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Alpiner Skiweltcup 2015/16

Ich finde man müsste sich nur mehr Mühe machen, dann könnte man ihn fast jedes Jahr in München austragen. Letztes Jahre sagte man ihn zu früh ab. Oder man muss ein Schneedepot anlegen.
 
beast schrieb:
Ich finde man müsste sich nur mehr Mühe machen, dann könnte man ihn fast jedes Jahr in München austragen. Letztes Jahre sagte man ihn zu früh ab. Oder man muss ein Schneedepot anlegen.
Ein Schneedepot hatten sie (wenn ich mich recht erinnere in Ruhpolding), aber sie wollten mind. 50% des Schnees vor Ort machen und das sahen sie bei der Wetterprognose als nicht möglich an. Das war eine Fehleinschätzung, wie Du zurecht sagst.
 
Heute ist in der SZ ein längeres Interview mit Fischer, dem Garmischer OK-Chef. Die Entscheidung gegen den Gudiberg als Ersatz soll einvernehmlich zwischen FIS, DSV und Garmisch getroffen worden sein. Die Vorbereitungszeit wäre zu kurz. Ich glaube, dass das mehr vorgeschoben ist (was sollte in knapp 3 Monaten nicht machbar sein :nixweiss: ) und dass es vielleicht finanzielle Gründe sind, denn 500.000 € und aufwärts sind für Garmisch sicher auch nicht so einfach ungeplant, zusätzlich locker zu machen. Für den Termin 2017 wollen sie sich neu bewerben, dann gut vorbereitet. München ist wohl vom Tisch.

Fischer ist auch für eine Bewerbung für die Ski-WM 2023. Ob andere in Garmisch das auch unterstützen, scheint unklar zu sein. Ich rechne eher damit, dass Garmisch aus dem Skirennsport aussteigt. Vielleicht führen sie noch wegen des Werbewerts das CE durch (wenn sie es kriegen, Schröcksi & Co. sehen natürlich jetzt ihre Chance), aber das war's dann. Das ständige Theater um die Kandaharrennen, zuletzt mit der Drohung die Damenrennen zu streichen (wegen der Erhöhung des Preisgeldes), dann das mögliche Aufgeben des Freien Falls, zeigen doch, dass sie nicht mehr wirklich dahinter stehen und mehr die Kosten sehen.

Ergänzung: Was er auch erwähnt ist, dass die Konkurrenz der WC-Ausrichter zunimmt. Neue Orte treten als Bewerber auf. Der Ski-WC lässt also in seiner Attraktivität nicht nach, sondern nimmt eher zu (i.U. zu uns, wo gegen Skifahren generell Antistimmung gemacht wird, s. z.B. regelmäßige Artikel in der SZ). Für's WC-Finale 2019 gab es gleich 3 Bewerber und es gewann Andorra. Wirklich, in Andorra wird's stattfinden! Kann ja heiter werden, bei den Erfahrungen, die man bereits dort gemacht hat ... :naja:
 
Für Garmisch gibt es schon ein Ersatzort das Skigebiet von Rosa Khutor (Sotschi)

Weiter sagte Meldnikov, dass, sollte es im Kalender der Männer für 2018/19 Vakanzen oder Veränderungen geben, auf den Pisten im Westkaukasus auch Speed-Rennen der Männer stattfinden könnten. In Sotschi wurden neben den Olympischen Spielen 2014 bereits Weltcup-Rennen (2012), Europacup-Rennen und - wie zuletzt im vergangenen Februar – russische Meisterschaften ausgetragen. "Rosa Khutor ist voll und ganz bereit für Wettkämpfe auf höchstem internationalen Niveau, Modernisierungen braucht es keine", sagte Melnikov.
 
alpinfan77 schrieb:
Ergänzung: Was er auch erwähnt ist, dass die Konkurrenz der WC-Ausrichter zunimmt. Neue Orte treten als Bewerber auf. Der Ski-WC lässt also in seiner Attraktivität nicht nach, sondern nimmt eher zu (i.U. zu uns, wo gegen Skifahren generell Antistimmung gemacht wird, s. z.B. regelmäßige Artikel in der SZ). Für's WC-Finale 2019 gab es gleich 3 Bewerber und es gewann Andorra. Wirklich, in Andorra wird's stattfinden! Kann ja heiter werden, bei den Erfahrungen, die man bereits dort gemacht hat ... :naja:


Man könnte ja an manchen Terminen von Jahr zu Jahr rotieren, so wie das ja schon beim Speed Wochenende der Damen in Österreich praktiziert wird. Dort wechseln sich Zauchensee. Bad Kleinkirchheim und St. Anton in einem Dreijahreszyklus ab. Genauso könnte ich mir zum Beispiel einen Dreijahreszyklus von Herren Abfahrtsrennen in Garmisch, St. Anton und Chamonix vorstellen, das als Kandahar-Rennen vermarktet wird. Oder ein Dreijahreszyklus am Saisonanfang mit Lake Louise, Whistler Mountain und Nakiska.
 
Thunderbird80 schrieb:
Weiss jemand wann und wo zur zeit die ski weltcup teams trainieren
Wetterabhängig der ÖSV derzeit vorzugsweise Sölden und Mölltaler.
Du wirst aber auf allen Gletschern die offen haben derzeit irgendwelche Rennteams finden. Kostelic ist meist am Hintertuxer.
 
Svindal wird in Sölden nicht dabei sein, nachdem er noch immer mit seiner Achillessehnenverletzung kämpft.
:(
Ich fürchte eine erneut sehr einseitige Saison bezüglich Gesamtweltcup.

Reichelt hat Recht, es müsste mehr darauf geachtet werden einen ausgeglichenen Weltcupkalender zu gestalten. Derzeit ist man als Speedfahrer chancenlos.
http://sport.orf.at/stories/2238960/2238961/
Für Reichelt geht die Weltcup-Planung grundsätzlich in die falsche Richtung. „Man macht mehr und mehr Rennen, forciert Slalom, Riesen- und City-Events statt mit den bestehenden Klassikern und Magneten wie Wengen oder Kitzbühel etwas Qualitatives zu machen, etwa eine Art Grand Slam.“ Seine Meinung zu den City-Events: „Eine tolle Sache, aber im Gesamtweltcup haben die nichts verloren. Besser wäre, eine hoch dotierte Serie daraus zu machen.“
 
Martin_D schrieb:
Man könnte ja an manchen Terminen von Jahr zu Jahr rotieren, so wie das ja schon beim Speed Wochenende der Damen in Österreich praktiziert wird. Dort wechseln sich Zauchensee. Bad Kleinkirchheim und St. Anton in einem Dreijahreszyklus ab. Genauso könnte ich mir zum Beispiel einen Dreijahreszyklus von Herren Abfahrtsrennen in Garmisch, St. Anton und Chamonix vorstellen, das als Kandahar-Rennen vermarktet wird. Oder ein Dreijahreszyklus am Saisonanfang mit Lake Louise, Whistler Mountain und Nakiska.
Ja, das könnte man machen, um den verschiedenen Bewerbern gerecht zu werden. Zwischen Garmisch und St. Anton abzuwechseln (vielleicht dazu Saalbach), wäre auf jeden Fall gut. Das sind ja die Kandaharrennen. St. Anton ist eine große Strecke und warum sie nicht regelmäßig im Kalender ist, weiß der Geier.

Bisher sind alle Versuche, den Kalender zu öffnen, gescheitert, weil die Verbände und Orte auf ihren Terminen bestehen und so ist der Herren-WC weitgehend vorgegeben. Sölden, Levi, Lake Louise, Beaver Creek, Val d'Isere, Gröden, Alta Badia, Bormio/Santa Caterina, Zagreb, Adelboden, Wengen, Kitzbühel, Schladming, Garmisch, Kranjska Gora, Kvitfjell, alles feste Veranstaltungen. Da bleibt nicht mehr viel übrig. USA/Kanada wollten mehr Termine, aber die europäischen Verbände mauern. Schröcksi hat mal mit einer Spaltung des WC gedroht.
 
Werna76 schrieb:
Reichelt hat Recht, es müsste mehr darauf geachtet werden einen ausgeglichenen Weltcupkalender zu gestalten. Derzeit ist man als Speedfahrer chancenlos.
http://sport.orf.at/stories/2238960/2238961/
Verschiedene Dinge kommen zusammen. Für Speed-Fahrer scheint es kaum mehr möglich zu sein, auch im RS Spitze zu sein, wie es früher war (z.B. Maier, Eberharter, Cuche, Svindal mehrere Jahre lang). Ihre Chancen, an dicke Punkte zu kommen, beschränken sich auf Abfahrt und SG, auch in der Kombi ist nicht viel zu erben. Andererseits kamen für die Techniker die Parallel-Rennen dazu (wobei man jetzt in Alta Badia sogar einen Parallel-RS ausprobiert). Daraus resultiert das Ungleichgewicht zwischen Speed und Technik. Gegen einen so dominanten Techniker wie Hirscher, der pro Saison in SL und RS 1200 bis 1300 Punkte macht hat, können Speed-Fahrer kaum mehr was ausrichten, selbst so gute Allrounder wie Svindal und Jansrud nicht. Der einzige, der vielleicht noch die Fähigkeiten dazu hätte, ist m.E. Janka. Ob man es wieder ausgeglichen hinbekommt :?: Ich habe da meine Zweifel. Aber vielleicht ist es dzt. so sehr verzerrt, weil es einen Hirscher gibt.
 
@alpinfan77

Das ist alles richtig, was du sagst. Aber es gibt noch einen weiteren Gründe, warum Speedfahrer benachteiligt sind.

-Weil es ja nur einen Durchgang gibt, kann der Speedfahrer einen Gurkenlauf nicht mehr kompensieren. Wenn der Hirscher einen Gurkenlauf (für seine Verhältnisse) hat im 1. Durchgang, weil z.B. die Abstimmung schlecht war oder er einen Fehler gemacht hat, dann kann er mit günstiger Startnummer im 2. Durchgang immer noch weit nach vorne fahren.
- Bei den Startnummernregel sind die Spitzenfahrer in Slalom/Riesenslalom begünstigt gegenüber den Spitzenfahrern in Abfahrt und Super G. Vor allem beim Super G gibt es Rennen, die kann man mit Nummer 22 nicht mehr gewinnen, wenn einer mit einer einstelligen Nummer einen raushaut.
 
Was ich mich aber frage - warum gibt es diese extreme Trennung zwischen Speed- und Technik-Spezialisten nicht im Damenbereich? Dort gibt/gab es mehrere Läuferinnen, die in drei oder vier Disziplinen vorne dabei sind.
 
Auch bei den Damen gibt es weniger Allrounderinnen als noch vor ein paar Jahren. Nach dem Rücktritt von Maze gibt es niemand mehr, der im Slalom und in den Speed-Disziplinen in der ersten Gruppe fährt. Außerdem ist die Leistungsdichte bei den Damen nicht so groß wie bei den Herren.
 
Martin_D schrieb:
@alpinfan77

Das ist alles richtig, was du sagst. Aber es gibt noch einen weiteren Gründe, warum Speedfahrer benachteiligt sind.

-Weil es ja nur einen Durchgang gibt, kann der Speedfahrer einen Gurkenlauf nicht mehr kompensieren. Wenn der Hirscher einen Gurkenlauf (für seine Verhältnisse) hat im 1. Durchgang, weil z.B. die Abstimmung schlecht war oder er einen Fehler gemacht hat, dann kann er mit günstiger Startnummer im 2. Durchgang immer noch weit nach vorne fahren.
Dafür ist das Risiko des Ausscheidens bei den technischen Wettbewerben ja deutlich höher.
Gleicht sich aus mMn.
 
Rüganer schrieb:
Dafür ist das Risiko des Ausscheidens bei den technischen Wettbewerben ja deutlich höher.
Gleicht sich aus mMn.

Das hat sich inzwischen auch relativiert. Unter den ersten 7 der Slalomwertung gab es insgesamt in der 10 Weltcuprennen der vergangenen Saison nur 6 Ausfälle bei 70 Starts, also ist dort die Ausfallquote unter 10 %. Bei den nachfolgenden Athleten auf den Plätzen 8-15 ist die Ausfallquote allerdings schon deutlich höher (13 von 80 = 16 %). Im Riesenslalom gab es unter den ersten 7 der Riesenslalomwertung bei den 8 Rennen der vergangenen Saison nur einen einzigen Ausfall (bei 56 Starts)

siehe hier:
http://data.fis-ski.com/pdf/2015/AL/0131/2015AL0131.pdf
(Seite 27)

und hier

http://data.fis-ski.com/pdf/2015/AL/0130/2015AL0130.pdf
(Seite 30)
 
ok, danke.
Fazit - die Slaloms und Riesenslaloms müssen schwieriger werden .
 
Rüganer schrieb:
Fazit - die Slaloms und Riesenslaloms müssen schwieriger werden .
Es gibt leichtere und schwierigere Kurse, das ist heute nicht anders. Wengen ist z.B. ein schwieriger SL-Hang und Alta Badia ein schwieriger RS-Hang. Wenn Leute wie Pircher, Wallner oder Kostelic setzen, kommt meistens ein kniffliger Kurs heraus. Beispiele: In Vail hat der norwegische Trainer im 1. SL-Lauf extrem schwierig gesetzt oder in Sotchi Kostelic im 2. Lauf.

Der Punkt ist, dass die Techniker heute auf Schnelligkeit und Sicherheit trainiert sind. Die Piste runter hasardieren ist out. Felix war früher so einer, immer knapp am Ausfall vorbei schrammend und so ist er, schätze mal, 50% im Schnitt rausgeflogen oder hatte einen großen Bock drin. Zusammen mit dem Materialwechsel zu Nordica änderte er seinen Stil und fährt seitdem viel kontrollierter. Strasser z.B. fährt mit 22 schon so. Er fällt kaum aus, ganz i.G. zum früheren Neureuther.
 
Was die DSV Männer angeht, sicher... Aber wie schauts bei den Frauen aus ?? Vicky alleine wird nicht ausreichen, ich hoffe sehr , daß junge Läuferinnen den Durchbruch schaffen....
 
Chlosterdörfler schrieb:
Ausserdem dies noch: Felix Neureuther und Fritz Dopfer schwärmen vor dem Weltcup-Auftakt in Sölden (25.10.) vom stärksten deutschen Ski-Team seit Langem.

Info: http://www.tt.com/sport/10632836-91/selbst-hirscher-staunte-über-das-deutsche-selbstvertrauen.csp
Die hauen ganz schön auf den Putz, aber warten wir's ab, Training und WC-Saison sind zwei verschiedene Dinge. Dazu passt auch das Folgende über Ketterer:

http://skiweltcup.tv/index.php/fuer-david-ketterer-ist-in-soelden-alles-anders-2015/

Er ist nach langer Verletzungspause wieder einsatzfähig :D Etwas komisch ist, dass er vom Start in Sölden redet. Der erste Kandidat ist doch Alex Schmid, der auch die klar beste Startnr. hat. Als Alternative käme wohl Schwaiger zum Einsatz. Ketterer machte vor seiner Verletzung den vielversprechendsten Eindruck im Technikernachwuchs, aber den Rang hat ihm vielleicht Alex Schmid inzwischen abgelaufen. Wirklich erstaunlich, was sich da tut: Strasser, Luitz, Alex Schmid, Ketterer, Holzmann, alles Läufer mit Perspektive, z.T. schon in der Weltklasse angekommen. So einen Nachwuchs gab es seit den Zeiten von Wörndl, Bittner, Roth, Beck, Stuffer nicht mehr.
 
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