Alpinforum Wein- und Genusstreff

Gegenüber seinen Nachbarn Meersburg und Lindau kann Friedrichshafen ästhetisch nicht bestehen 😉 aber die Promenade ist nett, das stimmt!
 

Anhänge

  • F5C6146B-86FA-4CB5-8EE4-47AEC4137E18.jpeg
    F5C6146B-86FA-4CB5-8EE4-47AEC4137E18.jpeg
    753,9 KB · Aufrufe: 2.972
  • AAAD466E-84C4-4285-BFAE-58EBFF98093A.jpeg
    AAAD466E-84C4-4285-BFAE-58EBFF98093A.jpeg
    652,6 KB · Aufrufe: 2.971
  • 4FAA0EE8-FCE9-4143-9E89-230FF1499B1F.jpeg
    4FAA0EE8-FCE9-4143-9E89-230FF1499B1F.jpeg
    1,1 MB · Aufrufe: 2.969
  • 97280443-9F61-44C8-9590-4BDEE12B16FA.jpeg
    97280443-9F61-44C8-9590-4BDEE12B16FA.jpeg
    981,9 KB · Aufrufe: 2.969
  • 60F59457-628E-4ADC-BCDC-1E9CAD898F92.jpeg
    60F59457-628E-4ADC-BCDC-1E9CAD898F92.jpeg
    844,8 KB · Aufrufe: 2.965
  • 350F042F-5EA9-4685-A479-B0DE54404747.jpeg
    350F042F-5EA9-4685-A479-B0DE54404747.jpeg
    1,3 MB · Aufrufe: 2.966
  • 304C801D-1BBD-4959-ACA1-D505B1DE70A4.jpeg
    304C801D-1BBD-4959-ACA1-D505B1DE70A4.jpeg
    662,5 KB · Aufrufe: 2.972
Auch Überlingen ist insgesamt schöner als Friedrichshafen, aber dennoch sind Promenade und auch das Zeppelinmuseum (neben Dornier) einen Besuch wert😉

Und einige Weine vom Bodensee sehr trinkenswert 🍷

Aber das ist nicht das heutige Weinthema, auch wenn ich mich, wie weite Teile des Bodenseeweins, auch in Baden bewege. Aber ganz am anderen Ende, nämlich erneut im Tauberfranken des Hofgut Grimm. 2020er Riesling Kabinett Trocken mit schlanken 11 Vol% aus dem Kembacher Sonnenberg einige km nordöstlich von Kühlsheim. Muschelkalkboden, wie Michael Grimm mir erklärte.

Ich mag ja trockene, leichte Rieslinge, auch wenn es immer schwerer wird solche zu finden. Gerade klimatische Randlagen mit guter Sonneneinstrahlung werden hier interessant, wie offensichtlich auch hier.

Zunächst etwas zurückhaltend im Duft und am Gaumen entfaltet der Wein nach und nach klassische Steinobstaromen und am Gaumen etwas, was mich an frische Zitronenmelisse erinnert. Feine, spürbare Säure, sehr erfrischend.

Im Charakter ähnelt der Wein denen aus unseren kiesigen Wickerer Stein und das sehe ich als Kompliment👍.

Auch hier gilt aus meiner Sicht: Weiter so Michael.

Gehabt euch wohl und Gesundheit 🍷
20220915_204427.jpg
 
Heute habe ich noch mal den Grill angeworfen, auch wenn wir bei 14 Grad Außentemperatur drinne gegessen haben.

Zu Lammspießen und Iberico-Kotelett gönnte ich mir wieder einen Supermarktwein. Auch wenn Sortierung und Präsentation im heimischen Markt deutlich verbesserungsfähig sind bleibt es weiter dabei, dass die letzte Lieferung viel Qualität enthielt. Immerhin ein eigenes Regal hat das Weingut Allendorf aus Oestrich-Winkel bekommen.

Von dort gab es den Spätburgunder Gutswein aus 2019 mit 13 Vol% für deutlich unter €10.

Im Duft am Anfang viel Mon-Cheri, auf der Zunge eher Sauerkirsche. Mit zunehmender Temperatur und Luft wird beides runder, bei schön eingebundener Säure. Ging dann auch recht gut zum Essen und ist für den Preis mehr als in Ordnung.

Schönen Samstag Abend noch und Grüße
20220917_181738.jpg
 
Zum Wochenendausklang ein weintechnischer Abstecher in eine Randlage Rheinhessens, die rheinhessische Schweiz rund um Siefersheim.

Der Boden dort ist ein Mischung aus Brandungsriff eines 30 Millionen Jahre alten Urmeers und kargen vulkanischen Gesteinen. Letzteres in der Region sehr selten und es macht die Weine von dort außergewöhnlich.

Im Glas ist ein trockener Riesling Gutswein vom VDP-Weingut Wagner-Stempel mit 12 Vol% aus 2021. Das Gut hat sich in den letzten 15 Jahren mit an die Gebietsspitze gearbeitet.

Ich finde schon der Gutswein zeigt wieso☝️

Im Duft anfangs karg und mineralisch, aber im Mund von Anfang an voll und rund, aber gleichzeitig mineralisch. Sehr interessante Kombination, die Trinkigkeit und Tiefe miteinander verbindet. Die Frucht ist präsent, aber nicht vordergründig, die Säure schon recht gut eingebunden. Das ist ja noch ein sehr junger Riesling.

Ich bilde mir ein, dass Vulkangesteinsnoten im Geruch präsenter werden🤷‍♂️; ich warte jetzt mal ein wenig ab.

Im Mund zeichnen sich langsam Marillennoten ab; mit mehr Luft wird der Wein im Abgang immer länger.

Auch diese Flasche stand im Supermarktregal😯; bestellt der Marktleiter sowas gezielt oder bekommt er es zugeteilt? Völlig egal, Hauptsache ich kann ihn dort kaufen🤣

Ich wünsche einen guten Start in die Woche.
20220918_200642.jpg
 
Bei uns gab es heute eine Flasche aus dem hauseigenen Weinkeller meines zweiten Arbeitgebers. :wink: Ein durchaus kräftiger Merlot aus dem Tessin mit sehr kräftiger Farbe:
66D8A204-8B31-4A2F-90F0-1892B2DE6427.jpeg

F5882411-4625-48EF-8423-39254FCBA380.jpeg
 
ski-chrigel schrieb:
Bei uns gab es heute eine Flasche aus dem hauseigenen Weinkeller meines zweiten Arbeitgebers. :wink: Ein durchaus kräftiger Merlot aus dem Tessin mit sehr kräftiger Farbe:

Gereifter Jahrgang; er hat es gut verdaut? Bei Tessiner Merlot bin ich ja völlig unbeleckt😉
 
icedtea schrieb:
Auch diese Flasche stand im Supermarktregal😯; bestellt der Marktleiter sowas gezielt oder bekommt er es zugeteilt? Völlig egal, Hauptsache ich kann ihn dort kaufen🤣

Ich wünsche einen guten Start in die Woche.

Soweit ich die Systeme Rewe/Edeka kenne, bestellt der Markt es entweder selbst (wenn es via Genossenschaft verfügbar ist) oder kauft direkt beim Erzeuger.
Es ist immer wieder interessant, wie groß die Unterschiede innerhalb dieser Supermarktketten sind. Manche inhabergeführten Edekas verkaufen Flaschen bis weit in den dreistelligen Bereich hinein, während andere (oft Regiemärkte), kaum über 10,- für die teuerste Flasche kommen.
Die Auswahl von schnell drehenden, hochpreisigen Weinen ist zwar sicher anspruchsvoll, aber in vielen Gegenden Deutschlands (auch bei dir :wink: ) gibt es genug Kunden, die zu solchen hochpreisigen Weinen greifen.
Gibt ja wie gesagt genug Beispiele von Supermärkten, die das mit einem beeindruckenden Weinangebot beweisen.
 
talent schrieb:
icedtea schrieb:
Auch diese Flasche stand im Supermarktregal😯; bestellt der Marktleiter sowas gezielt oder bekommt er es zugeteilt? Völlig egal, Hauptsache ich kann ihn dort kaufen🤣

Ich wünsche einen guten Start in die Woche.20220918_200642.jpg

Soweit ich die Systeme Rewe/Edeka kenne, bestellt der Markt es entweder selbst (wenn es via Genossenschaft verfügbar ist) oder kauft direkt beim Erzeuger.
Es ist immer wieder interessant, wie groß die Unterschiede innerhalb dieser Supermarktketten sind. Manche inhabergeführten Edekas verkaufen Flaschen bis weit in den dreistelligen Bereich hinein, während andere (oft Regiemärkte), kaum über 10,- für die teuerste Flasche kommen.
Die Auswahl von schnell drehenden, hochpreisigen Weinen ist zwar sicher anspruchsvoll, aber in vielen Gegenden Deutschlands (auch bei dir :wink: ) gibt es genug Kunden, die zu solchen hochpreisigen Weinen greifen.
Gibt ja wie gesagt genug Beispiele von Supermärkten, die das mit einem beeindruckenden Weinangebot beweisen.

Hier ist es ein Regiebetrieb und wie schon geschrieben ist die Präsentation und die Verteilung der Weine über die Regale eher suboptimal; eventuell spielt hier der Regionalleiter eine Rolle :wink:

Bei den inhabergeführten Märkten stimme ich zu; das ist gerade bei größeren schon hin und wieder sehr eindrucksvoll und dann auch strukturiert und schön präsentiert!
 
Zum Start in das in Deutschland verlängerte Wochenende greife ich zum wahrscheinlich teuersten Supermarktwein den ich bisher erworben habe.

Im großen Goldfischglas findet sich der Spätburgunder Quercus vom Weingut Fritz Allendorf, von dem ich neulich ja den einfachen Gutsspätburgunder hatte. Jahrgang 2019; 13 Vol%, so eine Art Markenzeichen dieses wahrscheinlich größten Privatbetriebs im Rheingau für € 19 die Flasche. Wie der Name schon andeutet ist der Wein vom Holz geküsst, nämlich 24 Monate in zu 30% neuen und sonst gebrauchten Barriques.

Im Duft dunkle Beeren, eine Andeutung von Waldboden vielleicht, das Holz ist dezent spürbar denke ich. Am Gaumen Brombeere, ein Hauch Vanille vielleicht, spürbare Tannine, leicht adstringierend; ist ja noch sehr jung der Tropfen.

Mit Luft und steigender Temperatur treten Frucht und Vanille stärker hervor ohne zu dominant zu werden. Insgesamt eher internationaler Stil und für mich dennoch interessant und seinen Preis wert, zumal er regelmäßig auf ähnlichem Niveau bewertet wird wie die Assmanshäuser Großen Gewächse der Familien Allendorf und Schönleber die nochmal ein Stück teurer sind.

Einen guten Start ins Wochenende 🍷
20220930_200110.jpg
 
Im Hotel Seeblick in Emmetten - ist Dir, icedtea ja bestens bekannt - geniessen wir heute den
Abt Dominikus
Ein Cuvée aus Diolinoir, Gamaret, Pinot noir, Cabernet Dorsa aus dem Seetal. Sehr kräftig und vollmundig. Ein weiterer Beweis, welch positive Auswirkungen die Klimaerwärmung auf Schweizer Weine hat.
https://www.regionseetal.ch/getranke/weine/abt-dominikus-rotwein

Dazu ein Rindstatar gefolgt von einem feinen Risotto mit Granatäpfeln und Grapefruits.
A18BAABD-C0C2-4A62-9C69-7E6B747109B4.jpeg

0FCDC798-CE59-4A67-83D4-86CB44F284D3.jpeg
 
Sieht sehr überzeugend aus 👍😉
 
Ich muss euch heute Abend schon wieder mit einem Supermarktwein quälen 😉🤷‍♂️

2021er Riesling Gutswein Feinherb "Jean Baptiste" vom Nackenheimer VDP-Weingut Gunderloch mit schlanken 10 Vol%. Eine Weinkategorie in der man sehr viel Schund bekommen kann; aber nicht in diesem Traditionsweingut am Roten Hang, dem Carl Zuckmayer mit seinem Volksstück "Der fröhliche Weinberg" ein augenzwinkerndes Denkmal gesetzt hat.

Ich meine eine leichte Spontinote in der Nase zu haben, dazu klassische Steinobstaromen. Am Gaumen für einen solchen Wein eher reife Früchte, die in Kombination mit feiner Säure einen tollen Trinkfluss erzeugen. Ich war beim durchblättern meiner letzten Ausgabe des "Kleinen Johnson" daran hängen geblieben, dass er diesen Wein in roter Schrift erwähnt, was eine persönliche Empfehlung darstellt. Und der 2020er dieses Weins hatte in meinem Weinguide 89 Punkte☝️.

Der Wein tänzelt nachgerade auf der Zunge, wie ich es bis dato nur bei guten Moselrieslingen dieser Art erlebt habe. Und das für €10,49; viel genussvoller könnte man sich kaum betrinken 🙈🤣

In diesem Sinne allen, ob auf den Pisten oder Zuhause einen schönen Abend und Sonntag.
20221008_204209.jpg
 
In unserem Lieblingshotel in Tux gibt es wieder einige Neuentdeckungen:
Einen Zweigelt von Jacqueline Klein durfte ich schon vor einigen Monaten kennenlernen. Gestern war dann ihr Premium-Wein, den Cuvée JK aus Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot an der Reihe. Die tiefdunkle Farbe täuschte nicht. Ein recht schwerer, ausgezeichneter 2019er. Im Internet finde ich ihn für 39.-, im Hotel kostet er 73.-.
B95E6E1F-A6B8-4686-8C7E-734F783D0398.jpeg

https://www.klein-wein.at/shop/jk/

Heute entschieden wir uns für den etwas günstigeren Chorus vom Stift Kloster Neuburg. Etwas weniger kräftig, aber trotzdem sehr bekömmlich und angenehm mit wenig Säure.
1DB5297E-4910-40E8-B95F-489FB7EE0260.jpeg

https://www.stift-klosterneuburg.at/sortiment/chorus/

Interessant ist, dass der Wein im Internet mit weisser Etikette angepriesen wird, während unserer, trotz gleichem Jahrgang eine dunkle Etikette aufwies. Wieso macht man sowas?

Die kulinarischen Genüsse sind wie immer hier auf höchstem Niveau. Vom heutigen Dessertbuffet gönnte ich mir dies:
AF1580D0-87F7-4F41-95C4-52FB945BE01A.jpeg
 
Ich hatte schon auf einen Post von dir in diesem Topic gewartet 😉
Ich glaube die Klosterneuburger haben im Webshop einfach das Bild nicht gewechselt 🤷‍♂️
Entscheidend ist ohnehin hin der Inhalt. In diesem Sinne wohl bekomms!
 
Ich habe davon auch nur gelesen, da ich diese Sendung konsequent meide :wink:

Die Auflistung, die der Standard präsentiert, zeugt meiner Ansicht nach von einer Mischung aus Unkenntnis, Aufbauschen altbekannter Tatsachen und Fixierung auf schwarze Schafe, die jede Branche aufweist, so auch die Weinindustrie. Vielleicht gönne ich mir heute Abend noch eine detailliertere Stellungnahme.
 
Hab immer den Eindruck in den meisten Weinbaugegenden zumindest im Süden ist deutlich mehr Viechzeugs unterwegs als in deutscher Ackerbau und 4-mal im Jahr Gründlandschnittwüste... Schon allein durch viel kleinere Parzellen, viel Gestrüpp und immer noch viele Trockenmauern....
Wahrscheinlich ist die nächste Sendung über im Mehl enthaltene Käfer und Heuschrecken.... Die wurden auch schon immer vom Mähdrescher verarbeitet, haben wir früher schon vom Wagen gesammelt. Ganz ohne Verlust geht die industrielle Nahrungsmittelerzeugung nicht. Raus aus der Mechanisierung wird kaum die Lösung sein.... Ja Hefe macht Geschmack, welch Erkenntnis... Wird im Sauerteig auch gewollt eingesetzt. Bier gewinnt durch verschiedene Hefezusammensetzung auch an Geschmack.
 
Zurück
Oben