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"Alpen geht der Schnee aus"

Es sind etwa 3-5% weniger pro Jahrzehnt - klar dass man dass dann nicht so krass sieht wenn man eine Statistik hat die oft erst in den 90ern beginnt - und die vor allem die kalten 70er raushaut und die eher warmen 80er als Beginn nimmt. Der Trend der Temperaturen im Winter geht schon rauf - das konnte teils durch mehr Niederschläge überdeckt werden, welche im Winter leicht zugenommen haben. Aber das bring halt nichts mehr - wenn die Temperaturen weiter steigen - zumindest unterhalb von 1500m. Oberhalb von 2000m dürfte der Skisport schon noch eine Weile recht gut gesichert sein.

Die 90er waren ja relativ kalt, bzw recht viel Schnee - da sind die Gletscher auch deutlich langsamer am abtauen gewesen wie seit den 2000ern (doppelte Verluste vs 90er).

Vernünftige Reihen müssten halt 100 Jahre lang sein - dann wäre der Trend richtig stark erkennbar. Ich hab mal eine Statistik zu Tagen mit Talabfahrt auf der Rax gesehen (Talort 550m) - da war von 1910 bis Ende 1970 eigentlich jeden Winter mindestens 60 Tage Schnee im Tal. Seitdem viel seltener - wobei klar Jahre wie 05/06 wo es mal 4 Monate gab - auch passieren können. Aber seit 2007 kann man die Tage quasi an 3-4 Händen abzählen. Jetzt schon seit 4 Jahren nie genug für offizielle Öffnung. (es ging etwa 10-12 Tage in den letzten 4 Jahren. Im letzten Jahr keinen einzigen Tag, in der Saison davor nur 2 Tage mit Steinski).
 
Na, dass der DAV diese Lügengeschichten von wegen Beschneiung würde nichts bringen verbreitet ist ja bekannt.

Newsflash: Es gibt genug kalte Tage, um auch in niedrigen Lagen die beschneiten Pisten zu öffnen. Sollten wohl mal nach Kitzbühel fahren, die hatten letzte Weihnachten auch die Talabfahrten offen.
 
Es ist halt auch eine Kostenfrage: Der Schnee von Frau Holle war anno dannzumal gratis, der Kunstschnee heute nicht mehr... und da muss jedes Skigebiet schauen, ob es sich überhaupt lohnt, weiterzumachen. Bei grossen und bekannten Skigebieten wie Kitz ist das (vorerst??) klar, aber bei kleineren, tieferen Skigebieten kommt halt früher oder später die Existenzfrage. Natürlich macht das niemand gerne, aber wenn Jahr für Jahr die Kosten steigen, die Einnahmen sinken und das Geld schlicht nicht mehr reicht, dann ist halt Feierabend. Traurig aber wahr.
 
Ich finde es begrüßenswert, wenn sich mehr Skigebiete zusammenschließen und so ein besseres Erlebnis bieten. Auch wenn dafür Kleingebiete LSAP gehen.

Mir ist es bspw. lieber, dass sie am Arlberg die Verbindung gebaut haben, als wenn sie dafür Pettneu übernommen hätten.
 
Kurzfristig ja, aber gerade in der CH sieht man auch die negativen Folgen: Die Kleinstgebiete waren/sind oft günstig und vA auch nahe bei den Zentren: Ideal, um mit dem Nachwuchs am Mittwoch nachmittag oder Samstag noch rasch 2-3h etwas skifahren zu gehen. Der Nachwuchs mag sowieso noch nicht so lange, und ein einfacher Hügel reicht längstens. Fallen diese Gebiete weg, so fehlen halt in 10-20 Jahren auch die Skifahrer in den Grossgebieten in den Alpen. Der Bezug zum Schnee und die Fähigkeit skizufahren fehlt, dann geht man halt über Neujahr lieber auf Teneriffa, das ist erst noch günstiger.

In der CH sieht man schon gut, dass unter den Jugendlichen von heute (natürlich auch wegen der wachsenden Anzahl an Jugendlichen mit Migrationshintergrund, denen jeglicher Bezug zum Wintersport fehlt) viel weniger skifahren können als noch vor 20 Jahren. Auch in Österreich ist es langsam zu beobachten, aber noch deutlich weniger stark. Hängt auch mit der Geographie von A zusammen, da durch die kontinentalere Lage deutlich tiefere Skigebiete rentabel zu betreiben sind.
 
Wurzelsepp schrieb:
Kurzfristig ja, aber gerade in der CH sieht man auch die negativen Folgen: Die Kleinstgebiete waren/sind oft günstig und vA auch nahe bei den Zentren: Ideal, um mit dem Nachwuchs am Mittwoch nachmittag oder Samstag noch rasch 2-3h etwas skifahren zu gehen. Der Nachwuchs mag sowieso noch nicht so lange, und ein einfacher Hügel reicht längstens. Fallen diese Gebiete weg, so fehlen halt in 10-20 Jahren auch die Skifahrer in den Grossgebieten in den Alpen. Der Bezug zum Schnee und die Fähigkeit skizufahren fehlt, dann geht man halt über Neujahr lieber auf Teneriffa, das ist erst noch günstiger.

In der CH sieht man schon gut, dass unter den Jugendlichen von heute (natürlich auch wegen der wachsenden Anzahl an Jugendlichen mit Migrationshintergrund, denen jeglicher Bezug zum Wintersport fehlt) viel weniger skifahren können als noch vor 20 Jahren. Auch in Österreich ist es langsam zu beobachten, aber noch deutlich weniger stark. Hängt auch mit der Geographie von A zusammen, da durch die kontinentalere Lage deutlich tiefere Skigebiete rentabel zu betreiben sind.
ist zumindest im osten österreichs genau so. in meiner generation hatten zb noch fast alle wiener schulkinder über die jährlichen schulskikurse das skifahren gelernt. ein großteil davon, fuhr dann auch in den winterferien mit den eltern auf skiurlaub. das hat sich aber schon lange aufgehört. schulskikurse gibt es kaum noch und der familienskiurlaub wird auch immer seltener. neben dem klimawandel und den geänderten ansprüchen der skifahrer, ist das ein hauptgrund für das sterben der vielen kleinen skigebiete rund um den ballungsraum wien und wienerneustadt. so sind von den einst 10 bis 20 (je nachdem wie man den umkreis zieht) gerade mal 2,5 gebiete übergeblieben.

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