Scuol liegt im schönen Unterengadin und ist das touristische Herz der Region. Der Ort selbst ist nicht besonders schön, aber in der Umgebung gibt es viele schöne Dörfer und in Tarasp sogar ein Schloss.
Das Unterengadin ist für mich nach dem Albulatal das schönste Tal Graubündens und ich verirre mich im Winter immer mal wieder hierher.
Los geht’s an der Talstation. Wie so oft in Graubünden ist das Gebiet gut mit der Rhätischen Bahn erreichbar.
In Motta Naluns. Gegenüber sieht man die spektakulären Engadiner Dolomiten.
Sessellift Motta Naluns, der den „Idiotenhügel“ im Skigebiet erschließt.
Die Piste ist in Ordnung.
Im oberen Teil der Abfahrt nach Ftan.
Eine meiner Lieblingspisten hier.
Sehr abwechslungsreich, aber auch kein Geheimtipp, wie man sieht.
Der nette Ort Ftan.
Von hier geht es mit zwei modernen Sesselliften wieder zurück.
Nun kommen wir zu meiner Lieblingsabfahrt im Gebiet: Die Talabfahrt nach Scuol.
Leer und toll zu fahren. Es lohnt sich einfach, während des Skitages eine Talabfahrt zu machen und nicht nur gegen Ende, vor allem wenn man so bequem zurückkommt wie in Scuol.
Nichts los hier.
Doppelschlepplift Champatsch. Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieser durch einen Sessellift ersetzt wird. Die Bergbahnen würden gerne von der Bergstation ins Val Laver erweitern. Der Bundesrat hat diese Erweiterung aber vor einigen Jahren gestoppt.
Es wäre doch blanker Hohn, wenn Samnaun ins Ravaischer Salaas und damit in eine der letzten unberührten Geländekammern des Tals erweitern dürfte und Scuol diese kleine Erweiterung verwehrt bliebe. Zumal Ischgl-Samnaun fest in österreichischer Hand ist im Gegensatz zum 100% schweizerischen Scuol.
Zum Abschluss ging es auf die „Traumpiste“ nach Sent. Dank geschicktem Marketing und Beschneiung wird sie gerne befahren. In Sent bringt ein Sammeltaxi oder der Bus zurück nach Scuol.
Sent hat sich vor langer Zeit in einer Volksabstimmung gegen eine Zubringerbahn ausgesprochen. So fährt man heute durch unbebautes Gebiet.
Abends ist die Piste natürlich sehr gut besucht.
Fazit
Ein schönes Skigebiet in einer tollen Landschaft. Scuol besticht vor allem durch die für seine Größe ungewöhnlich moderne Bahninfrastruktur.
Etwas nachteilig ist die nicht flächendeckende Beschneiung. Scuol ist ein gutes Beispiel dafür, wie man auch als mittelgroßes, etwas abgelegenes Skigebiet mit einem klaren Bekenntnis zum Ganzjahrestourismus und mutigen, zukunftsweisenden Investitionen erfolgreich sein kann.
Davon können sich andere Gebiete wie Savognin eine Scheibe abschneiden.