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Alpiner Skiweltcup 2016/2017

Beeindruckend, wie Nyman im ersten Training allen davongefahren ist. Aber dass man Nyman auf einer Gleiterstrecke wie Kitzbühel auf der Rechnung haben muss, war mir von vorneherein klar.
 
ORF hat wirklich jeden einzelnen Läufer gezeigt :top:
Was mir aufgefallen ist:
Beim UHakerl versuchen die Sieganwärter die Linie zu fahren die Bode Miller 2014 "erfunden" hat und mit der Hannes Reichelt 2014 dann auch gewonnen hat.
Seidlalm ist sehr unruhig heuer, da hats zwei Fahrer mit hinteren Nummern geschmissen.
Am Oberhausberg wird deutlich Tempo herausgenommen mit der Kurssetzung, Reichelt im Interview "da musst Riesentorlauf-Fahrer sein". Einerseits ist der Sprung über die Hausbergkante dadurch nicht mehr so spektakulär, aber aufgrund der Sturzorgie letztes Jahr auch verständlich. Aber bei dem angesagten Postkartenwetter für Samstag wärs schon geil, wenn sie wieder ganz hinunterhüpfen würden.
Durch das geringere Tempo ist die offensichtlich schnellste Linie vor der Linkskurve in die Traverse jetzt aber mindestens 5 Meter weiter links in Fahrtrichtung, glaub da werden einige dann in der Traverse mehr Probleme bekommen als sonst.
Und beim Sprung von der Traverse in den Zielschuss sieht man schön die wellenförmigen Linien im Eis, es wurde offensichtlich die selbe Präparierungsmethode angewandt wie in Sölden 2015, dadurch enstehen weniger Unebenheiten, aber es wird auch noch eisiger. (In Sölden wurde seither nicht mehr so präpariert, weil für die Damen zu anspruchsvoll).
 
Werna76 schrieb:
Was mir aufgefallen ist:
Beim UHakerl versuchen die Sieganwärter die Linie zu fahren die Bode Miller 2014 "erfunden" hat und mit der Hannes Reichelt 2014 dann auch gewonnen hat.

Das ist in der Tat bemerkenswert, dass diese Linie durchgesetzt hat. Im Vergleich dazu ist Eberharter 2004 ganz anders gefahren. So nach der Devise: Lieber ein paar Meter mehr in Kauf nehmen, aber dafür den Schwung behalten.
siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=n9Qrzl0DeZs
Auch Cuche war bei seinen Siegen an der Stelle meist auf der weiteren Linie unterwegs, wenn auch nicht ganz so extrem wie Eberharter.
Ich glaube aber, dass die seit einigen Jahren eingebaute Welle vor der Linkskurve in den Steilhang die enge Linie im U-Hakerl begünstigt, weil das größere Tempo bei der weiteren Linie dazu führen würde, dass man von der Welle stärker verjagt wird und deshalb das zunächst höhere Tempo nicht für den weiteren Verlauf nutzen kann.
 
Martin_D schrieb:
Ich glaube aber, dass die seit einigen Jahren eingebaute Welle vor der Linkskurve in den Steilhang die enge Linie im U-Hakerl begünstigt, weil das größere Tempo bei der weiteren Linie dazu führen würde, dass man von der Welle stärker verjagt wird und deshalb das zunächst höhere Tempo nicht für den weiteren Verlauf nutzen kann.
:top: Ja, das seh ich ganz genauso.
Das Problem von Miller damals war, dass er diese Siegerlinie schon beim 1.Training ausgepackt hat und das dann natürlich alle nachgemacht haben. Das war nicht so überragend schlau vom Bode.
Aber schon der Wahnsinn wenn man sich ansieht wo die Tore bei Eberharter damals gestanden sind und wo sie jetzt stehen. Schon das Starttor steht jetzt so ca 5 Meter weiter links würd ich sagen.
 
Das Training heute war sehr spannend.
An manchen Stellen (U-Hakerl, Steilhang Ausfahrt und besonders bei Hausbergkante+Einfahrt Traverse) gingen die Linien teils weit auseinander, ohne das klar wurde, welche Linie nun am schnellsten ist. Die geringere Geschwindigkeit an der Hausbergkante ermöglicht eine so enge Traverseneinfahrt wie noch nie. Aber ob das wirklich die schnellste Linie dort ist ?

Nach dem heutigen Training ist mein Favorit für Samstag Beat Feuz. Er legt sich nach dem ersten Tor hin und verliert dort schon eine Sekunde, holt aber zwischenzeitlich 6 Zehntel auf den Trainingsschnellsten Kilde auf. Im Zielschuss fuhr er nicht voll, so dass am Schluss sein Rückstand bei 9 Zehnteln lag.
Nyman fädelte beim U-Hakerl ein. Die dadurch weitgehend fehlende zweite Trainingsfahrt ist sicher ein Nachteil für Samstag.
Reichelt und Franz sowie die Norweger Kilde und Jansrud muss man auch auf der Rechnung haben. Bei den Südtirolern hat Fill meiner Ansicht nach nicht ganz die Form vom Vorjahr. Paris ist immer schwierig einzuschätzen, weil er kein Trainingsweltmeister ist. Auf Grund seiner Erfolge in der Vergangenheit auf der Streif sollte man ihn auf der Rechnung haben.

Von den Deutschen beeindruckte Ferstl mit einer Super Teilzeit von der Hausbergkante bis ins Ziel. Leider habe ich seine Fahrt nicht gesehen.
 
Also ich habs nicht ausgehalten und bin wiedermal zum Training schaun nach Kitzbühel gefahren.
Was sich da heute schon an Zuschauern abgespielt hat, hab ich beim Training noch nie erlebt. Mir sieht das sehr nach einem Zuseherrekord aus der sich da für Samstag abzeichnet, hoffen wir mal dass es am schönen Wetter liegt und nicht weil die Leute geil sind weitere Stürze wie letztes Jahr zu sehen.
Ein Foto hab ich gemacht bei der Mausefalle dann hab ich aufs Training gepfiffen und bin skifahren gegangen, das war mir einfach zu viel an, ansonsten war im Skigebiet kaum was los.
20170119_11401534k43.jpg
 
Also da war gestern beim Training nur 1/5 soviel los oder so. Aber das gute Wetter zieht natürlich.
 
Das heutige Training zeigt, wie brutal eng es inzwischen selbst auf der Streif zugeht. Mit 1,4 Sek. Rückstand war man nicht mehr unter den ersten 20, irre :surprised: Kann mich nicht daran erinnern, dass es früher auch so war. Sander war heute etwas schneller als gestern, aber es reichte nur noch zu 31, entsprechend bei Dreßen und Schwaiger. Die Verbesserung von Ferstl beruhte darauf, dass er 2 (!) Sek. schneller war. Und im Rennen wird's wohl nochmals 1 bis 2 Sek. schneller werden.
 
Ein tolles hoch attraktives Rennen heute, Gott sei Dank ohne schwere Stürze.
Ich hätte es Feuz gegönnt, er ist ein sehr sympathischer Sportler, der schon einiges durchmachen musste. Hätte er seine Fahrt ins Ziel gebracht, wäre sie in Zukunft in einem Atemzug mit Eberharter 2004 und Cuche 2011 genannt worden. Leider war seine Linie zwischen Hausbergkante und Einfahrt Traverse zu riskant. Sein Tempo war einfach zu hoch für diese Linie und deshalb war er bei der Kante an der Einfahrt Traverse einfach mit dem Linksschwung noch nicht so weit wie notwendig. Und dabei hätte er selbst mit einer Sicherheitslinie an dieser Stelle locker gewonnen. Aber immerhin hat er sich nicht verletzt.
Paris hatte die ausgeglichenste Fahrt. Ohne den Ausrutscher am Oberhausberg wäre er wesentlich deutlicher vorne gewesen, hätte aber gegen Feuz trotzdem keine Chance gehabt.
 
Feuz wird sich wirklich in den A.... beißen. Wenn der gewußt hätte wie weit er vorne liegt, hätte er sicher nicht diese SiegoderFangnetz-Linie in der Traverse gewählt.
Paris hat seinen Sieg komischerweise vor allem bei der unscheinbaren Seidlalm herausgefahren.
Oberpechvogel für mich aber Mattia Casse. Im Vorjahr in den Trainings insgesamt der Schnellste und dann wird das Rennen nach 30 Fahrern für beendet erklärt, dieses Jahr in den Trainings auch sehr gut und dann stürzt der Fahrer vor ihm und er wird abgewunken. Dann wird er wieder raufgefahren, will aus dem Starthaus raus und wird zurückgehalten weil der Fahrer vor ihm wieder gestürzt ist. Glaub der arme Kerl wird mit der Gesamtsituation nicht ganz zufrieden sein.

Beim Slalom morgen gibts wohl ne Kompletteispiste, bei der Mannschaftsführersitzung ist heute der Satz gefallen "this is a place for the boys, not for us". Hab leider kurz nicht aufgepasst welche Stelle gemeint war, aber der Rat ging an die Trainer diese Stelle bei der Besichtigung zu meiden weil man dort überhaupt keinen Halt finden wird.
Den Medienvertretern die auf die Piste dürfen wurde unbedingt empfohlen davor die Kanten von Serviceleuten herrichten zu lassen.
 
stimme Euch zu.
Für mich; die "schönste" Linie ist Matthias Mayer gefahren, aber irgendwie hat da an ein-zwei Stellen der sogenannte Biss gefehlt. Die Franzosen-Line ist wieder die beste gewesen, ansonsten eine faire Mischung der Kurssetzung zwischen anspruchsvoll und Limit, fein gemacht. Da hat sich dem entsprechend auch die Weltklasse von Oberklasse sauber sondiert. Prima Race!
 
Positives und leider auch Negatives für die DSV-Alpinen bei den letzten Rennen. Für Vicky ein Auf und Ab, wie schon die ganze Saison. Nach dem 3. Platz in der Abfahrt, dann im SG auf Kurs Platz 2 oder sogar Sieg, aber bei der Einfahrt in den Zielhang am Tor vorbei :nein: beim RS in St. Vigil in aussichtsreicher Lage kurz vor dem Ziel eine vordere Platzierung versaut. Sie bekommt einfach keine Konstanz rein. So hängt alles an der WM, man kann gespannt sein ...

Sorgen macht einem Felix. Zuerst eine fehlerhafte Fahrt in Kitz, dann der Ausfall in Schladming, schon der dritte und jedesmal mit Einfädler. Irgendwie hat er einen Durchhänger, ist mental nicht gut drauf, meckert über's Material (ganz ungewöhnlich für ihn) bekommt keine guten zwei Läufe hin. Hoffentlich. kriegt er noch die Kurve nach oben, sonst kann er eine SL-Medaille wohl abschreiben.

Dafür ist man immer mehr über Luitz erstaunt. Wer hat diese Entwicklung im SL erwartet :?: Er ist der größte Aufsteiger der letzten Wochen. In Wengen, Kitz und Schladming die Plätze 10, 18, 14, von Startnr. 57 und WCSL 54, jetzt auf WCSL 33, die Top 30 in Sicht (hat auch wenig Streichpunkte). Strasser hat seinen Abwärtstrend gestoppt, ist wieder in den Top 30 und im SL-WC auf 22. Bei nur noch einem Rennen bis zum Finale hat er gute Chancen, dabei zu sein. Was beide prinzipiell drauf haben, zeigen ihre Zeiten im 2. Lauf in Schladming, nur 0,31 (Luitz mit 4. Zeit!) bzw. 0,41 langsamer wie Hirscher und schneller wie Kristoffersen.

Ebenfalls erstaunlich ist die Entwicklung im SG. In jedem Rennen bisher Sander oder Ferstl in den Top 10, auch Dreßen hat schon dreimal gepunktet. In Kitz war Ferstl auf Platz 8. Sander und Ferstl sind im SG-WC auf 10 bzw. 11, Dreßen auf 26. Wann hat der DSV jemals so eine mannschaftl. Qualität gehabt? Sicher seit Wasis Zeiten nicht mehr. In der Abfahrt läuft's noch nicht so gut, aber immerhin Sander 13. auf der Streif.

Bemerkenswertes hat sich auch im EC getan. Hilzinger gewann in wenigen Tagen einen RS und einen SL (den anderen SL gewann Wallner). Dabei hat sie gerade mal 16 EC-Rennen absolviert und konnte nach langer Pause erst im Sept. ins Schneetraining einsteigen. Da kann man schon von einer Leistungsexplosion sprechen und unterstreicht ihre Vorschusslorbeeren als das mit größte Nachwuchstalent im Damenrennsport. In den techn. Disziplinen lassen EC-Erfolge bekanntlich sogar Schlüsse auf den WC zu. Hilzinger distanzierte dabei u.a. unsere WC-Läuferinnen Wiesler und Schmotz um fast 2 Sek. Vom Teilnehmerfeld des RS waren vier Läuferinnen unter den Platzierten in St. Vigil (Rast sogar auf 9!), aber der DSV sah es wohl nicht geboten an, sie dort starten zu lassen, bezeichnend für die miserable Einsatzpolitik des DSV. Für andere Verbände (wie ÖSV, Schweizer Skiverband) ist es selbstverständlich, Nachwuchsleuten die Chance im WC zu geben. Hoffentlich nimmt man Hilzinger jetzt wenigstens zu WM mit, alles andere wäre ein Hammer.
 
alpinfan77 schrieb:
Dafür ist man immer mehr über Luitz erstaunt. Wer hat diese Entwicklung im SL erwartet :?:
Hatte sich schon in Levi bisschen angekündigt, als er mit monströs guter Zwischenzeit ausschied. Aber okay, Levis Aussagekraft ist immer bisschen beschränkt.

Ansonsten natürlich sein Problem: Weniger Zeit für Europacups, um dort mal FIS-Punkte zu machen, als die Leute, die gar keinen Weltcup oder nur Slalom fahren. Erst in Zell (11. und 12. Januar) sind ihm nach sechs Wochen mal wieder vier Läufe ohne Einfädler gelungen, den Flow hat er dann schön in den Weltcup transportiert.

In meinen Augen dennoch kein potentieller Serienpunkter im Slalom, eher Typ Pinturault, der an einzelnen Tagen mal vorn mitmischen kann.
 
KuT schrieb:
Ansonsten natürlich sein Problem: Weniger Zeit für Europacups, um dort mal FIS-Punkte zu machen, als die Leute, die gar keinen Weltcup oder nur Slalom fahren. Erst in Zell (11. und 12. Januar) sind ihm nach sechs Wochen mal wieder vier Läufe ohne Einfädler gelungen, den Flow hat er dann schön in den Weltcup transportiert.
So schlecht sind seine FIS-Punkte nicht mehr. Mit den 6,79 von Zell a.S. und den 9,06 von Wengen ist er jetzt auf 7,93 und damit auf Platz 43 der FIS-Liste. Gleichzeitig ist er in der WCSL vorgerückt und nur noch 25 Punkte vom 30. entfernt. Mit seinen geringen Streichpunkten und etwas Glück könnte er mit einem weiteren Top-15-Platz in Kranjska Gora die Top 30 packen, womit er ja nach WCSL-Punkten starten würde. Allerdings wird er es kaum mehr ins WC-Finale schaffen, da müsste es schon sehr gut laufen.
KuT schrieb:
In meinen Augen dennoch kein potentieller Serienpunkter im Slalom, eher Typ Pinturault, der an einzelnen Tagen mal vorn mitmischen kann.
So sah ich es auch, aber immerhin hat er jetzt 6 gute Läufe am Stück geschafft, in Wengen, Kitzbühel und Schladming, also mit den anspruchvollsten Hängen. Das ist schon außergewöhnlich. Vielleicht wird aus ihm doch ein Spitzenfahrer, so auf Top-15-Niveau. Man muss ja nicht gleich noch höher greifen.
 
Bei der WM wird Luitz schon unter den 30 sein, da ja nur 4 pro Nation starten dürfen. Das WM-Rennen zählt zwar nicht für den Weltcup, jedoch für die WCSL-Liste, so dass er da die restlichen Punkte für die Top 30 schon holen kann.
 
Martin_D schrieb:
Das WM-Rennen zählt zwar nicht für den Weltcup, jedoch für die WCSL-Liste, so dass er da die restlichen Punkte für die Top 30 schon holen kann.
Ja, die WM ist eine gute Gelegenheit, sich WCSL-mäßig zu verbessern. Für mich ist das ein gutes Argument für eine Nominierung, wenn Startplätze frei sind (nicht beim ÖSV, hat ja immer mindestens vier gute Leute und das Problem ist eher die richtige Auswahl). Bei uns wird Stehle anscheinend doch im SL nominiert, obwohl er nur die halbe Quali hat und sich auch sonst nicht gerade anbietet. Ich vermute, dass seine WCSL-Chance eine Rolle gespielt hat. Er ist jetzt aus den Top 30 raus und sollte baldmöglichst wieder reinkommen, denn seine FIS-Punkte sind nicht gut.
 
alpinfan77 schrieb:
So sah ich es auch, aber immerhin hat er jetzt 6 gute Läufe am Stück geschafft, in Wengen, Kitzbühel und Schladming, also mit den anspruchvollsten Hängen. Das ist schon außergewöhnlich.
So einen Januar hatte Pinturault (ich glaube, vor zwei Jahren) auch mal, natürlich auf noch höherem Niveau. Hat ihn dennoch nicht dauerhaft in die Top 7 gebracht.

Zugegeben: Bei ihm könnten durch Super G und Kombi die Trainingspräferenzen bisschen anders liegen.
 
KuT schrieb:
So einen Januar hatte Pinturault (ich glaube, vor zwei Jahren) auch mal, natürlich auf noch höherem Niveau. Hat ihn dennoch nicht dauerhaft in die Top 7 gebracht.
Das ist die höchste Kategorie, so hoch muss man ja nicht gleich greifen. Auch die Top 15 wären eine prima Sache, das ist Weltklasse. Man sollte sich klar machen, wir reden hier von einem, der in Wengen noch Startnr. 57 hatte. Jetzt ist er 33. der WCSL und wird bei der WM unter die WCSL-mäßig besten 30 Teilnehmer rutschen (weil zwei vom ÖSV überzählig sind und Dopfi ausfällt), also spätestens mit 30 starten. Ganz schöner Aufstieg in nur drei Rennen, dafür muss man erstmal Beispiele suchen. In Schladming war er im 2. Lauf nur 0,31 langsamer wie Hirscher mit seinem Superlauf und schneller wie Kristoffersen. Auch das muss man erstmal schaffen. Für den DSV ist das eine Supersache und auch wenn aus ihm kein Seriensieger wird, es reicht, um sich darüber freuen zu können :D
 
christopher91 schrieb:
Brutales Rennen heute in Garmisch!
Ja, unter diesen Umständen wohl die bisher gefährlichste Abfahrt des Winters. Ein Wahnsinn, vor allem bei den ersten 10 - 15 Startern und ich habe nur gebangt, dass Unsere heil runterkommen, wir brauchen sie in St. Moritz und nicht im Krankenhaus. Die Probleme waren: viel schneller als in Training, eisiger und dunkler. Der Kramersprung, wo es Nyman und Guay zerlegte (einen solchen katastrophalen Sturz, wo einer ohne Verletzung davon kommt, habe ich selten gesehen) war schon happig, aber der nachfolgende Sprung an der Kuppe richtig gefährlich, weil ins Flache gehend. Auch die Ausfahrt des Freien Falls (bekanntl. die steilste Stelle im WC mit durchschnittl. 90%) war wüst. Da hat es Giraud Moine erwischt.

Knauss hat im ORF die Vereisung wegen des RS kritisiert. Fischer (OK-Chef) hat dem widersprochen. Die Line wäre im Freien Fall für den RS anders und auch vom Licht her wäre es bis 15:00 etwa gleich gut und die klassische Strecke wäre noch dunkler, z.B. in der Hölle. Es wird sicher jetzt Diskussionen geben. Dazu muss man sagen, dass normalerweise in Garmisch eher gestartet wird (morgen um 12:00). Da war aber das ZDF wohl nicht bereit, zu übertragen, so kam der Kompromiss 13:05 zustande (schon die komische Zeit ist verdächtig). Durch die langen Unterbrechungen ging es dann bis fast 16:00. Ein grober Fehler war für mich auch, dass man das zweite Training einfach durch die Abfahrt ersetzte, d.h. das erste Training war gleichzeitig das Abschlusstraining. Die Läufer konnten sich so nicht an die Strecke herantasten. Warum hat man nicht schon am Mi. ein Training angesetzt? Die FIS hätte so nicht zustimmen dürfen, ganz schwach von Waldner. Ich vermute, dass der Druck, einen schnellen Ersatztermin zu bekommen, noch vor der WM, so hoch war, dass Waldner diese Kröten schluckte. Jetzt hat man den Salat. Es war eine Antiwerbung für den Skirennsport.
 
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