Werna76
Jungfrau (4161m)
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Ski-Larry schrieb:Es ist jetzt natürlich auch die Zeit zu analysieren....
- Wer ist für die Streckensicherheit zuständig...
Der Betreiber des Skigebiets (sollte es können, es war immerhin Olypmiagebiet von Calgary)
oder
Die Mannschaften (sie flaggen ihre Kurse ja auch selber aus)
Wenn die mangelnde Sicherheit so offensichtlich war, wieso wurde dann so am Limit trainiert?
(Wenn im Judo die Matten nicht den Vorschriften entsprechen, wird darauf auch nicht gekämpt und die Folgen sind weitaus weniger gravierend)
Hier müssem aus dem tragischen Unfall definitiv Konsequenzen gezogen werden...
Woher weißt du, dass am Limit trainiert wurde?
Er hat einen Ski verloren, das kann immer passieren.
Für die Sicherheit sind immer die Mannschaften selbst verantwortlich.
"Vorschriften für Trainingszentren" wie Alpinfan schreibt ist sowieso kompletter Unsinn, weil es keine "Trainingszentren" gibt. Das sind normale Skigebiete, wo man einzelne Pisten mieten kann. Niemand zwingt die Mannschaften dort zu trainieren. Euch ist es hier nicht sicher genug...? tja ok, dann trainierts halt woanders.
Weder sind die Skigebiete auf die Trainingsgruppen angewiesen, noch verdient man damit viel Geld. Es wird natürlich Marketingmäßig entsprechend ausgeschlachtet, wenn xy auf den Pisten trainiert.
Die einzige Ausnahme weltweit ist Copper Mountain. Die haben sich als Trainingszentrum für Speed positioniert und die Strecken dort sind ähnlich gut wie bei Weltcuprennen abgesichert. Das hab ich mir letzten Winter live angesehen. Dort könnte man bei einem derartigen Fall über mangelnde Sicherheit diskutieren, weil die Mannschaften dort sehr viel mehr für die Pisten zahlen als sonstwo.
In all den Foren der einzelnen Medien in Österreich wo ich über diesen Fall mitgelesen habe, ist mir eines vor allem aufgefallen:
Es herrscht größtenteils die Meinung, dass die Mannschaften permanent zusammen sind und überall gemeinsam trainieren, quasi wie beim Fussball.
Das ist aber nur bei den Überseeaufenthalten so. Wenn die Läufer wieder zurückkommen, fahren sie nach Hause... und ob die Läufer zuhause dann ordentlich trainieren oder lieber den ganzen Tag in der Therme auf der faulen Haut liegen, kontrolliert niemand.
Trainiert wird dann solo oder in Kleingruppen, also die Steirer in Haus/Schladming, die Kärntern in der Innerkrems und die Tiroler zB am Patscherkofel. Da fährt man um 6 Uhr mitm Skidoo rauf, steckt schnell nen 30-40 Sekunden Abfahrtslauf und dann wird 7-8 gefahren bevor die Touristen kommen. Ohne Absicherung. Das war immer so und wird auch immer so sein, es ist einfach logistisch und aus Kostengründen anders nicht möglich.
Wenn man dann das extreme Pech hat wie Poisson, einen Ski zu verlieren, genau Richtung Wald zu stürzen und dann auch noch genau einen Baum zu treffen, dann passiert eben so ein tragischer Unfall. Wenn Poisson einen Meter weiter links oder rechts geflogen wär und den Baum nicht getroffen hätte, dann würde kein Mensch auch nur eine Silbe darüber verlieren und Poisson hätte am nächsten Tag wieder dort trainiert.
So ist eben der worst case eingetroffen, sehr tragisch für die Familie, aber die polemischen Forderungen "die Sicherheit muss vorgehen" kommen jetzt von Menschen die auch schon mal beim Apresski waren und sich deshalb beim Skifahren auch auskennen.
Auf der Strecke wird übrigens bereits wieder ganz normal trainiert.

Christian, sein Vater, hatte kürzlich genau dieses Problem für ihn genannt hat, bisher das Kreuz, jetzt das Knie und schon passsiert's, Schei.....