Die Piemontverkostung heute Abend war echt ein Erlebnis
Zum Start ein Arneis, der gute Gastro-Qualität hatte, will meinen er tut keinem Weintrinker weh, hat aber auch keine Höhenflüge zu bieten. Solide und würde ich beim Italiener zu Hause so gerne als Essenbegleiter wählen.
Ähnlich in Rot der Dolcetto d'Alba, ein recht junger Allroundwein, der für klassische Italientrinker alles notwendige bietet.
Recht tanninhaltig und farbstark der folgende Barbera d'Asti, was insgesamt eher die Ausnahme für diesen Wein sei, da verhältnismäßig konzentriert.
Nun nahm die Verkostung Fahrt auf
Langhe Nebbiolo; recht jung, elegant, trinkig, eher mein Weinstil als der vorhergehende Barbera.
Der folgende Barbaresco war dann der Einstieg in das Topsegment. Farbstärker als der vorhergehende Nebiollo, ätherische Würze mit Waldbeere im Duft, Sauerkirsche mit griffigem, aber rundem Tannin am Gaumen. Trotz der Jugend gut trinkbar und mit Lagerpotential
Und dann der Barolo; auch sehr jung, aber die Qualitäten der Rebsorte im Vergleich zum Vorwein noch verstärkend. Das ist der Stoff aus dem Weinmonumente mit Eleganz und Grip entstehen


Als Gaumenputzer vor dem Abendessen dann zum Abschluss ein süß-spritziger echter Moscato d'Asti mit feiner Perlage und gerade mal 5 Vol%
Das hatte wirklich was und wurde von der Sommeliere aus dem Ahrntal sehr kompetent und unterhaltsam präsentiert; Chapeau
Danach ein wieder leckeres Abendmenü, begleitet von einem trinkigen Eisacktaler Grauburgunder.
Und jetzt hoffe ich auf einen Sieg der Frankfurter Eintracht in der Champions League
p.s.
Untertags waren wir heute an der Talstation der Tarscher Almbahn Bogenschießen.