Skizentrum Windeck Hinterzarten
Skilift Thurner Breitnau
Schneeberglifte Waldau
Sägenhoflift Urach
Weißenbachlift Schönwald
Anfahrt: Ettlingen - A5 - Freiburg - Hinterzarten 1:20 h; Umsetzen zum nächsten Lift jeweils 5-10 min außer Urach - Schönwald ca. 20 min.
Wetter: Vormittags sonnig, nachmittags wolkig, um -2°C
Schnee: ca. 20-30 cm Pulverschnee ohne Altschneeunterlage, nachmittags zerfahren und mit Grasdekor
Anlagen in Betrieb: Hinterzarten SCHL Thomalift & Windeckkopflift; Breitnau SCHL Thurner; Waldau SCHL Schneeberglift 1; SCHL Kalte Herberge; Urach SCHL Sägenhof, Schönwald SCHL Weißenbach & Dobellift
Wartezeit: Keine außer Waldau & Schönwald 1-2 min
Gefallen: Saisonstart im Schwarzwald im November mit ausreichender Anzahl Anlagen in Betrieb
Nicht gefallen: Teils zu wenig Schnee (womit zu rechnen war)
Bewertung: 4 von 6 Mittelgebirgspunkten
Am Freitagnachmittag 22. November 2024 gingen im Südschwarzwald die ersten Skilifte in Betrieb, nachdem zwei Schneetiefs dort recht spendabel ihre Fracht abgeladen hatten. Im Nordschwarzwald kam viel weniger Schnee herunter, dort reichte es nicht zum Alpinskifahren, nur für Langlauf und Rodeln. Da am Sonntag 24. November ein Warmlufteinbruch die weiße Pracht wieder zunichte machen sollte, war ich am Samstag 23. November fürs persönliche Saisonopening dabei. Im Südschwarzwald waren auch Skilifte am Schauinsland und in Bernau in Betrieb, aber die größte Auswahl gab es entlang der B500 mit Verlängerung nach Norden nach Schönwald, weshalb dieses Gebiet meine Wahl wurde.
Am Skizentrum Windeck war ich zusammen mit zwei Snowboardern der erste Skigast, so ähnlich wie zum letzten Saisonabschluss Ende April 2024. Insgesamt waren vormittags wohl nur 50 Skifahrer dort. Am Freitag hatte die Internetseite des Skizentrums noch vor "nicht guter" Beschaffenheit der Pisten am Windeckkopf gemahnt. Den Satz hatte man für den Samstag einfach entfernt, was den Schneezustand aber nicht verbessern sollte.
Von Hinterzarten ging es weiter nach Norden über die B500 zum Skilift Thurner in Breitnau.
Der Skilift Thurner in Breitnau ist ein ca. 600 m langer Familienlift. Er liegt in einer Geländesenke, und seine Abfahrt passiert einen original Schwarzwälder Bauernhof. Zuletzt war ich hier 2010, also vor 14 Jahren! Insofern freute ich mich, die Anlage mal wieder in Betrieb zu erleben. Jenseits der Präparierung ließ sich der breite Hang sehr angenehm in ca. 30 cm unzerfahrenem Pulverschnee genießen. Der Skihang ist für gute Skifahrer für max. 1 Stunde nett. Insofern trollte ich mich nach ein paar Abfahrten wieder und setzte die Skifahrt über die B500 zu den Schneebergliften Waldau fort.
Auch die Schneeberglifte Waldau hatte ich zuletzt 2010, also 14 Jahre zuvor besucht. Es war nur einer der beiden Schlepplifte in Betrieb, was bei Wartezeiten von 1-2 Minuten aber zu verschmerzen war. Da auf der Hauptabfahrt einiger Betrieb war, war der Hang nachmitags bereits etwas abgefahren mit Grasdekor, aber keinesfalls kritisch. Die Schneeberglifte haben auch eine Außenrumabfahrt, die sehr schön zu befahren war. Etwas bekümmert nahm ich zur Kenntnis, dass der frühere Bauernhof direkt an der Lifttrasse zu einem reinen Wohnhaus umgebaut wurde. Das ist schade, denn der damalige Bauernhof verfügte über einen großen Kuhstall im Erdgeschoss, und alle Skifahrer nahmen bei jeder Liftfahrt unfreiwillig einen tiefen Zug Landluft ... ein Alleinstellungsmerkmal.
Von den Schneebergliften Waldau ging es weiter zum Sägenhoflift Urach. Dabei kommt man am Skilift Kalte Herberge vorbei. Da dieser Skihang unspektakulär und typischerweise stark frequentiert ist und ich erst zum Saisonabschluss im April 2024 dort war, verzichtete ich diesmal auf den Besuch.
Der Sägenhoflift Urach ist wegen seines steilen Hangs normalerweise nur bei guter Schneelage geöffnet. Auch diesen Lift habe ich 2010 besucht. Von unten gesehen mahnte eine nicht unerhebliche Zahl von Grasbüscheln im steilen Schlusshang zur Vorsicht. Diese ließen sich jedoch umfahren, wenn man den Pulverschnee am Pistenrand befuhr. Am Sägenhoflift war nur wenig Betrieb, obwohl er nur 2-3 Autominuten vom vollen Hang an der Kalten Herberge entfernt ist. Der Lift hat zwei Abfahrten, die sich wie gesagt seitlich im Pulver ordentlich befahren ließen. Die Pistenmitte ließ man bei meinem Besuch besser aus. Auf der von oben gesehen rechten Abfahrt sind ca. 2 m hohe Hügel für Skicross angelegt, aber die brauchen zum Befahren einen halben Meter mehr Schnee als bei meinem Besuch.
Mein Zeitkontingent ließ noch den Besuch eines weiteren Skihangs zu. Gern hätte ich die Dobellifte in Schönwald besucht, denn dort war ich noch nie. Doch die Dobelllifte waren nur bis 16 Uhr geöffnet, und die Internetseite der Lifte berichtete, dass die Piste schneemangelbedingt nicht gewalzt werden konnte. Das klang nicht gut. Dann wurde es halt der Weißenbachlift in Schönwald, an dem ich meinen letzten Schwung der zurückliegenden Skisaison Ende April 2024 hatte.
Der Weißenbachlift in Schönwald, der parallel den Namen des gegenüberliegenden Gasthauses Rössle trägt, war der am besten besuchte des Tages mit jeweils 2 Minuten Wartezeit pro Fahrt. Zusammen mit dem Skilift Thurner und der Außenrumpiste in Waldau hatte er auch die beste Abfahrt des Tages. Die Anlage bot für den Abend meines Besuchtstages sogar Flutlichtbetrieb bis 21 Uhr an, aber den wollte ich nach 5 besuchten Skihängen nicht mehr mitnehmen. Die vielen guten Skifahrer am Hang hatten Spaß, ich auch, und so beendete ich meinen Saisonstart-Tag am Schönwalder "Weißenbachgletscher" sehr zufrieden um 16:30 Uhr.
Fazit: Die vielen Liftanlagen an der B500 im Südschwarzwald bieten gutes Unterhaltungspotenzial für einen schönen Skitag. Vielen Dank an die Liftbetreiber für die frühe, spontane Inbetriebnahme ihrer Anlagen im November und den guten Service! Am Feldberg scheint man den mittlerweile verlernt zu haben, denn dort waren nur die Resilifte und ein Förderband in Betrieb.