Nach wie vor steht das alte Stationsgebaeude der Vorgaengerbahn. Trotz mehrfacher Versuche wurde mir bisher immer der Zutritt in den alten Maschinenraum verwehrt. Ich vermute, dass die alte Technik zumindest teilweise noch vorhanden ist …
Die „neue“ Antriebsspannstation wurde bergseitig der alten Station errichtet. Inzwischen ist auch das historische Gebaeude im Hintergrund wieder ansehbar. Ich meine mich zu erinnern, dass dieses in den 80er Jahren leer stand und dem Verfall preisgegeben war.
Die Sesselbahn ist ein typischer Vertreter der Leitner Standardbauweise aus den 90er Jahren.
Obwohl natuerlich auch diese Bauart ihre Reize und Besonderheiten hat, fehlt – jedenfalls fuer mich – die Faszination der Anlagen aus den 60er/70er Jahren.
Arrangement zweier aufeinander folgender Niederhalter in Zentralbauweise.
Eine durchaus maechtige Erscheinung: Zentralstuetze mit zwei 12er Rollenbatterien an Waagebalken.
Die bergseitige Umlenkstation: Zweckmaessig, uebersichtlich und funktionell.
Blick von der Bergstation in Richtung Norden auf das gegenueberliegende Massiv.
In Richtung Nordosten sieht man links unten vor dem gelblichen Hotel einen Teil des zugefrorenen und verschneiten Misurina Sees.
Ostwaerts fahrend muss man genau bei diesem Hotel rechts abbiegen um zu den anderen beiden Liften am Misurina See zu gelangen. Zuerst erreicht man dann den Leitner ESL „Loita“, der 2008 durch eine neue CCM-Anlage ersetzt worden ist.
Als ich diese Bilder im Fruehjahr 2007 aufgenommen habe wirkte die Anlage bereits etwas LSAP-verdaechtig, wenngleich ein neuerer Pistenbully neben der Talstation geparkt war.
Die Bergstation war uebrigens ueber eine gut geraeumte Strasse zu erreichen. Dort befand sich ein Motorschlitten Verleih. Aus mir nunmehr nicht mehr nachvollziehbaren Gründen habe ich dort leider keine weiteren Bilder gemacht …
Ein Stueck weiter steht der Leitner ESL „Torre del Diavolo“ aus dem Jahre 1981. Diese Anlage war 2007 definitiv ein LSAP-Fall.
Obwohl annaehernd parallel zu der Sesselbahn „Col de Varda“ errichtet, gab es meines Wissens nach nie eine Verbindung oder Art Liftverbund am Misurina See …
Es handelt sich um eine Antriebsstation vom Typ „F-200“ mit 200 PS, ausgeruestet mit einem Getriebe vom Typ „KSS 3“, welches normalerweise bei Sesselbahnen zum Einsatz kommt. Seinerzeit wurden diese Anlagen als „Hochleistungsschlepplifte“ bezeichnet, die mit bis zu 4 Meter/Sekunde betrieben werden konnten. Nachfolgend das betreffende original Leitner Prospektblatt.
Direkt auf die Antriebsstation folgt dieser maechtige Portalniederhalter mit zwei 12er Rollenbatterien an Waagebalken.
Der Blick berwaerts. Leider habe ich diese Anlage nie im Einsatz erlebt. Es muss schon ein sehr erhebendes Gefuehl gewesen sein, mit 4 m/s bergauf durch den Wald zu „sausen“ …
Noch einmal der gigantische Niederhalter, jetzt von der anderen Seite.
Nachdem der ESL „Loita“ inzwischen erneuert worde ist, waere es interessant zu erfahren ob aehnliches mit „Torre del Diavolo“ geplant ist …
Viele Gruesse von der Kueste
Peter