• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Allrad? Sinnvoll oder völlig überbewertet

Allrad oder nicht ist meiner Meinung sehr stark vom Fahrprofil und der Bequemlichkeit abhängig.
Abgesehen von Grenzsituationen wie Schneebedeckte Autobahnen oder Landstraßen benötigt man auf "normalen" Straßen eigentlich keinen Allrad. Manchmal hat es sogar dort den Nachteil, dass man auf solchen Straßen zu schnell fährt und Eisrinnen bzw. den Bremsweg sehr unterschätzt, da ja das Beschleunigen fast wie auf trockener Straße geht.
Vorteil im Winter in der Stadt (z.B. in München) ist, dass man auch einen Parkplatz hat, wenn sich andere wegen dem Schnee nicht mehr trauen, in den tiefen Schnee am Straßenrand zu fahren, um nicht steckenzubleiben.
Ich selbst habe schon viele Autos durch: 2-Rad, All-Rad, Frontantrieb, Heckantrieb.
Aktuell fahre ich (auch ein wenig wegen der Bequemlichkeit) einen X1 mit X-Drive, weil ich auf dem Berg wohne und auch über die Skipiste muss. Rauf ist in der Regel selten ein Problem. Jedoch runter!
Früher war's keine Frage und ich habe schon unten im Tal die Ketten montiert. Wobei ich mit meinen Ketten nur am Berg fahren kann und nicht auf der Landstraße. Das sind Spezialkettten. Aber nun steht man oben und überlegt, geht's noch ohne runter? Gerade um Temperaturen um den Gefrierpunkt ist es manchmal ziemlich heikel. Auch schon oft erlebt, dass die Bedingungen oben am Berg ganz andere waren wie unten im Tal; genauso wie Maschinenschnee, der von den Schneekanonen auf die Straße geweht wird - ist wie Schmierseife! Deshalb brauche ich sehr oft auch mit Allrad Schneeketten zum Runterfahren. Leider kann ich sie bei dem Auto nur hinten montieren, da vorne kein Platz im Kotflügel ist, was beim Abfahren auf einer steilen Straße schon nicht ganz einfach ist, da das Auto manchmal sehr schwer in der Spur zu halten ist und Gefahr läuft querzustehen, wenn die Straße hängt. Bei Schneeketten wie bei meinen alten Audi mit Frontantrieb hat ein kurzer Druck auf dass Gasbedal gereicht und ich konnte mich wieder in die Spur ziehen. Mit Schneeketten hinten hilft nur noch Bremsen. Einen gewissen Vorteil bietet das Abfahrprogramm, da jedes einzelne Rad separat gebremst wird und so der Wagen einigermaßen in der Spur bleibt. Jedoch kann dieses System die Physik auch nicht überlisten und irgendwann ist es aus mit der Haftung und es geht dahin... Selbst schon erlebt. Man merkt das erst, wenn es zu spät ist.
Nachteil beim Abfahrprogramm ist auch, dass man nicht sehr schnell bei Gegenverkehr zum Stehen kommt bzw. sehr starke Schwierigkeiten hat, aneinander vorbeizukommen, da immer die Gefahr ist, dass man seitlich abrutscht und in den anderen reinrutscht. Deshalb warte ich lieber bei Ausweichen oder lasse den anderen vorbeiquetschen.

Abgesehen davon gibt es einen mehr oder weniger hilfreichen Hinweis bevor man ins Auto einsteigt und losfährt wie rutschig es ist:
Wenn es geschneit hat und der Schnee auf dem Reifen liegengeblieben ist und nicht vom Reifen abgerutscht ist, ist es weniger glatt. Dann sind die Eiskristalle noch nicht zusammengefallen.
Vor dem Runterfahren schaue ich deshalb immer auf die Reifen, um zu entscheiden, ob ich Schneeketten montieren muss. Das ist mittlerweile für mich kein Thema. Die 2 Ketten sind in 3 Minuten drauf. Jedoch brauche ich ca. 15 cm zum Rangieren, was am Hang mit halb-montierten Ketten nicht immer trivial ist.
Ein "Sprichwort" besagt auch: Am Gefährlichsten ist immer der 1. und der letzte Schnee in der Saison!
 
Pancho schrieb:
albe-fr schrieb:
Ach ja, ich bin der Meinung, dass man mit dem Allradantrieb auch besser bremst. Voraussetzung dafür ist aber eine Längssperre.

Ja, bei Motorbremse. Wenn Du in die "Eisen" steigst, ist es kein Unterschied.

nein, das ist egal.
 
Woody_black_forest schrieb:
danimaniac schrieb:
Die Spurtreue bei Aquaplaning ist auch höher.

Könntest du dies bitte etwas genauer erläutern?


Dadurch, dass die Kraft nicht nur vorne/hinten sondern auch links rechts (durch ESP, ABS und Allrad im Zusammenspiel) wird bei Aquaplaning, welches ja nicht unbedingt unter beiden Spuren auftritt, die seitwärts Bewegung gut unterbunden. Ist zumindest mein Gefühl. Der zuckt und fährt dann unbeeindruckt weiter wo der ähnlich schwere und gleich motorisierte Golf vorher gemuckt hätte.
 
Nachdem ich einerseits einen Zweitwohnsitz im Salzkammergut habe und andererseits doch jedes Jahr irgendwo in den Alpen zum Schifahren unterwegs bin, habe ich mir dafür einen großen Allradler gegönnt.
Angedeutet wurde schon die Tatsache, dass es mit Allrad durchaus leichter hinauf geht, allerdings steht man dann oben vor dem Problem, dass man - sofern sich die Verhältnisse nicht zum (straßentechnisch) Bessern geändert haben, entweder mit Ketten oder einer gehörigen Portion Bauchweh wieder hinunterfahren muss. Dahingehend bringt der Allrad nur bedingt mehr Komfort, weil wenn man ohnehin Ketten anlegen muss, dann ist es ja egal, ob man es vor der Auffahrt oder erst vor der Abfahrt macht. Zugegebenerweise habe ich allerdings das letzte Mal in den 90-er Jahren Ketten angelegt, damals bei einem Fronttriebler. Nicht unangenehm ist aber natürlich, wenn man das Verkehrszeichen "Kettenpflicht ausgenommen Allrad-getriebene Fahrzeuge" ignorieren kann, denn auf Passstraßen ist es manchmal so, dass das nur für eine Seite des Passes gilt und man auf der anderen Seite wegen anderer Wetterverhältnisse oder weniger steiler Straße dann auch ohne Ketten hinunterfahren kann. Ich bin seit ca. 2004 mit einem Allradfahrzeug unterwegs und glaube nicht, dass ich irgend eines der angesteuerten Ziele mit einem Nicht-Allrad-Fahrzeug nicht erreicht hätte und bestenfalls 5 oder 6 mal Ketten gebraucht hätte. Steckengeblieben bin ich auch mit dem Allradfahrzeug, allerdings nur "zu Testzwecken". :wink:
Allerdings ist das Fahren mit Allrad mit einem doch nicht unbeträchtlichen Spaß-Faktor verbunden, man muss sich halt überlegen, ob einem das den Aufpreis wert ist.
Nicht ganz außer acht lassen sollte man aber, dass Allrad nicht gleich Allrad ist. Ich weiß nicht genau, wie gut die aktuellen Fahrmodi-Programme schon sind, aber in manchen Situationen nutzt ein Allradantrieb alleine gar nicht so viel, sondern erst die Möglichkeit, die Differentiale zu sperren macht ein im Tiefschnee festgefahrenes Fahrzeug wieder flott. Mein erster Allradler hatte das nicht, und da hab ich ihne einmal 2 Stunden freischaufeln müssen, da ich mir eingeblidet habe, meinen Parkplatz im Salzkammergut (mit schon sehr viel Schnee drauf) nicht freizuräumen sondern mit Schwung hineingefahren bin. Helmut (gletscherfloh) war damals dabei und kann sich sicher noch an die nächtliche Schaufelaktioni erinnern. Nun hab ich auch alle Sperren an Bord und bei einem neuerlichen Versuch bei ähnlichen Verhältnissen hat das auch ohne Schaufeln geklappt.
Zusammengefasst: Allrad macht Spaß und kann in wenigen Fällen das Anlegen von Ketten ersparen, aber der Durchschnitts-Schifahrer (auch hier im Forum) dürfte auch ohne Allradler 99% der üblichen Ziele erreichen.
 
gerrit schrieb:
... Mein erster Allradler hatte das nicht, und da hab ich ihne einmal 2 Stunden freischaufeln müssen, da ich mir eingeblidet habe, meinen Parkplatz im Salzkammergut (mit schon sehr viel Schnee drauf) nicht freizuräumen sondern mit Schwung hineingefahren bin. Helmut (gletscherfloh) war damals dabei und kann sich sicher noch an die nächtliche Schaufelaktioni erinnern. ...

Oh ja: das Vergnügen hatte ich mit meinem alten Audi und Schneeketten auch. Wollte nur mit ein wenig Schwung in meine zugeschneite Einfahrt fahren, damit in der Früh der Schneeräumer auf der Straße durch kommt. Nicht nur, dass unter dem Neuschnee feste Eisbrocken vom Schneeräumer der letzten Tage waren, sondern ich bin aufgesessen und bin dann auch 2h mitten in der Nacht und Schneetreiben mit der Schaufel unter dem Auto gelegen...

Das macht man nur 1 Mal ... zumindest ich.

Apropos Schneeketten:
Auch fahren mit Schneeketten macht auf schneebedeckter Straße Spaß. Besonders wenn sie vorne drauf sind macht Driften sehr Spaß :biggrin:
Sie solten nur fest genug sitzen, dass sie nicht vom Reifen rutschen und dann auf der Achse landen...
 
Ich bin bis jetzt mit meinem Frontantrieb-Auto noch überall raufgekommen wo ich hinwollte, viel entscheidender sind da meiner Meinung nach gescheite Winterreifen. Da waren auch schon ein paar unangenehme Sachen dabei, das Klippitztörl oder Salzstiegl bei Schneefahrbahn waren nicht ohne. Wenn man nicht mit Topspeed über die Pässe rasen will, ist ein Fronantriebler ausreichend.

Nur einmal habe ich das Auto stehen gelassen weil ich mich nicht "getraut" habe, aber da hat es über Nacht 40 cm Neuschnee gegeben (Neujahr 2017). Ob ich da mit einem normalen Allrad weit gekommen wäre, wage ich aber zu bezweifeln aufgrund der Bodenfreiheit.
 
Wichtig ist auf Schnee halt dass man schmale Reifen hat. Hab letztes Jahr mal Abends bei sehr starkem Schneefall und nix geräumt , einige SUV mit Allrad am Rand bzw auf der Fahrbahn stehen sehen (von Mayrhofen rauf nach Finkenberg) beim Ketten aufziehen, während ich mit Fronttriebler grad noch durchkam (evtl hatten die auch Pech mit Gegenverkehr - oder können halt die Breite nicht richtig einschätzen - SUVs sind da halt nicht optimal, und einmal gestanden kamen sie trotz Allrad halt nicht wieder los).

Würde ich wo wohnen wo sowas dauernd vorkommt - wäre aber nicht Allrad das Mittel zum Zweck für mich - sondern Spikereifen im Winter. Da kann halt auch ein Allrad einpacken vs fast egal welches Auto mit Spikes. Praktisch ist es halt in der Schweiz - wo man sehr oft Allrad oder Kettenpflicht hat - andereseits oft genug hab ich das missachtet (Ketten im Kofferaum) und immer gutgegangen.


Ein einziges Mal in meinem Leben wo rauf wo wir nach ein paar Anläufen aufgeben mussten und Ketten draufziehen mussten - da wäre es mit Allrad sicher gegangen. Wer es sich leisten kann - sicher Komfortvorteil - ähnlich Automatik/DSG usw. Als nötig sehe ich es nicht. Und bergab sind die Krapfen SUV mit ihren breiten Reifen eh aufgeschmissen - Asphaltschneider viel wichtiger (siehe Rally Autos mit ihren dünnen Reifen bei Schnee/Nässe/Matsch).
 
extremecarver schrieb:
Wichtig ist auf Schnee halt dass man schmale Reifen hat.

:top: - ich fahr 145/80 - erinnere mich noch an die Zufahrt zu 'nem LVS Training bei dem ich erst 'nem G beim Ketten aufziehen geholfen habe und dann mit Frontantrieb weiter gefahren bin....
 
Es kommt halt wie immer drauf an. Schmalere Reifen = mehr Kraft pro Fläche (also Druck), bedeutet weniger Aquaplaning, Aufschwimmen, Rutschen auf Matsch, was ein Vorteil wäre (speziell im Motorsport bei hohen angestrebten Geschwindigkeiten), andererseits tieferes Einsinken, was ein Nachteil auf tiefem Schnee sein kann...
 
Wenn der Schnee so hoch ist - dass du aufsitzt wegen schmalen Reifen, dann bringt Allrad aber auch nichts mehr - bzw wenns knapp davor ist ist bergauf wohl auch mit Allrad nicht mehr viel los. Wennst auf die Skipiste fährst ist es fast egal ob mit schmalen oder dicken Reifen, da hilft wenn nur ein echtes Geländeauto und kein SUV. Ansonsten halt rausziehen mit Traktor, Pistenraupe, Kran....
 
Mit dickeren Reifen würdest Du aber nicht zwangsläufig einbrechen, da wo das mit dünnen passiert, das war mein Einwand...

Mit einem Allrad hast Du immer größere Chancen, irgendwo rauszukommen, wo sonst nix mehr geht.
 
Dass ist solange man auf eine Straße fährt aber wohl wenig relevant, oder? Und auf Skipiste ist der Grad dazu wohl auch sehr schmal - muss schon gut eisig sein dass da ein Auto nicht einbricht.

Öffentliche Straßen die statt geräumt nur plattplaniert werden - sind wohl wenn nur irgendwo im Norden von Skandinavien in Europa anzutreffen - bleibt halt die Skipiste wenn wer den Spott riskieren möchte.
 
extremecarver schrieb:
Öffentliche Straßen die statt geräumt nur plattplaniert werden - sind wohl wenn nur irgendwo im Norden von Skandinavien in Europa anzutreffen - bleibt halt die Skipiste wenn wer den Spott riskieren möchte.
Gibt auch ungeräumte Feldwege, wo man das probieren könnte, wenn man es will.

Wobei man es ja schon mal probieren sollte, um die Grenzen auszuloten. Hoffe, ich hab heuer mit Trincerone mal die Gelegenheit dazu - alleine möcht ich ungern stecken bleiben.
 
extremecarver schrieb:
Wenn der Schnee so hoch ist - dass du aufsitzt wegen schmalen Reifen, dann bringt Allrad aber auch nichts mehr - bzw wenns knapp davor ist ist bergauf wohl auch mit Allrad nicht mehr viel los. Wennst auf die Skipiste fährst ist es fast egal ob mit schmalen oder dicken Reifen, da hilft wenn nur ein echtes Geländeauto und kein SUV. Ansonsten halt rausziehen mit Traktor, Pistenraupe, Kran....
Ich hatte schon das Vergnügen im "Tiefschnee" mit ganz normaler Allrad-Limousine. Hat den Schnee einfach vor der Stosstange her/weggeschoben. :wink: Ok, war frischer Pulverschnee.
In dem Fall, dass Schneekettenpflicht angeschrieben ist würde ich es mit normalem PKW nicht unbedingt versuchen, obwohl ich überzeugt bin, dass man trotzdem durch kommen würde. Aber mit Allrad dann kein Problem, und währen die anderen unten die Ketten im kalten Matsch montieren, ziehe ich einsam die ersten Spuren in den Tiefschnee bis der Rest auch da ist. :P
 
Solange da niemand steht in kontrolliert fahre ich halt auch bei Schneekettenpflicht und Allrad frei ohne Allrad rauf,. Und zur Not montiere ich halt die Ketten (Kontrolle oder wirklich nötig was mir erst einmal vorkam) - die Strafe wird wenn geringer als der Mehrverbrauch übers Jahr sein ( und Ketten hab ich eh mit, bzw sollte man das am Allrad auch wegen bergab).

Aber klar, komfortabler wäre es sicherlich, wichtiger wäre mir aber Abstandstempomat, Automatik/dsg usw, was mein aktuelles Auto aber auch nicht hat. Sprich Allrad ist bei mir recht wenig Priorität obwohl ich viel in Bergen fahre im Winter.

Vorne weg etwas geschoben bei Starkschneefall in der Nacht hatte ich auch schon, da gilt aber klar schmale Reifen und nix Gefahr von aufsitzen.
 
Die Frage der schmalen Reifen ist ja auch nur sehr eingeschränkt gültig.
Ich darf auf meinem nichts kleineres als 245-18 fahren, bedingt durch die Motorisierung ist die Bremsanlage halt für was kleineres zu groß.
Ist aber serienmäßig ein Quattro und ich komme überall hin wo ich hin will.
Allerdings mutiert auch mit Allradantrieb keine Limousine zum Geländewagen, dass sollte auch klar sein.
Ob man es braucht?
Ich sage mal nice to have, unbedingt nötig ist es gerade bei kleineren und vor allem leichteren Fahrzeugen sicher nicht.
 
Sauerland_6_CLD schrieb:
Ob man es braucht?
Ich sage mal nice to have, unbedingt nötig ist es gerade bei kleineren und vor allem leichteren Fahrzeugen sicher nicht.
ich sage, ich brauchs... wenn ich mit meinem kleinen leichten (800 kg leer) Fahrzeug z.B. hier:

http://www.quaeldich.de/paesse/stollenbacher-hof/profile/nordwestauffahrt-von-oberried/

bei 30 cm Neuschnee hoch will, ist nur mit Frontantrieb kein Hochkommen - mit Allrad ist es unproblematisch.

edit: wobei 30 cm Neuschnee derzeit ein ziemlich unrealistisches Szenario ist.... :?
 
bin auch ein Freund von Allrad und kenne diese Diskussion zu genüge!

Nun meine evtl. nippische Frage an die Piloten, welche einachsgetriebene Fahrzeuge bewegen:
Seit Ihr bereits bei grenzwertigen Verhältnissen auch schon mal mit nem Allradler (Reifen <205) unterwegs gewesen?

Es geht ja nicht nur ums ankommen, sonder der Weg ist ja bekanntlich das Ziel!

oli schrieb:
Ich habe irgendwo in nen Auto-Forum die Aussage gelesen ... "Oh, es schneit - ich geh raus ... ein bisschen Allrad fahren!"
Als ich noch keinen Allrad hatte, dachte ich, was für ein Spinner. Nachdem ich den ersten 4Matic gefahren bin wusste ich ... er hatte recht.

Es kam schon oft vor, das ich genauso viel Spaß auf den verschneiten Landstraßen zum Schwarzwaldlift, wie auf dessen Piste hatte!
Das schöne daran ist, dass man nun den "eigentichen" Fronttriebler, welcher doch eher zum über untersteuern neigt, dank dem Allrad doch zum unter übersteuern bewegen kann und somit schön mit dem Gas anstellen bzw. lenken kann!
Und dazu braucht man noch nciht einmal schnell sein, das Manöver lässt sich auch wunderbar bei langsamen Geschwindigkeiten durchführen!

[EDIT] unter und über verwechselt [EDIT]
 
Bislang hatte ich nur Frontantriebler und habe damit noch jede Heckschleuder am Pass überholt. Mein nächster Wagen könnte trotzdem ein Allrad werden, auch wenns ökonomisch gesehen eigentlich Unsinn ist. Denn in den letzten 10 Jahren habe ich meine Ketten nur als Ballast mitgenommen und hatte genau einmal eine Situation bei Neuschnee, bei der ich fast nicht ohne Ketten den Berg raufgekommen wäre. Also eigentlich wäre Allrad für mich nicht nötig. Aber was ist von den vielen Dingen, die man im Leben kauft, schon wirklich nötig?
 
atsuni schrieb:
Das schöne daran ist, dass man nun den "eigentichen" Fronttriebler, welcher doch eher zum übersteuern neigt,
:?: :?: Ich muß zugeben, daß ich nur sehr wenig Erfahrungen mit Fronttrieblern habe (Renaults meiner Ex), aber die paar mal, wo ich damit bei Schnee unterwegs war, sind mir gruselig in Erinnerung, weil die Kisten einfach geradeaus über die Vorderräder weitergeschoben haben (=untersteuern). Meine Heckschleudern wären da mit sanft dosiertem Gas jedesmal gut eingelenkt; das daraus erlernte intuitive Gasgeben hat bei den Frottrieblern den Übersteuereffekt natürlich weiter verstärkt.

Auch mit Heckantrieb bin ich nur ein einziges Mal hängengeblieben - auf einem Parkplatz, wo auch sonst keiner mehr wegkam.

Heute auch mit Allrad unterwegs - fährt sich problemlos bei allen Witterungsverhältnissen, Mehrverbrauch marginal.
 
Zurück
Oben