pat_rick hat mich überredet, einer meiner vier Tage in Flims in Lenzerheide-Arosa zu verbingen, idealerweise heute, weil er dann am meisten Zeit hatte. Es brauchte heute Morgen etwas Überwindung, ins Auto zu steigen, zumal in Flims blauer Himmel herrschte und es Richtung Lenzerheide bewölkt aussah. So war ich um 8.25 auf dem Proschieri-SL und genoss drei Fahrten auf der roten am Stätzerhorn, bis er es von Arosa kommend auch dorthin schaffte. Lenzerheide West enttäuschte etwas. Ausser der obere Hang am Stätzerhorn, der superschön war, waren alle Pisten etwas unruhig und/oder knollig. Die Präparation gegen Abend, wenn die schattigen Pisten wieder anziehen, ist wohl nicht so einfach. pat_rick teilte mein Empfinden resp. fand es sogar noch störender als ich. Zudem war sehr viel los. Deutlich mehr als gestern in Laax. Hmmm.
Die Wolkenfelder verzogen sich zum Glück rasch wieder. Das ist mein Lieblingshang auf der Heide:
Aber das Gewusel weiter unten erinnert an Tirol:
Der Blick vom Scalottas in meine Heimat ist immer wieder schön:
Die Schäfermulde war etwas besser und vor allem auch leerer:
Die Fis sehr unruhig präpariert. Das könnten sie eigentlich besser...
Sogar am Gertrud staute es und das Trasse war miserabel hergerichtet.
Lavoz ist sowieso oft ein Gewusel. Heute erst recht:
Die schwarze am Cumascheals war leider im unteren Bereich schon etwas ausgefahren/weich, obwohl an dem Lift ja eigentlich immer wenig los ist.
Weisshorn-Mulde überraschte mich. Da sie so sehr in der Nachmittagssonne steht, hätte ich sie härter erwartet. Die machte Spass!
Weiter ging es Richtung Urdenfürggli...
...und nach Arosa, wo die Pisten allgemein deutlich besser sind. Pulvrig, gut präpariert und teilweise weniger los:
Schon letztes Jahr hatte ich hier eine vermeintliche Abschlussfahrt gemacht. Und sie dreht immer noch ihre gemächlichen Runden:
Wieder ein Blick nach Flims. Von hier erkennt man das Laaxer Skigebiet extrem gut, umgekehrt ist es wahnsinnig schwierig.
Für mich war es das erste Mal überhaupt, dass ich die Diamond-Slope fahren konnte. Im oberen Teil war sie superschön, top präpariert und völlig leer. Das wird dann wohl nächstes Jahr nicht mehr sein.
Der Steilhang macht es aber nicht mehr lang. Da hat es schon braune Stellen. Und auch nach dem Zusammenschluss mit der roten Kanonenrohrpiste kommt Dreck hervor. Die momentane Wärme ist für Naturschneepisten einfach Gift.
Um 13 Uhr musste pat_rick zur Arbeit. Leider. Es machte drum wie immer viel Spass mit ihm und wir hatten uns in letzter Zeit viel zu selten getroffen. Also ging es alleine weiter.
Die Weisshornpiste war im oberen Teil ebenfalls noch perfekt. Etwas weiter unten dann zwar sulzig, aber nicht annähernd so zerfahren wie die Pisten auf der Westseite der Lenzerheide schon vor zwei Stunden.
Die Diamond machte ich dann noch zwei weitere Male. Ich kann mich nicht erinnern, die DSB jemals mehr als einmal am Tag gefahren zu sein. Zusammen mit dem Tschuggen-Krüppel-Sessel wähnt man sich da ja schon fast in einem Nostalgie-Skigebiet.

Die Abfahrt nach Arosa war sehr bremsig und gut bevölkert:
Wieso ich diesen Schrottlift überhaupt fuhr, wo ich ihn doch überhaupt nicht mag? Weil es am Tomeli kurzzeitig eine lange Schlange hatte. Vermutlich Skischulnachmittagsbeginn.
Nun bin ich zurück im Aroser-Hauptskigebietsteil. Hier ist etwas mehr los als am Brüggerhorn, entsprechend auch die Pisten nicht mehr ganz so gut, aber es lässt sich aushalten. Insbesondere möchte ich dann noch die diversen Abfahrten an der Hörnli-KSB machen, die noch sehr gut aussehen.
Edit 15.15 Uhr:
Am Hörnli-Sessel gibt es Wartezeiten. Und er schaltet extrem oft ab. Das bringt mich sogar dazu, einmal bis zur EUB runterzufahren. Normalerweise vermisse ich die fehlenden EUBs in Lenzerheide-Arosa ja, aber in diesen viel zu warmen Tagen sind KSBs dann doch auch mir lieber. Der Hörnli ist ja öfters mal ein kalter Cheib, aber heute wunderbar luftig.
Aber die Pisten sind allesamt hervorragend.
Wie ich grad erfahren habe, wurde die Diamond Slope soeben auf unbestimmte Zeit geschlossen. Ein Fischmaul hat sich geöffnet. Bei meiner dritten Fahrt habe ich zwei Patrouilleure dort beobachtet und mir noch sowas gedacht. Glück gehabt, dass ich sie noch ausgiebig geniessen konnte!
Edit 16.30 Uhr:
Nach 9x Hörnli wechsle ich dann um 16 Uhr doch noch vorzeitig rüber zur Ostseite. Am Urdenfürggli die übliche spassbefreite Chaospiste:
Und leider hat auch die Weisshornmulde arg gelitten. Gut habe ich nicht früher gewechselt.
Die schwarze zur Motta sieht abgeblasener und härter aus, als sie ist. Sie lässt sich sogar um diese Zeit noch wunderbar carven. Gell Päde!!!!
Nun bleiben bis zur letzten Fahrt des Obertor-Sessel um 17 Uhr sogar noch 20min Zeit für eine Schoggi-Amaretto:
Fazit und
ein kleiner Vergleich zu Laax gestern:
In Laax war mit 9500 Gästen gestern deutlich weniger los (und heute waren es nochmal 1000 weniger) als hier. Das war hier manchmal doch ziemlich störend, sei es mit einem Gewusel auf der Piste oder mit Wartezeiten bei den Bahnen. Dafür halten zahlreiche Pisten dank der weniger vorhandenen Südexposition besser.
Lenzerheide war eine Enttäuschung, Arosa hat es wettgemacht. Insofern würde ich mal sagen, dass die Bilanz zwischen LH-A und Laax ausgeglichen ist. sr99 kann das vermutlich nicht verstehen, wibbe und pat_rick schon
Nachtrag:
Wow, ein super Service: Da fragt mich um 16.55 Uhr der Bähnler am Obertor-Sessel, ob ich noch Proschieri fahren müsse, was ich locker (leugnend) bejahe, worauf er antwortet, dass er somit rüberfunken werde, dass noch jemand komme. So nehme ich um 16.59 Uhr noch einmal den Bügel, 4min nach dem eigentlichen Betriebsschluss! Cool!