dem beschäftigt hat, was andernorts passiert ist (zumal das Angebot ja wohl nicht erst 5 Jahre später kam - dazu ist allerdings keine Aussage getroffen).
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von Kakadu »

gfm49 hat geschrieben: 22.03.2026 - 20:25
Kakadu hat geschrieben: 22.03.2026 - 18:06Zudem habe im Schreiben kein direkter Hinweis auf den Unfall von 2019 gestanden, so dass der Zusammenhang nicht erkannt worden sei.
Vor allem diese Aussage finde ich abenteuerlich. Das kann doch nur bedeuten, dass man sich überhaupt nicht mit dem beschäftigt hat, was andernorts passiert ist (zumal das Angebot ja wohl nicht erst 5 Jahre später kam - dazu ist allerdings keine Aussage getroffen).
Es stellt sich auch die Frage, wie glaubwürdig diese (wohl faule) Ausrede ist. Zum einen wäre es verwunderlich, wenn Garaventa im Angebot den Vorfall am Mythen gar nicht erwähnt hätte – es gab ja einen konkreten Grund für das Angebot. Und zum anderen hat sich die Chefetage solcher Anlagen mit bei der SUST genannten Vorfällen zu befassen, wenn sie ihr Metier ernst nehmen will. Somit wäre es Garaventa abzunehmen, wenn sie davon ausgehen, daß der Vorfall in der Branche bekannt ist – insbesondere von Betreibern desselben Klemmentyps.
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von Liftler1976 »

Wenn man das oben verlinkte YouTube Video anschaut, merkt man schon, dass da zwischen Seilfänger und Torsionsfedergehäuse nicht sehr viel Platz ist:

Screenshot 2026-03-22 at 20-30-17 DT 108 Klemme Wiriehorn - YouTube.png
Screenshot 2026-03-22 at 20-30-17 DT 108 Klemme Wiriehorn - YouTube.png (684.79 KiB) 218 mal betrachtet

Da frag’ ich mich schon des Öfteren, was hat der Konstrukteur eigentlich für einen Beruf erlernt?
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von Reginleif »

Liftler1976 hat geschrieben: 22.03.2026 - 20:37 Da frag’ ich mich schon des Öfteren, was hat der Konstrukteur eigentlich für einen Beruf erlernt?
Im Gegensatz zu den meisten die es irgendwo im Internet jetzt meinen besser zu wissen, den eines Konstrukteurs :!:
Ich finde es empörend wie sich so einige jetzt für ein Technik Genie halten und plötzlich eine Konstruktion die weltweit über die letzten Jahrzehnte millionen Kuppelvorgänge und Stützenüberfahrten problemlos durchgemacht hat angezweifelt wird.
Der Platz mag eng sein, aber es wird einen Grund geben warum die Konstruktion so aussieht wie sie halt aussieht. Und es gibt eine Norm und Betriebsanleitung in der genau steht für welche Situationen der Betrieb der Bahn zulässig ist und welche nicht.
Wenn es bereits stürmt und auch eine Sturmwarnung ausgegeben wurde, dann gibt es keine "unerwartet starke Böe". Es ist mit gesundem Menschenverstand damit zu rechnen dass dann eine solche Böe auftreten kann.
Es ist ähnlich wie am Karren vergangenes Jahr, wenn ich diese Sturmfront schon heranrauschen sehe, dann lass ich die Kabine halt nicht mehr abfahren, auch wenn es die letzte ist bevor alle Leute unten gewesen wären.
Man hätte einfach nicht fahren dürfen. Es liegt am Betreiber sicherzustellen dass eine Situation die die klar definierten Grenzen des Systems überschreitet einfach nicht im Betrieb auftritt.
Ich finde es nicht in Ordnung wie und mit welcher Wortwahl du hier über den Konstrukteuer dieses bewährten Teils herziehst. Meine klare Meinung dazu :!:

Und ganz generell verstehe ich die Berichterstattung die teilweise fast klingt wie "muss die Sicherheit der Seilbahn an sich angezweifelt werden" absolut nicht. Die Wahrscheinlichkeit für einen Reifenplatzer ist höher als dass eine Klemme eine Fehlfunktion hat. Selbst das Flugzeug ist unsicherer als eine Seilbahn. Beim Neuwagen meines besten Freundes war die Mittelkonsole nicht am Fahrzeugboden festgeschraubt, beim Auto meines Vaters war eine Platikverkleidung am Unterboden nicht richtig festgeschraubt. Wenn ich daran denke, Gott bewahre will ich gar nicht wissen welche Schrauben an Autos vielleicht sonst noch so gar nicht angezogen sind 8O
Und trotzdem sitz ich täglich im Auto und auch regelmäßig in der Seilbahn.
Ich kann nur den Kopf schütteln was online gerade so abgeht bezüglich dieses Vorfalls. Wäre ich Hersteller oder Skigebietsbetreiber würde ich die ganzen ahnungslosen Spekulationen fast schon als Rufschädigung empfinden.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von Liftler1976 »

Reginleif hat geschrieben: 22.03.2026 - 23:32
Liftler1976 hat geschrieben: 22.03.2026 - 20:37 Da frag’ ich mich schon des Öfteren, was hat der Konstrukteur eigentlich für einen Beruf erlernt?
Im Gegensatz zu den meisten die es irgendwo im Internet jetzt meinen besser zu wissen, den eines Konstrukteurs :!:
Ich finde es empörend wie sich so einige jetzt für ein Technik Genie halten und plötzlich eine Konstruktion die weltweit über die letzten Jahrzehnte millionen Kuppelvorgänge und Stützenüberfahrten problemlos durchgemacht hat angezweifelt wird.
Der Platz mag eng sein, aber es wird einen Grund geben warum die Konstruktion so aussieht wie sie halt aussieht. Und es gibt eine Norm und Betriebsanleitung in der genau steht für welche Situationen der Betrieb der Bahn zulässig ist und welche nicht.
Wenn es bereits stürmt und auch eine Sturmwarnung ausgegeben wurde, dann gibt es keine "unerwartet starke Böe". Es ist mit gesundem Menschenverstand damit zu rechnen dass dann eine solche Böe auftreten kann.
Man hätte einfach nicht fahren dürfen. Es liegt am Betreiber sicherzustellen dass eine Situation die die klar definierten Grenzen des Systems überschreitet einfach nicht im Betrieb auftritt.
Ich finde es nicht in Ordnung wie und mit welcher Wortwahl du hier über den Konstrukteuer dieses bewährten Teils herziehst. Meine klare Meinung dazu :!:
Man darf nicht vergessen, hier ist jemand gestorben, und es gäbe eine Nachrüstung, die hier nicht vorhanden ist! Warum gibt es die Nachrüstung? Weil es bei der Klemme Fehler gibt!

Und das mit den Konstrukteuren meinte ich eher allgemein, wenn ich so manche Konstrukte sehe, zweifle des Öfteren an der Intelligenz der Menschheit, wie schon weiter vorher jemand geschrieben hat, z.B. Boeing 737 Max

Sicher hätte man nicht fahren dürfen, aber hier gibt es ja immer noch meist die Konfrontation Geschäftsführer versus Betriebsleiter, ich habe das seinerzeit live miterlebt.
Wir hätten oft nicht mehr fahren dürfen und hatten viel Glück, dass die Bahn so robust war! Ein paar Sesseln mussten wir dann halt "verschwinden" lassen...
Und die Behörde wurde natürlich nicht informiert...
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Re: Gondelabsturz in Engelberg

Beitrag von Kakadu »

Reginleif hat geschrieben: 22.03.2026 - 23:32
Liftler1976 hat geschrieben: 22.03.2026 - 20:37 Da frag’ ich mich schon des Öfteren, was hat der Konstrukteur eigentlich für einen Beruf erlernt?
Ich finde es empörend wie sich so einige jetzt für ein Technik Genie halten und plötzlich eine Konstruktion die weltweit über die letzten Jahrzehnte millionen Kuppelvorgänge und Stützenüberfahrten problemlos durchgemacht hat angezweifelt wird.
Sein Spruch war natürlich Polemik – doch das Problem liegt doch nicht beim Konstrukteur (Singular!), sondern bei der Kommunikation zwischen den Konstrukteuren der Klemmen und den Konstrukteuren der Rollenbatterien (incl. Seilfänger) – resp. bei der Chefetage, die entscheidet, welche Informationen die anderen auf welcher Ebene erhalten und was die Vorgaben für die anderen sind.
Der Platz mag eng sein, aber es wird einen Grund geben warum die Konstruktion so aussieht wie sie halt aussieht.
Wetten, daß entweder Klemme, oder aber Seilfänger, leicht anders aussehen würden, wenn die Konstrukteure der beiden Baugruppen von Anfang an die vorgesehenen Platzverhältnisse hätten besser kennen können ...
:argue: . . . . . . . . . :nixweiss: . . . . . . . . . :gruebel: . . . . . . . . . :verweis:

... es kann sein, dass ich nicht alle eMail-Benachrichtigungen erhalte, die bei abonnierten Threads oder PN-Eingängen ausgelöst werden sollten; direkt an mich adressierte eMails müßten aber ankommen ...
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