Petz schrieb:
Ich schließ mich an denn ne Klimaanlage hab ich schon seit über 10 Jahren; da verliert sogar die ärgste Tageshitze ihren Schrecken wenn man weiß, daß man sich abends in kühle Räume zurückziehen und wie ein Murmeltier pennen kann.
Zu diesem Thema geistert in meinem Kopf schon seit längerem eine Frage herum, und nun nutze ich die Gelegenheit um eine Diskussion zu starten: bilde ich es mir nur ein oder sind Klimaanlagen in Österreich in Wohnungen und Privathäusern noch sehr wenig verbreitet? Dabei denke ich nicht an Wintersportorte in Alpentälern - dort kann ich die Abwesenheit von Klimaanlagen sogar halbwegs verstehen, obwohl es auch in einem Schladming, Zell am See oder Mayrhofen unangenehm heiss werden kann. Aber auch im Flachland im Osten und Süden der Alpenrepublik ist diese zweitwichtigste Erfindung des 20. Jahrhunderts (nach der Schneekanone, versteht sich

) seht wenig verbreitert. Kann mir jemand den Grund nennen? Ist es einfach Konservatismus, Unwissen, verbreitete Klischees (man wird krank davon / das Ding verbraucht Unmengen an Strom / die Ausseneinheit verdirbt das schöne Aussehen des Hauses etc.) oder was? An Geld kann es ja nicht legen, wer sich ein Haus um 200000 oder 300000 Euro leisten kann der wird doch noch 500 Euronen für ne Kiste zusammenkratzen, oder? Sehr drastisch sieht man dieses Phänomen wenn man z. B. die knapp 60 km von Maribor nach Graz fährt: noch 1 km südlich von Spielfeld, also auf der slowenischen Seite, hat etwa jedes zweite neu gebaute Haus mindestens eine 'Kiste' irgendwo unterm Dachvorsprung, etliche auch zwei davon. Nördlich der Mur ist auf einmal Schluss damit, obwohl sich das Klima auf der kurzen Distanz bestimmt nicht verändert hat. Oder: probiert mal, an einem der Kärntner Seen, bei 32 Grad Aussentemperatur, ein klimatisiertes Restaurant zu finden: viel Glück dabei! Ich versteh's nicht

, kann mir da jemand nen Tipp geben?
Update aus Maribor: ausnahmsweise ist diesmal der Osten im Vergleich zum Westen des Alpenraumes (noch) wetterbegünstigt, gestern 27 und heute 28 Grad sind (gerade) noch zu ertragen - angenehm ist was anderes, aber es geht, zumal die Luft trocken ist, der Himmel blau und immer noch ein leichter Nordwind spührbar ist. Leider wird es nicht so bleiben, die kommenden Tage werde ich wohl wieder zum nachtaktiven Tier

. Und das schlimmste: kein Ende in Sicht, alle ernstzunehmenden Prognosen über 5 bis 7 Tage sagen hochsommernliche Hitze voraus, und bei Aussichten auf eine Kaltfront in etwa 10 Tagen bin ich ähnlich vorsichtig wie Starli:
Auf die sinkenden Temperaturen in der 2. Woche der 2-Wochen-Vorhersage zu vertrauen hab ich mir nach den letzten Jahren abgewöhnt ...
Volle Zustimmung, im Vorjahr haben sie uns von Mitte Juli bis Ende August an der Nase herumgezogen, dass 'in etwa 10 Tagen' ne richtige Abkühlung kommt

. Generell sind mir im Sommer, wenn es schon heiss sein muss, kurze Hitzeperioden, unterbrochen von Abkühlungen, wesentlich lieber als eine einzige Hitzewelle. Wenn ich draussen schon 30 Grad habe dann tut es (psychologisch) gut zu wissen, dass es in 3 - 4 Tagen vorbei ist. Nun heisst es aber: abwarten, durchhalten und positive Anzeichen suchen: die Tage warden gaaanz langsam kürzer (OK, 7 Minuten in den kommenden 7 Tagen, aber immerhin ...

) und in 2 Monaten ist's mit dem Sommer eh vorbei

!