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Alpiner Skiweltcup 2015/16

alpinfan77 schrieb:
Noch ein paar Worte zum SL in Wengen. Für mich war das Gelände eines WC-SLs unwürdig, unverständlich, dass die FIS dem zugestimmt hat :nein: Wären keine anderen Lösungen möglich gewesen?

Man hätte vielleicht den Hanegg-Schuss als Slalomhang her nehmen können. Allerdings hat der natürlich auch einen flachen Auslauf.

Den Max Franz musste es mal erwischen, so wie der fährt. Bei einer Europacup-Abfahrt ist der am Hundschopf bestimmt mal über 80 Meter weit und damit ins Flache gesprungen. Ein Wunder, dass er das hatte stehen können. Man sieht es hier bei 25 Sekunden:

https://www.youtube.com/watch?v=maVBjQrrdYw
 
Auf ORFSportplus hat man gerade einige Trainingsfahrten gezeigt.
Alte Schneise/Seidlalm offensichtlich langsam, beim Seidlalmsprung heben sie kaum ab. Die Kurven am Oberhausberg werden auch jedes Jahr ein klein wenig eckiger, auch dort sind sie eher auf der langsamen Seite.
Das Linkstor in der Traverse steht dieses Jahr etwas weiter unten als normal, die Linie die Cuche, Defago und Paris zum Sieg geführt hat wird wohl nicht gehen. Svindal war sicher 2 Meter weiter rechts aus Fahrersicht und hat auch noch den üblichen Schwenker nach rechts gemacht. Der Einzige der die Siegerlinie wirklich probiert hat war Mattia Casse, war dann aber anscheinend von seiner eigenen Courage überrascht und hat dann doch noch nen kleinen Schwenker gemacht.
Janka mit Glück eine Max Franz Brezn verhindert und Neumayer zwar gestürtzt aber auch mit Riesenglück einen gröberen Einschlag in der Traverse verhindert.

Zum Wengenslalom, wenn Hirscher beide Kanten kaputtgegangen sind tipp ich mal darauf, dass er in Anbetracht des flachen Hangs eine sehr dünne Kante verwendet hat und da kanns dann schon mal passieren, dass die wegbricht. Soll nicht herumjammern, im Slalom isses halt ein Ausfall, wenn sowas einem Abfahrer passiert gibts nen längeren Krankenhausaufenthalt.
 
Martin_D schrieb:
Den Max Franz musste es mal erwischen, so wie der fährt. Bei einer Europacup-Abfahrt ist der am Hundschopf bestimmt mal über 80 Meter weit und damit ins Flache gesprungen. Ein Wunder, dass er das hatte stehen können.
Die Erfahrung zeigt, wer ständig mit viel Risiko unterwegs ist, den erwischt es irgendwann mal. Ein anderes Beispiel vom ÖSV ist Grugger. Büchel hat von ihm gesagt, dass er "unglaublich riskant" fährt. Miller würde ich auch dazu zählen, Genialtät alleine reicht nicht. Ein Abfahrer muss m.E. mit einer gewissen Vernunft zu Werke gehen und nicht sein Limit und das der Strecke ausreizen. Ich überzeugt, auch wenn die Medien von Geschwindigkeitsrausch oder so schwärmen, dass Leute wie Svindal und Reichelt ganz cool sind, nicht voll ans Limit gehen, sich eine Sicherheitsmarge halten. Darin liegt vielleicht der Grund für das relativ mäßige Ergebnis von Svindal in Santa Caterina (z.B. nur 9/100 vor Sander), dass die Strecke ihm schwer kontrollierbar erschien.

Da habe ich gewisse Bedenken bei Dreßen, der auch ein Risikotyp zu sein scheint. In Gröden hat er sich am Knie verletzt und ist noch nicht fit. Jetzt war er auf der Startliste für's gestrige Training, ist aber nicht gestartet. Vielleicht klappt's nächste Woche in Garmisch, wäre wichtig.
 
Noch was Erfreuliches vom DSV-Damennachwuchs. Willibald gewinnt den EC-SL in Göstling-Hochkar (Geiger 3., Dürr 4.) und bekommt dafür sehr gute 6,00 FIS-Punkte. Nach einer bisher zähen Saison knüpft sie wieder an ihre guten Vorstellungen im EC letzten Winter an. Schon beim WC in Flachau hatte sie mit einem 15. Platz überrrascht, jetzt schlug sie u.a. Grünwald und Gallhuber, die in Flachau so auftrumpften, sowie Wikström, Svenn-Larsson, Schild.

http://data.fis-ski.com/dynamic/resu...L&raceid=82854

Generell entwickelt sich Einiges in den Jahrgängen 96 bis 98. Mit Hilzinger, Weidle, Willibald, Pronnet, Hirtl-Stangassinger hat man vielversprechende Talente und Hoffnungen sind durchaus berechtigt, dass bei unseren Damen künftig wieder mehr Substanz reinkommt und nicht nur alles an Vicky hängt.
 
Martin_D schrieb:
Man hätte vielleicht den Hanegg-Schuss als Slalomhang her nehmen können. Allerdings hat der natürlich auch einen flachen Auslauf.
Dort hast du ein ganz anderes Problem: Keine Infrastruktur, dh keine Zuschauertribünen, keine Reporterplätze, einfach nichts. Das wäre so nicht gegangen, zusätzlich ist der Ort auch nur schwer zugänglich, sprich zu Fuss, auf Skis und mit dem Helikopter.
Natürlich war der Hang etwas gar flach, aber ich fand das Rennen regulär und auch mal etwas Anderes: Ist wie die Kurssetzung früher von Papa Kostelic, also sehr ungewohnt und untypisch und jedes Mal möchte man es auch nicht so haben... aber warum nicht als einmalige oder sehr seltene Angelegenheit.
Es wird noch und gab schon genügend Slaloms auf konventionellen Kursen, da kann es so etwas schon vertragen.
 
So, nach der Fahrt gerade Innerhofer mein Siegertipp für Samstag. Wahnsinn, alles super erwischt!

Und Beat Feuz gerade mit einem Grab am Zielsprung 8O

Edit:
Casse wieder der Einzige der die Cuche/Defago-Linie gefahren ist. Warum man dieses Tor in der Traverse dieses Jahr so weit nach unten stellt ist mir schleierhaft, würde mich nicht wundern, wenn man das nach dem SuperG ein zwei Meter nach oben korrigiert. Ab Startnummer 35 ist gefühlt jeder zweite am Ausfahrtstor in der Traverse vorbeigefahren.
 
Ich befürchte ja, dass man am Samstag wegen den Wetterbedingungen wieder nur eine verkürzte Abfahrt sehen wird. Schlauer wäre es, wenn man kurzfristig Slalom und Abfahrt tauschen würde. In Wengen wurde das vor einigen Jahren mal gemacht. In Kitzbühel geht das natürlich nicht wegen den ganzen Promis.
 
Martin_D schrieb:
Ich befürchte ja, dass man am Samstag wegen den Wetterbedingungen wieder nur eine verkürzte Abfahrt sehen wird. Schlauer wäre es, wenn man kurzfristig Slalom und Abfahrt tauschen würde. In Wengen wurde das vor einigen Jahren mal gemacht. In Kitzbühel geht das natürlich nicht wegen den ganzen Promis.

Wäre angesichts der Prognosen echt am schlausten, aber wird nicht passieren. Könnte wieder eine Witzveranstaltung werden.
 
Martin_D schrieb:
Ich befürchte ja, dass man am Samstag wegen den Wetterbedingungen wieder nur eine verkürzte Abfahrt sehen wird. Schlauer wäre es, wenn man kurzfristig Slalom und Abfahrt tauschen würde. In Wengen wurde das vor einigen Jahren mal gemacht. In Kitzbühel geht das natürlich nicht wegen den ganzen Promis.
Die Promis würden sich wohl den SL auch ansehen, aber das ganze Programm um das Rennen wäre vielleicht ein Problem. Außerdem müsste wegen den Übertragungen mit den TV-Sendern abgeklärt werden, nicht mit ORF oder SRF, aber sicher mit der ARD. Bei uns gibt's ja andere Prios. Ganz oben ist Biathlon und da ist mit Antholz einer der drei großen WCs. Die Sender stimmen es natürlich so ab (ARD/ZDF bestimmen in Biathlon die Startzeiten), dass alles unterkommt, wenn es wie vorausgeplant stattfindet, aber wenn sich es ändert, kann's Probleme geben. Prinzipiell wäre auch Cortina zu berücksichtigen (die FIS würde sicher keine groben Überschneidungen zulassen), aber das passt es auch anders.
 
alpinfan77 schrieb:
Martin_D schrieb:
Ich befürchte ja, dass man am Samstag wegen den Wetterbedingungen wieder nur eine verkürzte Abfahrt sehen wird. Schlauer wäre es, wenn man kurzfristig Slalom und Abfahrt tauschen würde. In Wengen wurde das vor einigen Jahren mal gemacht. In Kitzbühel geht das natürlich nicht wegen den ganzen Promis.
Die Promis würden sich wohl den SL auch ansehen, aber das ganze Programm um das Rennen wäre vielleicht ein Problem. Außerdem müsste wegen den Übertragungen mit den TV-Sendern abgeklärt werden, nicht mit ORF oder SRF, aber sicher mit der ARD. Bei uns gibt's ja andere Prios. Ganz oben ist Biathlon und da ist mit Antholz einer der drei großen WCs. Die Sender stimmen es natürlich so ab (ARD/ZDF bestimmen in Biathlon die Startzeiten), dass alles unterkommt, wenn es wie vorausgeplant stattfindet, aber wenn sich es ändert, kann's Probleme geben. Prinzipiell wäre auch Cortina zu berücksichtigen (die FIS würde sicher keine groben Überschneidungen zulassen), aber das passt es auch anders.

Ich habe noch mal nachgeschaut: In Wengen wurde letztes Jahr 2015 und 2008 die Termine von Abfahrt und Slalom gedreht. Also ist es prinzipiell schon möglich. Schließlich ist auch am Wengen-Wochenende auch Biathlon-Weltcup. In beiden Jahren fiel die Entscheidung Mittwoch Nachmittag. Jetzt haben wir Donnerstag Abend. Das dürfte zu spät sein, um einen Termintausch festzusetzen.
 
ein grandioses, spektakuläres Rennen :flehan: sicher an einigen Stellen am absoluten Limit für einen SG (Traverse, Zielsprung)
Sander auf 10 suuuuper :freude:
Brandner genauso schnell unterwegs, aber dann die Einfahrt in die Traverse versaut, musste voll abbremsen, ein Bock ist halt immer dabei :sauer: was wäre da drin gewesen
 
fand ich auch, tolles Rennen :ja: (unabhängig von Nationalitäten) ; und wenn einige Fav`s bei der Streckenbesichtigung auch dabei gewesen wären :wink: , hätte es vorn noch etwas enger werden können.
Hoffen wir mal, dass das Wetter morgen fein mitspielt; dann wird es eine super Abfahrt *daumendrück*.
 
Mittlerweile frage ich mich schon, was da im ÖSV-Team falsch läuft.
Unglaublich was es an Ausfällen in dieser Saison gibt.
 
Ich hoffe doch, dass diese Sturzorgie vielleicht zu einem Umdenken bezüglich der Terminplanung führt. M.E. müsste zwingend dafür gesorgt werden, dass an Wochenenden wie diesen Abfahrtsläufe jedenfalls an dem Tag durchgeführt werden, an dem die besten Wetterbedingungen vorhergesagt werden, ganz egal, ob es Kollisionen mit Promiveranstaltungen oder anderen Sport-Events gibt. Beim Biathlon ist niemand gefährdet, wenn das Wetter oder die Sicht schlecht sind, aber ein Rennen wie dieses ohne Bodensicht durchzuführen ist wohl doch grob fahrlässig. Für eine solche Lösung sollte eigentlich auch die Fahrergewerkschaft eintreten!
 
Wäre dringend notwendig, das Fernsehen hat da aber sicher ein bisschen was dagegen.
Dass Biathlon nicht zur FIS gehört, ist meiner Meinung auch nicht unbedingt förderlich.
 
Aber so ist es ja auch keine Werbung für den Sport. Wenn du live dabei bist und der Heli startet ständig ist das, außer für sensationslüsterne, kein Spaß. Und vor dem Fernseher schalten sie irgendwann um, wenn es ständig nur Unterbrechungen gibt.

Hoffentlich ist es für alle drei glimpflich ausgegangen!
 
gerrit schrieb:
Ich hoffe doch, dass diese Sturzorgie vielleicht zu einem Umdenken bezüglich der Terminplanung führt.
In Wengen hatte man in ähnlichen Umständen den Termintausch gemacht. Wengen ist nicht viel weniger bedeutend wie Kitz, auch mit riesigem Aufwand und Medienrummel, die größte schweizer Sportveranstaltung des Jahres, weltweit übertragen.

Die Wetterprognose gabe es schon ab Di, Mi. Da hätte man es noch ändern können. Das deutsche TV kann kann ja nicht entscheidend sein. Wir sind kein alpines Hauptland, das sind wird bei Biathlon (nur bei uns ist Biathlon Nr. 1 im Winter). Wenn man nicht bereit ist, da mal flexibel zu sein (ARD/ZDF bestimmen die Startzeiten!), dann sieht man halt ein Rennen bei uns nur teilweise oder gar nicht, zumindest nicht live oder nur ganz im Live-Stream. Man könnte auch auf einen der Digitalkanäle von ARD/ZDF ausweichen. Warum sollte das nicht möglich sein?
 
War denn wirklich die Sicht das Problem? Für mich wirkte es eher so, dass Streckensetzung in Kombination mit den Schlägen in der Piste die Stürze verursachten.
 
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