www.bild.de / 29.01.2004
Computer-Besitzer in Angst vor dem schnellsten Virus der Welt
So finden Sie „Mydoom“ auf Ihrem PC
Der gefährliche Computerwurm „Mydoom“. So schnell hat sich noch nie ein Virus verbreitet. Millionen PC-Besitzer auf der ganzen Welt sind in großer Sorge. Nach Experten-Schätzungen ist schon rund ein Drittel aller in Europa verschickten E-Mails infiziert. In Internet-Foren, am Arbeitsplatz – überall ist „Mydoom“ („Mein Verhängnis“) DAS Gesprächsthema. Die Web-Seiten von Virenschutzherstellern sind überlastet.
Und am Donnerstag schon die nächste Schreckensnachricht: Der Virus hat Nachwuchs bekommen: „Mydoom.B“ und der Ursprungswurm greifen große Internet-Server (z.B. Microsoft und das Software-Unternehmens SCO) an. Unmittelbare Schäden am eigenen System sind zwar nicht zu erwarten, doch kann der Virus Daten ausspionieren.
Und alle stellen sich die Frage: Wie gefährdet ist mein Computer? Bild.T-Online sagt Ihnen, wie Sie sich schützen und wie Sie den Wurm auf Ihrem PC finden.
Welche Systeme sind NICHT gefährdet?
„Mydoom“ kann in Linus und MAC-Systemen in den meisten Fällen keinen Schaden anrichten. Auch der PC am Arbeitsplatz ist sicher, sofern das Unternehmen sein Netzwerk durch Virenscanner oder Firewalls geschützt hat.
Wie kann ich meinen Privat-PC schützen?
„Mydoom“ ist nur dann gefährlich, wenn der Anhang einer Email (heißt z.B. „taskmon.exe“ oder „explorer.exe“) angeklickt und damit ausgeführt wird. Der beste Schutz: Öffnen Sie keine verdächtigen Emails, deren Absender Sie nicht kennen.
Das Gefährliche an „Mydoom“: Hat er sich erst einmal in einem PC eingenistet, verschickt er selbstständig Emails an Empfänger aus dem Adressbuch. Insofern könnte auch eine Email eines bekannten Absenders infiziert sein. Prüfen Sie: Passen die Betreffzeile und der Nachrichtentext zusammen und ergeben es einen Sinn? Auch hier gilt: Erst beim Ausführen des Anhangs wird's gefährlich.
Wie kann ich feststellen, ob mein Computer schon infiziert ist?
Das einfachste: Suchen Sie auf Ihrem PC nach einer Datei mit dem Namen „shimgapi.dll“. Diese Datei installiert „Mydoom“ im Windows-System. So sucht man nach Dateien: Klicken Sie auf „Start“ und dann auf „Suchen“. Wählen Sie „Nach Dateien oder Ordnern“ aus. Geben Sie „shimgapi.dll“ ein. Klicken Sie auf „Jetzt suchen“. Sollte die Datei vorhanden sein, bekämpfen Sie den Virus mit einem aktualisierten Virenschutzprogramm.
Helfen Virenschutzprogramme?
Grundsätzlich ja! Allerdings: Der beste Virenscanner versagt bei wirklich neuen Viren. Jedoch: Die Antiviren-Hersteller haben ihre Dateien für die Virenscanner aktualisiert.
Als Soforthilfe: Eine kostenlose Software für Privat-Nutzer bietet H+BEDV Datentechnik mit der Antivir Personal Edition an (
www.antivir.de). Programme gibt es außerdem unter anderem von Symantec, Norman und Sophos. Nicht zuletzt hilft das Aufspielen der regelmäßig durch Microsoft herausgebrachten Windows-Software-Updates, den heimischen Rechner nach und nach sicherer zu machen. Download unter
www.microsoft.com.