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Rentabel schon, doch würde man sie kaum mehr genehmigen. Oberster Grundsatz heute ist doch: minimaler Eingriff (auch optisch) in die Bergwelt. Da Betonstützen weithin sichtbar sind stellen sie einen massiven Eingriff dar und somit keine (verbreitete) Alternative.Wenn der Stahlpreis weiterhin so steigt, vielleicht werden dann Betonstützen wieder rentabel.
Pendolino
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- Kris
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Pendolino, du beziehst dich auf die dicken betonstützen für pendelbahnen. Für gondelbahnen und sessellifte wurde in österreich schlanke betonmasten gebaut, die vierkant stahlmasten im querschnitt in etwa entsprechen.
Die finde ich ganz nett: Das abreissen eines betonmastens ist wohl extrem teuer, da man sie mit dem helikopter nicht abtransportieren kann. Und ein zerschneiden/zertrümmern vor ort benötigt anfahrtswege für schweres gerät. So überlegen sich die liftgesellschaften einen abriss gleich zweimal
Die finde ich ganz nett: Das abreissen eines betonmastens ist wohl extrem teuer, da man sie mit dem helikopter nicht abtransportieren kann. Und ein zerschneiden/zertrümmern vor ort benötigt anfahrtswege für schweres gerät. So überlegen sich die liftgesellschaften einen abriss gleich zweimal
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
- Seilbahnjunkie
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Auch Metallstützen (zumindest Gitterstützen) kann man sprengen.
Zuletzt geändert von Seilbahnjunkie am 08.08.2005 - 20:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Yeti01
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Wenns nach mir geht, sind die alten Steurer Bahnen am schönsten.
Schlanke Klemmen, schlüssige Formen bei den Stützen, Schöne Rollenkörper, gleichmässig ästhetische Rollenbatterien, schlanke Stationsbauwerke, in den 60er Jahren durchaus mit einem Hang zur industriellen Revolution
,...
Na gut, über die Sitzlehnen aus Plastik kann man streiten,...
Bei neuen Bahnen ist das natürlich anders, da spielt nur die Ästhetik der Zahl am Ende der Rechnung eine Rolle...
Schlanke Klemmen, schlüssige Formen bei den Stützen, Schöne Rollenkörper, gleichmässig ästhetische Rollenbatterien, schlanke Stationsbauwerke, in den 60er Jahren durchaus mit einem Hang zur industriellen Revolution
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- trincerone
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Mal unabhängig von der technischen Praktikabilität, mag optisch folgendes:
- filligrane Rundrohrstützenstützen (alles was elegant aussieht), gibts heute aber nicht mehr
- auf jeden Fall lackiert, hellblau, rot nzw. orange mag ich, weiß kann auch cool sein, gründ und braun find ich eher nicht so toll
- möglichst wenig Anbauten (keine Wartungspodeste etc).
Ansonsten mag ich Betonstützen sehr gerne bei Pendelbahnen, weil die schnell so einen natürlichen Look bekommen, vor allem wenn sie wie oft die südtiroler Bahnen, dann mit Wein und ähnlichem überrankt sind.
- filligrane Rundrohrstützenstützen (alles was elegant aussieht), gibts heute aber nicht mehr
- auf jeden Fall lackiert, hellblau, rot nzw. orange mag ich, weiß kann auch cool sein, gründ und braun find ich eher nicht so toll
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Ansonsten mag ich Betonstützen sehr gerne bei Pendelbahnen, weil die schnell so einen natürlichen Look bekommen, vor allem wenn sie wie oft die südtiroler Bahnen, dann mit Wein und ähnlichem überrankt sind.
- Chasseral
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@trinc: Wie bitte? Du distanzierst dich von allen Inhalten deines Avatars? Das kann ja aber wohl nur für die Komponenten des Avatars gelten, die keinen Einfluss auf die Produktqualität haben. Du kannst dich doch nicht einfach (auch wenn die EU dich dazu zwingt) durch so eine läppische Distanzierung aus der Verantwortung ziehen? Die gesetzlichen Regelungen für die Produkthaftung müssen ja wohl in jedem Fall weiter gelten. Ich verwende dein Avatar jetz schon seit einiger Zeit in allen Lebenslagen. Wehe wenn das Avatar versagt und mich in einem wichtigen Augenblick im Stich lässt! Da werde ich aber Regressforderungen stellen. Gewährleistungsgarantie hin oder her ...
Winter 2012/13: 22 Skitage
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Das hat zwar nichts mehr mit dem Thema tu tun, aber die admins haben es ja so gewollt.
Da es sich bei unseren Avas um private und nicht gewerbliche handelt, kann man in der Tat jegliche Gewährleistung ausschliessen (ist wie bei der Verlinkung fremder Seiten). Dazu kommt noch, dass die Berge uns von den admins aufgedrängt wurden und wir als Privatpersonen keinerlei Möglichkeiten auf deren Einsatz haben. Durch unsere ausdrückliche Distanzierung hiervon tragen nunmehr die admins das alleinige und vollständige Risiko für alle Folgewirkungen, die aus der Veröffentlichung der Berge in den Avas resultieren.
Aber um noch mal auf die Stützen zurückzukommen: Stützenfetischisten empfehle ich den Besuch unserer Dresdner BSB. Nirgendwo auf der Welt findet man auf einer so kurzen Strecke so viele Stützen!!!!!!

Foto: E. Schurr
Pendolino
Da es sich bei unseren Avas um private und nicht gewerbliche handelt, kann man in der Tat jegliche Gewährleistung ausschliessen (ist wie bei der Verlinkung fremder Seiten). Dazu kommt noch, dass die Berge uns von den admins aufgedrängt wurden und wir als Privatpersonen keinerlei Möglichkeiten auf deren Einsatz haben. Durch unsere ausdrückliche Distanzierung hiervon tragen nunmehr die admins das alleinige und vollständige Risiko für alle Folgewirkungen, die aus der Veröffentlichung der Berge in den Avas resultieren.
Aber um noch mal auf die Stützen zurückzukommen: Stützenfetischisten empfehle ich den Besuch unserer Dresdner BSB. Nirgendwo auf der Welt findet man auf einer so kurzen Strecke so viele Stützen!!!!!!
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^^ Außerdem ist die häßlich, verschandelt die Landschaft und verschwendet Stahl.
Eine Pendelbahn dagegen...
Guido Du hast recht.
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Michael Meier
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^^ Vernünftig.
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Manche können es halt nicht verwinden
, aber sie ist ja auch

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Michael Meier
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Es wurde sogar eine zweite Anlage gebaut, die allerdings nur einen kurzen Bestand hatte.
Wo die Schweizer eine Anlage nach dem gleichen Prinzip bauen wollten, weiß ich wirklich nicht.
Pendolino
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Ram schrieb:
Hier aber die ganze Sache in Kürze.
Augenscheinlich hast du zwei Probleme,
1. die Ästhetik
2. die Bauweise.
Zu 1. lässt sich wahrlich trefflich streiten. Fakt ist, dass sich Berg- und Talstation in die vorhandene Wohnbebauung integrieren, diese nicht überragen und in der Art ihrer Ausführung dieser angeglichen sind. Zudem wurden die Schornsteine des ehemaligen Dampfantriebes in der BS extra in den "Zinnen" der BS versteckt.
Talstation:

Bergstation:

Die Strecke ist der Hangbebauung angeglichen, es stören keine Masten, die über die Höhe der Umgebungsbebauung hinausgehen.
Strecke:

Noch besser sieht man das Ganze, wenn man von der gegenüberliegenden Elbseite auf die Gesamtheit von Dresdens bekanntester Elbbrücke "Blaues Wunder", Dampferanlegestelle und Elbhang blickt. Dieses Foto muß ich erst noch einscannen, ich reiche es nach.
Zu 2. Da enttäuschst du mich mit deinen Aussagen, etwas mehr Sachverstand hätte ich gerade dir zugetraut. Hier ein kurzer Auszug aus der Lektion Pendelbahngeschichte. 1901 konnte man beim besten Willen noch keine klassische Pendelbahn erbauen, da deren Geburtsstunde erst am 30. September 1907 mit der Seilbahn in San Sebastian, errichtet von dem technischen Multitalent Don Leonardo Torres y Quevedo, schlug. Unter allen nahmhaften Seilbahnhistorikern ist unbestritten, dass dies die erste moderne Schwebebahn im öffentlichen Verkehr war.
Warum aber nun eine Bergschwebebahn mit Schienen und keine Standseilbahn? Dazu müssen wir in die Stadtgeschichte Dresdens eindringen. Hier gab es den Hofbuchhändler Warnatz, welcher entschieden gegen den Bau der 1895 eröffneten Standseilbahn war, da diese unmittelbar an seinem Haus entlangführte. Plötzlich stiegen jedoch die Grundstückspreise in diesem Gebiet und Warnatz kam der Gedanke zum Bau einer Bahn auch auf der gegenüber liegenden Seite des Loschwitzgrundes. Er schlussfolgerte, dass auch dort die Grundstückspreise mit dem Bau der Bahn steigen würden und witterte ein gutes Spekulationsgeschäft. Warnatz wollte die beim Bau der Standseilbahn aufgetretenen Fehler vermeiden, da kam ihm die Continentale Gesellschaft für elektrische Unternehmungen (Conti) aus Nürnberg gerade recht. Diese suchte zur damaligen Zeit als eine Tochtergesellschaft von Schuckert & Co. nach Anwendungsmöglichkeiten für die vom Kölner Ingenieur Eugen Langen erworbenen Rechte über das Einschienenbahnsystem. Am 29.2.1896 stellten Warnatz und die Conti gemeinsam ein Konzessionsgesuch. Innerhalb der sächsischen Regierung stand man dem Gesuch aufgeschlossen entgegen, bereits am 28. April besichtigte ein Regierungsreferent die Versuchsanlagen in Köln-Deutz. Die Conti verfolgte in Dresden übrigens noch ein zweites Projekt, den Bau einer Bahn nach Wuppertaler Vorbild vom Stadtzentrum entlang des Plauenschen Grundes bis nach Hainsberg. Leider scheiterte dieses Projekt an der Engstirnigkeit der städtischen Verwaltungsbeamten.
Zurück zur Schwebebahn. Warnatz hatte mit seinen Grundstücksspekulationen recht behalten, er hatte Grunstücke für 35 Pfennige je Quadratmeter erworben und verkaufte sie nun für 3-6 Mark. Sogar das Sächsische Innenministerium mußte sich mit dem Wucher befassen. Am 19.12.1898 gründeten Schuckert & Co. die Elektra AG als eine weitere Tochtergesellschaft, an diese ging am 16.6.1899 dann auch die Konzession
Eröffnet wurde die Anlage schließlich am 6.Mai 1901 wozu der Dresdner Anzeiger u.a. schrieb:
" Die Eröffnungsfeier gewann einen besonders feierlichen Charakter durch die Theilnahme Sr. königlichen Hoheit des Prinzen Friedrich August" Der Direktor der Elektra, Regierungsbaumeister a.D. Petri ging in seiner Ansprache auf die Vorzüge des neuen Systems ein, "da es eine Entgleisung vollständig ausschließe...".
Dies ein kleiner historischer Exkurs, warum gerade dieses System verwirklicht wurde. In der ganzen Zeit ihres Bestehens gab es zwei kleinere Unfälle beim Überqueren des Veilchenweges, LKW hatten die Höhenbeschränkung ignoriert. Die Anlage steht in ihrer Gesamtheit unter Denkmalschutz und ist integraler Bestandteil des Weltkulturerbes Dresdner Elbtal, dieser Titel wurde dem Gebiet in diesem Jahr von der UNESCO verliehen.
Pendolino
Eigentlich wollte ich dir auf diese Aussage gar nicht antworten, Michael - wegen der Forum-Netiquette.^^ Außerdem ist die häßlich, verschandelt die Landschaft und verschwendet Stahl.
Eine Pendelbahn dagegen...
Hier aber die ganze Sache in Kürze.
Augenscheinlich hast du zwei Probleme,
1. die Ästhetik
2. die Bauweise.
Zu 1. lässt sich wahrlich trefflich streiten. Fakt ist, dass sich Berg- und Talstation in die vorhandene Wohnbebauung integrieren, diese nicht überragen und in der Art ihrer Ausführung dieser angeglichen sind. Zudem wurden die Schornsteine des ehemaligen Dampfantriebes in der BS extra in den "Zinnen" der BS versteckt.
Talstation:
Bergstation:
Die Strecke ist der Hangbebauung angeglichen, es stören keine Masten, die über die Höhe der Umgebungsbebauung hinausgehen.
Strecke:
Noch besser sieht man das Ganze, wenn man von der gegenüberliegenden Elbseite auf die Gesamtheit von Dresdens bekanntester Elbbrücke "Blaues Wunder", Dampferanlegestelle und Elbhang blickt. Dieses Foto muß ich erst noch einscannen, ich reiche es nach.
Zu 2. Da enttäuschst du mich mit deinen Aussagen, etwas mehr Sachverstand hätte ich gerade dir zugetraut. Hier ein kurzer Auszug aus der Lektion Pendelbahngeschichte. 1901 konnte man beim besten Willen noch keine klassische Pendelbahn erbauen, da deren Geburtsstunde erst am 30. September 1907 mit der Seilbahn in San Sebastian, errichtet von dem technischen Multitalent Don Leonardo Torres y Quevedo, schlug. Unter allen nahmhaften Seilbahnhistorikern ist unbestritten, dass dies die erste moderne Schwebebahn im öffentlichen Verkehr war.
Warum aber nun eine Bergschwebebahn mit Schienen und keine Standseilbahn? Dazu müssen wir in die Stadtgeschichte Dresdens eindringen. Hier gab es den Hofbuchhändler Warnatz, welcher entschieden gegen den Bau der 1895 eröffneten Standseilbahn war, da diese unmittelbar an seinem Haus entlangführte. Plötzlich stiegen jedoch die Grundstückspreise in diesem Gebiet und Warnatz kam der Gedanke zum Bau einer Bahn auch auf der gegenüber liegenden Seite des Loschwitzgrundes. Er schlussfolgerte, dass auch dort die Grundstückspreise mit dem Bau der Bahn steigen würden und witterte ein gutes Spekulationsgeschäft. Warnatz wollte die beim Bau der Standseilbahn aufgetretenen Fehler vermeiden, da kam ihm die Continentale Gesellschaft für elektrische Unternehmungen (Conti) aus Nürnberg gerade recht. Diese suchte zur damaligen Zeit als eine Tochtergesellschaft von Schuckert & Co. nach Anwendungsmöglichkeiten für die vom Kölner Ingenieur Eugen Langen erworbenen Rechte über das Einschienenbahnsystem. Am 29.2.1896 stellten Warnatz und die Conti gemeinsam ein Konzessionsgesuch. Innerhalb der sächsischen Regierung stand man dem Gesuch aufgeschlossen entgegen, bereits am 28. April besichtigte ein Regierungsreferent die Versuchsanlagen in Köln-Deutz. Die Conti verfolgte in Dresden übrigens noch ein zweites Projekt, den Bau einer Bahn nach Wuppertaler Vorbild vom Stadtzentrum entlang des Plauenschen Grundes bis nach Hainsberg. Leider scheiterte dieses Projekt an der Engstirnigkeit der städtischen Verwaltungsbeamten.
Zurück zur Schwebebahn. Warnatz hatte mit seinen Grundstücksspekulationen recht behalten, er hatte Grunstücke für 35 Pfennige je Quadratmeter erworben und verkaufte sie nun für 3-6 Mark. Sogar das Sächsische Innenministerium mußte sich mit dem Wucher befassen. Am 19.12.1898 gründeten Schuckert & Co. die Elektra AG als eine weitere Tochtergesellschaft, an diese ging am 16.6.1899 dann auch die Konzession
Eröffnet wurde die Anlage schließlich am 6.Mai 1901 wozu der Dresdner Anzeiger u.a. schrieb:
" Die Eröffnungsfeier gewann einen besonders feierlichen Charakter durch die Theilnahme Sr. königlichen Hoheit des Prinzen Friedrich August" Der Direktor der Elektra, Regierungsbaumeister a.D. Petri ging in seiner Ansprache auf die Vorzüge des neuen Systems ein, "da es eine Entgleisung vollständig ausschließe...".
Dies ein kleiner historischer Exkurs, warum gerade dieses System verwirklicht wurde. In der ganzen Zeit ihres Bestehens gab es zwei kleinere Unfälle beim Überqueren des Veilchenweges, LKW hatten die Höhenbeschränkung ignoriert. Die Anlage steht in ihrer Gesamtheit unter Denkmalschutz und ist integraler Bestandteil des Weltkulturerbes Dresdner Elbtal, dieser Titel wurde dem Gebiet in diesem Jahr von der UNESCO verliehen.
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Hier die versprochenen Bilder der Strecke der BSB Dresden, aufgenommen vom gegenüber liegenden Elbufer.
Die erhöhte Bauform der Bergstation ist der Tatsache zu verdanken, dass die Anlage ursprünglich Dampfantrieb hatte und die Rauchabzüge technisch bedingt eine Mindesthöhe haben mussten. Schon damals bestand die Forderung, die Schornsteine vollständig in die Station zu integrieren.
Pendolino
Die erhöhte Bauform der Bergstation ist der Tatsache zu verdanken, dass die Anlage ursprünglich Dampfantrieb hatte und die Rauchabzüge technisch bedingt eine Mindesthöhe haben mussten. Schon damals bestand die Forderung, die Schornsteine vollständig in die Station zu integrieren.
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Jetzt wissen wir aber immer noch nicht, wo die zweite Anlage nach dem Muster der Dresdner Schwebebahn gebaut wurde und warum sie nicht von Dauer war. Und das Rätsel, wo in der Schweiz eine solche Bahn geplant war, sollte auch noch gelöst werden! Das Bild von Michi Meier könnte die Drahtseilbahn Les Avants-Sonloup sein, sicher bin ich mir aber nicht.
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Da liegst du Richtig
1910 gebaut Ursprünglich geplante Hängebahn vor allem als Zubringer zur Bobschlittenbahn. Auch noch so eine Richtig alte vergammelte Standseilbahn wie Mt. Fleuri. Wird wohl nicht mehr lange stehen. Hinten runter hat es dann noch einen alten auch vergammelten Müller Skilift sowie einen von Tebru.