Einige Infos und auch Bilder von den Gipfeln sind bei http://www.madeira-web.com/PagesD/tourmap.html zu finden, man muss nur die entsprechenden Punkte (17 bzw. 18 ) anklicken.
Bis wenige Meter unter den Gipfel des Pico Areiro, 1818m, gibt es eine gut ausgebaute Bergstrasse. Oben gibt es einen Grossparkplatz und ein Gebäude mit Restaurant, Souvenier (Kitsch ?) -verkauf usw. und einen Stufenweg zum Gipfel. Und ne Menge Leute die in Strandsandalen und Flip-flops, mit T-Shirt und Shorts bekleidet, bei +7 Grad, Nebel und starkem Wind für ganze 30 Sekunden aus dem Wagen steigen, ein Foto machen und schnell wieder verschwinden
Nun beginnt der eigentliche Gipfelweg, bis zum ersten Aussichtspunkt etwa 15 Gehminuten von Gipfel noch gut besucht, danach recht einsam. Im ganzen Verlauf ist der Weg mindestens 1 m breit, oft mit Steinen gepflastert, grössere Steigungen erfolgen auf Treppen, einige Zwischengipfel wurden einfach untertunnelt. Das Wetter war für madeiranische Verhältnisse nicht einmal schlecht, Mix aus Wolken, Nebel, Nieseln und sonnigen Abschnitten. Eigentlich ist das ganze als leichte Wanderung einzustufen, wegen der Nässe mus man manchmal zwar etwas aufpassen, aber alle ausgesetzten Stellen sind mit Drahtseil gut gesichert. Interessante Wanderung, teils auf Felsbändern, teils in unbeleuchteten Tunnels, teils durch dichte, schon tropisch anmutende Vegetation. Und insgesamt sehr angenehme Temperaturen (ihr wisst ja wie sehr ich Hitze mag
Nach knapp 3 Stunden erreichten wir die Schutzhütte unterhalb des höchsten Gipfels der Insel Pico Ruivo (1861 m), wo 1 Stunde Pause andesagt war mit der Möglichkeit den Gipfel selbst zu besteigen (10 - 15 min von der Hütte). Das Wetter war gerade als wir dort ankamen besonders mies, nebelig, windig mit Nieseln, deshalb verzogen sich die meisten in die Hütte, nur wenige Fanatiker (meine Frau und ich zum Beispiel) gingen hinauf. Und grade als wir oben ankamen bekam die Wolkendecke Lücken, es war einfach unbeschreiblich
Der weitere Weg vom Pico Ruivo bzw. vom Schutzhaus ist mehr oder weniger 'Pflichtprogramm', auf einem mindestens 2 m breitem und flachem Weg erreicht man in etwa 45 Minuten den auf 1590 m gelegenen Parkplatz mit einer weiteren Hütte, wo der Bus schon auf uns wartete. Das beste an dieser Teilstrecke ist der Blick auf die etwa 50 km entfernte Nebeninsel Porto Santo.
Ich weiss ihr stellt euch bestimmt die Frage nach Schnee & Skiliften: nein, Skilifte gibt es oben keine (Naturschutzgebiet, was denn sonst