Kakadu hat geschrieben: 07.01.2026 - 09:07
Bzgl. selber ausbauen seiner Lokalität ist natürlich davon auszugehen, daß a) sehr viel Herzblut für ein gutes Ambiente investiert wurde, und b) das übliche Material verbaut wurde, das ohne großen Aufwand verfügbar war. Klar könnte man einwenden, die ganzen Natursteine hätten schon so viel gekostet (was eigentlich per se teuer ist, aber mit viel eigener Arbeit abgefangen werden kann), daß dann der Unterschied zu brandschutzkonformem Akustikschaum wohl insgesamt kein weiterer Loch-in-die-Kasse-reißender Faktor gewesen sein sollte – was aber insofern etwas müßig ist, wird anderswo auch solches Material verbaut; und gezeigt wurde auch, wie ein anderer Lokalbesitzer sofort sämtlichen Akustikschaum runtergeholt hat.
Offensichtlich ist das Brandschutzbewußtsein ungenügend – was sich auch in den unterschiedlich strengen Regelungen bzgl. Gebäudeversicherungen äußert (was ebenso thematisiert wurde) – abgesehen davon, daß nun klar ist, daß die Kontrollen (auch der Gemeinde) nicht nur bzgl. Prüfintervall ungenügend waren, sondern offensichtlich auch fachlich (und das Problemmaterial nicht erkannt wurde). Nur dem Besitzer vorzuwerfen, er hätte "auf billig abzocken wollen", greift so natürlich nicht.
Zudem hätten sich Anwälte eingeschaltet, die – insbesondere auch aufgrund jenes Videos vor ca. 5 Jahren – nun auf Eventualvorsatz setzen wollten; mit dem Argument, die Gefahr sei bekannt gewesen und vorsätzlich ignoriert worden. Ich frage mich, was damit gewonnen wäre – außer daß dann einer an den Pranger gestellt wird und die anderen weitermachen wie bisher; insbesondere im Hinblick darauf, daß die Sprühfontänen auch anderswo auch in Innenräumen regen Einsatz finden und an vielen Orten leicht brennbarer Akustikschaum verbaut ist.