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Atomausstieg

Seilbahnjunkie schrieb:
So ein Blödsinn, die erneuerbaren Energien können spielend unsere Energieversorgung sicherstellen. Auserdem sind wir damit komplett unabhängig von Resourcen was die Energieversorgung angeht und wir werden uns dann aus den Kämpfen um die letzten Resourcen raushalten könen. Was soll denn daran bitte schlecht sein?

Du schwafelst einfach die Argumente nach, die irgend ein selbst ernannter Sachkundiger von sich gegeben hat. Dann habt ihr aber eine ziemlich beschissene Regierung, die will ja bis 2030 noch mehr fossile Brennstoffe verheizen als heute. Schon alleine der Ausstiegsplan zeigt, dass es nicht möglich ist. Solang "Brückentechnologien" nötig sind, welche das verheizen von fossilen Brennstoffen vorsehen, sind wir nicht so weit, dass wir auf die Atomkraftwerke verzichten können.

McMaf scheint mich verstanden zu haben...
Neben der absolut essentiellen Ressourcenproblematik kommen noch Umweltprobleme hinzu, welche durch das Verbrennen von fossilen Brennstoffen entstehen. Und das sind nicht nur durch so schwer fassbare Gebilde wie die Klimaerwärmung, sondern auch die ganze Feinstaubproblematik etc., die jedes Jahr tausende Todesopfer fordern. Die Angst vor dem "Atom" ist vielleicht nicht ganz unbegründet, gemessen am Risiko der Alternativen aber total lächerlich. Vermutlich wird es sowas wie Fukushima auch in Zukunft wiedermal geben. Das muss man evtl. bei der zukünftigen Plazierung von AKW mitbedenken.
Aber der Rummel um Fukushima ist irgendwie recht schnell verflogen. Die dreiköpfigen Mutanten sind wohl nicht schnell genug aufgetaucht...
 
Und was tust du? Du glaubst einfach alles was die Atomlobby erzählt, ist das etwa besser? Kannst du etwa die Kosten und Risiken der Atomkraft realistisch einschätzen?

Klar haben wir eine beschissene Regierung in Deutschland, ich hab ja nie was anderes behauptet. Die Laufzeitverlängerung hat erstmal die Entwicklung der regenerativen Energiequellen gebremst um dann wieder einen totalen Kurswechsel hinzulegen. Das aber nicht etwa weil man was aus Fukushima gelernt hat, sondern weil die CDU Ba-Wü verlohren hat (endlich).

Btw., viele Dinge kann man synthetisieren wenn man genug Energie zur Verfügung hat (theoretisch alles) und dazu brauche ich trotzdem keine Atomkraft. Was die Metallresourcen angeht, so ist das doch relativ unabhängig von der energiefrage, wäre mir neu, dass die verbrannt werden.
 
Klar haben wir eine beschissene Regierung in Deutschland, ich hab ja nie was anderes behauptet. Die Laufzeitverlängerung hat erstmal die Entwicklung der regenerativen Energiequellen gebremst um dann wieder einen totalen Kurswechsel hinzulegen. Das aber nicht etwa weil man was aus Fukushima gelernt hat, sondern weil die CDU Ba-Wü verlohren hat (endlich).

Und mir hast du ein Lagerdenken vorgeworfen :lach:


So ein Blödsinn, die erneuerbaren Energien können spielend unsere Energieversorgung sicherstellen

Wenn dem wirklich so wäre, und das zu einem guten Preis, würde es der Markt sofort richten. Sprich es würden nur noch Kraftwerke für erneuerebare Energien gebaut werden. Da da anscheinend momentan nicht der Fall ist wird es mit der Konkurrenzfähigkeit nicht so weit her sein.
 
baeckerbursch schrieb:
Wenn dem wirklich so wäre, und das zu einem guten Preis, würde es der Markt sofort richten. Sprich es würden nur noch Kraftwerke für erneuerebare Energien gebaut werden. Da da anscheinend momentan nicht der Fall ist wird es mit der Konkurrenzfähigkeit nicht so weit her sein.
Das liegt doch an der starken Atomlobby :wink:
 
Der Beweis dass die Erneuerbaren noch nicht wirklich funktionnieren, ist dass man den Atomstrom primär durch fossile Energieträger ersetzen muss. Wieso sollten die bösen Stromkonzerne nicht Windrädchen aufstellen, wenn man ihnen sowieso die AKW wegnimmt?
Um zu diesem Schluss zu kommen, muss man von der Technik überhaupt nichts verstehen sondern nur logische Schlüsse ziehen.

Btw., viele Dinge kann man synthetisieren wenn man genug Energie zur Verfügung hat (theoretisch alles) und dazu brauche ich trotzdem keine Atomkraft.

Hmmm, doch, dann brauchst du die Atomkraft erst recht, weil du noch mehr Energie brauchst. Die Kosten für die künstliche Erdölsynthese sind gigantisch - und das obwohl heute Energie praktisch gratis ist. Du verwechselt einmal wieder machbar mit praktizierbar.

Die fossilen Brennstoffe werden früher oder später weg sein und der Wohlstand runter gehen. Ob wir bei diesen Perspektien auf die AKW verzichten sollten ist jedem selbst überlassen. Aber man sollte nicht immer den Unsinn erzählen, das einfach alles beim alten bleibt, nur die Energie plötzlich umweltfreundlich sein soll. Das ist naiv.

Interessant zum Thema Energie:
http://www.nzz.ch/nachrichten/web-tv/seitenweise_wirtschaft
 
Ganz ehrlich, seit ihr wirklich der Meinung, dass der Markt derzeit funktioniert und nicht verzerrt ist? Dann kann ich euch leider auch nicht mehr helfen. Ich rede garnicht mal von den Manipulationen an der Strombörse, das glaubt ihr ja doch nicht, ich rede davon, dass die Endlagerkosten noch nicht absehbar sind und die Erforschung maßgeblich vom Steuerzahler getragen werden. Oder davon, dass die Versicherung von AKWs nicht annähernd ihr Risiko abdecken kann.

Diese Marktgläubigkeit ist total lächerlich. Wo war denn bitte der Markt als die Banken in schwierigkeiten kamen? Da war es auf einmal in Ordnung, dass man in den Markt eingreift. Hätte man das nicht getan, dann gäbe es jetzt einige Banken nicht mehr. Und wenn man nie in den Markt eingegriffen hätte, dann gäbe es auch keine Atomkraft, die Entwicklung war nämlich der Wirtschaft viel zu teuer.
Ich will jetzt nicht behaupten, dass die erneuerbaren Energien dann heute weiter wären, das weis ich nicht, aber AKWs hätten wir keine.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Ganz ehrlich, seit ihr wirklich der Meinung, dass der Markt derzeit funktioniert und nicht verzerrt ist? Dann kann ich euch leider auch nicht mehr helfen. Ich rede garnicht mal von den Manipulationen an der Strombörse, das glaubt ihr ja doch nicht, ich rede davon, dass die Endlagerkosten noch nicht absehbar sind und die Erforschung maßgeblich vom Steuerzahler getragen werden. Oder davon, dass die Versicherung von AKWs nicht annähernd ihr Risiko abdecken kann.

Diese Marktgläubigkeit ist total lächerlich. Wo war denn bitte der Markt als die Banken in schwierigkeiten kamen? Da war es auf einmal in Ordnung, dass man in den Markt eingreift. Hätte man das nicht getan, dann gäbe es jetzt einige Banken nicht mehr. Und wenn man nie in den Markt eingegriffen hätte, dann gäbe es auch keine Atomkraft, die Entwicklung war nämlich der Wirtschaft viel zu teuer.
Ich will jetzt nicht behaupten, dass die erneuerbaren Energien dann heute weiter wären, das weis ich nicht, aber AKWs hätten wir keine.

Das Problem, dass du nicht siehst ist aber, dass der Markt sowohl Pro Atom als auch Pro erneuerbare verzerrt wurde und wird - Nur die Fossilen Energien werden "diskriminiert"
 
Ich hab nie was anderes behauptet, ich hab ja geschrieben, dass ich nicht weiß ob die Erneuerbaren dann weiter wären als heute.
Der Unterschied ist aber, dass die Hauptargumente für die erneuerbaren Energien der Umweltschutz, die Zukunftsfähigkeit und die Unabhängigkeit von Zulieferern ist. Das kann einem eine Subvention wert sein. (Ich sag bewusst nicht muss, obwohl ich das denke.) Das Hauptargument für die Atomkraft ist, neben dem Klimaschutz, aber Umwelt besteht nicht nur aus Klima, vor allem der billige Strom. Das kann eindeutig keine Subventionen wert sein, denn es ist egal ob ich mit meinem Strompreis oder meinen Steuern die Produktion zahle. Mehr noch sogar, wenn ich alles mit dem Strompreis bezahle habe ich einen Einfluss auf die kosten weil ich ja Strom sparen kann und z.B. in stromsparende Technologien wie z.B. LEDs investieren kann.
 
also die Deutsche Bahn will jetzt auch beim Atomausstieg mitmischen und probiert alternative Antriebstechniken :mrgreen:
lnbt9g57.jpg
 
Tolle Sache! ;D Die Harzer Schmalspurbahnen sind aber schon seit Jahrzehnten Umweltbewusst (=kein Oberleitung). :lol:
 
das ist übrigens der "Metal Train", der zwischen Hamburg und Itzehoe für das Wacken Open Air im Einsatz war
http://www.metal-train.de/
 
Der Generator von Biblis A soll als Phasenschieber am Netz bleiben. Die Vorbereitungen dazu sind derzeit im Gange.
 
Tja, da bin ich aber gespannt wie man ab 2013 den Ausfall von Mühleberg kompensieren kann...
 
Ich bin ja immer noch ein Freund der thorium-brennstoffzyklusbasierten Flüssigsalzreaktoren. Wurden schon in den 60ern am Oak Ridge Natl Lab in den Staaten erfolgreich auf Erprobungsgrösse realisiert, können inhärent sicher gebaut werden und die Strahlung des Abfalls wird nicht durch Transurane mit Halbwertszeiten in den 100.000en bis Millionen von Jahren dominiert, sondern durch Spaltprodukte wodurch das Strahlungslevel bereits nach 300 Jahren (so lange geologisch sichere Abfalllager zu finden ist möglich, im Gegensatz zu 3.000.000 Jahren...) auf das Level von uran-/thoriumerzhaltigem Gestein vor dem Abbau abgesunken wäre.

Leider fällt in dem Fall die Urananreicherung, die Brennelementherstellung und die komplizierte U-235/Pu-239-Wiederaufbereitung weg was signifikante Einnahmequellen darstellt - weswegen die Technologie von der Leichtwasserreaktor-Atomlobby leider schubladisiert und begraben wurde.
 
TPD schrieb:
Tja, da bin ich aber gespannt wie man ab 2013 den Ausfall von Mühleberg kompensieren kann...

Das ist schon ein Problem... Wie sollen die Franzosen in so kurzer Zeit ein neues AKW bauen? :lach:
 
In Japan laufen noch 2 von über 50 Reaktoren, und trotzdem sind mitlerweile fast keine Notmaßnahmen mehr notwendig. Wenn die das schaffen, dann schafft die Schweiz das doch locker ein AKW zu ersetzen.

Die Träumerreien von neuen Kerntechnologien kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt ungefährliche Alternativen, warum soll ich da das Risiko nur etwas senken?
 
Seilbahnjunkie schrieb:
In Japan laufen noch 2 von über 50 Reaktoren, und trotzdem sind mitlerweile fast keine Notmaßnahmen mehr notwendig. Wenn die das schaffen, dann schafft die Schweiz das doch locker ein AKW zu ersetzen.

Die Träumerreien von neuen Kerntechnologien kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt ungefährliche Alternativen, warum soll ich da das Risiko nur etwas senken?

Zumindest in Deutschland dürften beinahe Täglich neue Kraftwerke im Regenerativen Bereich ans Netz gehen, seien es jetzt Windkraftwerke, Biogasanlagen oder Photovoltaikanlagen. Egal wie niedrig der Wirkungsgrad auch sein wird, die Stromproduktion dürfte in Summe genommen ansteigen.
Das Problem das wir in Deutschland leider haben ist, dass es nur wenige Hochspannungsleitungen gibt und den Strom von A nach B zu bekommen.
Ich meine im Winter wäre es z.B. so gewesen, das Bayern beispielsweise Strom aus dem Ausland importieren musste während Norddeutschland Strom nach Polen verschenkt hat.
 
Genauer genommen läuft in Japan ab früh, wenn die zwei verbliebenen in Revision gehen, gar kein AKW mehr.
Wie aber geht das? Etliche fossile Kraftwerke sind anscheinend nach ihrer Stilegung nicht rückgebaut worden und wurden nun innerhalb eines Jahres wieder betriebstauglich gemacht und anderer fossile Kraftwerke sind neu gebautz worden. Japan muss aber praktisch sämtlichen Brennstoff importieren und ist so nun noch abhängiger als vorher.

Wieso wir das nicht schaffen sollen, zumindest in CH?
Da geben wir einfach mal aufs geratewohl unserer linksgrünen Regierung die Schuld. Blöd ist jetzt nur dass wir damit dann fast genau richtig liegen.
Beispiel gefällig: Der Chemiekonzern Lonza wollte in Visp ein mit Gas betriebenes Wärmekoppelungskraftwerk bauen. Kostenpunkt ca. 80 Millionen, also eigentlich Spottbillig. Das Werk wäre in etwa der gleichen Dimension gewesen wie ein Wekr der BASF irgendwo in D, gebaut in 2010 oder 2011.
BASF bekommt für dieses Werk, da es die Umwelt sehr wenig belaste, pro Jahr 1 Million Euro ausgerzahlt von diesen CO2 Zertifikaten die Umweltverschmutzer als Kompensation kaufen müssen. Jetzt kommt aber der Hammer. Da die Gesetze in CH weitaus strenger sind, das CO2 weis wo die Ladesgrenze ist, müsste Lona in CH pro Jahr CO2 Zertifikate für sage und schreibe 10 Millionen Franken noch dazu kaufen weil man ein extremer Umweltverschmutzer wäre.
Folge davon. Das Karaftwerk, und weitere andere, können unter diesesn feindlichen politischen Bedingungen nicht gebaut werden und als weitere Folge könnte dann das pasieren was in D schon einmal passiert ist. Aus mangel an verfügbaren Alternativen wird die Laufzeit von den AKW's per Notgesetz ein bisschen verlängert, bis eines der alten Dinger dann wirklich mal in die Luft fliegt.

Wollen wir diese Energiewende wirklich schaffen dann muss Linksgrün radikal umdenken, denn die Wirtschaft welche ohne Gesetzeszwang umdenkt zu sabotieren ist sicher nicht die zielführende Lösung.
 
Theo schrieb:
BASF bekommt für dieses Werk, da es die Umwelt sehr wenig belaste, pro Jahr 1 Million Euro ausgerzahlt von diesen CO2 Zertifikaten die Umweltverschmutzer als Kompensation kaufen müssen. Jetzt kommt aber der Hammer. Da die Gesetze in CH weitaus strenger sind, das CO2 weis wo die Ladesgrenze ist, müsste Lona in CH pro Jahr CO2 Zertifikate für sage und schreibe 10 Millionen Franken noch dazu kaufen weil man ein extremer Umweltverschmutzer wäre.
Das liegt nicht an strengeren Gesetzen in der Schweiz sondern in der schwachsinnigen Berechnungsmethodologie dieses CO2-Zertifikathandels. Da wird ein Referenzjahr genommen und die CO2-Ausstossveränderung gegenüber dem Referenzjahr angeschaut. Beziehst du also z. B. deinen Strom aus einem Kohlekraftwerk und rüstest auf ein GuD-Kombikraftwerk um, bekommst du Geld ausbezahlt, da auf Grund des höheren Wirkungsgrades weniger CO2 ausgestossen wird als im Referenzjahr. Beziehst du hingegen nun Atomstrom und baust dir ein GuD-Kraftwerk musst du draufzahlen, da ja auch der CO2-Ausstoss steigt.
 
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