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Atomausstieg

br403 schrieb:
Das Hauptproblem ist doch der Atommüll, wo soll er hin? Er strahlt noch Tausende von Jahre...

Nicht unbedingt, Stichwort Transmutation oder mein Link oben.

3303 schrieb:
Wenn das so genial ist, warum wird das dann nicht bereits umgesetzt?

Ähem, warum gibt es noch kein alltagstaugliches E-Auto (obwohl die ersten Autos noch vor 140 Jahren mit Elektromotor unterwegs waren) ?
Warum gibt es keinen Speicher für Solarstrom ?

Forschung tut not, ist in D aber unpopulär. Die Chinesen werdens machen.

3303 schrieb:
@German Angst?
Viele Andere Völker haben wohl eher Angst vor der Umstrukturierung ihrer Energieversorgung.

Nö, die gucken sich den deutschen Schlamassel mit explodierenden Energiepreisen genüsslich an.
Niemand hat im Moment Bedarf an unserer chaotischen Energiewende.
Kohle und Uran sind noch genug vorhanden für Jahrhunderte, Gas für 1000 Jahre, und an den gewaltigen Vorkommen von Methanhydrat wird auch schon geforscht.

Die Großindustrie senkt ihre Neuinvestitionen in Deutschland jetzt schon gewaltig, USA erleben eine Re-Industrialisierung aufgrund billiger Energie.
 
Sollten Kohle und Gas die Atomenergie ersetzen, dann können wir uns schon mal auf einiges weniger an Skitagen einstellen! So von wegen Treibhausgasen. Darum führt kein Weg an erneuerbaren Energiequellen vorbei!
 
Meiner Meinung nach ist und bleibt Atomkraft die umweltfreundlichste nicht-regenerative Energie,dazu noch günstig und effektiv.Das Risiko das ein Damm in den Alpen irgendwo bricht ist (kam mal in einer ZDFzeit oder TerraXpress Doku) um vieles höher als ein SuperGAU in Mitteleuropa.Und man stelle sich vor das Schlegeis bricht durch,das hätte auch unabsehbare Folgen bishin zur Zerstörung eines ganzen Tals.

Das Problem mit dem Atommüll haben wir eh schon,aber wer weiß wie sich das entwickelt.Wie oben schon geschrieben dachte man vor 200 Jahren auch nicht das heute soviel möglich ist,man gar fliegen kann etc...
Also warum nicht einfach abwarten?Den Müll haben wir eh.

Nur die Deutschen machen sich da Panik ohne wirklichen Grund,unsere Energiewende ist zwar irgendwo sinnvoll aber
-viel zu überstürzt
-daher zu teuer.

->Wirkt sich negativ auf Wirtschaft aus

Ich möchte in ein paar Jahren als Student dann auch noch meinen Strom bezahlen können.Und dazu beschreiten wir jetzt im Moment einfach den falschen Weg.

Habe mich mit dem Thema Energiewende dieses Jahr aufgrund eines Physikvortrags im Physik-Technik-Zug an meinem Gymnasium viel auseinandergesetzt und bilde mir daher auch diese Meinung
 
Habe mich mit dem Thema Energiewende dieses Jahr aufgrund eines Physikvortrags im Physik-Technik-Zug an meinem Gymnasium viel auseinandergesetzt und bilde mir daher auch diese Meinung... Meiner Meinung nach ist und bleibt Atomkraft die umweltfreundlichste fosile Energie

Na dann muss Euer Physik-Unterricht aber noch ein paar elementare Dinge erklären, denn Uran ist definitiv kein fossiler Energieträger...
 
Ups:roll: Korrigiert,kenne da jetzt keinen richtigen Begriff.So sollte nicht-regenerative Energieträger passen.
 
Rüganer schrieb:
GAUs können mit moderner Technik ausgeschlossen werden.
Fukushima war kein GAU trotz wirklicher technologischer Probleme und Fehler.

Leider ein schwerer Trugschluss, denn das Problem ist nicht die Technik, sondern der unberechenbare Faktor Mensch. Und so lange der unberechenbar bleibt, ist die Chance auch für einen GAU gegeben.
@ Atommüll: ja, es gäbe die Rubbiatron - technisch genial, aber warum machen wir es nicht? Weil die Forschung in die Technik so viel kostet, dass es immer noch billiger ist, sich ein "Endlager" zu suchen. Leider wird es nur nie ein Endlager geben, denn der Abfall strahlt so lange, so lange kann man geologisch gar nicht in die Zukunft blicken. Und damit ist, auch wenn wir ein "Endlager" hätten, dieses eine tickende Zeitbombe. Zwar nicht heute und morgen, aber in 100 Jahren schaut die Sache dann ganz anders aus...

MFG Dachstein
 
Rüganer schrieb:
Die allermeisten Leute denken doch eher rational über das Thema Fracking ....
Nur wir Deutschen drehen mal wieder am Rad, German Angst eben.
...
Am besten fangen wir damit richtig groß auf Rügen an! :idea:
Und als Endlager würde es sich sicher auch gut machen.

Fukushima kein Gau. 8O Danke fürs Gespräch!
 
scratch schrieb:
Rüganer schrieb:
Die allermeisten Leute denken doch eher rational über das Thema Fracking ....
Nur wir Deutschen drehen mal wieder am Rad, German Angst eben.

...

Bisher war ich dem Thema Fracking auch eher "rational" gegenüber eingestellt, aber als ich letzte Woche die Doku "Gasland" gesehen habe, musste ich doch etwas schlucken. Diese (meines Erachtens sehenswerte) Doku hatte nichts mit "ängstlichen Deutschen" zu tun, sondern schilderte die massiven Probleme in den Abbaugebieten in den USA.

Sehe das nach der "Gasland"- Doku gleich wie scratch. Wenn es in fast jedem Abbaugebiet solche Probleme gibt dann Gute Nacht!

Rüganer schrieb:
Kohle und Uran sind noch genug vorhanden für Jahrhunderte, Gas für 1000 Jahre, und an den gewaltigen Vorkommen von Methanhydrat wird auch schon geforscht.

Die Großindustrie senkt ihre Neuinvestitionen in Deutschland jetzt schon gewaltig, USA erleben eine Re-Industrialisierung aufgrund billiger Energie.

Also siehst du die Lösung in Gas- und Kohlekraftwerken? Ich bin nicht gearde positiv den Grünen gegenüber eingestellt, aber selbst ich sehe, dass das der größte Schwachsinn ist den es gibt. Auf der einen Seite Umweltzerstörung und Verschmutzung verteufeln und auf der anderen Seite solche Kraftwerke fördern.
Dann habe ich lieber noch ein paar AKWs mehr oder noch lieber ein paar Täler mit einer Mauer versehen.
 
Das Problem ist, das günstige, saubere und sichere Energie mit den momentanen Techniken nicht möglich ist. Die Frage ist, welche Kompromisse wir als Volk bereit sind zu akzeptieren. Ein vollständiger Atomausstieg ist ok - er kann technisch und wirtschafltich aber nicht in einer völligen Umstellung auf erneuerbare Energien (zumindest auf absehbare Zeit) bedeuten, da wir dazu weder die finanziellen noch natürlichen Ressourcen und vor allem nicht die technischen und gesellschaftlichen Möglichkeiten (Stichwort Versorgungssicherheit und Akzeptanz von Speicherkraftwerken) haben.
Auch grüne Energiepolitik kann sich ökologische Vorstellungen nicht zum Kardinalziel setzen, die müssen genauso auch auf Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit achten wie alle anderen Parteien - und das ist allein mit erneuerbaren Energien (zur Zeit) schlicht und einfach nicht möglich. Somit lautet die Antwort: Ja, Kohle, Öl und Gas sind in Deutschland (mit) die Energieträger der Zukunft. Auch wenn man das bei einem Grünen-Parteitag besser unter den Tisch fallen lassen sollte.
Bedenklicher finde ich jedoch die grassierende generelle Fortschrittsfeindlichkeit, so verweigert sich die Partei ja auch der Erforschung der Fusionskraft, die von allen potenziellen künftigen Technologien das größte Potenzial hätte, dieses Energiedilemma elegant zu lösen.
 
Ich bin überzeugt, hätte Nixon (auf Druck der Militärs und der Atomlobby) die Forschung am Thorium-Flüssigsalzreaktor in den 70ern nicht zugunsten des schnellen Brüters (worst idea EVER) abgewürgt, würden sich diese Fragen heutzutage kaum stellen:
- Thorium-232 zu Uran-233-Brutzyklus mit annähernd 100%-Ausnutzung des Kernbrennstoffes
- kaum Transurane im abgebrannten Kernbrennstoff (Lagerzeit für Abklingen auf natürliches Level ca. 200 bis 300 Jahre)
- inhärente Sicherheit (totaler Stromausfall und Komplettausfall der Kühlsysteme resultieren automatisch in einem sicheren Zustand).

Dahin sollte IMHO die Forschung gehen, das würde nämlich - schon auf Grund der Naturgetze und nicht immer komplizierterer technischer Systeme - die Sicherheit praktisch gewährleisten. Aber die Atomlobby ist da aus mehreren Gründen dagegen:
- keine Urananreicherung mehr -> Einnahmenentgang
- keine Brennelementeherstellung mehr -> Einnahmenentgang
- keine Wiederaufbereitung mehr notwendig -> Einnahmenentgang.
 
Whistlercarver schrieb:
Dann habe ich lieber noch ein paar AKWs mehr oder noch lieber ein paar Täler mit einer Mauer versehen.

AKW jetzt nicht unbedingt, aber Mauern könnten noch genügend gebaut werden. Einziges Problem, hier wie da ist jenes, dass zwar jeder Strom haben will, den Erzeuger aber nicht vor seiner Türe und eine Freilandleitung schon gar nicht (siehe 380 kv Leitung in Salzburg). Ich wäre jedenfalls dafür, hier eindeutig mit der Wasserkraft zu arbeiten und sie bis zum letzten Tropfen Wasser (um es mal übertrieben zu formulieren) auszureizen. Um den jetzigen Energiebedarf zu decken, sind jedenfalls Kompromisse zu machen, wenn man erneuerbare Energien blockiert (siehe Windkraftpark am Brenner oder Murkraftwerk im Lungau), dann wird man eben mit AKWs, kalorischen Kraftwerken und anderen, nicht gerade populären Methoden leben müssen; oder man kontingentiert den Strom. Und das wäre wohl eine sehr unpopuläre Maßnahme. Auf der anderen Seite hätten wir genug (Dach)-Flächen, um Photovoltaik im großen Stil einsetzen zu können, vorausgesetzt die Technologie wird besser. Ebensowenig hätte ich ein Problem, wenn man mir ein Windrad vors Haus stellt. Aber auch hier kommen immer die gleichen Meldungen: Lärm, Schlagschatten, usw... Leider überreißen die Verhinderer nicht, dass Windräder im Norden einer Siedlung aufgestellt werden sollten (was die Schlagschattenproblematik verhindert) und, dass je größer ein Windrad ist, es sich um so weniger schnell dreht, was die Geräuschentwicklung wiederum dämpft. Also ist Windrad nicht gleich Windrad, was nur wieder wenig Leute begreifen. Aber pauschal dagegen sind sie meistens und auf sachliche Argumente lassen sich diese Leute auch nicht ein...

MFG Dachstein
 
Hat keiner von Euch das 3,2er Erdbeben gestern oder vorgestern in St. Gallen mitbekommen, dass bei Probebohrungen für ein Geothermiekraftwerk entstanden ist.
Irgendwo war das letztes Jahr schonmal an andere Stelle und da wurde dann auch aufgehört.
 
Foto-Irrer schrieb:
Hat keiner von Euch das 3,2er Erdbeben gestern oder vorgestern in St. Gallen mitbekommen, dass bei Probebohrungen für ein Geothermiekraftwerk entstanden ist.
Irgendwo war das letztes Jahr schonmal an andere Stelle und da wurde dann auch aufgehört.

Sicher, war ja überall in den Nachrichten. War eine chemische Stimulation. Man hat dort offenbar auch gashältige Schichten erwischt, mit denen man so nicht gerechnet hatte. Eine Stabilisierungsflüssigkeit konnte man, da das Bohrgestänge schon heraußen war nicht mehr einbringen, also führte man Wasser zu. Dadurch dürfte sich ein Gegendruck aufgebaut haben, der schließlich zum eigentlichen Event Stärke 3,6 nach Richter geführt hat. War, mMn. schicht Pech, dass sowas dort passiert ist. Die Verantwortlichen wissen im Übrigen nicht, warum das passiert ist.
Ich schätze, dass zu viel Wasser zugeführt wurde. Rein persönliche Überlegung. Die Frage ist, was die Alternativen gewesen wären. Schwierige Frage.

Es zeigt sich aber, wie wenig man eigentlich weiß. Ein bisschen mehr forschen und so manches Problem ließe sich vermeiden.

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
Auf der anderen Seite hätten wir genug (Dach)-Flächen, um Photovoltaik im großen Stil einsetzen zu können, vorausgesetzt die Technologie wird besser. Ebensowenig hätte ich ein Problem, wenn man mir ein Windrad vors Haus stellt. Aber auch hier kommen immer die gleichen Meldungen: Lärm, Schlagschatten, usw... Leider überreißen die Verhinderer nicht, dass Windräder im Norden einer Siedlung aufgestellt werden sollten (was die Schlagschattenproblematik verhindert) und, dass je größer ein Windrad ist, es sich um so weniger schnell dreht, was die Geräuschentwicklung wiederum dämpft.
Das sind alles schöne Ansätze, aber was dafür fehlt sind die Regel- und Übertragungskapazitäten. Pumpspeicherkraftwerke eignen sich hierzu hervorragend (ca. 85 bis 90% Speicherwirkungsgrad) und genau diese aufkommenden erneuerbaren Energieträger - vor allem Wind aber in kleinerem Ausmaß auch Solar - sind die treibende Kraft hinter den vielen neuen PSW-Projekten die derzeit laufen. Allerdings sind auch hier die Verhinderer ganz groß - zumindest in Vorarlberg werden die PSW von den Grünen auch gerne als "Atomstromveredelungsanlagen" bezeichnet. Und die dazu nötigen Übertragungskapazitäten aus den windreichen Ebenen in die Berge werden auch auf allen Ebenen bekämpft, das Theater um den 380-kV-Leitungsring hat wohl jeder Österreicher schon mitbekommen.

Was hingegen meines Wissens nicht ganz stimmt ist dass größere Windräder langsamer laufen. Die haben zwar - auf Grund des größeren Radius - eine langsamerer Winkelgeschwindigkeit, aber nicht unbedingt eine geringere Tangentialgeschwindigkeit. Und die ist ja für die Geräuschentwicklung verantwortlich. Kann mich da aber auch täuschen :).
 
War gestern auf einem Vortrag über Energiespeicher für den Eigenbedarf. ist eigentlich nicht schlecht bloß preislich momentan noch nicht so interessant. Vorallem braucht man um ihn optimal zu nutzen und Autark zu werden noch einen Energieerzeuger wie eine PV-Anlage, Kleinwindrad, Blockheizkraftwerk um die selbst erzeuget elektrische Energie dann zu speichern für Zeiten in denen diese Anlagen keine Energie liefern.
 
Die Energiepolitik der Grünen oder eher der Öko's a lá BUND,NABU etc. versteh ich sowieso nicht,einerseits weg von AKW,Kohle zu erneuerbaren Energien aber gegen jedes Speicher oder Windprojekt tun.

Bestes Beispiel:Ein paar Kilometer von uns ensteht derzeit ein neuer Windpark (Bei Dornstadt neben der A8)-gebaut von einem Greenpeace Tochterunternehmen -dieser Wird heftig von BUND,NABU und tw. Auch von diversen Grünen oder anderen Möchtegern-Umweltschützern kritisiert da man ja damit landwirtschaftliche Flächen belegt,der Artenschutz und irgendwelche Vögel beinträchtigt werden KÖNNTEN.Ganz zu schweigen von der 110kv Leitung die gebaut wird zum Umspannwerk die ja sowieso das Landschaftsbild und die Umwelt beinträchtig direkt neben der Megabaustelle A8 und ICE Trasse:evil:

Bei diesen Leuten kommt der Strom auch aus der Steckdose...
 
Ich bin sowieso dafür, aus dem Atomausstieg auszusteigen und ein paar neue Atomkraftwerke zu bauen. Das ist die billigste und sauberste Energie die es gibt, und die nicht abhängig ist von Wind oder Sonne. Zudem sind Kernkraftwerke deutlich effektiver und leistungsfähiger als erneuerbare Energien.

Das Atommüllproblem muss man als internationales Problem sehen und sich nicht darauf versteifen, dass der Atommüll unbedingt in einem dichtbesiedelten Land wie Deutschland endgelagert werden muss. Es gibt jede Menge anderer Länder, die auch Atommüll haben, einige sogar von Atomwaffen (der deutlich gefährlicher ist), mit denen man zusammenarbeiten kann. Bspw. wird in Finnland momentan ein Endlager gebaut, auch mit Russland kann man da sicher Lösungen finden (wenn man nicht grade munter Sanktionen verhängen will), dort sind sogar ehemalige Atomwaffentestgebiete, die dadurch sowieso unbewohnbar sind.
 
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