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Alpiner Skiweltcup 2017/18

Nach schwachem Training doch ganz ordentliche Leistung der DSV-Abfahrer für den Saisonanfang, zumal die Boltzerstrecke in LL nicht so ihre ist.

Gestern in der Abfahrt die Plätze 14 u. 15 für Dreßen u. Sander, heute im SG 10 u. 14 für Ferstl u. Dreßen. Ferstl bei der 3. ZZ sogar auf Platz 3, dann leider Fallaway nicht gut erwischt.

Das bedeutet volle OL-Quali für Dreßen, halbe für Sander u. Ferstl :top:
 
alpinfan77 schrieb:
Nach schwachem Training doch ganz ordentliche Leistung der DSV-Abfahrer für den Saisonanfang, zumal die Boltzerstrecke in LL nicht so ihre ist.

Gestern in der Abfahrt die Plätze 14 u. 15 für Dreßen u. Sander, heute im SG 10 u. 14 für Ferstl u. Dreßen. Ferstl bei der 3. ZZ sogar auf Platz 3, dann leider Fallaway nicht gut erwischt.

Das bedeutet volle OL-Quali für Dreßen, halbe für Sander u. Ferstl :top:

Muss man die Norm nicht in einer Disziplin schaffen ?
 
Martin_D schrieb:
Muss man die Norm nicht in einer Disziplin schaffen ?
Die Disziplin ist "Alpin". Es kann ja ein Alpiner, der z.B. nur im SL die Quali gemacht hat, auch im RS starten.
 
Weiß nicht, glaube der Gladbacher Fußball Profi Hermann hat das auch so gemacht, zumindest war es einige Zeit damals in den Medien, soll angeblich auch gehen.. ???
 
Werna76 schrieb:
br403 schrieb:
Also wenn er nächsten Winter wirklich noch mal ernsthaft ein Comeback geben möchte, sollte er so Blödheiten lassen.

Das sehe ich ganz genauso. Mag sein, dass er mitfahren könnte. Aber mit Sicherheit wäre er gegenüber Hirscher und Kristoffersen nicht konkurrenzfähig. Und wenn er nächste Saison konkurrenzfähig sein will, darf er bei der Operation und anschließenden Reha keine Zeit verlieren.
 
Olli_1973 schrieb:
Weiß nicht, glaube der Gladbacher Fußball Profi Hermann hat das auch so gemacht, zumindest war es einige Zeit damals in den Medien, soll angeblich auch gehen.. ???
Also mir fällt im Skisport nur die Brigitte Obermoser ein, die das längerfristig gemacht hat. Mit gerissenem Kreuzband war sie stets deutlich hinter ihren üblichen Platzierungen. Bei Hilde Gerg war glaub ich auch was ähnliches, da bin ich mir aber nicht sicher.
Ich halte davon gar nichts, was bringt es ihm wenn er bei Olympia mit gerissenem Kreuzband den glorreichen 21. Platz erringt?
 
Ich weiß nicht wie effektiv die nicht operative Variante ist. Weiß nur das ein ehemaliger Monteur von uns nach OP ( 2 Versuche ) umschulen müsste weil er immer noch nicht mit einer Kiste Bier in den Keller gehen könnte, da gab es riesige. Probleme. Es geht also auch anders herum.
 
Ja, ein Kumpel von mir musste 3 mal operiert werden und das Knie war nie wieder so wie davor.
Ich denke aber dass sowas eher selten vorkommt wenn die wirklich guten/teuren Ärzte das Skalpell schwingen.

Edit: Aktuelles Interview zu dem Thema:
http://www.krone.at/600778
 
Felix meinte ja eh das er wenn nur an den Start geht wenn er Podiumschancen hat.
 
Heute gibt's genauere Infos. Das Kreuzband ist komplett gerissen, aber sonst scheint das Knie in Ordnung zu sein, Meniskus, Knorpel. Es ist passiert, als Felix das Limit austesten wollte. Er erwischte den Schwung nicht richtig und versuchte, doch noch im Kurs zu bleiben. Dabei kam es zum Ausheber und zur Überlast. Da hat er m.E. das Risiko zu hoch geschraubt. Hätte er ausgelassen, wäre wohl nichts passiert, Trainingslauf abgebrochen, aber heil geblieben.

Ich habe generell den Verdacht, dass solche Fälle nicht einfach so passieren, sondern, dass der Athlet sich schon bewusst ist, welcher Druck auf dem Knie entstehen könnte oder schon ist. Natürlich kann man mal einen Schlag bekommen, gerade im Moment hoher Skibelastung, das ist Pech, aber ich kenne viele Situationen, wo jemand den Schwung nicht getroffen hat oder riskant über den Sprung/die Kante ist, das Ausscheiden drohte und mit aller Kraft versucht hat, im Kurs zu bleiben. Ich behaupte mal, dass die meisten schweren Unfälle so passieren. Aber was ist besser, dass der Lauf im Eimer, aber man gesund geblieben ist oder dass man sich schwer verletzt?
 
Olli_1973 schrieb:
Weiß nicht, glaube der Gladbacher Fußball Profi Hermann hat das auch so gemacht, zumindest war es einige Zeit damals in den Medien, soll angeblich auch gehen.. ???
Das war das hintere Kreuzband, wo das theoretisch funktionieren kann. Beim sehr viel häufiger gerissenen vorderen Kreuzband ist eine Operation für Sportler unumgänglich.
 
Trainingsbestzeit von Ledecka in Lake Louise.
Wenn sich da im Nachhinein nicht herausstellt, dass sie unten keine Tore mehr gefahren ist, könnte das der Anfang einer großen Geschichte werden.
 
Ich habe zur Startliste mal eine Regelfrage: warum darf Shiffrin in der Abfahrt mit der 10 starten? Gab es hier eine Regeländerung oder gelten zum Saisonbeginn andere Kriterien als später in der Saison? Üblicherweise erhalten Gelegenheitsstarter, die aber in der Gesamt-WCSL gut platziert sind, doch die 31.
 
Marvin schrieb:
Ich habe zur Startliste mal eine Regelfrage: warum darf Shiffrin in der Abfahrt mit der 10 starten? Gab es hier eine Regeländerung oder gelten zum Saisonbeginn andere Kriterien als später in der Saison? Üblicherweise erhalten Gelegenheitsstarter, die aber in der Gesamt-WCSL gut platziert sind, doch die 31.

Shiffrin hat letztes Jahr einige Punkte in der Abfahrt geholt und ist in der WCSL-Liste auf 38. Möglicherweise ist sie in der um verletzte und zurückgetretene Athletinnen bereinigten Liste damit unter den ersten 30.
 
Marvin schrieb:
Ich habe zur Startliste mal eine Regelfrage: warum darf Shiffrin in der Abfahrt mit der 10 starten? Gab es hier eine Regeländerung oder gelten zum Saisonbeginn andere Kriterien als später in der Saison? Üblicherweise erhalten Gelegenheitsstarter, die aber in der Gesamt-WCSL gut platziert sind, doch die 31.
Sie hat mehr als 500 WCSL Punkte und erhält daher den ersten Platz nach der ersten Abfahrts-Startgruppe (1-15) = sie erhält quasi WCSL-Rang 16. dank ihrer vielen Gesamtpunkte.
Die Regel gilt aber wiederum nur, wenn die Athletin innerhalb der Top 30 der WCSL in der jeweiligen Disziplin ist und Shiffrin ist in Lake Louise auf Platz 29 aufgrund von Rücktritten/Verletzungen wie bereits von Martin richtig angeführt.
Hier auf Seite 3 gibts das Ranking für die Startreihenfolge vom Training: http://medias2.fis-ski.com/pdf/2018/AL/5010/2018AL5010T3.pdf
 
Gestern starker SG der DSV-Abfahrer (natürlich noch mehr der vom ÖSV), mit Sander auf 9, Dreßen 10, Ferstl 14 :D Damit auch Sander und Ferstl für OL qualifiziert. Das wurde zuletzt 1992 übertroffen, wo es vier waren, sich aber Zehentner noch verletzte. Seitdem gab es keine drei Qualifizierten mehr. Zwei im SG in den Top 10 gab es zuletzt auch 1992 (Wasi, Tauscher).

Bemerkenswert ist die Serie von Dreßen. Im Vorjahr in den ersten drei Rennen die Plätze 17, 26 und nicht plaziert, jetzt 1 x 10 und 2 x 14. Das ist ein Riesenunterschied. Der 10. Platz seine Bestleistung im SG. Als ob es selbstverständich wäre, fährt er in die Weltklasse und das mit kontrollierten, sicheren Fahrten. Keine Spur mehr vom Hasadeur seiner ersten Saison. Im Abschlusstraining in BC Platz 8 und das auf einer der schwierigsten Strecken, wo er auch praktisch keine Erfahrung hat. Seit St. Moritz ist bei ihm offensichtlich der Knoten geplatzt.
 
alpinfan77 schrieb:
Bemerkenswert ist die Serie von Dreßen. Im Vorjahr in den ersten drei Rennen die Plätze 17, 26 und nicht plaziert, jetzt 1 x 10 und 2 x 14. Das ist ein Riesenunterschied. Der 10. Platz seine Bestleistung im SG. Als ob es selbstverständich wäre, fährt er in die Weltklasse und das mit kontrollierten, sicheren Fahrten. Keine Spur mehr vom Hasadeur seiner ersten Saison. Im Abschlusstraining in BC Platz 8 und das auf einer der schwierigsten Strecken, wo er auch praktisch keine Erfahrung hat. Seit St. Moritz ist bei ihm offensichtlich der Knoten geplatzt.

Was ich bei Dreßen besonders bemerkenswert finde. In seinem Alter oder jünger ist er derzeit der beste Speedfahrer weltweit. Er hat noch Zeit. Hoffentlich ist ihm das selbst auch klar. Er muss nicht auf Teufel komm raus riskieren, was bei einem Abfahrer immer bedeutet, dass man seine Karriere aufs spiel setzt. Er muss sich nur ganz normal Schritt für Schritt weiterentwickeln, dann ist er in zwei, drei Jahren endgültig in der Weltklasse angekommen und ist zumindest fähig fürs Podest, wenn nicht sogar für Siege.

P.S.: Ein Deutscher Abfahrer mit Podest- oder gar Siegchancen wäre für die Alpinsparte extrem bedeutend, um jemanden zu haben, der die Lücke schließen kann, die Neureuther früher oder später hinterlassen wird.
 
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