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Alpiner Skiweltcup 2017/18

Ski-Larry schrieb:
Es ist jetzt natürlich auch die Zeit zu analysieren....

- Wer ist für die Streckensicherheit zuständig...
Der Betreiber des Skigebiets (sollte es können, es war immerhin Olypmiagebiet von Calgary)
oder
Die Mannschaften (sie flaggen ihre Kurse ja auch selber aus)

Wenn die mangelnde Sicherheit so offensichtlich war, wieso wurde dann so am Limit trainiert?
(Wenn im Judo die Matten nicht den Vorschriften entsprechen, wird darauf auch nicht gekämpt und die Folgen sind weitaus weniger gravierend)

Hier müssem aus dem tragischen Unfall definitiv Konsequenzen gezogen werden...

Woher weißt du, dass am Limit trainiert wurde?
Er hat einen Ski verloren, das kann immer passieren.

Für die Sicherheit sind immer die Mannschaften selbst verantwortlich.
"Vorschriften für Trainingszentren" wie Alpinfan schreibt ist sowieso kompletter Unsinn, weil es keine "Trainingszentren" gibt. Das sind normale Skigebiete, wo man einzelne Pisten mieten kann. Niemand zwingt die Mannschaften dort zu trainieren. Euch ist es hier nicht sicher genug...? tja ok, dann trainierts halt woanders.
Weder sind die Skigebiete auf die Trainingsgruppen angewiesen, noch verdient man damit viel Geld. Es wird natürlich Marketingmäßig entsprechend ausgeschlachtet, wenn xy auf den Pisten trainiert.
Die einzige Ausnahme weltweit ist Copper Mountain. Die haben sich als Trainingszentrum für Speed positioniert und die Strecken dort sind ähnlich gut wie bei Weltcuprennen abgesichert. Das hab ich mir letzten Winter live angesehen. Dort könnte man bei einem derartigen Fall über mangelnde Sicherheit diskutieren, weil die Mannschaften dort sehr viel mehr für die Pisten zahlen als sonstwo.

In all den Foren der einzelnen Medien in Österreich wo ich über diesen Fall mitgelesen habe, ist mir eines vor allem aufgefallen:
Es herrscht größtenteils die Meinung, dass die Mannschaften permanent zusammen sind und überall gemeinsam trainieren, quasi wie beim Fussball.
Das ist aber nur bei den Überseeaufenthalten so. Wenn die Läufer wieder zurückkommen, fahren sie nach Hause... und ob die Läufer zuhause dann ordentlich trainieren oder lieber den ganzen Tag in der Therme auf der faulen Haut liegen, kontrolliert niemand.
Trainiert wird dann solo oder in Kleingruppen, also die Steirer in Haus/Schladming, die Kärntern in der Innerkrems und die Tiroler zB am Patscherkofel. Da fährt man um 6 Uhr mitm Skidoo rauf, steckt schnell nen 30-40 Sekunden Abfahrtslauf und dann wird 7-8 gefahren bevor die Touristen kommen. Ohne Absicherung. Das war immer so und wird auch immer so sein, es ist einfach logistisch und aus Kostengründen anders nicht möglich.
Wenn man dann das extreme Pech hat wie Poisson, einen Ski zu verlieren, genau Richtung Wald zu stürzen und dann auch noch genau einen Baum zu treffen, dann passiert eben so ein tragischer Unfall. Wenn Poisson einen Meter weiter links oder rechts geflogen wär und den Baum nicht getroffen hätte, dann würde kein Mensch auch nur eine Silbe darüber verlieren und Poisson hätte am nächsten Tag wieder dort trainiert.
So ist eben der worst case eingetroffen, sehr tragisch für die Familie, aber die polemischen Forderungen "die Sicherheit muss vorgehen" kommen jetzt von Menschen die auch schon mal beim Apresski waren und sich deshalb beim Skifahren auch auskennen.

Auf der Strecke wird übrigens bereits wieder ganz normal trainiert.
 
Das Problem wird sich leicht sein dass es einen akuten Mängel an geeigneten trainingsstrecken im Speed Bereich gibt. Bei Slalom oder RS hast keine Probleme so etwas Mal eben aufzubauen. Bei Speed ist der Aufwand zu groß.
 
Vollkommen richtig, genauso isses.
 
Ich sehe allerdings die Gefahr, dass tragische Vorfälle wie dieser eine Diskussion zur Abschaffung der Abfahrt als WC-Disziplin wieder befeuern und dafür Argumente wie "zu gefährlich", "zu teuer", "können sich nur die großen Nationen leisten" liefern. Wenn man in Renntempo auf einer nicht oder nur eingeschränkt gesicherten Piste einen Schi verliert, dann muss man jedenfalls mit dem Schlimmsten rechnen, das ist klar. Wobei ich auch bei den eng nebeneinander gesteckten Läufen der technischen Bewerbe das Gefährdungspotential nicht unterschätzen würde, wenn man da ungewollt aus dem Lauf abbiegt und daneben einer mit vollem Tempo daherkommt, dann kann es ordentlich krachen bzw. ist solches auch schon passiert.
 
Werna76 schrieb:
"Vorschriften für Trainingszentren" wie Alpinfan schreibt ist sowieso kompletter Unsinn, weil es keine "Trainingszentren" gibt. Das sind normale Skigebiete, wo man einzelne Pisten mieten kann. Niemand zwingt die Mannschaften dort zu trainieren. Euch ist es hier nicht sicher genug...? tja ok, dann trainierts halt woanders.
Ganz so ist es auch in Nakiska nicht. Wie ich verstanden habe, ist dort eine für Abfahrtstraining vorbereitete Strecke Warum sollten sonst B-Netze sein? Eine normale Piste hat das nicht. Wenn Sie sich als Angebot für Speedteams sehen, könnte die FIS schon sagen, dass sie die Sicherheit erhöhen sollen, an kiritischen Stellen natürlich, nicht überall.
 
Gestern waren in Copper Mountain zwei erstklassig besetzte FIS-Abfahrten u.a. mit den besten Österreichern, Deutschen, Kanadiern, US-Amerikanern sowie Innerhofer und Paris. Dreßen, Sander und Ferstl schlugen sich beachtlich. Dreßen wurde im zweiten Rennern sogar Zweiter, nur 12/100 hinter Mayer. Schwaiger und M. Schmid kamen im ersten Rennen nicht ins Ziel und traten zum zweiten nicht an, hoffentlich nur eine Vorsichtsmaßnahme. Beide sind evtl. noch nicht voll beschwerdefrei, Schwaiger nach seinem Sturz in Chile und M. Schmid mit seiner Meniskusverletzung.

https://data.fis-ski.com/dynamic/res...L&raceid=93824
https://data.fis-ski.com/dynamic/res...L&raceid=93826
 
Werna76 schrieb:
Nur damit alle vom Gleichen reden...
Das hier: https://www.sportshop.at/pistenauss...perrnetze/85/b-netz-laenge-15meter?c=19081525 ist ein B-Netz und die stehen wirklich in jedem Skigebiet zur Absicherung von potentiellen Gefahrenstellen.
Sorry, dass ich hartnäckig bin, dort sind zwei B-Netze. Mir fällt ad hoc kein Fall ein, wo es auf einer Freizeitpiste so ist. Aber Netze hin oder her, das Entscheidende ist, dass sich Nakiska anscheinend als Abfahrtstrainingsgelände profiliert. Mal irgendwo was zum Training abzustecken, ist was ganz anders. In Nakiska klingt es wie eine richtige Abfahrtstrainingstecke und dann müssen sie m.E. für die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen sorgen. Dass man dort, wo der Wald direkt angrenzt, nicht ausreichend geschützt ist, darf nicht sein. Das ist jedenfalls meine Meinung.
 
Der Herren Weltcup von Sölden wird nicht nachgeholt.

Quelle: ARD Videotext
 
Wahnsinnsleistung von Vicky Rebensburg! Nachdem Shiffrin unten mit 8 Zehntel Vorsprung abgeschwungen hatte, hab ich ihr den 2. Platz zugeschrieben...aber sie hat es doch gerockt! Das ist Nervenstärke. Sah aber wirklich langsamer aus, wo die 6 Zehntel Vorsprung dann herkamen? Keine Ahnung!
4 Weltcuprennen - 3 Deutsche Siege! 8)

By the way: War schon mal jemand in diesem mir unbekannten Killington? :?:
 
Überragend die Vicky, hoffentlich bleibt sie ohne Verletzung, dann ist alles drin!!!
Warum allerdings ein WC im November nach Killington (Mittelgebirge, Ostküste, sehr viel Regen, ab und zu Schnee) vergeben wird,
wissen nur die verantwortlichen Funktionäre. Naja, hauptsache bei Olympia wird alles besser :tot: :tot: :tot: :tot:
 
Ich bin eher kein Rebensburg-Fan, aber im 2. Dg als Letzte noch mal eine Laufbestzeit runterzuknallen, ist schon beeindruckend.
Sieht jetzt fast so aus, als würde sie die Worley des Vorwinters.

Wer mich wahnsinnig freut: Manu Mölgg!
Ist das schön, dass die mal wieder stabil wirkt. Wann war das zuletzt so gut? 2007/08?
 
freerider schrieb:
Warum allerdings ein WC im November nach Killington (Mittelgebirge, Ostküste, sehr viel Regen, ab und zu Schnee) vergeben wird,
wissen nur die verantwortlichen Funktionäre.
Nö, das weiß eigentlich jeder, wegen der vielen Zuschauer.

Großartig die Rebensburg, hab noch nie gesehen, dass jemand so viele Schwünge erst unter dem Tor macht und trotzdem gewinnt. Immer schön auf der Kante geblieben :top:

Die Kameramänner in Lake Louise sind nach wie vor die schlechtesten im Weltcup. Immer diese Großaufnahmen, damit man nur ja keine Linie erkennen kann.
Taugt mir fürn Feuz und Svindal, ich hoff die Jungs bleiben endlich mal den ganzen Winter fit.
 
Auweh, Kreuzbandriss bei Felix Neureuther, ganz bitter in einer Olympiasaison. :sniff:
 
Felix, das nächste Opfer des neuen RS-Ski :frown: Christian, sein Vater, hatte kürzlich genau dieses Problem für ihn genannt hat, bisher das Kreuz, jetzt das Knie und schon passsiert's, Schei..... :buhu:

Das Ausfall vom Felix ist der Super-GAU für den deutschen Skirennsport, gerade in einem OL-Winter. Es trifft aber auch den ganzen Skizirkus, denn der sich abzeichnende Dreikampf im SL mit Hirscher und Kristoffersen hätte die große Nummer werden können, besonders bei OL. Felix war in einer Verfassung wie seit Jahren nicht mehr (vielleicht der besten jemals) und schien auf Augenhöhe mit den beiden zu sein.

Wie ist die Situation jetzt ohne ihn? Es fehlt natürlich der Siegläufer, aber für's Podest sind Dopfi und Luitz schon gut. Dopfi war in Levi prima, dafür dass es sein Comeback-Rennen war und ihm der Hang gar nicht liegt. Er rückt wieder in die erste Startgruppe auf. Wie er im RS ist, muss man natürlich abwarten. Gefordert sind jetzt Luitz und Strasser, endlich mal zuverlässig gute Leistungen zu bringen, in BC bzw. Val d'Isere können sie gleich damit anfangen. Luitz rückt auch in die erste Startgruppe auf. Ketterer zeigt großes Potenzial, aber von ihm gleich was zu erwarten, wäre zu viel verlangt. Was die anderen anbetrifft, der DSV hat ja so viele SL-Starter wie noch nie, sollten zumindest ein paar Platzierungen rausspringen, mehr kann man nicht erwarten.
 
Gestern so toll mit dem Sieg, heute die Katastrophe! Elendes Kreuzband, so ein Mist!

Ich bin gespannt ob nicht Felix die Karriere beendet, Olympia ist vorbei, in vier Jahren ist er zu alt. Kind ist da zu Hause, vielleicht kann er Experte machen wie die Riesch. Ich denke komplett ausgesorgt hat er vielleicht noch nicht.
 
Ich könnte verstehen wenn er aufhört, aber seine bisherigen Posts und Videos vermitteln das er dort nicht im Leben dran denkt!
 
Kann mir auch gut vorstellen, dass er gar nimmer Rennen fahren wird.
 
br403 schrieb:
Ich bin gespannt ob nicht Felix die Karriere beendet, Olympia ist vorbei, in vier Jahren ist er zu alt. Kind ist da zu Hause
Ich habe auch meine Zweifel, ob er sich nochmals voll motivieren kann, denn einfach mitfahren, hat keinen Sinn für ihn, er ist ein Podestfahrer. Eine Möglichkeit wäre, dass er den RS weglässt und sich nur auf den SL konzentriert.
 
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