Kitzbühel | 15.01.2011 | Schrecklicher Anfang & Happy End

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vovo
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Kitzbühel | 15.01.2011 | Schrecklicher Anfang & Happy End

Beitrag von vovo »

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Am vergangenen Samstag entschied ich mich, das „hintere Gebiet“ von Kitzbühel aufzusuchen. Hauptsächlich wegen der drei Uraltsesselbahnen Resterhöhe, 2000er und Wagstätt sowie der frühe ESL/SL (jetzt nur noch SL) – Kombilift Wurzhöhe, der alte Kurvenschlepper Moseralm und der (etwas neuere) Kurvenschlepper Gauxjoch.

Außerdem spekulierte ich bei den Pisten zwischen Resterhöhebahn und DSB 2000er in Anbetracht des Frühlingseinbruchs in den Tallagen auf gute Bedingungen. Der Wetterbericht kündigte für den frühen Morgen leichte Schneefälle an – sogleich sollte es aber aufreißen und bei Temperaturen nur knapp über der Nullgradgrenze bleiben. Hörte sich besser an als der zwar sonnig, aber recht warm prognostizierte Sonntag.

Doch es sollte zunächst einmal sehr schlecht beginnen. Es fing schon mit einer halb durchwachten Nacht an und setzte sich auf der Autofahrt auf der mir so verhassten A8 fort. Es regnete und irgendwie waren an jenem Tag mal wieder besonders viele „Ich_fahr_immer_mit_100_auf_der_Mittelspur“ -Fahrer und die üblichen Drängler ganz links unterwegs. Bei Oberaudorf verließ ich die dicht gefüllte Inntalautobahn und zockelte auf Landstraßen im regnerischen Morgengrauen der kleinen Ortschaft Jochberg entgegen, wo ich mit der alten Girak-DSB Wagstätt ins Skivergnügen einsteigen wollte...

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Blick vom Fenster der Herrentoilette auf die Talstation der DSB...

Dort goss es monoton und der Himmel sah aus wie an einem typischen Novembertag. Von Sonne und Wetterbesserung keine Spur. Ein bisserl schlecht gelaunt kaufte ich mir eine Tageskarte und zog mir auf dem noch recht leeren Parkplatz die Skischuhe an. Genau als ich den zweiten fertig an hatte, kam ein älterer Mann, der an seiner Jacke als Parkplatzeinweiser der Bergbahn zu erkennen war, her und grantelte sofort herum, von wegen, dass ich so deppert geparkt hätte, was für eine Unverschämtheit das sei und ich müsse SOFORT umparken. Mein Vorschlag, das Ganze doch in einem freundlichen, höflichen Ton auszusprechen, wie es es schließlich gehöre, führte nur zu einer weiteren Klimaverschlechterung. (Rechts von mir stand direkt ein anderes Auto; links von mir war noch bis zum nächsten Kfz ein Stellplatz frei! ) Ich kochte nun innerlich, denn der Kerl hätte das Ganze ja auch sagen können, BEVOR man seine Skischuhe anzieht. Ich war dann so frei und hab meinen Karren mit Skischuhen an den Füßen umgeparkt, was ich aber nie wieder mache. Irgendwie ist das noch schlimmer wie barfuß Auto fahren... Wenigstens war der Parkmeister dann auf einmal froh gestimmt und wünschte sogar noch einen schönen Tag… hoffentlich hat er sich bei dem feuchtkalten Wetter was eingefangen...

Nun – im Regen schwebte ich mit der Doppelsesselbahn der Wasserschlacht entgegen. Doch wenigstens gab es ab der Hälfte der Fahrzeit Besserung – die Tropfen gingen in Schneeflocken über. Waren diese bis zur Mittelstation noch schwer und nass, so gab es am Ausstieg des Wurzhöhelifts schon Pulverschnee.

Fotos existieren von jener Tageszeit kaum welche, denn der Nebel hatte sich am Berg fest gefressen und sorgte für düstere, diffuse Sicht. Beim Fahren musste man unentwegt die Brille frei wischen, so dass ich meine Entscheidung, hier her zu kommen, ziemlich verfluchte. Ich entschied, in Richtung Bärenbadkogel und weiter zur DSB 2000er zu wechseln, in der Hoffnung auf besseres Wetter weiter oben...

An der Talstation der Bärenbadkogelbahn I war der Schnee wieder in Regen übergegangen und erst kurz vor der Bergstation ging dieser wieder in Schnee über. Die Sichtverhältnisse blieben schlecht und meine Laune hatte sich mittlerweile dem Wetter angepasst. Da kam die finale Ohrfeige des frühen Vormittags – am Ausstieg vom Bärenbadkogel II musste ich sehen, dass der Gauxjochlift entgegen dem Panorama unten geschlossen war. Der Schnee auf den Bügeln ließ darauf schließen, dass er an dem Tag noch gar nicht gelaufen war. Ich hätte zwar weiter fahren können, wäre aber nicht mehr zurück gekommen. So fuhr ich fröhlich pfeifend und total gut gelaunt wieder zur Bärenbadkogelbahn I runter.

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Foto vom Regenunterstand aus am Pistenrand geknipst – oberhalb der Talstation der 6KSB Bärenbadkogel I...

Der Liftler unten wusste gar nicht, ob der Schlepper nun lief oder geschlossen war. Als sein Kollege an der Talstation der 2. Sektion Gleiches verlautbarte, wollte ich schon runter zum Auto und das Gewehr holen ;) - doch beim Ausstieg oben sah ich, dass der Schlepplift nun doch in Betrieb gegangen war. Es ging gefühlsmäßig bergauf!

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An der DSB 2000er – der einzige positive Aspekt war zu diesem Zeitpunkt der Umstand, dass außer mir fast keine anderen Skifahrer unterwegs waren. Drüben an der Hartkaser sowie der Hanglalmbahn hingen zwar auch die Wolken, aber es schneite nur noch sehr leicht und auf den Pisten lag eine dünne Neuschneeauflage. So konnte man trotz dem schlechten Wetter einigermaßen gut fahren.

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8KSB Hartkaser

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An der 6KSB Hanglalm.

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Wenigstens war ich in jenen Morgenstunden nicht der einzige, der bzgl. des Wetters ins Klo gegriffen hatte ;)

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Doch so langsam setzte sich die Meinung der Wettervorhersage tatsächlich durch – die Wolken rissen auf und die Sonne spitzelte hin und wieder durch. In Verbindung mit den Pulverschneepisten und dem noch zaghaften Menschenandrang eigentlich ganz gute Bedingungen. (Wenn da nicht noch die gelegentlich durchziehenden Nebelbänke gewesen wären.)

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Bergstation der 4SB-Krücke Resterhöhe. Bei der Fahrt ereilte mich wieder ein kurzer Dämpfer. Hatte ich mich noch über das sich bessernde Wetter gefreut, musste ich feststellen, dass die nicht umgeklappten Sessel patschnass waren, was bei der Kriechfahrt dieser Anlage eine unangenehme Sache darstellte. Durchnässt und verfroren kam ich oben nach gefühlter Stunde endlich an...

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Trotzdem ganz interessante Bergstation...

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Um 11:15h beschloss ich dann, als ich die Nasse-Hintern-Kühlschrank-Fahrt hinter mir hatte, mich gleich daneben in einem Bergrestaurant aufzuwärmen. Noch bevor ich gegessen und eine heiße Zitrone getrunken hatte, bot sich dieses Bild beim Blick aus dem Fenster! Nachdem ich wieder aufgewärmt und gesättigt war gab es kein Halten mehr! (Übrigens kann man die Pommes da oben echt empfehlen! Aber wer weiß, wie das an üblichen Wochenendtagen ist, wenn die Massen Einzug halten...)

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Piste zur Panoramabahn-Mittelstation runter.

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Die Panoramabahn – trotz moderner 8EUB eine ganz interessante Anlage. Die Aussicht ist wirklich gut. (Leider wurden die Fotos durch die tropfenübersäte Scheibe nichts Gescheites.)

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Eine Abfahrt zur Talstation gibt es ja nicht, oder?

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LSAP-Schneise? Bei Googleearth kann man noch Schleppliftstützen erkennen. Muss ja ein recht steiler Hang sein. (Müsste die Ortschaft Hollersbach sein, aber ich kenne mich hier nicht so aus...)

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Oben hatte sich vor seiner endgültigen Vernichtung wieder der Nebel ausgebreitet.

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Wieder an der Resterhöhe – hier sieht man den interessanten Kurvenschlepper Moseralm, der sogar lief, wenn auch außer mir fast gar keine Leute mit ihm fuhren. (Er bedient keine eigene Abfahrt – hinter der Talstation geht es weiter bis zur DSB Resterhöhe runter.)

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DSB Resterhöhe, noch mit den kultigen, alten Sesseln, die mittlerweile eine absolute Rarität geworden sind...

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Wie man sieht war trotz Wochenendes kaum Betrieb...

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Der Schlepplift und sein Namensgeber...

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DSB Resterhöhe und Moseralmlift

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Die durchziehenden Wolken verschafften dem Wintertag (kein Frühlingstag – es war so um die 0 Grad kalt) ein eigenes Flair und mir richtig schöne Fotomotive.

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Unten sieht man schon die Talstation des Moseralmlifts. Die meisten fuhren an ihr vorbei ins Tal hinab.

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Zuletzt geändert von vovo am 07.05.2022 - 00:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Zottel
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Re: Kitzbühel | 15.01.2011 | Schrecklicher Anfang & Happy En

Beitrag von Zottel »

Deine Berichte passen wie immer perfekt zwischen Feierabend und Schlafengehen ;) Freu mich auf die Fortsetzung!
↓ Mehr anzeigen... ↓
münchner
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Re: Kitzbühel | 15.01.2011 | Schrecklicher Anfang & Happy En

Beitrag von münchner »

Zyste hat geschrieben:Deine Berichte passen wie immer perfekt zwischen Feierabend und Schlafengehen ;) Freu mich auf die Fortsetzung!
Oder für einen guten Start in den Tag. :)
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vovo
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Re: Kitzbühel | 15.01.2011 | Schrecklicher Anfang & Happy En

Beitrag von vovo »

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Die Fortsetzung....
Ich befand mich hier gerade auf der Abfahrt von der Resterhöhe in Richtung Talstation des Moseralmlifts, einem schönen, alten Kurvenlift...

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Wieder so ein Blickfang, wie es ihn an jenem frühen Nachmittag oft gab, als sich die Wolken von den Bergen und Tälern los sagten und der Sonne Platz machten.

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Das hat auch irgendwas, so unter den Schleppbügeln runterzufahren.

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An der Talstation knipste ich freilich fleißig drauf los und merkte gar nicht, dass sich am Einstieg der Liftler darüber wunderte.

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So Kurvenlifte geben immer interessante Fotomotive ab.

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Wieder mal so ein Versuch, den Analogmodus nachzuäffen. Ich hab auch noch ne alte Yashica von 1979, nur ist das beim Skifahren immer recht umständlich, die mitzunehmen.

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So steil kam mir das gar nicht vor, aber wahrscheinlich ist halt heutzutage kaum wer noch gewohnt, mit so was hoch zu fahren. Ich bin in den 80ern genug abgehärtet worden an der Reiteralm...
(Reiteralmlift II [jetzt „Seppn Jet“] vor allem, dann auch Mulden-, Holzer- und Reiteralmlift III)

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Mein Privatlift an jenem wechselhaften Samstag...

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Immer wieder interessant – über solche Kurvenlifte werden sich die Leute in 20, 30 Jahren noch wundern, wenn auch der letzte gegen eine 6 KSB oder 8EUB gelyncht worden ist.

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Oben sieht man die Zustiegstelle.

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Wieder zog es mal kurzzeitig zu...

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Links die DSB Resterhöhe und die Moseralm.

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Das Endstück – hier wird es richtig steil...

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Blick vom Ausstieg auf den leeren Moseralmlift...

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Nun beschloss ich, ins Tal zur DSB Resterhöhe zu fahren, doch es sollte mir was dazwischen kommen!

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Den musste ich als Schleppliftfan natürlich auch noch mitnehmen, der flache SL Pass Thurn, der (hoffentlich richtig gesehen...) neben dem Hausleitenlift und dem SL Walde noch einer von drei Kurzbüglern im Skigebiet ist. Der Hausleitenlift links der DSB Wagstätt war leider außer Betrieb und der Hang sah von der Straße auch schon recht begrünt aus...

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So was ist doch immer nett – auch wenn die meisten „so einen alten Schrott“ niemals fahren würden.

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Im SL Pass Thurn – ganz allein.

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Weiter drüben startet vom Tal herauf die DSB Resterhöhe, die lt. Neuigkeitenforum ja vorläufig nicht ersetzt werden soll. Na, man muss ja nicht überall eine 8EUB reinpflanzen...

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Diese alten Sesseln haben was – ich kenne auch noch die, wo links und rechts so Plastikfolien dranhängen, mit denen man sich bei Regen schützen kann. Die DSB Raintal am Horn dürfte so was noch haben und auf alten Fotos von der DSB Streifalm I habe ich das auch noch gesehen.
(Ich kenn's hautpsächlich noch aus früheren Zeiten von den Planai-West-Bahnen, den alten Rohrmoos-DSBen und von den alten Sesseln der DSB Reiteralm I)

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Das müsste die Talstation der Vorgängeranlage gewesen sein. Bis 1971 müsste hier ein ESL raufgegangen sein. Ich hab sogar mal irgendwo ein Foto gesehen. Ich glaube, im Berbahnmuseum in der Bergstation der Hahnenkammbahn – sehr empfehlenswert...

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Auch hier war kaum was los – man hatte die DSB faktisch für sich. Leider war dem bei der 2. Fahrt nicht mehr so, da vier Jungs im blödsten Alter hinter mir einstiegen. Sogleich wurde geschaukelt, geraucht, geschrien und Müll nach unten geworfen.

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Der alte ESL verlief von der heutigen Trasse aus gesehen schräg nach links weg.

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Blick zum SL Pass Thurn

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Niemand folgte...

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Ganz rechts ist auch schon der SL Moseralm zu sehen.

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Dort oben bei der Hütte muss der alte ESL geendet haben, wenn meine Infos stimmen...

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Hätten wir 1976 ode so, würde ich wahrscheinlich „diese moderne 0815 DSB“ verfluchen und dem kultigen, alten ESL nachtrauern...

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An der Hanglalmbahn gab es später wieder interessante Lichtspiele...

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Ist ja doch noch gut gegangen mit dem Wetter...

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Das müsste die Talstation des Hartkaserlifts sein, der ein bisserl weiter runter ging wie die 8KSB...

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Super zum Fahren, wenig los, alles hatte sich zum Guten gewendet!


FORTSETZUNG FOLGT!
Zuletzt geändert von vovo am 07.05.2022 - 00:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kitzbühel | 15.01.2011 | Schrecklicher Anfang & Happy En

Beitrag von vovo »

Dritter Teil – nun mehr mit den restlichen Bildern – diesmal ist es viel zu viel an Schnappschüssen geworden...

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Wieder an der DSB 2000er, Bj. 1977, wo die Abfahrt allerdings etwas eisig war. Aber hier oben finde ich, dass es da die schönste Ecke im Gebiet hat...

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Nebenan geht eine andere Giraksesselbahn hoch – die 3SB Trattenbach (Baujahr so um 1986), die eine interessante Piste bedient, aber leider recht langsam dahinschleicht...

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Einmal noch DSB 2000er!

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Wollte ich erst schwarzweiß machen, aber so fand ich es besser...

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In den 60ern hätten die hier auch einen Schlepper gebaut...

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Ich kann halt von so Fahrten in uralt-Sesselbahnen einfach nicht genug bekommen.

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Nach dem bescheidenen Vormittag freute ich mich über jeden Sonnenstrahl, den ich abbekam. So konnte man hier im letzten Stück der DSB sich entspannt nach hinten lehnen und das wärmende Licht genießen, ehe es wieder nach unten ging.

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Zurück an der 3SB Trattenbach. Ich fuhr wieder zum Bärenbadkogel und weiter nach Jochberg, da sich der Nachmittag leider auch schien wieder dem Ende zuneigte. Hier musste ich das einzige Mal an jenem Tag anstehen, aber nur so 5 min.

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Alle Nebelschwaden hatte es leider nicht erwischt, aber wenigstens gaben sie noch ein paar schöne Motive ab.

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SL Gauxjoch – recht flacher Kurvenlift

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Zoom – hier merkte man schon, dass die Leute wieder zurück fuhren, da es auf 15 Uhr zuging.

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Der Mond über der Schlepptrasse des Gauxjochlifts.

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Seitenblicke einer Schleppliftfahrt. Irgendwie war das Licht recht stimmungsvoll zu jener Zeit...

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Hier kam einst der Bärenbadkogellift – ein Kurvenschlepper hoch. Leider nicht mehr erlebt...

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An der Talsenbahn wurde es schon grün. Lief der Vorgängerschlepper eigentlich auf der gleichen Trasse?

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Die Pfeile markieren den Verlauf des alten Bärenbadkogellifts.

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Aus der Talsenbahn heraus geknipst...

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Super Hang neben dem Ausstieg oben, wo es zurück zum Wurzhöhelift geht.

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Nun am späten Nachmittag herrschte so ein gelbliches Licht und man konnte weitere gute Fotoaufnahmen machen – hier das Kitzbühler Horn, das ich mir mal für die nächste Saison vornehmen werde. [Edit: Im Januar 2013 geschafft...]

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Alte Talstation des ESL Wagstätt, der 1979 von der jetzigen Girak-DSB auf gleicher Trasse ersetzt wurde. In und um Kitzbühel haben halt die alten Anlagen schon ihre Vorgänger gehabt...

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Unweit davor die „neue“ Talstation – das Foto ist von später, als die DSB schon geschlossen hatte.

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Interessante Konstruktion.

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Hier war der Tag gelaufen, fast keiner schwebte mehr in den alten Doppelsesseln noch oben. Ich nutzte den Tag jedoch noch voll aus, hatte ich doch „in der ersten Halbzeit“ Leergeld bezahlt. Entspanntes Zurücklehnen im Seitenschließbügelsessel...

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Seitenblick aus der DSB.

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Ein wechselhafter Tag ging zu Ende und ich genoss noch einmal die Fahrt in der alten, klapprigen DSB. So was erlebt man ja bestimmt nicht mehr lange und insbesondere diese Anlage dürfte in 5 Jahren nicht mehr existieren. Als ich unten fotografierte, meinte der Liftler lachend, ob ich Beweisfotos mache, weil mir sonst daheim keiner glaube, dass hier noch so ein alter Schrott-Lift stehe...

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Die Pisten waren zwar ein kleines bisserl ausgefahren, aber der Schnee hatte jetzt angezogen und man konnte noch sehr gut fahren.

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Bald oben angekommen...

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Links im Hintergrund sieht man schon die Stützen des Wurzhöhelifts.

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Auch hier noch die alten Sessel, die man ja, glaube ich, so nach 1980 nicht mehr verwendet hat, oder?

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Der Wurzhöhelift im Hintergrund hat recht interessante Stützen, die noch von der Kombiliftzeit stammen, als er – wenn ich richtig informiert bin – im Sommer als ESL lief.

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In dem Gebäude müsste doch unten früher die Talstation des Kombilifts gewesen sein? Die jetztige sieht eher nach reiner Schlepperstation aus und befindet sich einige Meter davor.

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Hier geht er hoch und ich schaffte es, ihn noch genau einmal zu fahren. Als ich dann wieder mit der DSB raufgekommen war, schloss er gerade. Zwei Engländer wollten noch hoch, doch der Liftler bedauerte und zeigte auf die Uhr. Spaßhalber boten sie ihm erst 500 EURO, dann 1.000, dann 2.000, was für Gelächter sorgte. Wenigstens nahmen es alle mit Humor – keine Ausraster, Gebrülle und Beleidigungen wie so oft in solchen Situationen. Ob das an den Engländern lag?

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Fast komplette Trasse, hinter der Bergguppe oben geht es nur noch so 150m weiter.

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Abendliche Privatfahrt – niemand befand sich noch im Lift und die Pisten waren auch schon leer (außer dass vielleicht mal irgendwo ein Einzelner rumkurvte.)

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Die Stützen habe ich woanders noch nie gesehen.

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Es war wirklich sehr stimmungsvoll, da in der Dämmerung nochmal hochzufahren. Alle Müdigkeit war verflogen, die Nässe vom Vormittag vergessen, die einsetzende Schwere der Beine unterbrochen...

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Es hatte sich also total (für mich) gelohnt, an jenem SA hier her zu fahren und nun waren die Pisten natürlich bestens zu fahren – ein paar Schneehaufen störten mich in meiner euphorischen Nachmittagslaune kein bisserl.

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Oben angekommen. Sollte 2011 doch die neue Bahn kommen, war es meine letzte Fahrt hier mit dieser schönen, alten Anlage. [Anmerkung 2022: Sollte dann auch so sein...]

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Außerhalb der Sichtweite des Liftlers oben fuhr ich nochmal von der Piste auf die Trasse, um die beiden folgenden Aufnahmen festzuhalten...

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Nun wurde es recht schnell immer düsterer hier oben und ich fuhr nochmal ins Tal. Ich schaffte es, eine letzte Runde mit der DSB zu fahren.

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Nochmal ein Halt, nochmal die Kamera rausgeholt und den alten Schlepper in der Dämmerung fotografiert...

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Die Sessel fuhren nun auch menschenleer durch. Ich hatte gerade die letzte Liftfahrt des Tages mit der DSB Wagstätt hinter mich gebracht – leider verflogen jene Minuten wie Sekunden – und machte mich auf, um in aller Gemütlichkeit die letzte Abfahrt ins Tal zu genießen.

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Zoom ins LSAP-Gebiet Bichlalm, wo ich einen alten ESL und einen Kurvenschlepper leider verpasst habe.

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Rot die Trasse (hoffentlich im unteren Bereich richtig gezogen) des ESL, der 1958 oder so eine 4er Pendelbahn ersetzt hat, die parallel auf der rechten Seite verlaufen war. Gelb die Trasse des Kurvenschleppers Stuckkogel, der 1973 die 2. ESL-Sektion (blaue Linie) ersetzt hat. Dieser ESL war übrigens in den 50ern der Nordhanglift am Spitzingsee, ehe er dort 1961 oder 1962 durch einen Schlepper ersetzt und hier aufgebaut worden ist. Grün der Schlepplift Hochötz. Hier müsste in den 80ern der alte Schlepper durch einen neuen ersetzt worden sein.

Im Sommer 2009 bin ich da oben mal rumgelaufen:
viewtopic.php?f=52&t=32818&p=4645241&hi ... m#p4645241

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Ein letzter Blick zum Wurzhöhelift...

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Stimmungsbild an der leer durchfahrenden DSB Wagstätt.

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Ganz allein war ich nicht, aber man hatte sehr viel Platz, um im diffusen Dämmerlicht die Piste abzufahren. Zusammen mit der alten Sesselbahn, dem aufgegangenen Mond und dem letzten Sonnenlicht auf höher gelegenen Gegenhängen ein gelungener Abschluss eine nicht gerade optimal begonnenen Skitages.

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Als ich die Keycard abgeben wollte, stellte ich verärgert fest, dass die Kasse an der Talstation schon geschlossen hatte, doch im selben Moment entdeckte ich den Hinweis auf ein benachbartes Sportgeschäft, wo man ab 16h das Pfand zurück bekam. Es blieb also alles im grünen Bereich! (Auch vom Parkplatzheini war jetzt nichts mehr zu sehen ;) )

So ging es wieder zurück nach München...


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Unterwegs wie immer noch günstig getankt...

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In Oberaudorf gab es noch Flutlichtski – ich bin aber nicht hin, weil ich nach so einem Tag und mit dem wenigen Schlaf doch recht k.o. war.

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Blick auf die andere Seite meines Standpunktes (Mülleimer diente als Stativ) – hier war die Weihnachtszeit also noch nicht zu Ende... so wie die Seitenschließbügelära in Kitzbühel ;)
Zuletzt geändert von vovo am 08.05.2022 - 23:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kitzbühel | 15.01.2011 | Schrecklicher Anfang & Happy En

Beitrag von münchner »

vovo hat geschrieben: Die Pfeile markieren den Verlauf des alten Bärenbadkogellifts.
Jetzt weiß ich auch, wo genau der Lift verlief, vor Ort hat sich mir das nicht ganz erschlossen. Den interessanten SL Wurzhöhe haben wir im Dezember irgendwie verpasst, war ja fast klar. :sleep: Danke jedenfalls für die vielen Bilder.
Zuletzt geändert von münchner am 02.01.2015 - 09:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kitzbühel | 15.01.2011 | Schrecklicher Anfang & Happy En

Beitrag von vovo »

Noch ein paar Videos von den Anlagen:

Wurzhöhelift:
Direktlink


DSB Wagstätt:
Direktlink


Gauxjochlift:
Direktlink


DSB 2000er:
Direktlink


Schlepplift Pass Thurn:
Direktlink


DSB Resterhöhe:
Direktlink


Panoramabahn:
Direktlink


Moseralmlift:
Direktlink
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Re: Kitzbühel | 15.01.2011 | Schrecklicher Anfang & Happy En

Beitrag von Kitzfan »

vovo hat geschrieben: Bild
Rot die Trasse (hoffentlich im unteren Bereich richtig gezogen) des ESL, der 1958 oder so eine 4er Pendelbahn ersetzt hat, die parallel auf der rechten Seite verlaufen war. Gelb die Trasse des Kurvenschleppers Stuckkogel, der 1973 die 2. ESL-Sektion (blaue Linie) ersetzt hat. Dieser ESL war übrigens in den 50ern der Nordhanglift am Spitzingsee, ehe er dort 1961 oder 1962 durch einen Schlepper ersetzt und hier aufgebaut worden ist. Grün der Schlepplift Hochötz. Hier müsste in den 80ern der alte Schlepper durch einen neuen ersetzt worden sein.

Hallo vovo,

Beim Eintragen der alten Bahnen auf der Bichlalm bist du ein wenig daneben gelegen. Besonders der SCHL Hochetz war kürzer als bei dir eingezeichnet.

Hier der korrekte Verlauf:
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becks7
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Re: Kitzbühel | 15.01.2011 | Schrecklicher Anfang & Happy End

Beitrag von becks7 »

Bitte, bitte unbedingt reaktivieren! Das Gebiet meiner Kindheit! Nur halt damals mit schönen Anlagen... :wink:

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Re: Kitzbühel | 15.01.2011 | Schrecklicher Anfang & Happy End

Beitrag von becks7 »

Kleine Anmerkung noch: Ja, der Schlepplift Talsen verlief auf der gleichen Trasse wie die KSB. Kann mich aber nur noch sehr grau an ihn erinnern, da er bereits im Jahr 2000 ersetzt wurde und ich da gerade mal 13 war. :D Hatte wie die Bärenbadkogel-Schlepper T-Stützen und Langbügel (Hersteller Doppelmayr). Wenn die Schneelage dürftig war (und das war aufgrund der Hanglage gar nicht so selten der Fall) hatten sie da oben alllerhand zu tun, eine vernünftige Spur zusammenzubekommen.

Hartkaser waren 2 Anlagen. Der eine Schlepper startete dort, wo du das Liftlerhaus fotografiert hast, der zweite etwas weiter oben bei der Hütte (Hartkaseralm oder wie auch immer) und verliefen meines Wissen nach dann parallel.

Danke fürs reaktivieren!
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