Anreise über Wien - Bratislava - Trencin - Zilina - Ruzomberok (hier Abstecher zum 2 km entfernten Skicenter) - weiter bis Poprad, von dort noch ein paar Kilometer bis zum Endpunkt der Reise (Tatranska Lomnica). Von der Grenze ca. 400 km meist über Autobahnen oder gut ausgebaute Straßen. Fahrtdauer ca. 4 Stunden.
Rückreise am Montag durch das Landesinnere über Banska Bystrica (mit kurzem Umweg über Schigebiet Jasna) - Nitra - Bratislava - Wien. Sogar etwas kürzer als die Anreiseroute, dafür weniger Autobahn.
Und genau diese 3 Schigebiete werden im folgenden Bericht näher vorgestellt:
1. Skicenter Ruzomberok
Eine Übersicht über die Lage
Webseite des Schigebietes: http://www.skipark.sk/ski.php?a=welcome
Liegt nur 2 km von der Industriestadt Ruzomberok entfernt und der Höhenzug zählt zur Grossen Fatra.
Panoramakarte:
Zubringerbahn ist die 2001 von DM errichtete 8 EUB - bis zum Malino Brdo führen dann weiters eine 4 SB (DM) und einige Schlepplifte. Die Talabfahrt dürfte es noch nicht lange geben und die meisten Pisten sind beschneit.
Die Bahnen im Einzelnen:
Die Talstation auf 545m.
Im Inneren der Talstaton - zu jeder halben Stunde wurde die Gondelbahn in Betrieb genommen. Abwechselnd mit der 4 SB zum Gipfel. An diesem eher bewölkten Sonntag war nicht viel los. Ein paar Wanderer und Neugierige (=8 EUB fahren)
Auf der Strecke, mit Blick nach Ruzomberok, der auffallende Slot gehört zu einer Papierfabrik. (Fa. Neusiedler aus Österreich). Gleich hinter dem Parkplatz der Talstation befindet sich noch ein kleiner See, der als Bade- und Erholzentrum dient.
Übrigens gibt es 4 verschiendene Gondelfarben - hier die roten und blauen Swobodagondeln - die restlichen sind gelb und orange, also ganz schön bunt die Bahn.
Einfahrt Berg (Seehöhe 960m), damit HU 415m - Länge 1770m - Kapazität: 1500 Pers/h. Auffallend auch das kreative Innere sowohl bei der Tal- als auch Bergstation.
Von dort aus bietet sich dann folgender Ausblick Richtung Gipfelbahnen.
Zuerst die rechte Seite des Malino Brdo mit
4 SB (DM) und (Tatra)Poma Kurvenschlepper. Im Vordergrund das neu errichtete Restaurant.
Länge 1300m, bei einer HU von 250m und Kapazität von 2400 Pers/h.
Talstation des benachbarten Pomaschleppers, der
eine eigenartige Kurvenkonstruktion aufweist.
Nochmals beide Lifte - mit der Kabine der Vorgängerbahn einer 4 EUB. (auch Swoboda?).
Nochmals ein Bild Richtung Ruzomberok, hier ist öffnet sich das Tal, eingebettet zwischen der Grossen Fatra und Niederen Tatra und gegenüber sind die Ausläufer der Hohen Tatra.
Nach soviel Geographie nun die linke Flanke des Malino Brdo, durch
2 Schlepplifte erschlossen.
Rechts ein weiteres Tatrapomakultding - links vermutlich ein Transporta Chrudim Schlepper.
Für DM, Leinter, Girak, ... gewohnte Augen immer wieder
Bergwärts über große und kleine Rollen
Der vermutliche Chrudim Schlepper mit auffallend dichter Stützenfolge.
Eine Stütze in Nahaufnahme - nicht gerade ein optischer Leckerbissen
Blick Richtung Bergstation der 8 EUB mit Übungsgelände (4 kurze Pomaschlepper), davon 3 Rückbringer zur Bergstation der EUB und einer, der im Sommer
für folgende Attraktion in Betrieb genommen wird. Auf der Abfahrtspiste geht es dann wieder flott nach unten.
Die drei Rückbringerschlepper - wichtig natürlich bei Schneemangel, aber auch zu Übungszwecken. Früher besonders wichtig, als es noch keine Talabfahrt gab. (im Pistenplan auf der Webseite ist ein großes "New" eingezeichnet)
Noch näher
Ganz nah - mit klasse Aussteigeratgeber!
Zum Abschluß die oberen Hänge im Modellbau nachgebaut - zu bewundern bei der Talstation.
Auch interessant die günstigen Lifttarife.
Eine Tageskarte kostet für den Erwachsenen 650 Kronen - das sind umgerechnet (100 Kronen=2,51¤) etwa 16,3 ¤ (!) Für eine Woche kostet das Vergnügen 3360 Kronen. Spiegelt überhaupt das günstige Preisniveau der Slowakei wider.
Damit Ende des Berichtes über Schipark Ruzomberok, es folgt
2. Schigebiet Tatranska Lomnica
Zur Lage, siehe http://www.tatry.sk/images/Mapy/regv.jpg
Ca. 70 km von Ruzomberok entfernt, einer der Hauptorte der Hohen Tatra, die an Polen angrenzt. Der Ort auch mit der spektakulärsten und höchsten Seilbahn der Slowakei, die PB zur Lomnitzer Spitze, dem zweithöchsten Berg der Slowakei bzw. Hohen Tatra. (2634m)
Mehr zu dieser Bahn später.
Panoramakarte:
Auf dieser Karten sind noch beide Bahnen zum Skalnate Pleso (1751m) eingezeichnet. Die rechte (PB) ist mittlerweile auf den 2 Teilstrecken LSAP, einzig über die 4 EUB mit Kurvenmittelstation gehts nach oben.
Von dort aus noch die Möglichkeit der Weiterfahrt mit einer Poma DSB oder der spektakulären PB (allerdings ohne Abfahrten - reine Aussichtsbahn)
Wanderung entlang der Trasse der ehemaligen PB.
Die Talstation von vorne - eröffnet 1937- 60 jähriges Jubiläum 1997 - LSAP möglicherweise seit 2001. (so deutete ich den Zettel an der Tür).
Weiß jemand mehr über diese Bahn und die Gründe der Betriebseinstellung? Und über den Hersteller?
Von der Seite und jetzt sind gute Nerven gefragt, es folgen Bilder vom
Inneren der Talstation.
Ohne Kommentar I
Ohne Kommentar II
Die LSAP Mittelstation
Die Mittelstation der angrenzenden 4 EUB, Hersteller Girak, Kabinen Swoboda.
www.tatry.sk hat geschrieben:Als im Skalnata Tal ein bedeutungsvolles Skizentrum auswuchs, wurde es nötig das Problem des Verkehrs von Tatranska Lomnica nach Skalnate Pleso zu lösen. Die Leistungsfähigkeit der existierenden Seilbahn konnte nicht erheblich erhöht werden. Deshalb begann man mit dem Aufbau des neuen Verkehrsnetzes. Seit dem Jahr 1973 wurde es die Kabinenseilbahn mit 4 Plätzen und mit der Kapazität 420 Personen pro Stunde (der Hersteller Transporta Chrudim). Auf dem ersten Streckenteil von Tatranska Lomnica in die Zwischenstation Start wurde ihre Strecke um 30° von der Seilschwebebahn geneigt, von "Start" bis in die Zielstation wurden beide Seilbahnen parallel gebaut.
Vom Jahr 1993 bis 1995 wurde die ganze Technologie der Kabinenseilbahn zur einseiligen Umlaufsbahn mit den abtrennbaren Wagen mit 4 Plätzen rekonstruiert. Der Lieferant dieser Technologie war die österreichische Firma GIRAK. Die neue Kabinenseilbahn erfreut sich seit 4.8.1995 der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.
Verlauf der ab der Mittelstation parallel führenden Bahnen
Kurz unterhalb der Bergstation, leider wurde auch das Wetter zunehmend schlechter.
Techn. Details der EUB:
Teilstrecke 1:
Länge 1706m - HU 269m - Geschw. 5,0 m/s - 58 Kabinen - 720 Pers/h
Teilstrecke 2:
Länge 2002m - HU 599m - Geschw. 5,0m/s - 60 Kabinen - 720 Pers/h
Einfahrt Berg am Skalnate Pleso (1764m), daneben die LSAP Bergstation. auf deren Rückseite
die (ehemals) III.Teilstrecke, die zum 2634m hohen Lomnicky Stit (=Lomnitzer Spitze) führt. Nur einseitige Bahn mit sehr begrenzter Kapazität.
Nur einen Augenblick hatte ich die Chance einen Teil vom Gipfel zu sehen.
Dann zog es komplett zu. Auf eine Fahrt haben wir aufgrund er Witterungsverhältnisse verzichtet.
Gottseidank gibt es Postkarten, so hätte ich mir das Panorama gewünscht.
Einfach atemberaubend!
www.tatry.sk hat geschrieben:Die Seilschwebebbahn gehört zu den merkwürdigsten Verkehrsnetzen nicht nur in der Slowakei, sondern in der ganzen Welt. Ihre erste Teilstrecke, d. h. die zweiseilige Kabinenbahn mit dem Pendelverkehr von Tatranska Lomnica nach Skalnate Pleso, wurde zwischen den Jahren 1936 und 1937 realisiert. Der Bau der anderen Teilstrecke, mit der freien Spannweite des Seiles von 1710 M, und auf der nur eine Kabine verkehrt, wurde im Jahr 1940 beendet. Bis dem Jahr 1958, als die Seilbahn Chamonix-Aigullle du Midi realisiert wurde, blieb die Seilbahn von Tatranska Lomnica die erste Seilbahn in der Welt, die das längste tragfähige Seil ohne eine Stütze besaß. Der Lieferant der Ursprungstechnologie der ganzen Anlage wurde die Firma Wiesner Chrudim. Im Jahr 1988 wurde der Oberstreckenteil der Seilbahn rekonstruiert, der Lieferant wurde die schweizerische Firma Von Roll. Für den Unterstreckenteil von Tatranska Lomnica nach Skalnate Pleso wurde bis 2000 die Ursprungstechnologie benutzt. Diesen Fakt können wir auch für ein kleines
Oder so.
Die letzte Postkarte, die die PB noch in Betrieb zeigt.
Auch kultig - eine alte (Tatra) Poma DSB, die ein paar schwere Abfahrten bedient. Bei diesem Sauwetter außer Betrieb.
Lustiges Detail am Rande: Als ich die Plattform bestieg, um die Bahn zu photographieren, stürmten 2 Mann Liftpersonal aus der Hütte. Waren wohl der Meinung, daß ich die Bahn einschalten würde. Erst mein Hinweis auf den Photoapparat senkte wieder deren Puls. Sind bis jetzt noch keine verrückten Alpinforumler gewohnt.
Talwärts ging es dann gemütlicher per EUB
Berg innen - hier konnte ich kein Liftpersonal sehen - waren wohl bei der mittägigen Nahrungsaufname oder bei den geschockten Kollegen der DSB.
Eine Klemme in Nahaufnahme
"Leichter" Regenschauer
Aufgenommen durch die Dachlucke
Ausfahrt aus der Kurvenmittelstation (ähnlich Westendorf) - Teilstrecke I
Die Pistenraupenflotte und
eine neue Attraktion, die noch nicht in Betrieb war.
Damit folgt der letzte Teil
3. Schigebiet Jasna
Liegt auf der Strecke Tatranska Lomnica - Ruzomberok, Abfahrt von der Autobahn in Liptovsky Mikulas, von dort ca. 10km zu den verschiedenen Parkmöglichkeiten dieses Schigebietes. Auf dem Weg dorthin Möglichkeit des Besuches von zwei Höhlen, davon eine Eishöhle.
Jasna zählt zur Region der Niederen Tatra.
Panoramakarten:
Meines Wissens das größte Schigebiet der Slowakei - Diese Panoramakarte zeigt den nördlichen Teil. (Chopok Nord)
Hinter dem Pfeil versteckt sich Chopok Süd.
Allerdings frage ich mich, warum diese 2 Gebiete weder per Lift noch per Piste verbunden sind.(auch 2 verschiedene Tarife für Nord und Süd) Besonders kurios ist der Umstand, daß Schlepper C auf der Chopok Südseite neu errichtet wurde, eigenartigerweise nicht bis zum Gipfel, sondern nur kurz davor. Dafür ist gleich nebenan ein weiterer Lift bis zum Gipfel, der die notwendige Verbindung nach Chopok Nord herstellen würde, projektiert. Möglicherweise ein Naturschutzproblem, oder ???
Nach diesen Überlegungen beginnt die Parkplatzrundreise zu den verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten:
Einsteigspunkt Koliesko 1200m mit der 4SB Jasna-Lukova ((Tatra)Poma)
Länge 1135 - HU 450m - 1800 Pers/h
Streckenverlauf, wobei ab dem Steilstück ein sausteiler und neu errichteter DM Schlepper (
Länge 684m HU 291m (!!!)
Weiters führt zu diesen beiden Liften noch ein Poma Schlepper.
Auch nicht schlecht diese Konstruktion
Damit führt die Rundreise weiter zum Einstiegspunkt Otupne. (1141m)
Jetzt wird es wieder kultig.
Talstation der EUB Otupne - Brhliska. (Tatrapoma)
Länge 1602m - HU 282 - 1200 Pers/h
Das Äußere der Bahn weckte meine Neugier - nur war alles fest verschlossen - bis auf eine Kleinigkeit - der Spalt am Boden des Tores
hinter dem sich folgender Anblick bot.
Nach einem solchen Erfolgserlebnis waren die 2 Lifte nebenan nur mehr Nebensache.
4 KSB Otupne - Lukova (Poma) und ein anfangs parallel geführter DM Schlepper. Auch dieser neu errichtet.
Poma KSB: L 1725m - HU 514 - lt. Plan nur 1200 Pers/h
Die Ausfahrt der KSB
Letzter Einstiegspunkt ins Schigebiet Jasna auf der Nordseite Zahradky mit der neuen
DM 6 KSB Zahradky - Rovna Hola
L 1720m - HU 463m - 2700 Pers/h
War die einzige, die bei dieser Witterung fuhr.
Und nochmal ein Bild von einem langen Pomakurvenschlepper.
Zahradky - Priehyba mit einer Länge von 1498m.
Zu guter letzt noch die Tarife:
1 Tag - 750 Kronen (18,8¤)
7 Tage - 3980 Kronen (99,89¤)
- Ende -