

Diesmal suchten Forumskollege Münchner und ich uns ein Ziel heraus, das von der bayrischen Landeshauptstadt aus gesehen eigentlich schon jenseits der Grenze für Tagesausflüge liegt – das Schigebiet Hochjoch oberhalb von Schruns in Vorarlberg. Der Grund für diese Wahl lag an der DSB Grasjoch, die eine Zwirbelkurve besitzt und dieses Jahr noch abgerissen werden soll. Aber darüber hinaus ist auch das restliche Gebiet überaus interessant – fährt man dort mit Ausnahme der 8KSB Seebliga und der 2003 zur 6EUB umgebauten Zamangbahn (vorher 4EUB mit gleichen Stationen und z.T. gleichen Stützen) noch Schi wie in den (guten, alten) 80er Jahren.
Da der Betrieb dort bereits um 8:15 Uhr beginnt und wir pünktlich am Start sein wollten, entschieden wir uns, vor Ort ein Zimmer zu nehmen und machten uns am Freitagabend in auf die Reise. Zu später Stunde unsere Herberge.
Zufälligerweise stellte sich heraus, dass sich die gewählte Pension nur unweit der Talstation des ehemaligen Sessellift Grabs befand. Ich ärgerte mich ziemlich darüber, dieses Nostalgie-Juwel verpasst zu haben. Gleich nach dem Frühstück, hielten wir auf dem Weg zur Zamangbahn noch dort an, um die leere Trasse zu knipsen. Der SL Hochegga an der ehem. Bergstation war später noch von oben zu sehen. So machten wir uns am Ende des Schitages vor der langen Heimreise noch auf, um die nicht gerade breite und kurvenlose Strecke zu dieser Schlepper-Ruine hinauf zu fahren.

Im 14km langen Arlbergtunnel, der leider 8,50 EUR extra pro Fahrt kostet – aber besser, als die Passstrecke rauf und runter zu gurken. Am Rückweg bogen vor uns zwei Autos aus schwäbischen Landkreisen nach rechts zur Passstrasse ab

Endlich angekommen – nach einem langen Arbeitstag, der nicht gerade kurzen Autofahrt und mit Hilfe eines halben Liters Augustiner-Edelstoffs fiel das Einschlafen nicht schwer.

Der morgendliche Blick von der Pension in Tschagguns rüber zum Hochjoch-Gebiet. Ganz links die Talabfahrt zur Pendelbahn, die wir leider nicht mehr geschafft haben vor lauter Herumgekurve. Rechts kann man die Schneise der Zamangbahn erahnen und oben bei den Lawinenschutzbauten verläuft die DSB Sennigrat über den Berg hinüber.

Der Beginn eines Traumschitages – das Wetter spielte bis zum Abend mit.



Hier ging der ESL Grabs von 1947 bis 2008 rauf – links sieht man noch ein an ihn erinnerndes Denkmal...


Endlich geht’s los! In der 6EUB Zamang, die keine eigene Talabfahrt besitzt, obwohl es von Tschagguns aus danach aussah.

Ziemlich steil geht’s hier hinauf.

Hier sieht man, dass vermutlich die Stützen der alten 4EUB Zamang von 1981 weiter benutzt worden sind.


Hier im Montafon gehen die Häusersiedlungen an den Hängen ziemlich weit hinauf.

Die erste Abfahrt ging zur Mittelstation der PB Hochjoch, die in den 60ern einen ESL ersetzt hat (auf der 1. Sektion). Der obere ESL wurde vermutlich dann 1985 durch die DSB Kropfen ersetzt, die von hier aus parallel zur PB hinauf geht. (Die oberen Lifte laufen erst ab 8:45h, so dass wir nicht gleich mit der DSB Sennigrat an der Bergstation der Zamangbahn ins obere Gebiet wechseln konnte. An der DSB Kropfen mussten wir aber auch noch ein, zwei Minuten warten, ehe der Zeiger auf viertel vor Neun vorrückte.

In der DSB Kropfen, 1985 erbaut und 1.900 Meter lang.

Nebenan eine Stütze der 2. Sektion der Hochjochbahn.

Alte Zustiegstelle der DSB Kropfen.

Bergstation mit Antrieb – Mitter der 80er wurden hierfür schon keine ganzen Gebäude wie noch in den Siebzigern errichtet.

Mittelstation der DSB Sennigrat. Von der Bergstation der Hochjochbahn/ Zamangbahn oder DSB Kropfen kommend, steigt man hier aus, um zur DSB Kreuzjoch zu gelangen. Auf dem Rückweg fährt man dann von der anderen Seite bis hier herauf.

Talstationen DSB Sennigrat rechts und DSB Kreuzjoch links.

Der Antrieb der DSB Sennigrat heult deutlich lauter als der benachbarte der Kreuzjochbahn.

Die letzte DSB Kreuzjoch, die ich kenne. Die in Garmisch und Zell am Ziller „leben“ ja nicht mehr. In Fulpmes müsste es auch noch eine gegeben haben.

Seitenblick

Blick zur DSB Freda. Während ihre „Schwestern“, die Sennigrat-, Kreuzjoch- und Grasjochbahn 1980 errichtet wurden (wie ich selbst auch), kam sie 1981 noch dazu.

Fast am Ziel unserer Träume – die Kurve der DSB Grasjoch.











































































































