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2s und 3s Sessellifte

Mal ganz abgesehen von der technischen Realisierbarkeit, deren Nutzen in keinem Verhältnis zum technischen (und somit finanziellen) Aufwand steht:
Der Trend geht doch eindeutig in die entgegengesetzte Richtung. Anstelle von KSB´s erhalten in vielen Gebieten bei neu zu errichtenden Anlagen EUB´s den Vorzug.
Und das auf Trassen, die man durchaus mit KSB´s erschließen könnte. Anscheinend verlangt dies der Markt und die Betreiber reagieren entsprechend. So ein Monsterteil würde nach meiner Einschätzung beim Publikum durchfallen. Eine solche Anlage hätte dann natürlich auch noch Automatik-Bügel inkl. Kindersicherung und Bubble. Das ist schlicht
nicht mehr handhabbar und das Chaos beim Ein/Ausstieg perfekt. Die Anlage käme vor lauter Notstopps und Wiederanfahren wohl aus dem Schaukeln nicht mehr raus.
Edith:Ich vermute auch, dass sich die Ära der 8-KSB´s langsam dem Ende neigt. Alles über 6-KSB´wird wohl mittelfristig hauptsächlich als EUB errichtet werden.
 
Stimme da Pistencruiser voll und ganz zu. Auch wenn eine KSB eine feine Sache ist zwecks abschnallen wird bei solchen Kapazitäten eine EUB oder größer den Vorzug bekommen. Diese Dimentionen kenn ich nur von Zubringerbahnen. Aber vielleicht legt ein Premiumskigebiet mal ordenlich Geld auf den Tisch um sowas für einen Idiotenhügel zu realisieren. Überlegt mal den PR Efekt. Rein technisch bin ich zu wenig in der Materie aber könnte mir sowas wie eine Funitelbauweise vorstellen. Ein- und Ausstieg in mehreren Etappen vesetzt, wären sicherlich Megastationen mit Panoramarestaurant aufm Dach. Oder die Überlegung 4x4. Vier verschiedene Zugänge aus verschiedenen Richtungen werden mit jeweils Vierersessel besetzt, dann zur Gruppe zusammengehängt.
 
citta dei sassi schrieb:
1. Grundlage der Physik: Gravitationskräfte, entdeckt von Isaac Newton 1686, ( http://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz ) sagt aus das sich alle Massen anziehen bzw. nach ausgleich streben. Um jetzt einen Sessel soweit ins Gleichgewicht zu bekommen das ein normales sitzen darauf noch möglich ist muß der Abstand vom Aufhängepunkt (Klemme oder Laufwerk) mindesten die gleiche Länge haben wie der Sessel. 50 cm pro Person macht 8 Meter (über den Daumen, denn die gesetzlichen Bestimmungen...... ne, das lass ich jetzt.) Bau mal eine Station usw dazu.

Genau deswegen kam hier ja die Idee der 2-3S Sesselbahn auf. Bei einem Einseilsystem wird das durch einseitige Beladung (oder auch Querkräfte z.B. durch Windeinwirkung) entstehende Drehmoment durch ein Querpendeln des Gesamten Fahrzeuges um das Seil bzw. einen Drehpunkt in der Fahrzeugaufhängung wieder ausgeglichen (Summe aller Momente = Null).
Bei einem System mit mehrerern Seilen (egal ob jetzt Funitel, 3S oder 2S) bewirkt dieses Moment eine Auslenkung eines 2. Seiles (Beim 2S System z.B. das Zugseil) Da die Seilkräfte aber verhältnissmäßig groß sind, wir eine große Auslenkung den Fahrzeuges zu großen Teilen verhindert. Zudem wirkt das 2. Seil hier dämpfend (besonders in kritischen Bereichen wie auf Stützen, vor Stationen), was ein unkontrolliertes Pendeln weitgehend verhindert.

citta dei sassi schrieb:
Klemme? Hat einer hier eine Ahnung was das in dieser Größe kostet? Kleineres Beispiel: Zweiersessel von DM fix geklemmt pro Stück 1000 Euro + Mehrwertsteuer. Sechsersessel Leitner so um die 4000 Euro..... (Und sag mir jetzt ja nicht das das zu viel ist, das Rollengummi ohne Felge sind schon 200 Euro und ist mehr oder minder Massenwahre.)
Nachdem gerade 3S Bahnen momentan schwer in Mode kommen muss es doch jemanden geben, der das auch bezahlen kann.
Speziell wenn ich jetzt an Bahnen denke, die in geologisch sehr schwierigem Gelände stehen, dazu noch lawinengefärdet könnte so ein System durchaus sinn haben. Und jetzt kommt nicht mit der maximalen Bahnhöhe, in Zeiten von automatischen Fußrastern die sich wie Kabinentüren nicht öffnen lassen können und ein Durchrutschen unmöglich ist wird, könnte diese Regelung sehr schnell obsolet werden.

citta dei sassi schrieb:
Nicht vergessen das wir hier ein Alpinforum sind und eher mehr als weniger auf den Schi stehen. Wir sind es gewohnt in einen Sessel einzusteigen, aber für viele Personen ist das, besonders bei festgeklemmten Anlagen, eine Streßsituation. Deswegen mal die Diskussion mit den Einstiegen bitte mal bleiben lassen.
Also von einer Fixgeklemmten 2S-14er Sesselbahn geht wohl niemand aus! Ich sag mal so, bei sehr langsamen Stationsgeschwindigeiten (oder gar kurzen Stops) und einem durchtachten Konzept würde ich da gar kein großes Problem sehen, viel schlimmer sind sehr kurze Sesselfolgezeiten mit großen Stationsgeschwindigkeiten (speziell 4KSB's)

Edit: Alle nicht-technischen Beiträge in ein neues Thema im Allgemeinen Bereich ( Link : Förderleistung/Auslastung von leistungsstarken Sesselbahnen ) verschoben.
mfg. jack90, Moderator alpinforum.com
 
So einfach wird das auch wieder nicht, denn die VR 101 war eine kombinierte Feder/Schwerkraftklemme. Das heisst, das Gewicht des am Förderseil hängenden Sessels wurde zur Schliessung der Klemme benutzt. Ist jedoch eines oder zwei Tragseile vorhanden, wird dieses Gewicht auf dieses geleitet.
 
Einen 18er Sessel mit Sitzheizung gibts von Leitner schon, steht im Annatal in Gröden vorm dortigen Cafe. :biggrin:
 
@ GDM, Nun ich meinte ja nicht, dass man die selbe Klemme benutzen soll, sondern eine ähnliche Bauweise, d.h. Federklemme und außen die Robes, die auf den Seilen und im Stationsumlauf benutzt werden
 
Ich lehne diesen Schwachsinn ab. Es müssen nicht noch mehr Naturzerstörer auf die Gipfel gepumpt werden. Das braucht keiner und darum ist es Zeitverschwendung auch nur Gedanken daran zu verschwenden. :wink: :wink: :wink:


GlG Tom
 
Nun, vielleicht betrachten wir das auch aus einem falschen Blickwinkel. 3S-Sesselbahnen wären immerhin extrem Windstabil - wer weiß, wo man das brauchen könnte?
 
Damit es die Passagiere aus den Sesseln bläst; braucht es dann Sicherheitsbügel wie bei Achterbahnen? Nein, das ganze macht keinen Sinn!
 
Wetterschutzhauben???

Aber ich mein, dass Mehrseil-Sesselbahnen besser für seeeeehr große Spannfelder wären. mit automatischen Bügeln geht dass dann
 
is ja eigentlich völlig egal. Jedenfalls bezweifle ich, dass es irgentwann mal Mehrseil-Sesselbahnen giebt! Ich glaub, das kann wenn dann nur mit Funitel-Technik funktionieren!
Jedenfalls loht es sich eigentlich nicht darüber zu streiten, da in nächster Zeit 3S-Sesselbahnen nicht geben wird...
 
Wo soll denn das Anwendungsgebiet überhaupt sein?
- Windanfällige Bahnen: zugegebenermaßen gegeben, das meiste geht aber mit normalen Bahnen ohne Hauben auch. Bei starkem Föhnsturm muss zwar abgestellt werden, dann geht aber auch keiner mehr freiwillig Skifahren am Alpenhauptkamm. Oder nutzt halt wesentlich weniger windanfällige Schlepplifte.
- lange Spannfelder bei geringem Bodenabstand ohne Möglichkeit, Stützen zu setzen (das wären effektiv Bahnen, die quer zum Hang verlaufen würden ohne groß Höhe zu gewinnen): Die potentiellen Bahnen kann man wahrscheinlich an einer Hand abzählen, allein dafür rechnet sich die Entwicklung einer neuen Technik wohl kaum, so dass Kabinenbahnen die wirtschaftlichere Alternative sind.
(Zum Problem bei den Bodenabständen: Selbst wenn ein Herausfallen völlig ausgeschlossen werden könnte und es gesetzliche maximale Bodenabstände nicht gäbe, sehe ich hier immer noch ein psychologisches Problem: Viele Gäste werden nicht in eine Sesselbahn mit sehr hohen Abständen einsteigen. Bei einer Kabinenbahn ist auf Grund des geschlossenen Raumes das Problem weitestgehend auszuschließen, so dass auch dann in solchen Fällen ausschließlich Kabinenbahnen gebaut werden würden).
 
So in etwa hab ich das ja auch gemeint
Naturschneeliftler schrieb:
...Jedenfalls bezweifle ich, dass es irgentwann mal Mehrseil-Sesselbahnen giebt![...] Jedenfalls loht es sich eigentlich nicht darüber zu streiten, da in nächster Zeit 3S-Sesselbahnen nicht geben wird...

Bei langen Spannfeldern baut man doch sowieso fast immer eine Kabinenbahn. Ich wüsste nirgens eine Sesselbahn mit allzu langen Spannfeldern...
 
GMD schrieb:
Hauben machen die Sessel windanfälliger, bezwecken also genau das Gegenteil.

Also also - Das ist zwar OT aber richtig konstruierte Hauben machen den Sessel im Gegenteil sogar weniger windanfällig. Wollte ich zuerst auch nicht glauben ist aber so! Das eigentliche Problem bei Hauben ist, dass die automatische Verriegelung bei entsprechend starkem Wind nichtmehr funktioniert, was dann leider jede noch so gut konstruierte Haube ad absurdum führt.
 
Chense schrieb:
Das eigentliche Problem bei Hauben ist, dass die automatische Verriegelung bei entsprechend starkem Wind nichtmehr funktioniert,
Dann stimmt da aber was bei der Wartung nicht, denn zumindest bei Doppelmayr ist das System so einfach, dass es eigentlich gar nicht zu einer Entriegelung kommen kann. Der einzig kritische Moment ist während dem Schließen in der Station, aber bis 100 km/h funktioniert das auch einwandfrei.
 
Chense schrieb:
...richtig konstruierte Hauben machen den Sessel im Gegenteil sogar weniger windanfällig...

Das bezweifele ich jetzt mal stark. Sessel ohne Bubbles sind wesentlich weniger durch den Wind gefährdet wie Sessel mit Bubbles.
 
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