Einmal war die Faszination mal gross genug wieder auf das Schilthorn einen Ausflug zu machen. Aber diesmal nicht mit leichtem Schuhwerk, sondern mit Brettern. Grund dafür war einerseits, dass ich Mürren bisher als Skiregion immer ausser acht gelassen hatte. Zu anderem war es doch ein verlockender Gedanke, so ein bisschen Oldschool mit den doch geschichtsträchtigen und zu jener Zeit spektakulären Pendelbahnen da hochzufahren und den Berg mit Skiern zu bezwingen, ehe bald die nigalnagelneuen, aber doch schon etwas nüchternen Funfior-Raumschiffe Menschen aus nah und fern am Gipfel absetzen. Zumindest der bald antretende Nachfolger der jetzigen Direkt-Transportbahn wird da in naher Zukunft sicher eine willkommene Abwechslung für den neuen Gästefluss bieten.
Eins vorweg: Schneetechnisch war es ab der Höhenlage zwischen Mürren und Schiltgrat sehr gut, in Dorfnähe war es am Nachmittag doch eher schwer sulzig. Jene, die am jenen Tag abseits der Piste nach Gimmelwald wollten, hatten das Nachsehen.
Nach dem Start im Morgengrauen schlängelt sich der Zug über den Brünig. Mutter Natur zeigt sich im eher verschneiten Gewand.
Bald soll dieses Trasse für den Normalbesucher frei werden.
1. Ziel in Sicht!
Wie im Jungel schwingt die Kabine zur Hochburg, den Birg.
Jetzt gibt es kein zurück mehr. Nach abwarten der zurückkommenden Kabine am Birg und der 5 minütigen Fahrt ziehe ich die Ersten Schwünge am Schilthorn. Es ergibt sich die Möglichkeit, weiter unten mal eine andere Perspektive von der Bahn zu bekommen.
Die zweckmässige Architektur hat schon etwas Style, mahnt mich irgendwie an die kühn platzierten Bergstationen im alten Süden, aber mit bewährter von Rollsch'er Mechanik.
Nach etwas Fotografie wage ich mich zum Bergrestaurant Allmedhubel, der Tiefpunkt des Tages. 1 1/2 Stunden warten auf das Essen, die eigentliche mit dem Besucher interagierende Bedienung eher distanziert, die Läufer aber ganz zuvorkommend.
Genervt über die etwas verlorene Zeit fahre ich mit meinen Skiern zu der unteren Teilstrecke der 2. Sektion.
Irgendwie einfach faszinierend.
Ich nehme die Sesselbahn zum Schiltgrat. Mir bleibt dort aber nicht mehr viel zeit, denn ich will nochmals unbedingt vor Betriebsschluss nochmals zum Schilthorn rauf.
Die Stütze 2 der 2. Sektion von ganz nah.
Gegen Berg dann das 2 km lange Spannfeld.
Quasi der Inbegriff zur dritten Sektion des Schilthornes.
Station Schilthornhütte
Bald ist Feierabend. Und somit wartet man auf die Ankunft der Kabine von der 1. Sektion.
Nicht immer ergibt sich die Gelegenheit, mal ganz nah an der Scheibe richtung Tal der ersten Teilstrecke zu stehen.
Und somit, nach einem eher kurzen Postbotengang und der späteren Bahnfahrt mit der BOB, gleitet man im Zug nach Luzern durchs letzte Abendrot...
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