Kommerzielle Satellitenbilder zeigen den Ursprung der Sturzfluten am Berghang bei Langtang Lirung mit einer Höhe von mehr als 7.200 m.Die gigantische Flutwelle in Nepal geht einem Experten zufolge auf einen Gletschersturz zurück. Nach derzeitigem Wissensstand rekonstruiert Niels Hovius vom deutschen GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung folgenden Ablauf: Am Mittwochmorgen bricht um 8:37 Uhr Ortszeit (6:37 Uhr MESZ) ein Teil der Bergflanke mit einem Gletscher vom Nordhang des Langtang Lirung ab, dem mit gut 7200 Metern höchsten Gipfel der nepalesischen Region Langtang. Der Gletscherabbruch befand sich in einer Höhe von ca. 5.200 m ü. M. und war ca. 930 m breit.
Bei dem mehr als 1000 Meter tiefen Abrutschen lässt die – etwa durch Reibung frei werdende – Energie das Eis fast augenblicklich schmelzen. So stark ist die Erschütterung beim Aufprall, dass das Erdbebennetzwerk des GFZ ein Erdbeben der Stärke 5,7 aufzeichnet.
Ob bei dem Sturz noch Gletscherseen mitgerissen wurden, war zunächst unklar. Hovius, Leiter der GFZ-Sektion Geomorphologie, geht davon aus, dass das Wasser der Flutwelle vor allem vom Gletscher selbst stammte. In dem engen Tal fegt die Sturzflut aus Wasser und Schlamm mit schätzungsweise 40 Metern pro Sekunde – umgerechnet etwa 144 Kilometer pro Stunde – abwärts.
Zum Bericht mit den Bilder: https://vnexpress.net/suon-nui-nhu-bi-x ... 14267.html
abgerufen am 27.08.2026