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3.4.2009 bis 12.4.2009 Quer durch CH "Hells Highway"

GMD schrieb:
Der Pilatus Porter gehört der Motorfluggruppe Oberengadin / Air Engiadina AG.

Ja ja, jetzt wo der Stausee die Landschaft angeblich verschandelt, wird lamentiert und im gleichen Atemzug die Umsiedlung eines Dorfes als Kolonialpolitik gebrandmarkt. Das Geld aus Zürich (Stichwort Wasserzinsen) haben sie aber gerne genommen und machen es auch weiterhin! Sie hätten damals halt einfach nein sagen müssen...


Sorry aber das ist Äpfelsaft mit Orangenaroma. Von dem Geld haben diejenigen die man da zwangsumgesiedelt hat nichts gesehen. Nein man hat sie sogar über den Tisch gezogen.

Ist so, kann man nicht verleugnen dass das einfach ein riesen Betrug war den man da abgezogen hat.
Sowas kann man heute zum Beispiel in Somalia beobachten. In den 50er Jahren bis in die 70er war das in der Schweiz gang und gäbe, dass sich die Herrengesellschaft aus dem Unterland mit viel Geld den Gefallen der Bergler gekauft hat.

Das Geld versickert doch irgendwo zwischen Chur und Thusis. Muss nur mal das Dorf Mulegns unterhalb des Staussee anschauen. Glaube kaum, dass in dem Loch je ein Rappen von dem Wasserzins vorbeigekommen ist.

Sorry aber das muss mir keiner erzählen, dass der Bau denen was gebracht hat. Da hat man einfach die Politiker in Chur mit dem Wasserzins gekauft damit sie wegschauen und die armen Bauern da oben wurden Gebulldozert.
 
Ohne Zustimmung der Gemeinde wäre gar nichts gegangen. Siehe das geplante Krafwerk in der Via Mala. Dort haben die betroffenen Gemeinden das Projekt abgelehnt und damit gebodigt. Unterschätze du mal nicht die direkte Demokratie! Da die ganze Geschichte aber OT ist, schlage ich vor es hiermit gut sein zu lassen. OK?
 
GMD schrieb:
Ohne Zustimmung der Gemeinde wäre gar nichts gegangen.
^^Zustimmung?! Ja, geklaufte Zustimmung... Die Stimmen wurden gekauft. Ob das noch Demokratie ist, sei dahingestellt....

Hier: http://www.youtube.com/watch?v=JJE0FPHIJuw

Aber zum Glück konnten ähnliche Schlamassel im Hinterrheintal (Aufstauung Splügen-Hinterrhein) oder die Aufstauung des Silsersees verhindert werden.

Wenigstens wurde im Vinschgau im Reschensee der Kirchenturm als Mahnmal für solche gruselige Taten stehen gelassen.
 
Pilatus schrieb:
Zitat:
Mittelausstieg. Hier steigen die meisten Aus. Vielleicht kommt die KSB auch nur bis hier?? :shock:


Muss ja wohl so sein, oder? Ansonsten ist das ganze ja nicht KSB tauglich. Ich glaube sogar, ich habe das mal irgendwo gelesen? Und der Skilift solle (verkürzt?) bestehen bleiben damit man trotzdem noch ganz hoch kommt. Kann mich aber auch täuschen.

Dazu heißt es hier:

Ebenfalls 2010 ersetzt werden soll der Brämabüel-Schlepplift auf Jakobshorn, und zwar durch einen Sessellift bis zum Sattel. Das Gebiet oberhalb der Moräne wird weiterhin – je nach Schneeverhältnissen – mit dem Bügellift zu erreichen sein.


^^ Wie man sich das genau vorzustellen hat, bleibt unklar (Alter Lift bleibt stehen? Neuer, kürzerer Bügellift für nur dieses letzte Stück?).
 
GMD schrieb:
Ohne Zustimmung der Gemeinde wäre gar nichts gegangen. Siehe das geplante Krafwerk in der Via Mala. Dort haben die betroffenen Gemeinden das Projekt abgelehnt und damit gebodigt. Unterschätze du mal nicht die direkte Demokratie! Da die ganze Geschichte aber OT ist, schlage ich vor es hiermit gut sein zu lassen. OK?

Wie gesagt, die wurden einfach über den Tisch gezogen. Das mit direkter Demokratie zu vergleichen ist fast schon ein Hohn.

Erbärmlicher Raubbau einer Herrenstadt an der armen Bergbevölkerung. Sowas stelle ich mit Kolonialherrschaft gleich. Ich kann es durchaus verstehen, dass man als Zürcher in der Region gar nicht angesehen ist.

Gegen den Bau von Stauseen ist im Grunde nichts einzuwenden. Hier gehts lediglich darum, wie man das ganze angestellt hat. Und sowas ist für einen derart reichen Kanton mehr als armselig, auch 50 Jahre danach muss ich mich für meinen Heimatkanton schämen. :(

@Bräma: meinte der obere Teil wird gar nicht mehr erschlossen. Damit ist der Hang nur noch Mittelmass. :?
 
ATV schrieb:
@Bräma: meinte der obere Teil wird gar nicht mehr erschlossen. Damit ist der Hang nur noch Mittelmass. :?

Kennt man bisher in ertser Linie aus Italien - solche Methoden.
Fangen die Schweizer jetzt auch schon damit an... *grusel*.
 
Tolle Investition! Der Trend der Davos-Klosters Mountains, sich möglichst aller anspruchsvollen Pisten zu entledigen, war bisher ja noch zu verschmerzen; man kann ja überall trotzdem noch runter. Wenn sie jetzt aber anfangen, die Anlagen zu kürzen, weiß ich auch nicht mehr weiter. Überhaupt braucht an der Ecke kein Mensch eine KSB, das Geld kann man sich sparen!
 
Bei Bräma darf doch gar nicht mehr der obere Teil erschlossen werden. Wegen Naturschutz (Moräne) oder so, hat mir ein Einheimischer gesagt.
Dem Jakonshorn stehe ich sehr negativ entgegen. An Spitzentagen ist das Jakobshorn einfach der blanke Horror, denn die drei KSB's schaufeln soviele Leute auf die Piste, dass da kaum ein Flecken freibleibt. Dann war immer Bräma die Ausweichstelle. Nun wird auch das Massentauglich gemacht. Dazu sind die meisten Pisten sowas von langweilig und einfach gleich (Ausnahme Buckelpisten Jatz Quattro und Bräma, Talabfahrt und Bräma). Für mich das unattraktivste Skigebiet Graubündens (Aber mit dieser Aussage stehe ich leider fast immer alleine da).

Kurz OT: In Splügen war man drauf und dran, das Tal à la Reschensee einfach zu überschwemmen, wo plötzlich gestaut wurde und die Bevölkerung zu fliehen hatte.
Ebenfalls schon im Gespräch (wenn auch nicht offiziell, aber hinter vorgehaltenen Händen) war eine (Teil)überflutung des Prättigaus. Gab also schon einiges...
Mulegns ist übrigens mit 25 Einwohnern die zweitkleinste Bündner Gemeinde. Der Anblick dieses Dorfes ist einfach traurig. Die Kirche ist am vergammeln und verfallen, einige Häuser in einem erschreckenswerten Zustand (Ja sogar akute Einsturzgefahr). Wenn dieses Dorf mehr Geld bekommen hätte, sähe das ganz anders aus.
 
Naja, wenn der Bügellift oben wirklich bleibt kann man eigentlich nicht viel sagen. Das man die KSB nicht hoch ziehen kann ist klar (oder wollt ihr lieber einen "hübschen" reingesprengten Ziehweg, der den ganzen oberen Rücken verschandelt (wobei das m.E. nicht mal möglich wäre wegen irgend welchen Umweltschutzbestimmungen die für den Schutthaufen da oben gelten.)?). Die Pisten ab der Mittelstation sind aber durchaus massentauglich und vertragen eine 4-SBK locker. Nicht das ich das mögen würde, aber die Herren da wollen verständlicherweise Geld verdienen - und im Moment ist der Bräbabüellift nichtmal in der Hochsaison ausgelastet. Einzelne Schlepplifte haben es in stark modernierten Gebieten eh immer schwer. Die modernen Anlagen locken in erster Linie "faule" Leute an, die dann aber an solchen Nebenanlagen nicht interessiert sind.
 
Wenn ein bereits erschlossener Bergrücken aus Umweltschutzgründen "gar nicht mehr" erschlossen werden darf (also auch nicht wie bisher?), dann sollten sich die Entscheidungsträger im Bezug auf die extremen Geländeverunstaltungen, die mal so eben genehmigt und durchgeführt werden, mal über die Begriffe Maßhaltigkeit, Verhältnismäßigkeit und Angemessenheit Gedanken machen.
 
Pilatus schrieb:
Die Pisten ab der Mittelstation sind aber durchaus massentauglich und vertragen eine 4-SBK locker.
Das ist genau das Problem, die ausschließliche Fokussierung auf irgendeinen idealisierten durchschnitts-Skifahrer, der platte Autobahnpisten mit kuppelbaren Sesselliften vorzufinden wünscht.
Das "freeride" Pischa Gebiet hilft als Alternative dazu mit seinen flachen Hängen kaum weiter.
Jakobshorn bietet bisher zwar neben den Autobahnen durchaus noch genug Abwechslung an interessanten Abfahrten, aber ein wichtiger Pfeiler ist dabei nunmal der SL Brämabüel.
 
Da muss ich dir vollkommen recht geben, nur lässt sich bei den "durchschnitts-Skifahrern" mehr Geld abschöpfen. Die Pischa hat nur ein Problem: Wenn es da eine EUB vom Dorf aus gäbe + 5-KSB's, dann wäre das Parsenn II... Die Hänge wären ja für Pistenautobahnen prädestiniert. Aber wer fährt schon da nach hinten, wenn es Skigebiete mit Zubringerbahnen vom Dorf aus gibt, die erst noch besser ausgebaut sind? Das gleiche gilt für das Rinerhorn.
 
ATV schrieb:
Mal ehrlich, wo in der Schweiz sind die Zürcher überhaupt beliebt?

Da gibts doch nur Probleme die die ganze Schweiz in den Dreck ziehen, ...., Grashoppers, ...
Pass bloss auf mein lieber!
:?


schöner Bericht übrigens!
 
Komischerweise zahlt man in der Gemeinde Marmorera mitunter die tiefsten Steuern im Kanton Graubünden, und das nicht deshalb weil da so viele Reiche wohnen. Sondern weil die Gemeinde von den Wasserzinsen grosse Einnahmen hat. Praktisch alle Gemeinde mit Stausee haben einen sehr tiefen Steuersatz (so auch Innerferrera, Sufers, Tujetsch). Somit haben die "versklavten" Bergler ebenfalls profitiert. Arbeitsplätze sind an Orten wie Marmorera sonst nicht gerade zahlreich vorhanden.
Aber ist halt einfacher den bösen Städtern die Schuld für alles "schlechte" zu geben...und all diese Leute welche diesen scheusslichen Strom auch noch brauchen :wink:
 
XX
 
Coole Reise,toll dokumentiert - und dazu noch eine innerschweizerische Diskussion - was will man mehr ? ;D
 
Wie geil...! Alte Lifte und perfekt gebügelte Firnpisten ohne humane Störfaktoren. Wenn man den Frühling nur über ein paar Monate konservieren könnte.

Ansonsten: Die Schneelage ist etwa mit Mürren zu vergleichen - was auf die Höhenlage aber ganz und gar nicht zutrifft. :wink:
 
Didier Cuche mit C, nicht mit G!
 
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