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Atomausstieg

Vadret

Gaislachkogl (3058m)
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Und in Mühleberg die BKW.
Beznau können sie unter Heimatschutz stellen und als Industriedenkmal weiterlaufen lassen. :lol: "Ältestes funktionierendes Atomkraftwerk der Welt" Währe mal was neues.

Der Populistenwahlkampf ist definitiv in der Schweiz angekommen. :roll: Bleibt zu hoffen, dass das nicht die gleichen Blüten wie in Deutschland.
 
Warum schließen die Leute alle Atomkraftwerken? Mann muss doch irgendwie Energie bekommen? Bekommt die Schweiz alles von Wasserkraftwerken?

Im jeden fall begreif ich die ganze Diskussion über Atomkraftwerken nicht. Es ist ein super saubere Art der Stromerzeugung. Das 'Restrisiko' ist nicht Erwähnenswert. Mann muss natürlich die Atomkraftwerken sehr sicher machen, aber 100% Sicherheit kann mann niemals haben. Und Erbeben in Europa sind sehr selten. Die letzte war Basel in 1365.

Natürlich sind Wasserkraftwerken besser für die Umwelt, aber z.B. Kohlenzentralen haben viel mehr negative Auswirkungen auf die Umwelt. :idea:

Jedermann muss in die heutigen Zeit Elektrizität haben, aber Atomkraftwerken wollen 'wir' nicht mehr. Das geht einfach nicht zusammen! Elektrizität ist ein Grundbedürfnis! Und Atomkraftwerken sind einfach notwendig für genug Strom in ganz Europa. Mann kann leider noch nicht Blitze fangen und speichern...
 
SnarfFlevoland schrieb:
Das 'Restrisiko' ist nicht Erwähnenswert.

Sorry, aber da geht mir das Messer in der Tasche auf. Erzähl das mal den Leuten in Japan. Alternativ darfst du auch gerne mal eine Reise nach Weißrussland unternehmen oder eine Uranmine besichtigen.

Von mir gibt's eine herzliche Gratulation an unsere Schweizer Nachbarn die auch endlich auf den richtigen Weg gekommen sind nachdem die Österreicher uns schon lange mit gutem Beispiel voran gehen (ohne Energiekriese).
 
Apropos Energiekriese. Kennt jemand das Geschichtchen vom Kaiseraugst? Damals hatte man auch eine Energiekrise heraufbeschworen die nie eingetroffen ist. Als man bemerkte, dass die Berechnungen falsch waren hat man in der ganzen Region günstige Elektrospeicheröfen verkauft. Praktisch alle Häser die Ende 70er Anfangs 80er Jahr in der Region gebaut wurden besitzen solch einen Stromfresser. :lach: Glaube niemals einer Statistik die du nicht selber gefälscht hast.
 
Genau... Gratulation an die französischen Energiebetriebe, welche die nächsten Jahre wohl Rekordgewinne einfahren werden...

@ Schweiz: Vor dem Ausstieg sollte man ein schlüssiges Energiekonzept zum Ausgleich der wegfallenden Atomenergiemenge haben.... irgendwie fehlt mir das in Deutschland, aber auch in der Schweiz bisher. Wenn Dieses vernünftig und dauerhaft funktioniert, ohne dass man dauerhaft Atomstrom aus dem Ausland kaufen muss, kann man die AKWs gerne sofort vom Netz nehmen. Vorher ists eher kritisch, da man von die Energielieferungen aus dem Ausland abhängig ist.

Noja.... werden halt wieder die mit sichersten Reaktoren Europas abgeschalten und als Ersatz in Osteuropa Schrottreaktoren gebaut, damit die Aussteiger Strom einkaufen können... so richtig durchdacht ist das Ganze IMO ned.

@ SnarfFlevoland: Das Restrisiko ist IMO nicht so gering wie du darstellst. Aber auch ned dermassen gross wie von den Paniker behauptet.
 
SnarfFlevoland schrieb:
Es ist ein super saubere Art der Stromerzeugung.
Genau. Vor allem die Uranaufbereitung, die Brennstäbewiederaufarbeitung (Ich sag' nur Sellafield) und die Endlagerung.
Alles sauber!

SnarfFlevoland schrieb:
Das 'Restrisiko' ist nicht Erwähnenswert.
Eben. Was für ein Restrisiko eigentlich?

Wen interessieren schon Ukrainer und Japaner...

Und wenn Borssele, die alte holländische AKW-Ruine, in die Luft fliegt, ist es geographisch zum Glück so plaziert, dass vor allem Belgier dran glauben müssen...
 
SnarfFlevoland schrieb:
Warum schließen die Leute alle Atomkraftwerken? Mann muss doch irgendwie Energie bekommen? Bekommt die Schweiz alles von Wasserkraftwerken?

Im jeden fall begreif ich die ganze Diskussion über Atomkraftwerken nicht. Es ist ein super saubere Art der Stromerzeugung. Das 'Restrisiko' ist nicht Erwähnenswert. Mann muss natürlich die Atomkraftwerken sehr sicher machen, aber 100% Sicherheit kann mann niemals haben. Und Erbeben in Europa sind sehr selten. Die letzte war Basel in 1365.

Natürlich sind Wasserkraftwerken besser für die Umwelt, aber z.B. Kohlenzentralen haben viel mehr negative Auswirkungen auf die Umwelt. :idea:

Jedermann muss in die heutigen Zeit Elektrizität haben, aber Atomkraftwerken wollen 'wir' nicht mehr. Das geht einfach nicht zusammen! Elektrizität ist ein Grundbedürfnis! Und Atomkraftwerken sind einfach notwendig für genug Strom in ganz Europa. Mann kann leider noch nicht Blitze fangen und speichern...

Gratulation zu diesem Beitrag. Solche Leute wie du sollten in Fukushima als Arbeiter eingesetzt werden; dann siehst du, was los ist :roll:
 
Begrüße die Entscheidung - Strom für diese (nicht so hohe Zahl) der AKWs zu erzeugen dürfte nicht so schwierig sein wie in Deutschland.

Wenigstens stellt man keine AKWs sofort ab, nur weil die Bevölkerung grad mal wieder rumspinnt und gleichzeitig vor der eigenen Haustüre nur kein Windpark, Wasserkraftwerk, Große Stromleitung oder sonst was haben will.

Grundsätzlich aber eine Schlusslinie zu ziehen, und die AKWs als Brückentechnologie zu definieren ist aber richtig ;)

Grüße
 
Geil, ideologische Grabenkämpfe nun auch hier. Gut dass trotz nur vier zur Zeit am Netz befindlichen AKWs noch ein bisschen Reststrom für's Internet übrig geblieben ist, sonst wär's ja langweilig :D
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Von mir gibt's eine herzliche Gratulation an unsere Schweizer Nachbarn die auch endlich auf den richtigen Weg gekommen sind nachdem die Österreicher uns schon lange mit gutem Beispiel voran gehen (ohne Energiekriese).
Ich lache mich schlapp ... Dir ist scheinbar entgangen, dass österreichische Anbieter bis zu 30% des Bedarfs mit Atomstromimporten decken!

Der Schweiz wird es wohl nicht anders gehen und Deutschland auch nicht, aber hauptsache man kann behaupten, ein Land produziert keinen Atomstrom mehr. Derartige "Ausstiege" sind Augenwischerei, daher gehören AKW als Brückentechnologie am Netz bis ein Land ohne derartige Importe selber auf eigenen (Strom)Beinen stehen kann.
 
snowflat schrieb:
...daher gehören AKW als Brückentechnologie am Netz bis ein Land ohne derartige Importe selber auf eigenen (Strom)Beinen stehen kann.

Anegnommen, es hätte nie AKWs gegeben, was wäre dann? Ich denke, es wäre nicht zu einer Energiekriese gekommen, sondern es wäre vielfach andere Technologien zum Einsatz gekommen.
Gerade in Österreich sehe ich noch viel Potential, was alternative Energien angeht. Ich sage nur Hainburg. ;) Es wäre vermutlich sehr einfach, diese 30 % Stromimporte durch selbst erzeugten Strom zu ersetzen, vorausgesetzt man nutzt bestehendes Potential.

Im Endefekt hat sich Österreich mit der Entscheidung, Zwentendorf nicht in Betrieb zu nehmen viel erspart. Denn es ist im Endeffekt um ein vielfaches besser, eine Investitionsruine stehen zu haben, als die ganzen Probleme (Atommüll, Rückbau, etc.), die die an und für sich CO2 neutrale Energieform mit sich bringt.

MFG Dachstein
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Sorry, aber da geht mir das Messer in der Tasche auf. Erzähl das mal den Leuten in Japan. Alternativ darfst du auch gerne mal eine Reise nach Weißrussland unternehmen oder eine Uranmine besichtigen.
Fabi111 schrieb:
Gratulation zu diesem Beitrag. Solche Leute wie du sollten in Fukushima als Arbeiter eingesetzt werden; dann siehst du, was los ist
8O Warum sind Deutsche Leute so schnell auf die Füße getreten über ein bisschen Atomkraft? Sorry, aber das begreif ich als Holländer einfach nicht! Du wolltest doch auch jeden Tag Strom haben? Oder brauchst du kein Computer, Fernseher, Mikrowelle, Staubsauger, Waschmaschine uzw. mehr?

Wie kann mann Duschen, ohne nass zu werden? Wir sollten allen sofort zurück in die Mittelalter gehen. Da können wir sterben von Hunger und Kriege, aber nicht mehr von eventuelle Strahlung. Ein viel bessere Welt! Komm doch bitte du Heuchler! :P

Natürlich ist es sehr bedauernswert was da in Japan und in Tschernobyl passiert ist. Dabei müssen wir aber nicht vergessen das Japan sich in der nähe von eine Verwerfungslinie befindet, wo auch oft heftige Erdbeben auftreten. Und Tschernobyl war einfach kein Unfall, sondern ein unkontrolliertes Experiment. So etwas passiert nicht 1..2..3.. :idea:

Tatsache ist, dass mann mit Windenergie oder Sonnenenergie sehr wenig anfangen kann. Die Stromerzeugung ist sehr wenig. In die Niederlände muss mann Hunderten Windmühlen bauen für nur ein kleines bisschen Strom. Mit unseren einzige Atomkraftwerk in Borssele Erzeugen wir in kürze Zeit viel mehr Strom. Und die Stromerzeugung ist auch viel Billiger. Andere alternative gibt es nicht. Nur in die Berge kann mann mit Wasserkraft richtig etwas anfangen.

Nitram70 schrieb:
http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml

und dann mal Gedanken machen über die so saubere und billige Energie
Viel von was da steht ist komplett Unsinn. Ein par zufällige Sachen:

  • Atomkraftwerken sind beinahe CO2 frei.
  • Atomkraftwerken brauchen kein fosielle Brennstoffe.
  • Uran ist sehr viel vorhanden und kann mann überall bekommen.
  • Pro Haushalt (3.500 kWh pro Jahr) wird nur 10 gram Radioaktiver Abfall produziert, wovon 9,5 gram Wiederverwendet werden kann, und nur 0,5 gram wirklich langfristig aufgelagert werden muss.
  • Krebs bekommt mann allein nur wenn ein Kernreaktor porös ist oder explodiert. Es gibt kein wissenschaftliche Beweise dass mann Krebs von gut funktionierende Atomkraftwerken bekommen kann.

Bjoerndetmold schrieb:
Und wenn Borssele, die alte holländische AKW-Ruine, in die Luft fliegt, ist es geographisch zum Glück so plaziert, dass vor allem Belgier dran glauben müssen...
Atomkraftwerk Borssele ist aber sehr modern ausgestattet und wird sehr gut gepflegt. So etwas fliegt nicht einfach in die Luft. Dafür braucht mann ein heftiges Erdbeben oder eine Bombe. In die Niederlände sind die par einzige Erdbeben so leicht, dass mit der Kernreaktor gar nichts passieren kann.

Dachstein schrieb:
Diese Annahme ist grundlegend falsch. Auch das Datum ist falsch. In den inneralpinen Störungszonen bebt die Erde fast täglich! Hier mal eine Liste der größeren Beben für den Berdich in uns um Österreich.
I agree, aber die Erdbeben sind nicht so schwer, dass mit ein moderne Atomkraftwerk etwas richtig passieren kann. Schwere und ernsthafte Erdbeben gibt es kaum (oder gar nicht) in West-Europa.

Der richtige Nachteil von Atomkraftwerken ist sicher die Radioaktive Abfälle. Aber wie gesagt ist 0,5 gram pro 3.500 kWh sehr wenig. Und die Radioaktive Abfälle kann mann auch irgendwo in die Wüste lagern.

Alte Atomkraftwerken muss mann natürlich schließen, abreißen oder Renovieren. Aber modern ausgestattete Atomkraftwerken sind nicht gefährlich. Laß dich nicht beängstigen durch Aktivisten und politischen Spiele. :wink:

Schlussendlich bin ich sicherlich auch die Meinung, dass wir nach sicherere Alternativen suchen müssen (z.B. Blitze fangen und speichern). Bis dahin ist Atomkraft für jetzt ein saubere und billige Art von Produktiven Stromerzeugung. In jedem fall viel besser als Stromerzeugung mit Kohlen, Öl, Gas und/oder Holz. Oder muss das Ruhrgebiet wieder die Umwelt verschmieren und verschmutzen?
 
SnarfFlevoland schrieb:
Schlussendlich bin ich sicherlich auch die Meinung, dass wir nach sicherere Alternativen suchen müssen (z.B. Blitze fangen und speichern). Bis dahin ist Atomkraft für jetzt ein saubere und billige Art von Produktiven Stromerzeugung. In jedem fall viel besser als Stromerzeugung mit Kohlen, Öl, Gas und/oder Holz. Oder muss das Ruhrgebiet wieder die Umwelt verschmieren und verschmutzen?

Man braucht nichts suchen, was man schon lange gefunden hat! Wasserkraft, Windkraft und Solarenergie.

Und nein, die Kernenergie ist alles andere als billig, geschweige denn sauber. Denn alleine die Nachversorgung der atomaren Abfälle wird uns neben vieler grauer Haare noch Milliarden kosten. All das hat man bei Wind-, Solar- und Wasserkraft nicht.

Krebs bekommt mann allein nur wenn ein Kernreaktor porös ist oder explodiert.

Bitte mal die Liste der meldepflichtigen Ereignisse anschaun. Sind gar nicht so wenige.

Und wenn du schon auf die besondere Lage von Japan bezüglich der Geologie Stellung nimmst, dann ist dir hoffentlich bekannt, dass es in Europa ebenso tektonische Störungen gibt. Ich sage nur Rheingrabenbruchsystem, etc...

MFG Dachstein
 
Die Atomindustrie hat ja behauptet dass das Restrisiko so klein sei, dass statistisch nur alle 10.000 Jahre ein GAU eintritt.
Doch erstaunlich wie kurz doch 10.000 Jahre geworden sind :D
Die AKW-Betreiber lügen wie gedruckt. Unglaublich was sich aktuell der japanische Betreiber geleistet hat. Mehrere Kernschmelzen wurden unter der Decke gehalten.

@SnarfFlevoland
Dabei müssen wir aber nicht vergessen das Japan sich in der nähe von eine Verwerfungslinie befindet,
Möchte an das schwedische AKW "Forsmark" erinnern. Da wars ganz knapp auch ohne Verwerfungszone. Wurde vom Betreiber auch verheimlicht.

Technik die nicht kaputt gehen darf ist nicht verantwortbar.
Nebenbei bemerkt: Man stelle sich eine Evakuierungszone von 50 Kilometern in Mitteleuropa vor. Das wären Schäden in Billionenhöhe! Wenn die Betreiber die möglichen Schäden adäquat versichern müssten, wäre Atomkraft viel, viel teurer und wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig.
 
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