Gargellen | 27.12.2025 | Eine gute Empfehlung

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vovo
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Gargellen | 27.12.2025 | Eine gute Empfehlung

Beitrag von vovo »

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Im Bekanntenkreis hatte mal einer Gargellen erwähnt und mir ist das Gebiet erst einmal nur wegen dieses ungewöhnlichen Namens in Erinnerung geblieben. Irgendwo in Vorarlberg gelegen – den Erzählungen des waghalsigen Kumpanen im Hochwinter nicht für Sommerreifen geeignet. Ich weiß aber nicht mehr, ob er tatsächlich mit Sommerreifen hingefahren ist oder das nur so ein Spruch war. Nach den Weihnachtsfeiertagen 2025 ergab sich jedenfalls die Möglichkeit, sich von meinem Ostallgäuer Heimatort dorthin abzuseilen.
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Der Stau auf der Autobahn bzw. Arlbergschnellstrasse begann genau nach der Abfahrt ins Montafon. Froh darum, bei dem sonnigen Wintertag und den schneeweißen Berghängen nicht stehen bleiben zu müssen, rollte ich weiter. Die Kolonne auf der Talstraße bewegte sich natürlich aufs Hochjoch zu und nur wenige fuhren in das Seitental Richtung Gargellen hinauf.

Nach einer Engstelle über eine schmale Holzbrücke und einer engen Dorfstraße ging es jedoch kommod weiter. Vor Ort angekommen parkte ich lieber nicht am direkt Bach – bei manchen Autos sah das so aus, als würden sie jederzeit in den Graben stürzen. Ich fand weiter hinten einen Parkplatz, zu dem ich dann nach Liftschluss sogar mit den Skiern zurückfahren konnte und am Morgen gleich mal eine Aufwärmübung durch den Gang hinauf zur Talstation hatte.
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Seit 1999 (das recherchierte ich aber erst danach, als ich wieder zurück war) gondelt man hier mit der Schafbergbahn direkt hinauf ins Skigebiet. Früher gab es weiter rechts eine DSB und als zweite Sektion dann einen ESL und eine DSB – letztere steht verkürzt noch immer.
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Die neben der Gondel gebauten Hotels gehen wenigstens noch so einigermaßen vom Baustil her. Da hat man sich an anderen Stellen mehr betonmäßig versündigt.

Mit mir fuhr eine Schwabenfamilie hinauf. Anstatt zu entspannen wurde „der Plan“ besprochen, welche Abfahrten man in welcher Abfolge absolvieren und was man noch alles günschtig im Lidl „da henne“ fürs Abendessen einkaufen müsse. Die Oma bestand auf „Schupfnudle“...
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Kaum aus der Gondel, schon wieder am Knipsen – die Bergstation des SL Valzifenz. Daheim nachgelesen: 2009 verkürzt wg. des Tellerlifts neben der 4SB Gargellner Köpfe, die sich als 2. Sektion hier anschließt.
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Super Piste am SL. Man kann unten aber auch weiter zur Talstation der Schafbergbahn fahren. Die andere, blaue Abfahrt weiter rechts war leider gesperrt.
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Die fast 4 km lange Grasjochbahn – 2011 errichtet, um das Hochjoch ans Montafoner Skigebiet anzubinden.
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Zoom in ein Seitental hinein.
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Die Kristallbahn war am meisten besucht – bis 2009 stand da noch ein alter Schlepper auf einer etwas anderen Trasse:

https://www.seilbahntechnik.net/de/lift ... /datas.htm
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4SB Gargellner Köpfe – 1998 hat sie einen SL ersetzt.

Hier ein Bild vom Vorgängerlift.

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Blick auf die Vorarlberger Alpenpracht
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Dann endlich zum Schlepper Valzifenz – 1974 errichtet...
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Die Umlenkung steht auf der anderen Seite der Piste – wenn man nach unten ins Tal fährt, kommt man hier unter dem Lift durch.
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Schlepperzauber
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Keine gescheite Waldschneise – Valzifenz noch ein Mal! ;)
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Ein schönes, altes Teil...
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An der 4SB war auch gut was los – vorher stand hier, glaube ich, dann auch ein Gittermastenlift, den sie 1968 erbaut hatten.
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Der 27.12.2025 war einer jener Pulverschnee-Hochwinter-Sonnentage, die jeden heißen Sommertag in die Tasche stecken.
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Der Nikon-Sensor war gut beschäftigt...
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In der Kristallbahn. Der Schafberglift verlief weiter links und startete, glaube ich, unterhalb der Bergstation der EUB.
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Kreuzung mit EUB und alter 2. DSB-Sektion. Die ging früher weiter hinauf und wurde wohl 1999 beim EUB-Bau wie auch 2009 beim KSB-Bau verkürzt. Aber wenigstens nur um ein paar lausige Meter, anstatt sie komplett zu killen. Baujahr 1975 – damals als Verstärker der alten 2. ESL-Sektion, die man bereits Mitte der 60er erbaut hatte.
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Der Eishang auf dem Weg zur alten DSB-Talstation... da musste man durch. Mit meinen 10 Jahre alten Skiern war das gar nicht so leicht und am Nachmittag habe ich das dann sein gelassen, als die Beine müde wurden. Da hat es auch immer wieder welche geschmissen.
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Sofort wieder Träum-Modus, mal 2 Wochen auf so einer Hütte abzuhängen...
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DSB Gargellner Alpe...
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Ursprünglich lt. Liftworld von Steurer erbaut.
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Die Talstation der alten 2. Sektion steht auch noch – da gab es von 1965-1999 einen ESL. Die alte 2. Sektion kam dahinter aus dem Wald heraus.
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Irgend ein Heinz muss sich immer ins Bild mogeln – das hat mich vor Ort schon geärgert. War gerade niemand da und ich zog die Nikon raus – schon kam der Heinz angerast, um sich ins Bild zu stellen. Nächstes Mal photoshoppe ich ihn einfach raus, aber dann hätte es nichts zu lästern gegeben ;)
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Talstation ohne Heinz ;)
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Bei den Bäumen sieht man noch, dass da früher – links der DSB – der ESL hinauf ging.
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Steile Trasse der DSB... ich war froh, diesen Oldtimer noch erwischt zu haben.

Man hat die Bahn 1975 errichtet, um den parallelen ESL (links) zu entlasten, den man bereits 1965 erbaut hatte. Also nicht wie üblich ein Ersatz. Auch 1999 hat man beim Bau der EUB von ganz unten rauf die alte DSB als Beschäftigungsanlage bzw. Rückbringer stehen gelassen. Nur der alte ESL wurde abgetragen.

download/file.php?id=96017&mode=view

download/file.php?id=96008&mode=view

download/file.php?id=96004&mode=view

download/file.php?id=96011&mode=view
:)

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Die Leute genossen den sonnigen Wintertag, doch ich war nicht von der Piste oder den Liften weg zu bekommen. Gegessen dann erst wieder zuhause im Elternhaus...
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Die DSB-Auffahrten musste man sich mit einer Abfahrt über den eisigen Steilhang weiter links verdienen, da alle anderen Pisten (außen herum gibt es noch eine blaue) gesperrt waren.
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Von Oben ist von der alten Schneise der ehemaligen 1. Sektion, die direkt unterhalb der Talstation heraufkam, nichts mehr zu sehen.
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Der Kreuzungsbereich
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Die Bergstation – schon der dritte Standort...
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1999 beim Bau der EUB riss man die ursprüliche Bergstation der DSB Schafberg II ab und verlegte sie weiter etwas unterhalb. 2009 beim Abriss des Schafberglifts und dem Bau der KSB auf neuer Trasse wurde die DSB abermals gekürzt. So schwebt man hier nun nicht mehr über die Piste drüber...
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Dann mal eine Fahrt ins Tal zum Vergaldenlift. Der andere Tallift Madrisa war leider außer Betrieb. Doch der interessantere der beiden ist der Erstgenannte, wie sich herausstellen sollte. Steuer mit Baujahr 1963 – früher sicher ein Kurzbügler, nun aber wie der andere Tallift einer mit Tellern.
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Diesmal unterm Valzifenzlift durch, der seine Talumlenkung auf der anderen Pistenseite hat.
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Blick auf den Ort Gargellen...
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Hier wirkt dieser schon nicht mehr so idyllisch.
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Der Madrisalift war außer Betrieb – da hinten hatte es noch nicht genügen Schnee.
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Mein erster Fahrtversuch mit dem Vergalden kollidierte noch mit der Mittagspause (!) - aber es hatte sich gelohnt, noch einmal dorthin zu fahren. Der zwar kurze, aber sehr alte SL (Baujahr immer hin 1963) liegt in einer recht idyllischen Lage.
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Auch hier legte ich keine Pause ein – der Spaß am Ski- und Liftefahren überwog den Hunger
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Holzbeigen neben Skiliften sind immer für Stimmungsbilder gut geeignet
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Genauso auch der Mond...
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Da hinten, oben hat es mir recht gut gefallen, auch wenn ich schon längere und steilere Lifte gefahren bin...
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Auf dem Weg zur EUB
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Riesiger Betonkomplex – da hatte die Vorgänger-DSB bis 1999 weiter drüben im Ort eine überschaubarere Talstation...

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download/file.php?id=96016&mode=view

Und sogar noch aus aus der ESL-Ära offenbar (bis 1971):
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Blick rüber zum Vergaldenlift
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Oben taucht rechts die alte 2. Sektion auf, die DSB Schafberg.
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Ich versuchte mit dem Teleobjektiv von oben die alte Schneise der ehemaligen 1. Sektion zu finden. Doch da war von diesem Winkel aus nichts mehr zu sehen. Die 1. Sektion endete wohl neben der hier zu sehenden alten Talstation des ehemaligen ESL, der alten 2. Sektion.
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Hier sieht man rechts unten die versetzte Bergstation der DSB Schafsberg. Früher ging die Bahn bis zur EUB-Bergstation. Am Pistenrand stand früher die Talstation des Schafberglifts, der von der KSB weiter rechts ersetzt wurde.

https://www.seilbahntechnik.net/de/lift ... /datas.htm

download/file.php?id=96013&mode=view
Alte Bergstation der DSB mit dem Schafberglift im Hintergrund.
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Hier müsste der Lift raufgegangen sein
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Blick von oben

Unterhalb der EUB gab es noch einen weiteren Lift namens Schlüachteck – der wurde 2009 beim Bau der KSB mit abgerissen.

https://www.seilbahntechnik.net/de/lift ... /datas.htm
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Langsam neigte sich der Wintertag dem Ende entgegen – einmal schreckte ich auf, als ich durch die Spiegelreflex blickte und ein vorbeifahrendes Pärchen johlend laut „jetzt!“ rief. Aber ich hatte die Landschaft ohne Skifahrer anvisiert.
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Telezoom nach Montafon – ich weiß gar nicht mehr, welche Bahn das ist.
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Der Schatten breitete sich immer mehr aus...
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Oben gibt es noch einen neueren Tellerlift – deswegen wurde der Valzifenzlift um einige Meter oben gekürzt.
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Fahrt mit der 4SB, ehe es dann ins Tal zum Auto zurück gehen sollte.
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Schöne Abendstimmung am Winternachmittag...
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Zoom vom Parkplatz unten ins Gebiet hinauf...
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Wuchtige Talstation der 6KSB
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Doch noch entdeckt: Hier führte bis 1999 die 1. Sektion hinauf. Ab den 50ern ein ESL und ab 1971 eine Steurer-DSB.
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Hier schwebte man einst im Sessel nach oben.

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Es war ein toller Tag in einem schönen Gebiet – die lange Anfahrt hatte sich gelohnt. Unterbrochen von einem Espresso vor Bregenz fuhr ich in der Dunkelheit ins Ostallgäu zurück.

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Kürzlich reaktivierte Berichte:
Kühtai 2011

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Re: Gargellen | 27.12.2025 | Eine gute Empfehlung

Beitrag von snowflat »

Herrlich, mal wieder einen Bericht aus Gargellen zu lesen und dann von Dir mit dem Fokus auf das Historische. Da ich von Mitte der 80er für 20-25 Jahre jedes Jahr dort den Familienskiurlaub verbracht hatte, kann ich noch hier und da weitere Informationen ergänzen.

Bis zum Winter 1998/1999 war Gargellen ein Land von ausschließlich fixen Anlagen, dass sollte dann ungeachtet medialer Aufmerksamkeit eine Katastrophe am 22.02.1999 ändern. Niemand hätte damit gerechnet und das Schafbergplateau galt als sicher. Doch es löste sich im Jahrhundertwinter oberhalb vom Plateau eine Lawine, die nicht nur die Bergstation der DSB verschüttete und zerstörte sondern auch Teile des Schafberghüslis, dort das Obergeschoss in welchem die Mitarbeiter wohnten. Eine uns über Jahre liebgewonnene Bedienung sowie ein weiterer Mitarbeiter verloren dabei ihr Leben. Die Rettung war alles andere als einfach, weil Gargellen bereits seit dem Vortag durch eine weitere Lawine im Tal von der Außenwelt abgeschnitten war. Eine weitere Lawine erreichte auch den Parkplatz und wenn ich mich recht erinnere auch eine zweite in der Nähe wo heute die Tennisplätze sind. Das war alles sehr tragisch, wurde aber von Galtür überschattet.

Damit sind auch die Gründe genannt, warum nach Jahren des Investitionsstaus die EUB auf direkter Trasse gebaut wurde: Die Talstation der DSB lag in der roten Zone, daher musste ein neuer - der heute Standort der Talstation - her. Auch aus finanziellen Gründen hat man auf eine Mittelstation verzichtet und stattdessen die DSB verkürzt. Lag der Standort der alten Bergstation dann wohl doch auch in einer Roten Zone und war für die Bergstation der neuen EUB im Weg. Um das Schafberghüsli künftig vor weiteren Lawinen zu schützen hat wann zum einen auch den Schutzwall gebaut als auch die Bergstation sehr massiv gebaut und vor das Hüsli platziert.

Der ESL war dann gar nicht mehr von Nöten, da er eigentlich nur noch ausschließlich als Verstärker lief, wenn die 2. DSB-Sektion überlastet war. Der ESL war echt kultig, weil er stellenweise bei Volllast so durchhing, dass man easy mit den Ski je nach Schneelage den Schnee berühren konnte. Teilweise war die Trasse auch freigeschaufelt, wenn viel Schnee lag.

Zur Bergstation der DSB 1. Sektion: Die lag genau neben der Talstation des ESL. Da geht heute die Abfahrt entlang, damals führte die Piste noch anders, wenn man vom bei Dir gesperrten Täli kam:
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Die Talstation der alten 2. Sektion steht auch noch – da gab es von 1965-1999 einen ESL. Die alte 2. Sektion kam dahinter aus dem Wald heraus.
Die Abfahrt führte links unterhalb am Einstieg der DSB in einer Rechtskurve herum.
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Irgend ein Heinz muss sich immer ins Bild mogeln – das hat mich vor Ort schon geärgert. War gerade niemand da und ich zog die Nikon raus – schon kam der Heinz angerast, um sich ins Bild zu stellen. Nächstes Mal photoshoppe ich ihn einfach raus, aber dann hätte es nichts zu lästern gegeben ;)
Da wo Heinz steht war die Abfahrtsrampe von der 1. Sektion DSB. Man musste immer gut Schwung mitnehmen, um ohne Schieben bis zum Einstieg der 2. Sektion zu kommen. Man musste nämlich den ganzen großen Bogen unter der 2. DSB herum nehmen.
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Bei den Bäumen sieht man noch, dass da früher – links der DSB – der ESL hinauf ging.
Da wo Du stehst war die Bergstation der DSB 1. Sektion, die Reste vom Anbau kannst Du noch rechts an der Mauer erkennen, wo die Bergstation drangebaut war. Auf der Höhe ist man ausgestiegen und dann die Rampe hinabgefahren, um dann mit Schwung den Bogen hinter dem hinteren Fangzaun nehmen zu können.

Die Tage werde ich auch zu den anderen Liften noch ein paar Erinnerungen teilen :)

Und ergänzend noch ein Zeitungsbericht aus 2019, der an das 20jährige Ereignis erinnert. Dort sind auch Bilder drin, die das Ausmaß der Zerstörung zeigen. Wenn ich mich recht erinnere hängt im Eingangsbereich vom Schafberghüsli auch eine Gedenktafel an den Schrunser und die Ungarin. Im Hintergrund auf dem Titelbild ist auch der 2 SL Schafberg drauf, der durch die Kristallbahn ersetzt wurde.

Desweiteren noch ein Dokument von der Wildbach- und Lawinenverbauung. Dort widmet man sich ab Seite 60 dem Ereignis am Schafberg. Dort auch ein Luftbild wo man das teilweise zerstörte Schafberghüsli sieht, die zerstörte Bergstation der DSB und die Bergstation des ESL, welche verschont geblieben ist. Auch ist dort der SL Schlüachteck drauf, welcher später mit dem Bau der Kristallbahn abgebaut wurde und der 1 SL die Funktion des Übungslifte übernommen hatte.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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