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Antrieb am Berg - Stromversorgung

Genau aus diesen Gründen habe ich für beide Bahnen jeweils einen Ersatz Anlasser, Dieselfilter und einen Satz Starterbatterien vor Ort um im Fall der Fälle reagieren zu können. So einen Anlasser wechselt man in ca 15 Minuten. Besser als eine Bergung.
 
Lagorce schrieb:
Bevor man in der Schweiz auf "CEN" umstieg (übernahme der EN) galten die Verordnungen des BAV (https://www.bav.admin.ch/bav/de/home/verkehrsmittel/seilbahnen/rechtliche-grundlagen-rl-infos/rechtliche-grundlagen-normen.html) bei denen zwischen Hilfs- und Notantrieb unterchieden wurde. Müsste allerdings nachlesen, weiss es nicht mehr auswendig und habe es auch in Forumbeiträgen verwechselt.

Die ANSI B77 kenne ich nicht, Bahnen reiner US Hersteller à la Riblet oder Yan hätte man allesamt vor Jahren verschrotten sollen. Unzähligen US Sesselbahnen wären in bereits halbwegs seilbahnzivilisierten Ländern die Betriebsbewilligungs längst entzogen worden.

Hilfsantrieb nach BAV = zusätzlicher (meist Dieselhydrostatisch) Antrieb der auf das Getriebe wirkt, nicht direkt auf die Antriebsscheibe.

Hilfsantrieb nach CEN = zusätzlicher Antrieb den die Bahn mit mindestens 50% Fahrgeschwindigkeit/Leistung betreiben kann.

Übrigends du wirst lachen, aber in Fronggreich gibt es einige Yan Sesselbahnen welche unter der Schirmherrschaft von Skirail entstanden sind.
Beispiel:
https://www.remontees-mecaniques.net/bdd/reportage-tsf3-mont-blanc-yan-lift-engineering-2478.html
 
@Markus:
Hatte Reserveanlasser ganz vergessen. Ist bei stationären Motoren fast immer besser zugänglich als bei Fahrzeugen. Mit gutem Werkzeug kann man einen Anlasser innert 10 Minuten auswechseln sofern sich die beiden Schrauben gut lösen lassen (meist nicht verrostet da geschützt) und man keine Probleme mit den Ab- und wieder Anklemmen des Batteriepluspols hat. Was Polfett, Schmiergelpapier und ggf. C-förmiger Doppelringschlüssel (12-kant) können sinnvoll sein. Auch Ratschen mit Kardangelenk und verschieden lange Verlängerungen können u.U. vorteilhaft sein, am besten mal üben und dabei den Zustand der Verzahnung und Schmierung überprüfen.

Bin selbst immer wieder erstaunt wie z.T. bei Grossbetrieben (inkl. 1 Mia. oder mehr Umsatz) sogar bei Serienarbeiten nicht das optimale Werkzeug vorhanden ist, wobei man es innert kurzer Zeit rentabilisieren könnte. Auch bei Seilbahnmontagearbeiten ist dies nicht selten der Fall, wobei dann jedoch ausserhalb von Stationsarbeiten das zu herumschleppende Gewicht dann eine Rolle spielt. Auf eine Stütze nimmt man nur was erforderlich ist wenn man sie vom Boden aus erreichen muss.

@ATV:
Die BAV Verordnungen habe ich früher mal durchgelesen, die EN nur teilweise. Kann mich echt nicht mehr an solche Einzelheiten erinnern. Irgendwo war glaub noch was bzgl. Antrieben, mit denen man betriebsmässig fahren kann jedoch ggf. mit reduzierter Geschwindigkeit. Für eine US Sesselbhan (?) hat IIRC Kissling eine ganz spezielles Getriebe mit Antrieb durch zwei Dieselmotoren gebaut, weiss nicht mehr genau.

Dass sich die Grande Nation auf sowas einliess... Wusste ich gar nicht.
Meinte in Spanien sei noch irgendwo so ein Krüppelgeschwür, weiss jedoch nicht, ob immer noch in Betrieb.

Hoffe nur dass Vail Resorts nicht Sesselbahnen à la USA in der Schweiz bauen will, dann CHF 289.00 für eine Tageskarte verlangen und um 15h00 schliessen wird.

Hier müsste man Fahrgästen eine Risikoprämie auszahlen, damit sie es wagen würden, mit so schrottigen Sesselbahnen zu fahren wie man sie oft in den USA antrifft.

Wie sieht es eigentlich mit den Synergien STA/LST aus? Hat nicht STA den Bartholet Kombi in Thyon 2000 montiert? Und den "Hydro" LST Skilift?
Jedenfalls wurde dort kein Bartholet Wunderdirektantrieb sondern ein bewährter Direct Drive von L-P mit 2 FU Modulen verbaut.
 
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