Einfach schade, dass man keine saubere logische technische Unterteilung unter Seilbahen hat.
Mag wirklich nicht x-mal dasselbe schreiben, Hilfs- sowie Notantriebe wurden ausführlich in entsprechenden Topics besprochen.
Die Aufstellungshöhe wurde ebenfalls unter "Aufstellhöhe" diskutiert.
Hier werden verschieden Themen angesprochen:
1) Antrieb in Berg- oder Talstation
Vorteilhaft in Bergstation, da Hangabtrieb die Reibung bei angetriebenen und/oder gebremsten Seilscheiben erhöht.
Antrieb in Talsation kann aufgrund der Unzugänglichkeit der Bergstation, z.B. auch bei Werksbahnen, massgebend sein. Die Stromzufuhr sowie Zugänglichkeit für den Bau können ebenfalls eine Rolle spielen, wobei man heute eigentlich überall Bauseilbahnen erstellen kann und auch Helikopter routeninmässiger als früher eingesetzt werden.
Ausserhalb CH sind auch auf Schienen geführte Spanngewichte (an der Oberfläche, ohne Spannschacht) anzutreffen, in CH sehr selten wenn überhaupt.
2) Beide Antriebe in Mittelstation
Vorteilhaft für Personal.
Vorteilhafte Synergien bei Notantrieb (Dieselmotoren bei Dieselmotorpanne zuteilbar auf die andere Sektion, entweder hydraulisch bei dieselhydrostatischem Notantrieb, oder elektrisch bei dieselektrischem Notantrieb).
MS (Mittelspannung) nur bis Mittelstation sofern Stromverbrauch im Bergstationsbereich sehr gering ist (ggf. Bergstation in NS bis knapp unter 1000 V anstelle MS (Mittelspannung, hier meist 10 bis 20 kV gemeint) speisen, ist jedoch selten).
3) Stromversorgung
Mittelspannungsleitung. Kosten der Leitung und Schaltanlage kaum von der Leistung abhängig, ausser für die Trafos sehr ähnliche Kosten, ob für ein kleines Gipfelrestautant in Berg(gegen/umlauf)station mit Trafo 160 kVA oder Antrieb in Bergstation mit 2000 kVA Trafo. Teuer ist das Verlegen der Kabelrohre.
4) Aufstellungshöhe
Aufstellungshöhe beeinflusst Luftdruck.
Gewisse Koponenten sind direkt auf einen niedrigeren Luftdruck empfindlich, oft spielen jedoch physikalische Eigenschaften, die vom absoluten Luftdruck abhängig, sind eine Rolle.
4.1) Verringerte Lutfdichte
Verringerte Kühlleistung (natürlich sowie Zwangsbelüftet).
Geringere Luftwiderstände (mach doch einiges aus, jedoch meist weniger als die Fahrgeschwindigkeit z.B. von 5 auf 6 m/s erhöhen).
Helikoptertransporte (Minderung der Nutzlast).
...
4.2) Verringerter Sauerstoffgehalt
Beeinflusst Leistungsfähigkeit von Motoren, bei Ladeluftverdichung (Turbo) relativ geringer Einfluss.
Beeinflusst ggf. Lösschsysteme.
Beeinflusst Explosionsschutz (ATEX).
...
4.3) Veränderte dielektrische Eigenschaften
Beeinflusst luftisolierte Systeme (siehe Luft- und Kriechstrecken, Überspannungskategorien, PELV/SELV Trennung, Messgeräte CAT,...).
Hier nur als Beispiel. Im elektrotechnischen Bereich insbes. bei 690 V sowie DC (Solar bei hoher Stringspannung) sind Auslegungen zu überprüfen. Sehr viele Anlagen oberhalb 2500 m ü.M. Aufstellungshöhe sind formal nicht konform und ebenso deren Abnahmeprotokolle. Gewisse Sicherheitskomponenten werden über 2000 m ü.M. entgegen den Herstellerfreigaben eingesetzt (in der Praxis meist sicherheitstechnisch irrelevant, jedoch zulassungswidrig).
Für gewisse Komponenten sind deren Hersteller zu knauserig, um z.B. über 2000 m ü.M. zu zertifizieren wobei auch z.B 3000 m problemlos wären, während für andere die Ausfstellungshöhe effektiv Deratings bedingt.
Über Aufstellungshöhe bedingte Deratings schreibe ich später noch was. Für normierte Elektromotoren können einsatzbedingte Deratings bei den Typenschildangaben bereits berücksichtigt worden sein, dabei wird das Typenschild speziell erstellt und führt die von den Normenbereichen abweichende Aufstellhöhe auf. Falls die Aufstellungshöhe nicht auf dem Typenschild erwähnt ist, gelten die Bedingungen gemäss Normen und dann wird entsprechend anders ausgelegt.
Das Aufstellungshöhe bedingte Derating kann je nach Bedingungen durch niedrigere Umgebungslufttemperaturen etwas kompensiert werden, wobei man eher konservativ vorgehen sollte, dass die Temperaturen aus welcehn Gründen auch immer möglicherweise leicht ansteigen werden.
Teilweise wird aus Ignoranz zu knapp ausgelegt, jedoch meist aus Spargründen. Dies lohnt sich jedoch nicht, da die effektiven Betriebstemperaturen eine wesentlichen Einfluss auf die Lebensdauer vieler elektrotechnischer (inkl. Elektronik) Komponenten hat.
Den Wirkungsgrad von Elektromotoren wird teils durch Verkleinerung des Lüfters erreicht, dabei verbraucht zwar das Lüfterrad weniger Leistung, der Motor wird dabei jedoch weniger gut gekühlt, entsprechend verringert dies die Lebensdauer der Wicklung und der Motor endet früher im Elektroschrott und muss vorzeitig ersetzt werden. Alte Elektromotoren erreichen z.T. 50 Jahre Lebensdauer oder mehr, wie lange sich die neuen von den EU-Bürokraten obligatorisch geworden en Energiesparmotoren leben werden ist noch unbekannt, da der erfahrugsbezogene Zeitraum noch zu gering ist.
Richtig dimensionieren ist gar nicht so trivial, da muss man den optimalen Kompromiss finden.
In Mexico Cizy (2240 m ü.M) , La Paz (3640 m ü.M) oder El Alto (4150 m ü.M) lebt man allerdings auch mit Strom:
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_highest_large_cities