Mittlerweile ist die Ursache festgestellt:
Bei den verwendeten Autotransportwagen handelt es sich um jeweils 2 starr gekuppelte 2achser. Die Luftleitung ist bei diesen normal gekuppelt. Damit sie nicht durchhängt, wird sie mit einem Drahtseil hochgebunden. Dieses Drahtseil riss an einen de vordersten Wägen, wodurch die Lufkupplung nach unten fiel. Dummerweise befand sich im Gleis für Bauarbeiten gelagerte und niedergebundene Schienen (dies ist zulässig und üblich). Ausgerechnet an dieser Stelle bleib die Luftkupplung hängen und riß. Dies führt zu einem Druckabfall in der Bremsleitung und damit zu einer Zwangsbremsung. Dummerweise wurde das Schlauchstück am in Fahrtrichtung hinteren WAgen so nach hinten geschleudert, dass der Schlauch abknickte - damit kein Druckabfall im hinteren Zugteil und damit auch keine Zwangsbremsung.
Der Lokführer bemerkte den Druckabfall und die Bremsung und dachte an eine Zugtrennung leitete selber eine Notbremsung ein. Leider ohne Erfolg, da der grossteil des zuges ungebremst schob. Irgendwann entgleisten ein paar Wagen und rissen die Oberleitung hinunter... Der Lokführer betätigte Lehrbuchmässig den NotAus in der Lok, woraufhin der Hauptschalter ausgeschaltet wurde und der Stromabnehmer abgesenkt wurde. Leider wurde damit auch die E-Bremse ausgeschaltet.... Und irgendwann kam die Kurve..