Der Stau auf der Autobahn bzw. Arlbergschnellstrasse begann genau nach der Abfahrt ins Montafon. Froh darum, bei dem sonnigen Wintertag und den schneeweißen Berghängen nicht stehen bleiben zu müssen, rollte ich weiter. Die Kolonne auf der Talstraße bewegte sich natürlich aufs Hochjoch zu und nur wenige fuhren in das Seitental Richtung Gargellen hinauf.
Nach einer Engstelle über eine schmale Holzbrücke und einer engen Dorfstraße ging es jedoch kommod weiter. Vor Ort angekommen parkte ich lieber nicht am direkt Bach – bei manchen Autos sah das so aus, als würden sie jederzeit in den Graben stürzen. Ich fand weiter hinten einen Parkplatz, zu dem ich dann nach Liftschluss sogar mit den Skiern zurückfahren konnte und am Morgen gleich mal eine Aufwärmübung durch den Gang hinauf zur Talstation hatte.
Seit 1999 (das recherchierte ich aber erst danach, als ich wieder zurück war) gondelt man hier mit der Schafbergbahn direkt hinauf ins Skigebiet. Früher gab es weiter rechts eine DSB und als zweite Sektion dann einen ESL und eine DSB – letztere steht verkürzt noch immer.
Die neben der Gondel gebauten Hotels gehen wenigstens noch so einigermaßen vom Baustil her. Da hat man sich an anderen Stellen mehr betonmäßig versündigt.
Mit mir fuhr eine Schwabenfamilie hinauf. Anstatt zu entspannen wurde „der Plan“ besprochen, welche Abfahrten man in welcher Abfolge absolvieren und was man noch alles günschtig im Lidl „da henne“ fürs Abendessen einkaufen müsse. Die Oma bestand auf „Schupfnudle“...
Kaum aus der Gondel, schon wieder am Knipsen – die Bergstation des SL Valzifenz. Daheim nachgelesen: 2009 verkürzt wg. des Tellerlifts neben der 4SB Gargellner Köpfe, die sich als 2. Sektion hier anschließt.
Super Piste am SL. Man kann unten aber auch weiter zur Talstation der Schafbergbahn fahren. Die andere, blaue Abfahrt weiter rechts war leider gesperrt.
Die fast 4 km lange Grasjochbahn – 2011 errichtet, um das Hochjoch ans Montafoner Skigebiet anzubinden.
Zoom in ein Seitental hinein.
Die Kristallbahn war am meisten besucht – bis 2009 stand da noch ein alter Schlepper auf einer etwas anderen Trasse:
https://www.seilbahntechnik.net/de/lift ... /datas.htm
4SB Gargellner Köpfe – 1998 hat sie einen SL ersetzt.
Hier ein Bild vom Vorgängerlift.
Blick auf die Vorarlberger Alpenpracht
Dann endlich zum Schlepper Valzifenz – 1974 errichtet...
Die Umlenkung steht auf der anderen Seite der Piste – wenn man nach unten ins Tal fährt, kommt man hier unter dem Lift durch.
Schlepperzauber
Keine gescheite Waldschneise – Valzifenz noch ein Mal!
Ein schönes, altes Teil...
An der 4SB war auch gut was los – vorher stand hier, glaube ich, dann auch ein Gittermastenlift, den sie 1968 erbaut hatten.
Der 27.12.2025 war einer jener Pulverschnee-Hochwinter-Sonnentage, die jeden heißen Sommertag in die Tasche stecken.
Der Nikon-Sensor war gut beschäftigt...
In der Kristallbahn. Der Schafberglift verlief weiter links und startete, glaube ich, unterhalb der Bergstation der EUB.
Kreuzung mit EUB und alter 2. DSB-Sektion. Die ging früher weiter hinauf und wurde wohl 1999 beim EUB-Bau wie auch 2009 beim KSB-Bau verkürzt. Aber wenigstens nur um ein paar lausige Meter, anstatt sie komplett zu killen. Baujahr 1975 – damals als Verstärker der alten 2. ESL-Sektion, die man bereits Mitte der 60er erbaut hatte.
Der Eishang auf dem Weg zur alten DSB-Talstation... da musste man durch. Mit meinen 10 Jahre alten Skiern war das gar nicht so leicht und am Nachmittag habe ich das dann sein gelassen, als die Beine müde wurden. Da hat es auch immer wieder welche geschmissen.
Sofort wieder Träum-Modus, mal 2 Wochen auf so einer Hütte abzuhängen...
DSB Gargellner Alpe...
Ursprünglich lt. Liftworld von Steurer erbaut.
Die Talstation der alten 2. Sektion steht auch noch – da gab es von 1965-1999 einen ESL. Die alte 2. Sektion kam dahinter aus dem Wald heraus.
Irgend ein Heinz muss sich immer ins Bild mogeln – das hat mich vor Ort schon geärgert. War gerade niemand da und ich zog die Nikon raus – schon kam der Heinz angerast, um sich ins Bild zu stellen. Nächstes Mal photoshoppe ich ihn einfach raus, aber dann hätte es nichts zu lästern gegeben
Talstation ohne Heinz
Bei den Bäumen sieht man noch, dass da früher – links der DSB – der ESL hinauf ging.
Steile Trasse der DSB... ich war froh, diesen Oldtimer noch erwischt zu haben.
Man hat die Bahn 1975 errichtet, um den parallelen ESL (links) zu entlasten, den man bereits 1965 erbaut hatte. Also nicht wie üblich ein Ersatz. Auch 1999 hat man beim Bau der EUB von ganz unten rauf die alte DSB als Beschäftigungsanlage bzw. Rückbringer stehen gelassen. Nur der alte ESL wurde abgetragen.
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download/file.php?id=96008&mode=view
download/file.php?id=96004&mode=view
download/file.php?id=96011&mode=view
Die Leute genossen den sonnigen Wintertag, doch ich war nicht von der Piste oder den Liften weg zu bekommen. Gegessen dann erst wieder zuhause im Elternhaus...
Die DSB-Auffahrten musste man sich mit einer Abfahrt über den eisigen Steilhang weiter links verdienen, da alle anderen Pisten (außen herum gibt es noch eine blaue) gesperrt waren.
Von Oben ist von der alten Schneise der ehemaligen 1. Sektion, die direkt unterhalb der Talstation heraufkam, nichts mehr zu sehen.
Der Kreuzungsbereich
Die Bergstation – schon der dritte Standort...
1999 beim Bau der EUB riss man die ursprüliche Bergstation der DSB Schafberg II ab und verlegte sie weiter etwas unterhalb. 2009 beim Abriss des Schafberglifts und dem Bau der KSB auf neuer Trasse wurde die DSB abermals gekürzt. So schwebt man hier nun nicht mehr über die Piste drüber...
Dann mal eine Fahrt ins Tal zum Vergaldenlift. Der andere Tallift Madrisa war leider außer Betrieb. Doch der interessantere der beiden ist der Erstgenannte, wie sich herausstellen sollte. Steuer mit Baujahr 1963 – früher sicher ein Kurzbügler, nun aber wie der andere Tallift einer mit Tellern.
Diesmal unterm Valzifenzlift durch, der seine Talumlenkung auf der anderen Pistenseite hat.
Blick auf den Ort Gargellen...
Hier wirkt dieser schon nicht mehr so idyllisch.
Der Madrisalift war außer Betrieb – da hinten hatte es noch nicht genügen Schnee.
Mein erster Fahrtversuch mit dem Vergalden kollidierte noch mit der Mittagspause (!) - aber es hatte sich gelohnt, noch einmal dorthin zu fahren. Der zwar kurze, aber sehr alte SL (Baujahr immer hin 1963) liegt in einer recht idyllischen Lage.
Auch hier legte ich keine Pause ein – der Spaß am Ski- und Liftefahren überwog den Hunger
Holzbeigen neben Skiliften sind immer für Stimmungsbilder gut geeignet
Genauso auch der Mond...
Da hinten, oben hat es mir recht gut gefallen, auch wenn ich schon längere und steilere Lifte gefahren bin...
Auf dem Weg zur EUB
Riesiger Betonkomplex – da hatte die Vorgänger-DSB bis 1999 weiter drüben im Ort eine überschaubarere Talstation...
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Und sogar noch aus aus der ESL-Ära offenbar (bis 1971):
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Blick rüber zum Vergaldenlift
Oben taucht rechts die alte 2. Sektion auf, die DSB Schafberg.
Ich versuchte mit dem Teleobjektiv von oben die alte Schneise der ehemaligen 1. Sektion zu finden. Doch da war von diesem Winkel aus nichts mehr zu sehen. Die 1. Sektion endete wohl neben der hier zu sehenden alten Talstation des ehemaligen ESL, der alten 2. Sektion.
Hier sieht man rechts unten die versetzte Bergstation der DSB Schafsberg. Früher ging die Bahn bis zur EUB-Bergstation. Am Pistenrand stand früher die Talstation des Schafberglifts, der von der KSB weiter rechts ersetzt wurde.
https://www.seilbahntechnik.net/de/lift ... /datas.htm
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Alte Bergstation der DSB mit dem Schafberglift im Hintergrund.
Hier müsste der Lift raufgegangen sein
Blick von oben
Unterhalb der EUB gab es noch einen weiteren Lift namens Schlüachteck – der wurde 2009 beim Bau der KSB mit abgerissen.
https://www.seilbahntechnik.net/de/lift ... /datas.htm
Langsam neigte sich der Wintertag dem Ende entgegen – einmal schreckte ich auf, als ich durch die Spiegelreflex blickte und ein vorbeifahrendes Pärchen johlend laut „jetzt!“ rief. Aber ich hatte die Landschaft ohne Skifahrer anvisiert.
Telezoom nach Montafon – ich weiß gar nicht mehr, welche Bahn das ist.
Der Schatten breitete sich immer mehr aus...
Oben gibt es noch einen neueren Tellerlift – deswegen wurde der Valzifenzlift um einige Meter oben gekürzt.
Fahrt mit der 4SB, ehe es dann ins Tal zum Auto zurück gehen sollte.
Schöne Abendstimmung am Winternachmittag...
Zoom vom Parkplatz unten ins Gebiet hinauf...
Wuchtige Talstation der 6KSB
Doch noch entdeckt: Hier führte bis 1999 die 1. Sektion hinauf. Ab den 50ern ein ESL und ab 1971 eine Steurer-DSB.
Hier schwebte man einst im Sessel nach oben.
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Es war ein toller Tag in einem schönen Gebiet – die lange Anfahrt hatte sich gelohnt. Unterbrochen von einem Espresso vor Bregenz fuhr ich in der Dunkelheit ins Ostallgäu zurück.