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Ärger über Wartenschlangen ohne Abstände

Hier werden jetzt bei einem großen Ansturm die Pkws schon einige Kilometer vor der Bahn auf Parkplätze geleitet und die Gäste dann mit Shuttlebussen zur Bahn gefahren. Damit kommen die Wintersportler gestaffelter zur Bahn und drängen weniger, hofft man bei den Bergbahnen.

Und am Bus entstehen dann keine Schlangen bzw. Gedränge? Oder wie läuft das ab?
 
Mehr Kapazität / schnellere Fahrtgeschwindigkeit, längere Betriebszeiten mit früherer Öffnung - also alles was entzerrt kommt jetzt hoffentlich mit Druck auf die Betreiber zu. Da das alles Kosten verursacht hat man wohl versucht, mit ein paar Aufklebern aus der Nummer raus zu kommen ;)
 
Drahtseil schrieb:
Hier werden jetzt bei einem großen Ansturm die Pkws schon einige Kilometer vor der Bahn auf Parkplätze geleitet und die Gäste dann mit Shuttlebussen zur Bahn gefahren. Damit kommen die Wintersportler gestaffelter zur Bahn und drängen weniger, hofft man bei den Bergbahnen.

Und am Bus entstehen dann keine Schlangen bzw. Gedränge? Oder wie läuft das ab?

Erfahrung Stubai am Sonntag: der Shuttlebus wird komplett aufgefüllt inklusive der dadurch bedingten Wartezeiten. Kurz vor Abfahrt des Shuttles überholt uns dann ein fast leerer Linienbus..

Gerade beim Stubaier Gletscher ärgert es mich auch immer dass die Linienbusverbindung so schlecht ist. Mit einem Expressbus der nicht alle Orte Abklapper sondern auf der Hauptstrasse bleibt (plus ggf noch einer Überholmöglichkeit an den Autoschlangen vorbei) würde ich sofort Bus statt Auto fahren. Aber man braucht ja unbedingt die Autoschlangen im Tal..
 
Das Thema hat jedenfalls Potential zum medialen Super-GAU - in den Medien ging es ja in den letzten Wochen sehr stark darum, wie man den Wintertourismus retten kann - und da werden sich jetzt wohl viele fragen, ob DIESER Wintertourismus zusätzliche Einschränkungen oder gar einen Lockdown wert wäre... das Verständnis hierfür wird dadurch sicherlich nicht steigen.

Jedenfalls ist das Thema u.a. im Standard, im Münchner Merkur usw. groß präsent - und jetzt dann auch gleich noch in der ZIB1...

Es bleibt zu hoffen, dass das nicht der Anfang vom Ende der heurigen Saison ist...

Letzten Endes sind heuer wohl an den Wochenenden ähnlich viele, wenn nicht sogar noch mehr Leute als in den vergangenen Jahren auf den Gletschern... abgesehen von Aufklebern und Abstandshinweisen, Seilbahnpersonal mit MNS und zusätzlichen Absperrgittern war bisher aber nicht viel mehr zu sehen...

Maximalgeschwindigkeit der Bahnen, auch unterhalb der Kapazitätsgrenzen?
Weniger Personen je Fahrbetriebsmittel?
Entzerrung der Stoßzeiten durch verlängerte Betriebszeiten?
Kapazitätsbeschränkungen bei Anlagen mit geschlossenen Fahrbetriebsmitteln?
Besucherhöchstzahlen im Allgemeinen?

All das ist wohl bisher zwar zum Teil angekündigt, aber in der Praxis kaum wo umgesetzt worden... Man hätte sich wirklich darauf vorbereiten können, ein gutes Konzept entwickeln und somit medial positive Resonanz ernten können - es ist ja nicht so, dass die Situation im Gletscherherbst nicht vorhersehbar wäre... jetzt steht man aber, auch völlig zurecht, ziemlich doof da und muss echt aufpassen, dass der Schuss nicht nach hinten losgeht...
 
Ram-Brand schrieb:
Wartemarken ziehen? ;-)

Gab es mal für die Eibseebahn für die Talfahrt als ich beim GAP Summer Camp war, und die Zahnradbahn Revision hatte. Dürfte bald 20 Jahre her sein..

Ganz früher auch bei der Nordkettenbahn, aber das war lange vor meiner Zeit.
 
Ram-Brand schrieb:
Wartemarken ziehen? ;-)
Das wäre für einige hier lustig, wir haben ja schon Probleme an manchen Anlagen mit der Totzeit der Drehkreuze, die behaupten man habe ein Doppelbenutzung, weil man für einen Umlauf zu schnell wieder unten war :lol:
 
Erfahrung vom Kitzsteinhorn am Montag:

- in der Früh: trotz langer Schlange (natürlich ohne Abstand zwischen den Leuten) öffnet der Gletscherjet 1 erst um 8 Uhr, die Panoramabahn überhaupt erst später.

- oben angekommen am Alpincenter muss man wieder 10 Minuten warten, bis Gletscherjet 3+4 aufsperren. Die Warteschlange ohne Abstand vom Gletscherjet 1 bildet sich erneut.

- in dieser Zeit sollte es selbstverständlich sein, dass bei jeder Gondel Kabine die Fenster fix offen sind.
Zahlreiche Kabinen sowohl im Gletscherjet 123 und 4 kommen mit geschlossenen Fenster im Tal an. Es sollte zum selbstverständlichen Service gehören, dass das Personal die Kabine nach verlassen der Skifahrer auf geöffnete Fenster kontrolliert wird, bevor die Kabine wieder mit Leuten befüllt wird.

- Trotz viel Neuschnee und durchgehender Minustemperaturen in der letzten Woche bringt man nicht die nötige Motivation auf, mithilfe von ein bisschen Schneeverschiebungen das Angebot schnellstmöglich zu weitern, um die Skifahrerströme besser verteilen zu können.

- Abstand gibt es sowieso nicht, dazu kommen zahlreiche holländische Skiclubs/Trainingsgruppen, die sich scheinbar an keine Maskenpflicht halten müssen. Sie führen sich auf, schreien herum, schließen bei jeder Bergfahrt die Fenster in der Gondel.

Hoffentlich ist das nicht der Anfang vom Ende :twisted:
 
Ich würde bei jeder neuralgischen Bahn zwei Warteschlangen vorschlagen, wobei aus beiden Warteschlangen abwechselnd in ein Fahrbetriebsmittel eingestiegen wird. Also eine Gondel für Warteschlange 1, dann Gondel für 2, 1, 2 usw. Damit dies auch so in der Praxis funktioniert, müsste das ein Mitarbeiter entsprechend überwachen.

Warteschlange 1: Für all jene die es besonders eilig haben. Ausgeschildert mit "Expreses-Queue" oder so ähnlich, mit Zusatzschild "Sponsored by Marlboro Racing".


Warteschlange 2: Für jene die Social Distancing einhalten möchten, und Wert darauf legen, dass dies die andern auch tun. Augeschildert mit "Ordinary-Queue" mit Zusatzschild "Bitte Social Distancing Regeln einhalten".
 
Ich war ja letztes WE gleich 2x beim Schifahren. Am Samstag, da war aber weniger gutes Wetter und auf Gut Glück rein gefahren:

Pitztaler: In den Stationen der Gondeln wurde auf den MNS geachtet und ggf. auch mit Gesten darauf hingewiesen, das Personal keine Maske, die SSB nicht voll befüllt, aber dennoch 15-Minuten Takt (daher Spätstart, weil am Morgen verschlafen) die Gondeln oben liefen aber nicht auf Volles Tempo, ich hab ja immer ein GPS mit da sieht man das, wenn man das Vmax der Anlage weiß!

Hintertuxer: Hochbetrieb wie in Normalen Herbstferienzeiten aber in den Stationen (Gondeln) wurde penibel auf die Maskenpflicht geachtet und auch vom Personal überwacht. An den Zubringern suboptimalerweise nur die seitlichen Zugänge geöffnet, hat also eine Schlange Provoziert. Abstand ähnlich wie im Berufsverkehr in München im ÖPNV nicht einzuhalten, fühlte sich an wie in einer Vollen U-Bahn oder einem vollen Bus. Bei der 6KSB/B, wenn keiner Maske trug, ebenfalls ab, Haube offen und rauf, wenn Mitfahrer Maske oder Buff oben hatten, ebenso hochgezogen. An den Schleppern und der DSB war man nicht ganz so genau, aber um die 90% der Gäste hielten sich an den MNS (allerdings wars ein kalter Tag) Nachmittags als weniger los war blieb der aber gerne mal runtergezogen, was mich im Freien nicht stört, besser belüftet geht ja nicht! Die 4EUB lief auch (vormittags) ist aber Mitte Oktober eher selten, zumindest die letzten Jahre fuhr die so früh eher selten, die nahm ich dann für die Bergfahrt.

Gestört hat mich die zum Teil laxe Auslegung der Regelungen aber ohnehin nicht. Da man sich ja offenbar überall damit Anstecken kann, müsste man sich eigtl. Einsperren, aber wenn man Leben will und nicht dahinvegetieren suboptimal. Und ich halte das Risiko mich in einem Schigebiet, wo eh die meisten Aktivitäten ohnehin an der Frischen Luft stattfinden anzustecken für deutlich geringer als in einer Großstadt wie z.B. München. oder eben auch Innsbruck!

mFg Widdi
 
"Konzept entwickeln" hab ich jetzt schon mehrfach gelesen.
Könnte mal irgendjemand der meint dies wäre ja so einfach, ein Grobkonzept skizzieren unter besonderer Berücksichtigung des § 106 des österr. Seilbahngesetzes?
Wäre doch megacool, wenn die geballte Kompetenz der Insiderexperten des Alpinforums das gegenwärtige Problem in den Anstehbereich lösen könnte.
 
Die Konzepte hat ja niemand im AF entwickelt, da sind im Sommer große Töne aus Politik und Branchenvertretern zu lesen gewesen - bin jetzt aber zu faul die alten Berichte und Links zu suchen.
War im groben und ganzen das was lanschi oben aufgezählt hat.
 
Sorry, ich habe wirtschaftlich realistisch vergessen... also ersetze oben "Grobkonzept" durch "wirtschaftlich realistisches Grobkonzept".
 
Ich glaub das ist jedem bewusst dass diese Konzepte massive Mehrkosten bedeuten, Änderung von Arbeitszeitmodellen - mehr Personal/Schichten, etc. dann der Verschleiß etc...

Wenn das wirtschaftlich nicht umsetzbar ist darf man eben solche Tönen nicht spucken und dann nichts machen.

Beim Arzt zahlt man dieses Jahr (in D) ja diese tolle Corona Pauschale GOÄ, selbst mein Autohaus hatte eine Position drin für "Hygieneaufwand" beim Kundendienst. Das könnten die Betreiber ja analog auf den Skipass umlegen - wer Hygiene 5.0 will, soll eben dafür bezahlen ;) aber diesen Konflikt will man wohl nicht austragen, inkonsequent wie die ganze Corona Politik eben.
 
Man sollte die mit viel Trööhrööh in den Medien verkündeten Konzepte aber auch umsetzten. Dass das nicht lückenlos in allen Bereichen funktioniert ist klar, aber das Bemühen sollte klar erkennbar sein - schon wegen der sensibilisierten Öffentlichkeit um sich nicht ins eigene Fleisch zu schneiden. Nicht zuletzt hängt vieles von der Compliance der Gäste ab - wo an der einen oder anderen Stelle wahrscheinlich ein bisschen Nachdruck erforderlich sein wird.
Wenn man es jetzt dabei belässt ein paar Aufkleber auf Gondelscheiben zu pappen und hier und da einen Desispender hinzuhängen verspielen sie den letzten Rest Glaubwürdigkeit.
Die Leute auf vorgeschalteten Parkplätzen "abzufangen" und in Busse zu gepfercht an die Talstation zu karren ist natürlich großer Käse. :rolleyes:

Die "Hygienepauschale" beim Autoservice hatte ich auch. Dafür war die Karre innen lange nicht mehr so sauber. Selbst die Fussmatten sahen aus wie neu. :lach:
 
Kapi schrieb:
Wie sagte Söder ganz richtig in seiner Regierungserklärung heute? Die Charakterprüfung erfolgt jetzt, im Herbst.
Viele werden durchfallen und sie nicht bestehen, sage ich. :evil:

K.

Weil viele vielleicht auch die Schnauze voll haben von dem was Herr Söder in den letzten Wochen immer palabert hat.
 
Was habt ihr denn alle erwartet? Dass sich nach x Jahrzehnten des Drängelns und Schiebens jetzt von heut auf morgen was ändert? Der gemeine Skifahrer hat noch nicht erkannt, das es nicht schneller in der Warteschlange voran geht wenn man drängelt, quetscht und schiebt.
Letzte Woche mit Tochter im Phantasialand gewesen und dort hat das Hygienekonzept hervorragend funktioniert.Es würden die Wartezonen vor den Attraktionen verlängert, Markierungen am Boden, MNS wurde strengstens drauf geachtet. Immer die gleichen Durchsagen. Und siehe da, es funktieonierte. Total entspanntes Anstehen mit einem guten Gefühl. Die Wartezeit war natürlich, und das sollte jedem Denken könnenen Zweibeiner einleuchten, keinen Deut länger.
 
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