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Alpinforum Wein- und Genusstreff

Sagen wir es mal so: Japaner lassen sich üblicherweise nicht lumpen😉
Nicht nur beim Wein, sondern oft auch beim Single Malt.
Wobei ich das bis dato nicht vor Ort in Japan, sondern nur in Frankfurt am Main kennengelernt habe 😎
 
82.Geburtstag meiner Mutter im Hotel Capricorns in Wergenstein, auf rund 1500m hoch über Zillis (Hinterrhein):
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Gestern waren wir mit Freunden in einem sehr speziellen Lokal: https://www.schluessel-beckenried.ch/
Nachdem wir einige Jahre nicht mehr dort waren, gab es einen Pächterwechsel. Wie schon früher gibt es keine Karte, sondern der Koch resp. neu die Köchin kommt an den Tisch, erzählt, was sie so eingekauft hat und daraus machen würde. Alternative gibts auch, wenn man was nicht mag. Gekocht wird immer noch sehr gut, doch es ist nicht mehr ganz so persönlich, hauptsächlich auch ein Sprachproblem der Köchin, dafür noch etwas teurer ;-)

Lustig war der Wein, der als Vorschlag bereits auf unserem Tisch stand: Der Winzer sass im gleichen Raum und erzählte dazu dann natürlich etwas:
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Nach Südtirol ist vor Südtirol und dazwischen gibt es halt auch mal Südtiroler Wein zu Hause 😉🍷

Heute ist ein Manincor im Glas, eine Adresse, die ich nächste Woche auf meiner Weinreise unbedingt ansteuern muss.

Im Glas der weiße Klassiker für die Gastronomie, den ich sogar mal mit meiner Frau in der Traube Tonbach genießen konnte, die Reserve della Contessa, hier Jahrgang 2021 mit 13 Vol%.

Er läuft unter der DOC Terlaner mit einer Cuvee aus Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon Blanc, zu 2/3 aus Siebeneich in Terlan und zu 1/3 aus Campan in Kaltern (auch diese DOC ist halt recht groß 🤷‍♂️).

Das ist auch und gerade ein beliebter Gastrowein, weil er die "angenehmen" Eigenschaften der drei Rebsorten vereint und damit nicht nur niemandem weh tut, sondern auch unterschiedliche Weingeschmäcker unter einen Hut bringen kann.

Ein wenig Apfel, ein wenig Stachelbeeren, im Duft in der Tat ein Hauch von Salbei, wie vom Weingut angemerkt 😉

Gehabt euch wohl und Gesundheit 🍷
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Heute Abend mit ski-chrigel, ski-andi und chrigel-junior sehr lecker in Emmetten zu Abend gespeist👍
Zum abschließenden Käse gab es noch einen überraschenden Süßwein aus Luzern aus weißen und roten Rebsorten, der Süße und Frische durchaus gekonnt vereinte und es deswegen am Schluss dann auch aufs Bild geschafft hat.

Jetzt noch ein Möhl und morgen gehts es anstatt der Gletscher aufgrund des Wetters nach Luzern.

Gute Nacht 🍷
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Zu erwähnen ist noch, dass man icedtea‘s Besuche wettermässig extrem gut terminieren kann. Es ist Verlass darauf, dass wenn er sich der Zentralschweiz nähert, Dauerregen einsetzt. :mrgreen:
 
Ja, ist so🙈🤷‍♂️
 
ski-chrigel schrieb:
Zu erwähnen ist noch, dass man icedtea‘s Besuche wettermässig extrem gut terminieren kann. Es ist Verlass darauf, dass wenn er sich der Zentralschweiz nähert, Dauerregen einsetzt. :mrgreen:

Nicht aufgegessen? Ist die kausalste aller Möglichkeiten dieser Korrelation ;) aber auch die wahrscheinlichste? :lol:
 
Stäntn schrieb:
ski-chrigel schrieb:
Zu erwähnen ist noch, dass man icedtea‘s Besuche wettermässig extrem gut terminieren kann. Es ist Verlass darauf, dass wenn er sich der Zentralschweiz nähert, Dauerregen einsetzt. :mrgreen:

Nicht aufgegessen? Ist die kausalste aller Möglichkeiten dieser Korrelation ;) aber auch die wahrscheinlichste? :lol:

Nee; hatte ski-chrigel erst gestern erzählt, dass man "Nicht aufessen" bei mir an einer Hand abzählen kann ☝️😉🤣
 
Nachdem ich schon beim vorzüglichen Apero bei ski-chrigel, ski-andy(!) und ski-chrigel-junior(!) aufgegessen habe und den geneigten Mittrinkern Rheingauer Riesling nahe bringen durfte, entschied ich mich, doch noch ein vollwertiges 3-Gang-Menü folgen zu lassen, das übrigens auch aufgegessen wurde 🙈

Auf eine Kartoffelsuppe, die durch ein pochiertes Ei sämig und Sommertrüffel würzig wurde, folgten Entenbrust mit grünem Spargel und eine Erdbeertarte mit Vanille-Glace😋

Das ganze begleitet von einem ansprechenden, veilchenduftigen Blaufränkisch 2019 vom Luzerner Weingut Brunner.

Mal wieder ein gelungener Abend, dass der Bellevue vom Tisch aus aufgrund des Wetters eingeschränkt war, kann nicht an meinem Essverhalten liegen🍷🤣🙈
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Wahnsinn, was Du essen kannst! Wir hatten nach dem Apéro keinen weiteren Bedarf mehr. Nur noch das eine oder andere kleine Schokoladeei von Ostern.

@Stäntn: Ich kann bestätigen, dass Aufessen nicht kausal sein kann. Zumindest nicht bei icedtea.
 
ski-chrigel schrieb:
Wahnsinn, was Du essen kannst! Wir hatten nach dem Apéro keinen weiteren Bedarf mehr. Nur noch das eine oder andere kleine Schokoladeei von Ostern.

@Stäntn: Ich kann bestätigen, dass Aufessen nicht kausal sein kann. Zumindest nicht bei icedtea.

Mein Gewicht kommt nicht von ungefähr 🤷‍♂️😉

Stäntn dürfte davon am Golm einen Eindruck bekommen haben 😎
 
Nachdem ja mein Schweizwochenende fast schon traditionell von schlechtem Wetter geprägt war (was aufgrund u.a. der Gesellschaft gut zu verkraften war 👍) ging es heute nach dem Frühstück weiter nach Südtirol. Und gefühlt jedem Meter, den ich mich dem Ziel im Vinschgau näherte, wurde das Wetter besser🤷‍♂️

Zum Mittag gab es den kulinarischen Start in der Trattoria Vinterra in Mals, kurz hinter dem Reschenpass; ein schön schlotziges Bärlauchrisotto mit auf der Haut gebratenem Saiblingsfilet aus Matsch😋 Dazu ein viertel La Manina von Manincor; viel besser kann der Aufenthalt nicht starten ☝️

Nach erfolgreicher Ankunft in Plaus bei 18 Grad und Sonnenschein, einem Aufenthalt im Turmpool auf den Whirlliegen und einer Testrunde auf dem Hometrainer stand das erste Abendessen an.

Nach Salat gab es die dritte Spargelsuppe in Folge 🤪, nicht fotografisch festgehaltene Taglioni mit Wildraguot, Jungschweinsteak, Bitterschokomousse und Käse, begleitet von der roten Cuvee Gneis von Castel Juval😋

Jetzt liege ich müde in der Upgrade-Suite und wünsche eine gute Nacht 🍷
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Nach dem erfolgreichen Hometrainer-Test gestern, beschloss ich auf das echte Fahrrad umzusatteln und eine Tour auf dem Etschradweg von Plaus nach Kastelbell mit nur mäßiger Steigung in Angriff zu nehmen.

Ging auch wirklich entspannt, so dass ich den Ort mit seinem Schloss und der bekannten Tunnelbaustelle nach rund einer Stunde erreichte.

Überholt wurde ich von semi-professionellen Fahrern und natürlich von E-Bikern jeden Alters😉

Nach einem kurzen Spaziergang zum Schloss, das man leider nicht besichtigen kann und oberhalb des Ortes wollte ich eigentlich eine eher rustikale Mittagsrast einlegen; Angergutkeller hatte Ruhetag, also wollte ich zum Gstirnerkeller; Hofschank mit Eigenbauwein und Südtiroler Hausmannskost lt. Website.

Die hatten dann zwar irgendwie offen, aber lustlos draußen stehende Tische und ein anderer Radfahrer der schulterzuckend aus dem Gastraum kam und meinte "Da will irgendwie keiner" ließen mich auch wieder abdrehen. Die Weinbar im Ort war wegen Trauerfall geschlossen hatte ich gesehen; was nun🤔

Eine nicht tief vergrabene Idee konkretisierte sich: Das "Kuppelrain", ich glaube das einzige Sternerestaurant im Vinschgau, bietet mittags ab 12 Bistrobetrieb. Dann halt doch gehobenes Essen🤷‍♂️😋🤣

Direkt zur Öffnung stand ich also oberhalb des Bahnhofs im Garten und durfte mir einen der Tische dort aussuchen (drinne war ausgebucht, aber bei Sonne und 20 Grad im Schatten wollte ich ohnehin lieber draußen sitzen).

Das Drei-Gang-Menü zu für diese Art von Gastro fairen € 45 ließ mich auf den Blick in die Karte verzichten; dazu offene Weinbegleitung auf Empfehlung der sehr netten Patronin:

Teigtaschen gefüllt mit Bio-Topfen aus Matsch auf Spinatcreme mit Kastelbeller Bio-Spargelstückchen; dazu Marmor Wein "Eschkolot" (weiße Cuvee aus Souvignier Gris, Solaris und Muscaris) vom Hof Castelatsch aus Tschingels ziemlich oben im Vinschgau. Vielleicht das beste, was ich aus diesen Rebsorten und als "Naturwein" bis dato getrunken habe. Ob die Filtrierung mit Marmorsand dazu wesentlich beiträgt, wage ich nicht zu beurteilen 🤣🤷‍♂️

Da ich vorher zwischen diesem Wein und einem Weißburgunder "Himmelsleiter" von Juval wählen durfte, spricht meine Entscheidung Bände.

Blitzsauber im Glas, im Duft eher exotische Fruchtnoten, am Gaumen durch den trockenen Ausbau aber nicht klebrig ("babbisch"😉), sondern mit Andeutungen von kalt gebrühtem Earl-Grey-Tee fast ätherisch👍.

Als Hauptgang zweierlei vom Kalb (vermutlich sous-vide gegarter Tafelspitz und ein Fleischpflanzerl) auf Sellerieschaum und erneut Spargel mit Lagrein-Jus; wirklich sehr fein und toll abgeschmeckt☝️

Dazu eine Cuvee aus Syrah und Lagrein aus Kaltern; gut, aber kein Vergleich zum Weißwein vorher.

Zum Abschluss ein Dessert aus der Vitrine; Bitterschokolade umhüllte eine Rumgetränkte Vinschger Kirsche; fast zu nett zum Essen 😎

Service sehr angenehm und man muss sich auch in Fahrradkluft nicht den Hauch eines "Augenbrauen-Hochziehens" gefallen lassen; alles easy !

Der schön angelegte Garten mit Blick auf Schloss und Sonnenberg rundet das ganze noch ab.

Zurück dann mit kurzem Zwischenstopp in der Bar der Naturnser Vinothek; die Knie fühlen sich gut an und nach kurzem Poolaufenthalt und dem Schreiben dieses Berichts warte ich nun auf das Abendessen 🍷
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Das war heute sozusagen ein 10-Punkte-Tag👍😎

Denn auch das Abendessen nebst Wein wusste wieder voll zu überzeugen.

Der Weißburgunder Eichhorn von Manicor erfüllte die Erwartung absolut; anfangs noch ein wenig kurzatmig, bekam er mit Sauerstoff eine tolle mineralische Länge, schöne reife Apfelaromen und eine gut eingebundene Säure, die trinkanimierend war 👍

Da bewegt man sich auf einem Niveau mit dem Vorberg der Terlaner Genossen, dessen Reben quasi in der Nachbarschaft wachsen.

Ansonsten lasse ich Bilder sprechen 😎
Gute Nacht allerseits
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Erst mal Bilder der Weine in Südtirol; Text folgt😉🍷
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Dass der Kränzelhof in Tscherms zu meinen Lieblingsweingütern gehört, ist hier glaube ich kein Geheimnis. Zu viele Weine habe ich schon vorgestellt 🙈
Nachdem ich ja untertags nach der Wanderung auf dem Marlinger Waalweg dort den aktuellen Libra (=Blauburgunder Riserva) probiert hatte, war es fast logisch, den auf der Weinkarte befindlichen Jahrgang zum Abendessen zu trinken. Typisch ist und bleibt die Sandelholznote und die Kombination aus Konzentration und Trinkigkeit👍

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Im Stil völlig anders, schlank und zurückhaltend, eher nördlich, wie die meisten Weine von Juval durch die kalten Winde aus dem Schnalstal, der Blauburgunder Riserva von Castel Juval. Klare Sauerkirsche, griffiges Tannin, viel Mineralität und Trinkfreude😊 Keine 20km Luftlinie zu Tscherms, aber eine völlig andere Stilistik. Und beides auf seine Art überzeugend 👍

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Am letzten Abend gönnte ich mir dann zum Essen einen "Schatzkammerwein", Riesling Windbichel von Juval aus dem Jahr 2010☝️
Die Bestätigung, dass dort Südtiroler Riesling reifen kann, wie vielleicht auf keinem anderen Südtiroler Weingut. Immer noch frische Säure kombiniert mit Reifenoten im Steinobstbereich😋
Möge Martin Aurich dem Unterortl-Hof noch lange erhalten bleiben ✊

Zum Abschluss gab es dann noch eine halbe Flasche Vernatsch; also St. Magdalener mit 10% Lagrein. Abgefüllt von der Bozner Kellerei Rottensteiner, aber biodynamisch bewirtschaftet von einer Schweizer Familie. Viel Trinkfreude, Grip am Gaumen, Tiefe und Trinkigkeit, Bittermandel und Sauerkirsche. Schlicht St Magdalener at its best, und das in der halben Flasche ☝️👍🍷😎

Warum lebe ich eigentlich nicht in Südtirol🤷‍♂️😉
 
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