Anfahrt: Grän / Tannheimertal - Schattwald - Oberjoch - Unterjoch in 0:20 h
Wetter: Hochnebel mit Aufhellungen, -4°C
Schnee: Ca. 30 cm Maschinenschnee mit dünner Dekoschneeauflage
Anlagen in Betrieb: SCHLe Kleiner und Großer Spieserlift
Wartezeit: Keine
Gefallen: Nostalgische Schlepplifte
Nicht gefallen: Hochnebelwetter, arg mäßige Pistenpräparation
Bewertung: 2,5 von 6 Punkten
Nach dem sonnigen Skivormittag am Hahnenkamm in Reutte und Skinachmittag am Füssener Jöchle in Grän im Tannheimertal sollte mein Skitag seinen Abschluss an den Spieserliften in Unterjoch finden, wo ich noch nie war. Hier erschließen ein flacher Übungsschlepper und ein steilerer Beschäftigungsschlepper von 1962 den Nordosthang des des 1651 m hohen Voralpenbergs namens Spieser, dies allerdings nur bis 1370 m. Wie von der Draufsicht aus den vorab besuchten Skigebieten zu erwarten war, fand ich den Skihang leider unterhalb der Hochnebelobergrenze vor. Egal, ich war ja zum Schnuppern für max. eine Stunde hier. Wegen Ostausrichtung kommt der Hang nachmittags sowieso in den Schatten.
Der unwissende Erstbesucher ist zunächst irritiert, dass man vom Parkplatz das Skigebiet nicht sieht und zunächst die Bundesstraße per Fußgängertunnel unterqueren muss. Von der Kasse nimmt man zunächst den Übungsschlepper Kleiner Spieserlift, um nicht zum Großen Spieserlift aufsteigen zu müssen. Schon im unteren Hangbereich fiel die mäßige Präparation mit vielen abgefahrenen, vereisten Stellen voller Raupenspuren auf. Der 991 m lange Große Spieserlift mit seinen Gitterportalstützen ist für Schleppliftliebhaber natürlich ein Schmankerl. Auf der Trasse wechseln sich Abschnitte mit normaler und starker Steigung ab. Die Bergstation des Großen Spieserlifts lag bei meinem Besuch genau auf oder knapp über der Obergrenze des Hochnebels. Die Abfahrten gehen gemessen an ihrer Ausweisung blau bzw. rot ziemlich zur Sache. Noch nie habe ich eine blaue Standardabfahrt erlebt, die mit einem dunkelroten Steilhang beginnt.
Fazit: Die Spieserlifte hatte ich mir besser vorgestellt, aber die Verhältnisse haben wohl keine gute Präparierung erlaubt. Vielleicht versuche ich es irgendwann noch einmal bei Neuschnee für eine Stunde.
17 Fotos vom Besuch an den Spieserliften:
Parkplatz Spieserlifte. Von den Liften sieht man erst mal überhaupt nichts.
Das Schild am Tunnel für die Unterquerung der Bundesstraße schafft Aufklärung.
Hauptabfahrt Spieserlifte unter der Hochnebeldecke. Nur schemenhaft schaut oben die Sonne durch den Nebel.
Einstieg in den Kleinen Spieserlift nach dem Skipasskauf, um nicht zum großen Lift aufsteigen zu müssen.
Trasse Kleiner Spieserlift. Jetzt hat der Hochnebel erst mal ganz zugemacht.
Einstieg Großer Spieserlift, dessen Dieselantrieb unüberhörbar und unüberriechbar ist.
Bergfahrt im Großen Spieserlift. Weiter oben reißt der Hochnebel doch wieder auf.
Doppelmayr Fachwerkgitterportalstützen Baujahr 1962.
Noch mehr davon. Schleppliftfans lieben sowas!
Bergstation des Großen Spieserlifts mit Nebel-Halo.
Und eine Fahrt später ganz ohne Nebel, aber nun mit Schneekanone.
Blick von der Bergstation Großer Spieserlift über den Hochnebel zum Wertacher Hörnle ...
... und zum Kühgundkopf, dem Hauptgipfel des Iselers über Oberjoch. Hinter der Waldkante sähe man die Lifte und Pisten von Oberjoch.
Durch die Ausstiegsstütze schaut man auf den Edelsberg, hinter dem sich das Nesselwanger Skigebiet befindet, und den Sorgschrofen, hinter dem sich das Jungholzer Skigebiet befindet.
Rote Abfahrt mit Hochnebelspielchen.
Weiter unten. Oder war's doch die blaue?
Rote Abfahrt unterer Teil, an deren Ende man nach links zu den Liftstationen abzweigt.
Edit: Typos und Fotoreihenfolge korrigiert.