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4.7.23: Zermatt

Eröffnung der Saison 2023/24!
Genau vier Wochen nach dem Saisonende 2022/23 geht es also schon wieder los. Auf der gestrigen Anreise genoss ich eine schöne Wanderung in der Aletscharena und übernachtete in einem superschön gelegenen Hotel oberhalb Grächen. Da mein Wecker um 4.45 Uhr läuten würde, hatte ich die Vorhänge nicht gezogen, was ein Fehler war: mit dem Vollmond kurz nach 3 Uhr, der mein Zimmer hell erleuchtete und mich weckte, hätte ich nicht gerechnet:
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Nach Auto-, Zug- und Taxifahrt stehe ich um 6.20 Uhr an der Talstation. Hässlich, dieses Ding:
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Die Bergfahrt zum KMH ist chaotisch und seitens Personal unfreundlich und unfähig. Zuerst weiss man nicht, wo man bis 6.30 Uhr warten soll, dann wird man harsch zurecht gewiesen, wo man anzustehen habe. Nachher wird bei den PBs ewig gewartet und reingequetscht bis nichts mehr geht. Und dass man während diese Rushhour unbedingt Paletten befördern muss, zeugt von einer unglaublichen Ignoranz der Bergbahnen. Einmal mehr ist mir Tux einfach sympathischer. Abgesehen vom Skikids-Gedränge ist die Fahrt mit den drei Gletscherbussen schon viel angenehmer. Aber genug gemotzt, bei dem Anblick kurz nach 7 Uhr ist alles vergessen:
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Wunderbar!
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Zu Beginn sind die Pisten zwar hart aber sehr griffig. Später dann im oberen Teil etwas abgerutscht/eisig. Ich bin gespannt, ob sie bis 13 Uhr noch auftauen mögen. Aktuell-2°C.
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Um 8.15 Uhr dann meine erste Fahrt mit der neuen 3S. Der Zustieg ist noch äusserst mühsam. Zuerst in dünner Luft hochklettern bis zur PB-Ebene, dann mit Rolltreppen wieder runter. Aber es sei ihnen zu verzeihen, der Zeitplan war wohl sportlich. Nicht ganz ungefährlich ist das unvermittelte Schliessen der Türen bei stehender Bahn. Einer hatte sich da fast einklemmen lassen.
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Die Fahrt ist auch mit dieser Bahn faszinierend und ich werde den Grenzlift nicht vermissen. Schön, wenn man hier zwischendurch sitzen kann.
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Edit 10.15 Uhr:
Der Vollständigkeit und Aussicht halber einmal mit dem Plateau-Lift:
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Die Skiteams sind schon um 10 Uhr müde und geben Teile des Trainingsbereichs frei. Dort ist der Schnee wesentlich griffiger.

Edit 12.15 Uhr:
Kurz nach 11 Uhr mache ich Mittagspause. Da die Küche italientypisch nicht vor 12 Uhr öffnet - unzählige Kunden fragen danach, offenbar hat der Wirt das nicht nötig - gibt es nur ein Panino caldo und natürlich ein Glas Wein dazu. Immer wieder ziehen Nebelschwaden hoch.
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Anschliessend ist der Trainingsbereich komplett leer, super zu fahren und schön angefirnt. Nur das Licht ist etwas gleissend, aber das kenne ich ja vom Gletscherfliegen.
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Fortsetzung folgt
 
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Das Bild ist hochinteressant, nicht nur wegen des Tennisschlägers. Chrigel hat da echt (ohne Absicht) ein Motiv zusammengestellt, welches lauter Dinge zeigt, die man normal überhaupt nicht in einem Schweiz-, und schon gar nicht in einem Zermatt-Prospekt verwenden würde. :wink:

- die hässlichen Mülltonnen (das Häusle geht ja noch, aber das links sieht aus wie von ner Tankstelle)
- der abgegammelte Baustellen-Bretterverschlag rechts, mit den ganzen Werbeplakaten
- das halbkaputte Dach in der Bildmitte, mit den bunkerartigen Fenstern: könnte auch eine italienische LSAP-PB-Station sein
- die riesig wirkende EUB-Doppelstütze
- die Betonierte Wand am Berg entlang: hätte man auch verstecken können...
- die Hotelkästen links oben: Marrileva Style :lach:
- der 4**** Schriftzug: wirkt fast wie Satire, passt überhaupt nicht ins Bild :D
- der Tennisschläger: die Krönung des Bildes, Typ "net schee aber Architektendenkmal"
 
…und die sechsstellige Telefonnummer von Taxi Dorsaz. Seit 1997 sind die Schweizer Telefonnummern 7stellig (seit 2002 mit obligatorischer dreistelliger Vorwahl).
 
Downhill schrieb:
- die hässlichen Mülltonnen (das Häusle geht ja noch, aber das links sieht aus wie von ner Tankstelle)

öii das sind brandneue Müllcontainer :D
Das beste daran ist, man kriegt keine einzige Kartonkiste da rein. Jedes mal kann man vor diesen Containern seine ganze Aggressivität aus laufenlassen und den ganzen Altkarton zerhäckseln, bis der durch die doofe Zylinderöffnung passt
 
Megagute Zusammenfassung von Downhill.
Und sowas sieht man in Zermatt ja an vielen Ecken.
Aber gut - irgendwie passts auch zusammen: Jetzt ist das Ortsende genauso hässlich wie der Ortsanfang...
 
Irgendwie bekomme ich den Gedanken einfach nicht los, dass eine gewisse neidgetriebene Abneigung gegenüber Zermatt in Deinen Worten (auch in Deinem damaligen Schlechtwetterbericht) mithallt, weil der Arlberg Zermatt schlicht nicht das Wasser reichen kann…
 
Stimmt absolut nicht und finde ich schade, dass ich von dir auf das reduziert werde.
Es gibt genügend lobende Berichte über Zermatt, von meiner Seite.
Ich bin dort aufgewachsen und hab das Tiefschneefahren dort gelernt.
Umso wichtiger der Ort für einen ist, umso mehr beschäftigt man sich mit dessen Entwicklung. Und die gefällt mir ganz einfach nicht. Punkt.
 
Ich reduziere Dich nicht darauf, aber der Gedanke zwängt sich einem geradezu auf. Du willst mir doch nicht etwa verklickern, dass es in Lech nicht auch hässliche Abfallcontainer, veraltete Schriftzüge oder architektonische Fehlleistungen gibt? Es gibt überall Entwicklungen, die einem nicht gefallen. Sooo viel falsch macht Zermatt nicht.
 
Ein Schmuckstück war die Schluhmattstraße im Bereich der Talstationen noch nie. Wie auch.

Zwei Talstationen, davon eine als aktuelle Baustelle. Unterkünfte (Hotel/Apptmnts) nicht anfahrbar am Hang. Also Entsorgung u. Parken an der Straße.
Die Dorsaz-Garage wird sicher keinen Architekturpreis anstreben. Im Grunde ist das dort ein Industriebereich.
Ein Modelleisenbahn-Zermatt könnte man sicher schöner gestalten. Aber im wirklichen Ort muss halt irgendwie auch eine Infrastruktur für 25Tsnd. + X Leute untergebracht werden.
 
Auch die Schweiz ist halt kein Disneyland oder am Reisbrett entworfen. Aber kommt ja vielleicht noch, Stichwort Gästeklientel und so :wink:

Aber Müllhäuschen & Co. sind schon ernsthafte Probleme. Da die Mülltonnen manchmal riechen fände ich eh besser, man wirft alles ganz old school einfach in den Fluss. Abends Wasserdurchlauf erhöhen und alle Probleme landen in Täsch, optimal.
 
eMGee schrieb:
Da die Mülltonnen manchmal riechen fände ich eh besser, man wirft alles ganz old school einfach in den Fluss. Abends Wasserdurchlauf erhöhen und alle Probleme landen in Täsch, optimal.

Coole Idee;-) Flüsse sind optimale Transportträger. Old school hat insofern schon etwas zeitloses…

Fab absolut recht. Schluhmatten war schon immer ein ziemlicher „Unort“. Mit „schon immer“ meine ich seit Ende der 1970er. Solche Orte gibt es, muss es geben und sind m.E. absolut nicht weiter erwähnens- oder beklagenswert.

Das neue Tennisracket am Dorfende ist einfach eine Episode mehr. Ich finde den Masten auch ziemlich aufdringlich und unpassend. Aber dieses neueste Bauwerk ist irgendwie auch eine konsequente Fortsetzung der Entwicklung von Zermatt vom mondän-sportlichen Zermatt der 1970er zum künftigen Asia-Alpine-Crossing-Mekka der 2020er-Jahre. Ob gut oder schlecht, nun…da scheiden sich die Geister.

Die Zermatter Bergwelt in den Höhenlagen mit ihren unglaublich vielfältigen Facetten und ihrem spektakulären Panorama ist in meinen Augen schon etwas sehr spezielles. Das bleibt, zumindest für eine gewisse Zeit noch so, sofern nicht sämtliche Gletscher in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren verschwunden sind.
 
Aussage meiner Mutter, die übrigens schon vor mir in Zermatt waren, als ich ihr das Bild gezeigt habe: "Die habens wirklich geschafft, dass ich nicht mehr nach Zermatt will...!"

Naja, mehr Platz für die Asiaten. :wink:
 
Ich finde die Lupe / den Tennisschläger, wie geschrieben, ja auch hässlich, aber wegen so einem Bild nicht mehr nach Zermatt zu gehen, finde ich dann doch etwas eigenartig. Nun gut, ich gehe ja auch nicht mehr an den Arlberg aus Gründen, die andere eigenartig finden ;-)
 
Vielleicht war es auch zu teuer und der optische Eindruck nur vorgeschoben.
 
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