Anfahrt: Cavalese - Passo Lavazè in 20 Minuten
Wetter: Heiter bis wolkig, um +8°C
Schnee: 10-50 cm Naturschnee mit Maschinenschneeauflage
Anlagen in Betrieb: Alle
Wartezeiten: keine
Gefallen: Panorama, Abgelegenheit
Nicht gefallen: Skigebiet arg klein; Bremsschnee im Flachstück der DSB Kalditsch. Eine zusätzliche, lange Beschäftigungsanlage wäre sinnvoll, um das Überleben des Gebiets Jochgrimm zu sichern. Oder eine attraktivere Abfahrt an der DSB Kalditsch.
Bewertung: 4 von 6 Punkten
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Dieser Bericht ist Teil meiner viertägigen Skifahrt durch Skigebiete in Südtirol und im Trentino vom 11. bis 14. März 2023:
Kronplatz & St. Vigil / Badia 11. März 2023
Cavalese / Alpe Cermis 12. März 2023
Jochgrimm 12. März 2023
Madonna di Campiglio / Val di Sole 13. März 2023
Trient / Monte Bondone 14. März 2023
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Rund 20 Minuten fährt man von Cavalese mit dem Auto hinauf nach Jochgrimm ... zunächst zum Passo Lavazè, dem Straßenübergang vom Fleimstal ins Eggental mit Abzweig zum Skicenter Latemar, sowohl zur Alpe Pampeago als auch nach Obereggen. Vom Passo Lavazè mit kleinem See, Restaurant, Parkplätzen und flachem Übungslift führt eine ziemlich kaputte Sackgassen-Höhenstraße zur benachbarten Passhöhe Jochgrimm, mit 1950 m etwas höher gelegen als der Passo Lavazè. Früher gab es auf dem Passo Lavazè einen zweiten Skihang mit Lift, womit sich ein Kurzbesuch für mich gelohnt hätte. Am Jochgrimm verläuft die Sprachgrenze zum Italienischen, weshalb es auch den Namen Passo Oclini trägt. Der Parkpatz auf Jochgrimm war bei meinem Besuch gut gefüllt, das hatte ich nicht erwartet. Aber die meisten Besucher waren wohl in den Schneeresten wandern gegangen oder faulenzten auf den Restaurantterrassen in der Sonne. Das Kleinskigebiet Jochgrimm besteht aus Doppelschlepper und DSB auf der Schwarzhorn-Seite und einer DSB auf der Weißhorn-Seite. Mit der fing ich an, weil vom Parkplatz besser erreichbar.
Die DSB Weißhorn / Corno Bianco erschließt zwei nicht lange, aber sportliche Abfahrten mit Blick auf die Hanggegenseite, also das Schwarzhorn. Die Schwarzhornseite verfügt über das Übungsgelände am nicht kurzen Doppelschlepper und die im oberen Viertel sportliche, in der unteren Hälfte flache Abfahrt der DSB Kalditsch / Doladizza. Diese Piste machte sich wegen Bremsschnees auf den Flachstücken bei mir nicht beliebt. Am Doppelschlepper tummelten sich diverse Skischulen, bestehend wohl aus Jugendskigruppen, die im Hotel Schwarzhorn am Lift untergebracht waren.
Besser als Skifahren ist auf Jochgrimm das Panorama. Als Blickfang hübsch nebeneinander gestellt sind Rosengarten und Latemar mit ihren Skigebieten Karerpass und Obereggen. Von der Schwarzhornseite schaut man darüber hinaus weit ins Etschtal und von der Bergstation DSB Kalditsch / Doladizza auch nach Süden auf mir unbekannte Berge. Die ab 15 Uhr über Jochgrimm durchziehenden Quellwolken lösten sich um 16 Uhr wieder auf, und der Ausblick erweiterte sich westlich des Etschtals um Bergketten jenseits der Brenta. Hinterm Etschtal waren von Jochgrimm aus auch das Bozner Skigebiet Ritten und das Skigebiet Meransen / Gitschberg zu sehen.
Fazit: Die zwei Stunden auf Jochgrimm haben sich gelohnt und Spaß gemacht, nicht zuletzt wegen des tollen Panoramas. Mehr als einen halben Tag Beschäftigung gibt das kleine Gebiet für gute Skifahrer aber nicht her. Nach Prüfung des Wetterberichts entschied ich mich für die zweieinhalbstündige Weiterfahrt nach Madonna di Campiglio in den Brenta-Dolomiten, wo das Montagswetter recht gut werden sollte.
30 Fotos vom Jochgrimm:
Blick vom Parkplatz auf der Passhöhe zum Skihang Weißhorn. Wie man sieht, ist er eher kurz. Spaß macht er trotzdem. Merke: Weißhorn - heller Fels.
Blick in die Gegenrichtung. Wie der Berg heißt, verrät der Name des Hotels hier oben. Merke: Schwarzhorn - dunkler Fels.
Vom Parkplatz kann man nicht zu den Liften am Schwarzhorn abfahren, aber zur Sesselbahn Weißhorn.
Blick vom Jochgrimm zum Skigebiet Karerpass unterm Rosengarten ...
... und zum Skigebiet Obereggen unterm Latemar.
DSB Weißhorn mit Blick zum Schwarzhorn. Die Bergwelt auf Jochgrimm ist simpel.
An der Bergstation DSB Weißhorn. Auf der anderen Seite sieht man schön die verschiedenen Skipisten.
Blick von der Bergstation DSB Weißhorn auf die Zweieinhalbtausender Cardinal und Cauriol in den Fleimstaler Alpen.
Blick von der Bergstation DSB Weißhorn übers Etschtal in Richtung Ötztaler Alpen.
Anderer Blickwinkel, gleiches Motiv. Im Hintergrund das Meransener Skigebiet am Gitschberg.
Außenabfahrt der DSB Weißhorn mit Verbindung ...
... zur Schwarzhornseite ...
... über dieses Förderband.
Dann steht man vor dem schön gelegenen Doppelschlepplift Schwarzhorn, ...
... an dem viele Skischulgruppen unterwegs sind.
Panoramafoto von der Bergstation Schwarzhornlift mit Skihang Weißhorn links, Rosengarten im dunklen Wolkenschatten in der Mitte und rechts Latemar hinter den Liftstützen.
Zoom zum Bozner Skigebiet Ritten mit dem steilen letzten Stück der EUB. Rechts im Wolkenschatten der flache, lange Schlepplifthang Rittnerhorn. Die beschneite Talabfahrt scheint unterhalb der Bildmitte abgetaut zu sein.
Zoom zum Skigebiet Meransen / Gitschberg. Knapp oberhalb des Gitschbergs klebt das schlechte Wetter in den Zillertaler Alpen.
Vom Skilift Schwarzhorn führt die Abfahrt hinüber zur DSB Kalditsch, auch Doladizza genannt. Auf diesem Flachstück hat sich bei meinem Besuch in der Nachmittagswärme leider übelster Bremsschnee gebildet, den ich am Rand mal mehr, mal weniger erfolgreich zu umfahren versuche.
Im Waldstück weiter unterhalb fährt es sich dann wieder besser. Auf der Abfahrt der DSB Kalditsch sind fast keine Skifahrer unterwegs. Auf Jochgrimm fahren fast Alle am Doppelschlepper.
Talstation DSB Kalditsch ...
... und Trasse derselben.
Der Starthang der DSB Kalditsch ist ein wenig steiler, ...
... gefolgt von diesem Pistenstück mit Fangzaun - keine Ahnung wozu. Außerhalb Italiens stünde da kein Zaun.
Blick von der Abfahrt DSB Kalditsch über Etschtal und Mendelkamm in die Ortleralpen. Der Ortler selbst steckt irgendwo links der Bildmitte in den Wolken.
Zoom von der Abfahrt DSB Kalditsch am Schwarzhorn über den vom Wolkenschatten verdunkelten Mendelkamm zur Zufrittspitze und - am rechten Bildrand - zum Hasenöhrl in den Ortleralpen zwischen Martelltal und Ultental. Direkt weiter rechts außerhalb des Fotos schließt das Skigebiet Ultental an.
Abfahrt DSB Kalditsch zur Bergstation des Schwarzhornlifts.
Von der Abfahrt der DSB Kalditsch kann man dieses kurze, teils verbuckelte Stück Skiroute als Abkürzung zu den Talstation von SCHL Schwarzhorn und DSB nehmen.
Sonnige Spätnachmittagsimpression auf der Abfahrt der DSB Kalditsch nach Abzug der dunklen Wolken. Links der Bildmitte Rosengarten, rechts davon Latemar.
Abfahrt auf der anderen Seite des DoppelSCHL Schwarzhorn mit dem gegenüberliegenden Skihang Weißhorn. Letzte Skiimpression des Tages. Ich fahre weiter nach Madonna di Campiglio.