Elektrische Pistenraupen von Xelom
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alpincroft
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Das Argument mit der angeblich nutzbaren Wärmeenergie eines Verbrenners ist schon lange nicht mehr relevant. Das bisschen Wärme das man für die Kabinenheizung braucht erhalten moderne E-Fahrzeuge locker aus der Abwärme des E-Antriebsstrangs (Batterie + E-Motoren) sowie wenn es nicht ganz reicht hocheffizient über eine Wärmepumpe.Tyrolens hat geschrieben: 21.11.2025 - 17:24 Selbst wenn man dem Dieselmotor nur einen Wirkungsgrad von 40% unterstellt, was ja insofern nicht stimmt, als man im Winter einen Teil der Abwärme gut gebrauchen kann, komme ich dann auf einen Energiebedarf von ca. 1.100 kWh Energie.
Die Effizienz einer diesel-hydrostatischen Pistenraupe liegt bei bei lächerlichen 25% des Energiegehalts von Diesel.
Dieselmotor: 35-45% Wirkungsgrad
Hydrostatischer Antriebsstrang: 70-80%
Gerade im Teillastbereich (bergab bei einer Raupe, also 50% der Einsatzzeit) sind Hydrostaten extrem ineffizient.
Von den 2000 KWh einer Dieseltankfüllung kommen vielleicht 500 KWh tatsächlich am Antrieb an. D.h. sobald wir 500 KWh-Batterien verbaut sehen in der E-Raupe, haben wir Gleichstand was die Einsatzzeit anbelangt. Vom Bauraum wäre das kein Problem bei einer grossen Raupe. Von den Kosten wohl auch nicht wirklich. Eine 100 KWh-Tesla-Batterie kostet für Endkunden rund 20'000 Euro - und das ist ein Verkaufs- kein Einkaufspreis. 500 KWh gibt es im Einkauf für weit unter 100'000 Euro.
In einer solchen Gesamtbetrachtung spielt das eine benötigte Kilowatt für die Kabinenraumheizung mittels Wärmepumpe bei einem E-Fahrzeug keine wesentliche Rolle.
Bei 5 Stunden Dauerheizung sprechen wir von ca. 5-10 KWh Heizenergie, also gerade mal irgendwo zwischen 1-2% der Battriekapazitäten solcher Grossfahrzeuge.
E-Antrieb ist der Königsweg für Raupen. Wenn man sich nur vorstellt, was da alles für ineffiziente und fehleranfällige Teile einfach wegfallen: Hochdruckpumpen, Hydrauliköltanks, Dieseltank, Auspuff, Adbluetank, Adblueheizung, Dieselmotor, Keilriemen, Dieselfilter, Abgasfilter, Hochdruckhydraulikschläuche, ... alles weg.
Neben der geringeren Wartung auch vom Sprintpreis her interessant für den Betreiber. Statt über 400 EUR pro Tankfüllung lädt man die Raupe für 100 EUR wieder voll.
- Kreon100
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Ein hoch interessantes Thema. Mann sieht ja überall in den Städten auch schon elektrische Stadtbusse fahren, es sollte technisch also möglich sein.
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flamesoldier
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Stadtbusse sind schon seit Jahren elektrisch verfügbar. Was seit eher kürzerer Zeit neu hinzukommt sind reichweitenstarke elektrische Zugmaschinen für 42-Tonner (+2 t mehr erlaubt). Da gibts mittlerweile einige Modelle mit 600-1000 kWh Akkukapazität und CCS-Schnellladefähigkeit von 300-400 kW und erste Modelle mit MCS (Megawatt Charging Standard) die 800-1000 kW Ladeleistung erreichen können. Durch die 45 Minuten Zwangspause nach 4,5 h Lenkzeit ergeben sich so absolut alltagstaugliche Reichweiten auch im Fernverkehr.Kreon100 hat geschrieben: 28.04.2026 - 07:44 Ein hoch interessantes Thema. Mann sieht ja überall in den Städten auch schon elektrische Stadtbusse fahren, es sollte technisch also möglich sein.
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11x Saalbach, 10x Hintertuxer Gletscher, 7x Serfaus-Fiss-Ladis, 5x Sörenberg, 3.5x Axamer Lizum, 2x Mellau/Damüls, 2x Savognin, 2x Ischgl-Samnaun, 2x Warth-Schröcken, 2x Obergurgl/Hochgurgl, 2x Diedamskopf, 1x Sölden, 0.5x Muttereralm
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Naja die technischen Voraussetzungen und Anforderungen sind aber im Straßenverkehr schon ganz andere. Eine Pistenraupe braucht ständig viel Leistung und speist auch keine nennenswerte Rekuperationsenergie zurück, das sieht bei Nutzfahrzeugen im Straßenverkehr ganz anders aus.Kreon100 hat geschrieben: 28.04.2026 - 07:44 Ein hoch interessantes Thema. Mann sieht ja überall in den Städten auch schon elektrische Stadtbusse fahren, es sollte technisch also möglich sein.
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Warum speist eine Raupe nicht zurück? Sicher, es wird im Verhältnis weniger sein, weil das Raupenfahrwerk mehr Energie schluckt und man tendenziell Schnee nach oben schiebt, aber da dürfte schon noch was übrig bleiben.
Was sich durch elektrische Raupen auch vereinfacht ist die Logistik. Vor allem Skigebiete die die Rauoen weit oben stehen haben sparen sich die Treibstofftransporte. Wenn die E-Anschlüsse mal gelegt sind, hat man damit wenig Schereien. Bei Gebieten mit Tankstellen im Tal ist das natürlich nicht ganz so relevant.
Was sich durch elektrische Raupen auch vereinfacht ist die Logistik. Vor allem Skigebiete die die Rauoen weit oben stehen haben sparen sich die Treibstofftransporte. Wenn die E-Anschlüsse mal gelegt sind, hat man damit wenig Schereien. Bei Gebieten mit Tankstellen im Tal ist das natürlich nicht ganz so relevant.
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Weil man mit den fetten breiten Raupenketten bis zu einem beachtlichen Steigungswinkel selbst bergab noch antreiben muss, die mechanische Arbeit wird in die Verformung der Schneedecke investiert. Relevant für den Energiehaushalt des Akkus ist es jedenfalls nicht.
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alpincroft
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Nette Reportage über die Xelom
https://www.youtube.com/watch?v=Fe7wPCSPB4k
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NeusserGletscher
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Wie viel wiegt am Ende die Raupe mehr, weil sie eine schwere Batterie benötigt? Mehr Gewicht bedeutet einerseits eine höhere Belastung für die Piste, was bei Temperaturen um oder über dem Gefrierpunkt nicht unwesentlich ist sowie eine verminderte Fähigkeit, eine Steigung samt der Last vor dem Räumschild ohne den Einsatz einer Seilwinde zu bewältigen bzw. bergab bedeutet mehr Gewicht auch, dass einem auf prekärem Untergrund die Raupe eher ins Rutschen gerät.alpincroft hat geschrieben: 26.04.2026 - 15:05 E-Antrieb ist der Königsweg für Raupen. Wenn man sich nur vorstellt, was da alles für ineffiziente und fehleranfällige Teile einfach wegfallen: Hochdruckpumpen, Hydrauliköltanks, Dieseltank, Auspuff, Adbluetank, Adblueheizung, Dieselmotor, Keilriemen, Dieselfilter, Abgasfilter, Hochdruckhydraulikschläuche, ... alles weg.
Wie ist da bei vergleichbaren Raupen der Unterschied und hat jemand mit praktischer Erfahrung auf einer elektrischen hier schon einen Unterschied bemerkt oder ist das für die Praxis nicht relevant?
It's better to ski out than to fade away
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alpincroft
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Ein Tesla ist leichter als ein vergleichbarer Verbrenner.NeusserGletscher hat geschrieben: 16.05.2026 - 17:54 Wie viel wiegt am Ende die Raupe mehr, weil sie eine schwere Batterie benötigt? Mehr Gewicht bedeutet einerseits eine höhere Belastung für die Piste, was bei Temperaturen um oder über dem Gefrierpunkt nicht unwesentlich ist sowie eine verminderte Fähigkeit, eine Steigung samt der Last vor dem Räumschild ohne den Einsatz einer Seilwinde zu bewältigen bzw. bergab bedeutet mehr Gewicht auch, dass einem auf prekärem Untergrund die Raupe eher ins Rutschen gerät.
Eine gut konstruierte E-Raupe ist nicht wesentlicher schwerer als eine Verbrennerraupe, schon gar nicht pro Flächeneinheit mit der grossen Auflage. Dieselmotor, voller Tank (250kg!), Adbluegedöhns, Abgasanlage, Filteranlage ... das ist alles sauschwer und fällt weg.
Die Xelom ist 9.7t schwer mit allem. Das ist etwa so viel wie ein Prinoth Bison.
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Wir drehen uns im Kreis....alpincroft hat geschrieben: 16.05.2026 - 21:28
Die Xelom ist 9.7t schwer mit allem. Das ist etwa so viel wie ein Prinoth Bison.
viewtopic.php?p=5468364#p5468364
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Da ist unser PB 600 SCR ja um einiges leichter.
Und das ist eine ganz andere Kategorie.
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Ach woher...laut Datenblatt sind die doch fast gleichmarkus hat geschrieben: 18.05.2026 - 09:17 Da ist unser PB 600 SCR ja um einiges leichter.
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Nö, der ist 12.5t und damit schwerer.
Man kann rumflennen so lange man will.
Ja, vielleicht hat diese Maschine noch Kinderkrankheiten. Ja, vielleicht sind die Maschinen ein paar Prozent schwerer. Ja, vielleicht ist die Fräse noch nicht so gut wie eine Prinoth Powerfräse.
Das ändern nichts daran dass dieselhydrostatische Raupen am Ende sind. 10 Jahre und die Dinger wird es gar nicht mehr geben als Neufahrzeuge. Mark my words.
Die Zukunft der Pistenraupen ist elektrisch. Genauso wie bei PKW & LKW. Es ist unvermeidlich. Nicht wegen der Umwelt. Aber wegen der Kosten. Die gehen runter bei Batterien und Elektronik, und rauf beim Diesel wegen den Vorschriften zum Dreck, der oben rauskommt. Rauf bei der Wartung von komplexer Diesel- und Hydrauliktechnik wegen den steigenden Löhnen. Das sind die Sargnägel dieser Dinosauriertechnologie. Elektro ist besser und billiger. TCO schon heute. Künftig auch in der Anschaffung.
Ich versteh ja dass das für manche schwierig ist. Man liebt die heutige Technik, hat sich mühsam viel Knowhow angeeignet, das nun errodiert und nichts mehr Wert ist. Und dann noch der Sound. Manche mochten auch den Sound der klappernden Hufe der Pferdekutschen. Trotzdem sind die verschwunden.
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markus
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Komisch. Da steht scheinbar auf dem Typenschild unserer Solo Maschine eine falsche Gewichtsangabe drauf . Gut dass Du das besser weißt. Danke Dir dafür herzlichst.
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Re: Elektrische Pistenraupen von Xelom
Hier geht es doch auch gar nicht darum, an Diesel zu hängen. Vielmehr geht es darum, hier nicht mit Tatsachen zu hausieren, die nicht der Wahrheit entsprechen. Außerdem werden hier von den Datenblatt Experten ständig Äpfel mit Birnen verglichen und halbgare Lösungen ohne praktischen Hintergrund in den Himmel gehoben.
Der PB100E und der E-Husky laufen bereits gut. Als Loipenmaschine. Das ist ein Fakt. Ein Fakt ist aber auch, dass ein Xelom mit 10t und dem Fahrwerkskonzept einer Loipenmaschine im mittelschweren Gelände absäuft.
Denkst du die Marktführer arbeiten nicht an voll-elektrischen Lösungen bzw. haben sie nicht bereits im Feld? Diese Maschinen werden kommen. Sie gehen damit nur einfach nicht hausieren und werfen halbfertige Dinge auf den Markt. Die Technik ist einfach noch nicht auf dem zuverlässigen Niveau, wo sie bei den Pistenmaschinen hin muss. Der Leitwolf ist da nun der erste praktikable Zwischenschritt.
700PS und 10t (dieses Gewicht gilt nur für die 3,20m Version - vergleichbar mit dem breitesten PB100) sind im Leistungsbereich der Kleinmaschinen einfach nur Perlen vor die Säue und absolut überdimensioniert für den Anwendungsfall.
Und da können sich jetzt wieder einige das Maul zerreißen, aber mehr als eine bessere Loipenmaschine ist der jetzige Xelom nicht und wird es mit komplett anderem Setup nicht werden. Schon allein der Stahlbau gibt gar nicht mehr her. Das dürfte selbst für halbwegs fundierte Techniker fernab der Pistenpflege ersichtlich sein.
Würde man Diesen noch anpassen, werden locker nochmal 3 Tonne draufgepackt. Und da sitzt noch keine Winde zusätzlichen mit 2 Tonnen drauf
(die o.g. 12,5t gelten im übrigen nur für den 600WPolar mit der größeren 1400m Seiltrommel)
Und noch was: fast alle Xelom Maschinen laufen derzeit unter Leasing Verträgen. Mal schauen wir viele verlängert werden.
Der PB100E und der E-Husky laufen bereits gut. Als Loipenmaschine. Das ist ein Fakt. Ein Fakt ist aber auch, dass ein Xelom mit 10t und dem Fahrwerkskonzept einer Loipenmaschine im mittelschweren Gelände absäuft.
Denkst du die Marktführer arbeiten nicht an voll-elektrischen Lösungen bzw. haben sie nicht bereits im Feld? Diese Maschinen werden kommen. Sie gehen damit nur einfach nicht hausieren und werfen halbfertige Dinge auf den Markt. Die Technik ist einfach noch nicht auf dem zuverlässigen Niveau, wo sie bei den Pistenmaschinen hin muss. Der Leitwolf ist da nun der erste praktikable Zwischenschritt.
700PS und 10t (dieses Gewicht gilt nur für die 3,20m Version - vergleichbar mit dem breitesten PB100) sind im Leistungsbereich der Kleinmaschinen einfach nur Perlen vor die Säue und absolut überdimensioniert für den Anwendungsfall.
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Würde man Diesen noch anpassen, werden locker nochmal 3 Tonne draufgepackt. Und da sitzt noch keine Winde zusätzlichen mit 2 Tonnen drauf
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