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Angriff auf die Schwarzfahrer

In manchen Skigebieten (z.b. Kitzbühel) gibt es nur an den Zubringerliften Zutrittskontrollen. Ich habe mir schon des öfteren gedacht, dass es hier ein leichtes wäre, einen günstigen Skitag zu verbringen. Einfach mit einer billigen Karte (Punktekarte, Halbtageskarte) hochfahren und einen schönen Tag genießen. Mit Tourenski hochgehen wäre auch eine Möglichkeit.
 
Immer brav seinen eigen Skipass kaufen ist doch immer noch das Beste, ansonsten wirds halt wieder nichts mit der Beschneiungsanlage für den nächsten Winter da den Bahnen halt wieder mal die Kohle fehlt.

Karten von jemandem einfach so zu kaufen ist sowiso nicht zu empfehlen. Meistens wird man sowiso nur vom Verkäufer übers Ohr gehauen, weil dieser sich seine verkaufte Karte mittels Sperrbeleg an der Kssse ersetzen lässst.

Sich einer Kontrolle an den Bahnen entziehen zu wollen bringt auch nicht viel, meist ist dann die Karte schon am nächsten Lift gesperrt.
 
Am besten mit Tourenskiern fahren gehen dann kann man bei einer Kontrolle auf der Piste sagen man wäre über den Berg gekommen :-)

Ich frage mich sowieso ob die AGB überhaupt gelten da man diese am Schalter, wenn man ein Ticket kauft, eh nicht sieht und somit auch keine Zustimmung gegeben wurde.
 
Die AGB werden irgendwo aushängen und Du kannst Sie Dir ziemlich sicher am Schalter geben lassen. Das werden die Bergbahnen schon rechtlich abgeklopft haben. Ich halte es allerdings für unlauter bei derartigen Preisen keine Rückerstattung und/oder Übertragbarkeit anzubieten. Hierauf sollte sich mal die EU-Kommission stürzen.

Gruß, Tom
 
Die AGB sind in den Tarifprospekten welche bei den Schalter aufliegen oder teilweise gar im Internet abrufbar.

Am besten mit Tourenskiern fahren gehen dann kann man bei einer Kontrolle auf der Piste sagen man wäre über den Berg gekommen
Den Rucksack mit den Fellen nicht vergessen.
 
Das find ich lustig, man geht also davon aus, ein Saisonkarteninhaber geht ca. 25 - 30 Mal sowas zum Schifahrn... sonst würd sich das nicht rechnen. Wenn alle so wärn wie mein Daddy früher, der fuhr ca. 80 mal nach Kitzbühel... andrerseits, Rentner fahrn nicht mehr den ganzen Tag -- die sitzen lieber auf den Hütten am Pass Thurn...

im übrigen, in Kitzbühel gibts jetz auch mehr Zugangskontrollen im Schigebiet, früher, als es keine Saisonkarten wie Salzburger oder Kitzbühler Alpenpass gab, war alles lockerer. aber heut gibts mehr Zugänge ... dafür darf ma offiziell alle kleinen Übungslifte gratis benutzen, und pro Schitag 1X GRATIS mit der Streifalm I DSB fahrn, für ne Länge von knapp 2 km ein feiner Zug. Da hat man sich die Kontrollanlagen kosten gespart, und dass ma zur Hahnenkammbahn rüberfahrn kann, darf ma einmal umsonst hochfahrn.Wenn ma Glück hat, evtl sogar öfter ( wenn sich der Liftler mal net an einen erinnern kann...)
 
Ehrlich gestanden kann ich diese "Bilder-Diskussion" nicht so ganz nachvollziehen - als ich vor ungefähr 15 Jahren mit dem Skifahrern angefangen habe, hat man für einen 6-Tages-Pass ein Foto gebraucht. Das habe ich nach dem Urlaub aus der Karte ausgeschnitten und im nächsten Urlaub wiederverwendet. Eigentlich hat nie jemand ein aktuelles Bild verlangt - es durfte nur ein bestimmtes Format nicht überschreiten. Als die "Chipkarten" aufgekommen sind wurden am Anfang auf die 6-Tageskarten auch noch digitale Fotos aufgedruckt. Die Karte habe ich ganz normal wieder zurückgegeben und im nächsten Jahr eine andere bekommen, auf der vorher auch ein Foto war, welches irgendwie "verblasst" und überschrieben wurden.

Ich dachte eigentlich, dass das Weitergeben der Karte nach dem Lifteinstieg hätte sich mehr oder weniger erledigt, da in vielen Skigebieten ja an fast allen Liften Zugangskontrollen sind. Das wäre mir viel zu umständlich, dann jedes Mal die Karte weiterzugeben/weiterzuwerfen.
Außerdem dachte ich, wenn man mit der Karte durchs Drehkreuz gegangen ist wäre die Karte erst mal für einen bestimmten Zeitraum gesperrt :gruebel:
 
Balou schrieb:
Außerdem dachte ich, wenn man mit der Karte durchs Drehkreuz gegangen ist wäre die Karte erst mal für einen bestimmten Zeitraum gesperrt :gruebel:
Ist sie auch, am Display der Zutrittskontrolle leuchtet dann "Doppelverwendung" auf und das Drehkreuz ist gesperrt. Passiert wenn man z.b. bei einem Schlepplift früher aussteigt um den letzten Hang der Abfahrt nochmal zu genießen und dann kommt man nicht durchs Drehkreuz :wink:
 
Auch wenn die Karten kein Foto haben, sind es noch keine "unpersönlichen" Karten.
Du findest in praktischen allen Tarif-Bestimmungen das Karten nicht übertragbar sind.
Nun es ist klar, dass es Konsequenzen hat, wenn jemand seine persönliche Karte (Karte mit Passfoto oder zumindest steht irgendwo der Namen drauf) weitergibt.
Hingegen sehe ich auch nicht ein, was daran so verwerflich sein soll, wenn jemand um 9 Uhr eine "unpersönliche" Tageskarte kauft und dann um 13 Uhr nach Hause fährt und die Karte einem Kollegen für den Rest des Tages weitergibt.
Halten sich beide Leute gleichzeitig im Gebiet auf, sieht die Sache natürlich anders aus !
 
TPD schrieb:
Nun es ist klar, dass es Konsequenzen hat, wenn jemand seine persönliche Karte (Karte mit Passfoto oder zumindest steht irgendwo der Namen drauf) weitergibt.
Hingegen sehe ich auch nicht ein, was daran so verwerflich sein soll, wenn jemand um 9 Uhr eine "unpersönliche" Tageskartek

Nochmal:
Alleine dadurch, das kein Namen/Foto drauf ist, wird es nicht zu einer UNPERSÖNLICHEN Tageskarte.

Wenn es eine unpersönliche Tageskarte wäre, wäre die weitergabe selbstverständlich erlaubt.

In der Regel ist es aber eben eine "persönliche" Tageskarte, somit ist die weitergabe nicht erlaubt.
Der einzige Unterschied ist halt, daß die Ski-Gebiete bei Tageskarten eben in der Regel darauf verzichten, ein "Erkennungsmerkmal" wie eben Foto oder Namen auf die Karte zu machen.
Das ändert aber nunmal NICHTS an der rechtlichen Situation.

Gruß, Jens
 
Nochmal:
Alleine dadurch, das kein Namen/Foto drauf ist, wird es nicht zu einer UNPERSÖNLICHEN Tageskarte.
Das ist mir schon klar.
Aber wie wollen die Bergbahnen beweisen dass man mit einer weitergegebenen Karte herumfährt ?
 
Aber wie wollen die Bergbahnen beweisen dass man mit einer weitergegebenen Karte herumfährt ?

Eben gar nicht :P


Im übrigen kann ich für mich auch nicht moralisch Verwerfliches finden Tageskarten am Parkplatz weiterzuverkaufen. Ich hab schon oft noch ein paar "Mack" :D dafür bekommen oder mir auch etwas gespart.

Der Hammer war mal am Spitzing als ich eine Karte geschenkt bekommen habe (strömender Regen); dann bin ich 3 mal gefahren (noch mit der alten Stümpflingbahn), als es dann nass zur Unterhose reinkam hab ich die Karte wieder weiter verschenkt :D
 
baeckerbursch schrieb:
Aber wie wollen die Bergbahnen beweisen dass man mit einer weitergegebenen Karte herumfährt ?

Eben gar nicht :P


Im übrigen kann ich für mich auch nicht moralisch Verwerfliches finden Tageskarten am Parkplatz weiterzuverkaufen. Ich hab schon oft noch ein paar "Mack" :D dafür bekommen oder mir auch etwas gespart.

Der Hammer war mal am Spitzing als ich eine Karte geschenkt bekommen habe (strömender Regen); dann bin ich 3 mal gefahren (noch mit der alten Stümpflingbahn), als es dann nass zur Unterhose reinkam hab ich die Karte wieder weiter verschenkt :D

wir haben als letzes mal jemand in laterns früher heimgefahren ist die karten direkt an der kasse weiterverkauft hat keinen gestört (also nicht die saisonkarte)
 
TPD schrieb:
Nochmal:
Alleine dadurch, das kein Namen/Foto drauf ist, wird es nicht zu einer UNPERSÖNLICHEN Tageskarte.
Das ist mir schon klar.
Aber wie wollen die Bergbahnen beweisen dass man mit einer weitergegebenen Karte herumfährt ?

Zwei möglichkeiten:
a) Sie erwischen jemand direkt beim Verkauf der Karte..

b) Technisch:
Digitale Kamera bei der Liftschranke.
Die Liftschranke registriert Tageskarte (inkl. Seriennummer der Karte), speichert Bild von der Person.
Bei nächsten mal das gleiche.
Wenn nun auf den zu der gleichen Karte gehörigen Bildern verschiedene Personen zu sehen sind :oops: :oops: :oops: :oops:

Aber darum ging es ja hier gar nicht.
bzw. im Gegenteil: Hier ging es ja darum, das Ski-Gebiete verstärkt gegen "schwarzfahrer" vorgehen wollen.
Und aus rechtlich sicht ist das fahren mit einer "fremden" Tageskarte nun mal "schwarzfahren".

Ob das nun verfolgt wird oder nicht, ist Sache des Ski-Gebietes.
sicherlich werden viele Gebiete da bei Tageskarten nicht so drauf achten.

Gruß, Jens
 
Wenn nun auf den zu der gleichen Karte gehörigen Bildern verschiedene Personen zu sehen sind

Hab ich sie im Pulk gekauft und wahllos verteilt. Haben die Skikarten am Mittag auf einen Haufen geschmissen und daher verwechselt.

Sie erwischen jemand direkt beim Verkauf der Karte..

Er hat sie mir geschenkt. Wir haben uns gerade unterhalten, keine Karten verkauft.


=> So etwas zu beweisen dürfte schlichtweg unmöglich sein.
 
jens.f schrieb:
TPD schrieb:
Nochmal:
Alleine dadurch, das kein Namen/Foto drauf ist, wird es nicht zu einer UNPERSÖNLICHEN Tageskarte.
Das ist mir schon klar.
Aber wie wollen die Bergbahnen beweisen dass man mit einer weitergegebenen Karte herumfährt ?


b) Technisch:
Digitale Kamera bei der Liftschranke.
Die Liftschranke registriert Tageskarte (inkl. Seriennummer der Karte), speichert Bild von der Person.
Bei nächsten mal das gleiche.
Wenn nun auf den zu der gleichen Karte gehörigen Bildern verschiedene Personen zu sehen sind :oops: :oops: :oops: :oops:

Gruß, Jens

naja bei der helm und skibrillenquote wird die wiedererkennung sicherlich verdammt schwierig für das system :))
 
baeckerbursch schrieb:
Wenn nun auf den zu der gleichen Karte gehörigen Bildern verschiedene Personen zu sehen sind

Hab ich sie im Pulk gekauft und wahllos verteilt. Haben die Skikarten am Mittag auf einen Haufen geschmissen und daher verwechselt.

Was aber nicht viel an der Situation ändern würde:
Mit der "falschen" karte darfst Du nicht fahren.
Auch, wenn das nicht absichtlich und wissentlich geschieht.

Du könnest in diesem Fall nicht strafrechtlich belangt werden, da kein Vorsatz.
Aber ein Verstoß gegen die Beförderungsbestimmungen wäre es trotzdem und die Karte könnte eingezogen werden.

Sie erwischen jemand direkt beim Verkauf der Karte..

Er hat sie mir geschenkt. Wir haben uns gerade unterhalten, keine Karten verkauft.

a) Auch mit einer geschenkten (fremden) Karte darf man nicht fahren, wenn die Karte vorher schon von einer anderen Person benutzt wurde.

b) Eine Seilbahngesellschaft könnte auch auf die Idee kommen, "Lockvögel" lozuschicken, die versuchen, Karten anzubieten oder Karten zu kaufen - wenn man dann an so einen gerät.

Aber wie gesagt:
Bitte hier Trennen zwischen Theorie (Rechtslage) und Praxis.

In der Praxis ist die weitergabe eine Tageskarte natürlich schwer zu beweisen und die Ski-Gebiete werden sich wohl nicht allzusehr bemühen - denen geht es eher um die Weitergabe von Saison-Karten oder mehrtageskarten.

Bestimmt hat jeder schon mal eine Tageskarte weitergegeben - aber legal ist das (leider) nicht.

Wenn es mal - wie auch immer - auffliegen sollte, ist man die Liftkarte los und hat evtl. sogar eine Betrugsanzeige am hals.
Das ist zwar nicht sehr wahrscheinlich - aber daß muß dann jeder selbst abwägen.

Aber in diesem Thread ging es ja auch genau darum, daß die Liftgesellschaften sich über den "schwarzfahrer-Anteil" beklagen und eben maßnahmen ergreifen wollen, dies einzudämmen - wie genau daß nun gehen soll, liegt natürlich in der Fantasie der Liftgesellschaften.
Und bei den Geldbeträgen, um die es hier geht, könnte ich mir durchaus vorstellen, daß hier z.B. Privatdetektive angeheuert werden könnten (die dann z.B. Lockvogel spielen).

Gruß, Jens
 
Lockvögel halte ich für problematisch, weil man so sich dem Vorwurf aussetzt einen Tatbestand zu provozieren. Denn es kann dann ja passieren, dass einer, der seine Karte eigentlich gar nicht verkaufen wollte es nun doch macht weil er darauf angesprochen wurde. Das wiederum erfüllt für mich den Tatbestand der Anstiftung.

Man müsste also den Einsatz von solchen Lockvögeln klar und deutlich anzeigen. Dies könnte auch den erwünschten abschreckenden Effekt haben. Alles andere halte ich für einen eklatanten Vertrauensbruch dem Kunden gegenüber und wäre für mich ein Grund ein solches Skigebiet zu meiden!
 
Zum Thema "wie man ertappt werden kann:" Bei manchen Skipässen wird auf der Karte das Geschlecht des Käufers vermerkt - und es könnte problemlos auch das ungefähre Alter vermerkt werden.

Zum Thema "Tourenski": Bei Liften ohne Zutrittssystem wird man mit Tourenski durchaus mal angehalten, die Karte vorzuzeigen!


Ich find das Verhalten der Bergbahnen in der Hinsicht durchaus OK.

Allerdings eingeschränkt: Schließlich machen die ja da hauptsächlich deshalb, weil man eben mit einer Vor- und Nachmittagskarte zusammen mehr verdient als mit einer Tageskarte. Und das find ich wiederum unverschämt: Dass der Preisunterschied zwischen Halb- und Tageskarten meist nur um die 20% ist, anstatt 40-50%, wie es richtig wäre.
 
Bei manchen Skipässen wird auf der Karte das Geschlecht des Käufers vermerkt - und es könnte problemlos auch das ungefähre Alter vermerkt werden.
Und wie soll das funktionieren, wenn jemand mehrere Tageskarten kauft ? Im Normalfall steht ja nicht die ganze Gruppe / Familie an der Kasse an...
 
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