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Auto ...

judyclt schrieb:
Seltsam übrigens die offiziellen Verbrauchsangaben damals von 15l aufwärts.
wo hast Du die her?

ich habe hier als Werksangaben fuer die 70er Modelle (nach DIN 70030 - 8) ):

T - 125 PS - 9 l
E - 155 PS - 9,5 l
S - 180 PS - 10,2 l

meiner hat leider nicht mehr den originalen Motor sondern den '75er 2,7 l S Motor mit 175 PS.
 
Man muss halt sehen, dass abseits von Pkws wo jetzt rund 1/3 der Neuzulassungen rein elektrisch sind z. B. in der Landwirtschaft und ich vermute auch in der Baubranche die Zulassungen noch zu 100% auf den Verbrenner entfallen.
Es wird natürlich auch hier mal einen Umstieg geben müssen, aber ich denke das zieht sich hier aufgrund der deutlich schwereren Einsatzbedingungen noch deutlich länger hin. Ich denke nicht, dass Traktoren in den nächsten 5 Jahren elektrisiert werden.

Ich rechne in diesen Sektoren auch eher mit Wasserstoff, es sei denn es kommt ein Akku auf den Markt der nur ein Viertel der heutigen wiegt.
 
Julian96 schrieb:
Man muss halt sehen, dass abseits von Pkws wo jetzt rund 1/3 der Neuzulassungen rein elektrisch sind ...
Wo kommt dieser Wert her? Die Monatsstatistiken des KBA Jan. - April 2021 weisen für reine Elektro-PKW je ca. 10% aus. Die Hybride kommen auf gut 25%.
 
Julian96 schrieb:
Es wird natürlich auch hier mal einen Umstieg geben müssen, aber ich denke das zieht sich hier aufgrund der deutlich schwereren Einsatzbedingungen noch deutlich länger hin. Ich denke nicht, dass Traktoren in den nächsten 5 Jahren elektrisiert werden.
Wobei gerade Fendt seinen ersten Elektro-Traktor "e100 Vario" vorgestellt hat, und das sicher nicht nur aus Spass an der Freude. Ich sehe gerade bei Traktoren und anderen Landwirtschaftsmaschinen eine gute Möglichkeit für Elektro-Einsatz:

Bauernbetriebe sind doch eigentlich dafür prädestiniert, den eigenen Solarstrom zu produzieren, die Häuser und Scheunen und anderen Hallen haben vielfach sehr grosse Dächer. Dort ein paar Solaranlagen montiert und schon fährt der Traktor "gratis" mit dem eigenen Strom über die Felder. Zusätzlich sind die Traktoren selten so weit von "zu Hause" weg, dass sie auch unterwegs aufgeladen werden müssen, da kann also alles aus eigener "Produktion" stammen.

Wobei ich da zugegebenermassen kein Experte bin... und lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren.
 
gfm49 schrieb:
Wo kommt dieser Wert her? Die Monatsstatistiken des KBA Jan. - April 2021 weisen für reine Elektro-PKW je ca. 10% aus. Die Hybride kommen auf gut 25%.

Stimmt natürlich, tatsächlich wollte ichs auch so schreiben bin da aber irgendwie mit dem drittel Gesamt durcheinander gekommen. Es sind tatsächlich erst 10% rein elektrisch.

Wurzelsepp schrieb:
Wobei gerade Fendt seinen ersten Elektro-Traktor "e100 Vario" vorgestellt hat, und das sicher nicht nur aus Spass an der Freude. Ich sehe gerade bei Traktoren und anderen Landwirtschaftsmaschinen eine gute Möglichkeit für Elektro-Einsatz:

Bauernbetriebe sind doch eigentlich dafür prädestiniert, den eigenen Solarstrom zu produzieren, die Häuser und Scheunen und anderen Hallen haben vielfach sehr grosse Dächer. Dort ein paar Solaranlagen montiert und schon fährt der Traktor "gratis" mit dem eigenen Strom über die Felder. Zusätzlich sind die Traktoren selten so weit von "zu Hause" weg, dass sie auch unterwegs aufgeladen werden müssen, da kann also alles aus eigener "Produktion" stammen.
Auf einen kleinen bis mittelgroßen Hof trifft das sicherlich zu und der e100 Vario ist ein Kleintraktor bei dem das System auch funktionieren kann. Den hab ich auf dem Schirm. Nur selbst hier ist der Akku unter Volllast bereits nach 2 Stunden leer. Das würde auf einem kleinen Hof wie dem unseren teilweise funktionieren.
Tatsächlich sind aber sehr viele Betriebe in Deutschland inzwischen einfach Großbetriebe oder Lohnunternehmen die eben durchaus auf lange Laufzeiten angewiesen sind und nicht immer gleich wieder am Hof sind.
 
Vielleicht wäre es da eine Möglichkeit, die Akkus nicht zu kaufen, sondern irgendwie zu "mieten", so dass man pro Traktor nicht 1, sondern 2 Akkusets hätte. Natürlich müsste man dann relativ einfach an die Akkus rankommen, aber gerade auf einem Bauernhof dürfte idR die nötige Gerätschaft herumstehen (Gabelstapler, anderer Traktor etc), um auch schwere Akkus zum Austausch anzuheben. Und während Akku 1 leergefahren wird, wird Akku 2 mit dem hofeigenen Solarstrom aufgeladen.

Vermutlich wird das aber schon noch seine Zeit brauchen, da hast du sicher recht und auch deutlich mehr Fachwissen und Einsicht in die Materie.
 
Also von Elektroautos oder Traktoren hab ich tatsächlich nur wenig Ahnung. :lach:
Ich weiß nur, dass der Belastungszyklus eines Traktors schon deutlich anders ist als der eines Autos. Die benötigten Energien sind einfach andere Hausnummer. Und tatsächlich denkt man zunächst vielleicht an einem Traktor spielt doch das Gewicht keine Rolle, aber wenn es dann um 10 Tonnen Akku geht muss man halt die 40 Tonnen Grenze vor Augen haben. Am Ende soll ein Traktor ja wie ein Lkw auch ein gutes Nutzlast/Fahrzeuggewicht Verhältnis haben. Da geht es um viel Geld und das Kilo muss so billig wie möglich zu transportieren sein.

Ein System mit Wechselakkus ist natürlich tatsächlich eine Idee die gerade bei solchen Fahrzeugen Sinn machen kann.

Um wieder zum Auto zurückkehren... auch bei E Autos sieht man, dass es noch kaum welche mit ordentlichen Anhängelasten gibt. Und in Tests sinken die Reichweiten teils dramatisch wenn die Last steigt. Ist ja logisch, aber halt ein Problem wenn man dann alle 200km ne halbe Stunde laden muss. Beim Diesel ist schnell nachgetankt.

Aber auch hier sind wir ja an dem Punkt, dass sich das alles in den nächsten Jahren schon ändern kann. Aktuell sollten wirs halt nur nicht überstürzen.
 
Wechselakku:
Da der Akku das teuerste Bauteil an einem E-Auto ist, der bei E-Autos mit halbwegs Reichweite schnell mal zwischen 8.000-25.000 Euro kostet, kann man sich ausrechnen, dass das wirtschaftlich nicht aufgehen wird. Braucht man für einen Traktor noch einen leistungsstärkeren Akku kann man bald einen zweiten Traktor kaufen.
Das Wechselsystem hat sich auch bisher trotz vieler Versuche nicht etabliert. Das Handling mit den hunderte Kilos schweren Akkus ist viel zu kompliziert und zeitaufwendig, und meist sind die Akkus ja regelrecht in das Auto integriert, so dass man allein baulich keine Akkus wechseln kann. Dazu kommen die Kabelverbindungen Akku / Antrieb, die aufgrund der immensen Ströme nicht einfach als einfache Steckverbindungen ausgeführt werden können.
 
Betreffend Wechselakku: Beim Renault Zoe gibt es ja die Option den Akku statt zu kaufen einfach zu mieten, kostet dann halt etwas. So eine Lösung habe ich mir bei der "Wechselakkusache" bei Traktoren vorgestellt. Statt 1 Akkupack kann man für einen relativ geringen Aufpreis einfach 2 (oder sogar 3 Packs) mieten.
Logisch ist der Akkutausch für Otto Normalautofahrer idR nichts, da zu kompliziert und schon nur vom Gewicht her. Auf einem Landwirtschaftsbetrieb steht aber vielfach Gerät herum, mit dem man auch grosse Lasten heben kann (zweiter Traktor mit Heugabel oder Gabelstapler oder Dachkran oder so etwas) und damit den Akku einfacher tauschen könnte... dazu gehe ich davon aus, dass der durchschnittliche Landwirt handwerklich und auch "maschinentechnisch" deutlich fitter ist, als Otto Normalautofahrer.
Von daher kam mir die Idee mit den Wechselakkus... aber kann auch eine Schnapsidee sein, obwohl ich schon länger keinen Schnaps mehr getrunken habe 8) Dann wäre es vielleicht langsam Zeit dafür :mrgreen:
 
Ich mir auch nicht, dazu ist der Zug abgefahren. Es hätte theoretisch funktionieren können, wenn es genormte Akkus gibt (vgl Frachtcontainer), und man je nach Modell halt weniger oder mehr solche Module einbaut.
Dann hätte ich mit dem Modell A zur "Tanke" fahren können, meine 3 halbvollen gegen 3 volle tauschen und fahre nach 5 Minuten wieder weg. 10 Minuten später kommt Cervinio mit seinem Modell B und wechselt 7 Akkus etc.

Mit all den verschiedenen Akkus und verschiedenen Formen etc. ist ein Wechselakku-Modell schlicht nicht mehr denkbar. Da hätte man ganz zu Beginn feste Masse einführen müssen, jetzt dürfte es wohl zu spät sein... und je länger je weniger nötig: Einerseits steigen die Reichweiten in gute Bereiche andererseits sinken parallel dazu die Ladezeiten dank Schnellladern.


Edit: Vielleicht wäre es sinnvoll, die ganze Sache zu Elektroautos und -mobilität in einen neuen Thread auszulagern?? Hier ging es ja ursprünglich um die Autos, die gefahren werden oder deren Kauf geplant wird und so... und weniger um so grundsätzliche Sachen wie auf den letzten paar Seiten.
 
Wie schon weiter oben geschrieben sind auch die Anschlüsse zwischen Akku und Motor/Auto beim Wechselmodell ein Problem. Da fließen sehr hohe Ströme durch, so dass das keine Bastellösungen sein können, sondern nur Lösungen wie sie in der Industrie eingesetzt werden. Sonst brennt mal ganz schnell ein Auto ab, bei dem der Stecker nicht sauber verbunden ist.

Eine weiter Herausforderung ist die verfügbare Kapazität des Akkus, die ja mit zunehmenden Ladezyklen abnimmt.
Somit ist es immer ein Lotteriespiel ob man einen alten oder einen neuen Akku bekommt, was dann sehr schnell mal 50km mehr oder weniger Reichweite ausmachen kann.
 
Rennstier schrieb:
Glücklicherweise wird der Verbrennungsmotor schon lange bevor er von unserer trägen Regierung verboten ist obsolet sein, man schaue sich nur die Zulassungszahlen auf der Website des KBA an. An alle hier, die jetzt noch damit liebäugeln einen neuen Verbrenner zu kaufen: Tut es nicht, höchsten als Leasing, in 5 Jahren will euch den niemand mehr gebraucht abkaufen.
Ich finds fast schon beängstigend wie Hr. Musk es schafft seine Jünger um sich zu scharen, die dann das Wort Musks in die Welt hinaustragen.
Solchen Unsinn von sich zu geben grenzt ja schon an religiösen Fanatismus.
 
Werna76 schrieb:
Ich finds fast schon beängstigend wie Hr. Musk es schafft seine Jünger um sich zu scharen, die dann das Wort Musks in die Welt hinaustragen.
Solchen Unsinn von sich zu geben grenzt ja schon an religiösen Fanatismus.

Es ist halt das klassische Sektenphänomen. Auch nicht nur bei E-Autos, die Themen Hyperloop and "Boring Company" sind eigentlich noch viel schlimmer. Fans beider Projekte würde ich auf jeden Fall mal einen Auftenhalt in der Schweiz nahelegen :)
 
Es ist doch ein Phänomen fast aller Autohersteller und Modelle, dass vermeintlich neue und großartige Features die aber eigentlich kein Mensch braucht, oder die normal sehr günstig wären im Auto für extrem teures Geld verkauft werden.
Bestes Beispiel sind für mich immer Navigationsgeräte. Viele Smartphones für 150€ berechnen mit einer App die Route schneller als so manches integrietes Navi im Auto welches je nach Hersteller gern mal deutlich über 1000€ kostet.
Oder die vielen Bedienelemente die unnötigerweise per Touchscreen gelöst werden. Erwiesenermaßen lenken diese mehr ab als ein Drehknopf mit haptischem Feedback den man ohne hinzuschauen bedienen kann.

Zusätzlich werben die Hersteller auch immer mehr mit irgendwelchen kleinen Gimmicks, die eigentlich nichts sind. Ein neues Tachodesign wird hoch angepriesen, Ambientegeräusche, die man auch im Radio abspielen könnte werden als tolle Funktion vermarktet etc.
Aber klar womit will man auch sonst noch werben wenn jedes Auto geleckt sein muss wie ein Stück Seife und es Alleinstellungsmerkmale kaum noch gibt.

Ich weiß nicht warum, aber anscheinend muss es so viele Leute geben die total darauf angewiesen sind immer den neuesten Mist haben zu müssen, egal wie teuer oder sinnvoll :rolleyes:
Irgend jemand muss ja auf den ganzen Mist abfahren und treibt die Preissteigerungen damit immer weiter.
 
Julian96 schrieb:
Ich weiß nicht warum, aber anscheinend muss es so viele Leute geben die total darauf angewiesen sind immer den neuesten Mist haben zu müssen, egal wie teuer oder sinnvoll :rolleyes:
Irgend jemand muss ja auf den ganzen Mist abfahren und treibt die Preissteigerungen damit immer weiter.

Das ist doch mit allem so, neues Smartphone, Notebook usw. Ja, ich gebe zu so jemand zu sein, ich freue mich über jedes neue Feature in meinem neuen Auto. So funktioniert es, warum sollte man sich sonst ein neues Auto kaufen?
 
Hm, das ist bei mir gerade beim Auto exakt umgekehrt. Je realer und roher ich das Auto noch erleben kann desto besser. Schnickschnack geht nur kaputt.

Bei sonstigen Konsumartikeln kenn ich das natürlich auch, wobei es mir hauptsächlich Freude bereitet einfach wieder was neues zu haben. Das darf technisch auch was altes sein.
Ich hatte das erste Smartphone erst 7 Jahre nachdem die Technologie auf den Markt kam, den ersten Flachbildfernseher auch erst Jahre nach Marktstart und nutze auch erst seit 2 Jahren einen PC mit SSD Platte. Wobei ichs bei letzterem bereue so lange gewartet zu haben :lol:
Und mit dem Gedanken eines 4K Fernsehers oder Monitors spiel ich auch erst seit kurzem. Die Dinger waren bei Marktstart ja auch einfach nur viel zu teuer.

Das Gefühl was verpasst zu haben, hab ich eigentlich selten. Eher das Erfolgserlebnis mir oftmals 1000e Euro gespart zu haben nur durch etwas Geduld. Aber kann ja jeder sehen wie er will.
 
Julian96 schrieb:
Je realer und roher ich das Auto noch erleben kann desto besser.

unter dem Gesichtspunkt war mein Magirus Merkur wohl das ideale Auto - 7,5 l V6, unsynchronisiertes Getriebe, keine Servolenkung, ... :D
 
Julian96 schrieb:
Ich hatte das erste Smartphone erst 7 Jahre nachdem die Technologie auf den Markt kam
Also hattest du so ca. 2003 dein erstes Smartphone? Ich hatte meines glaub Ende 1996 oder Anfang 1997, den Nokia 9000 Communicator. Falls man das als das erste richtige Smartphone betrachtet. Telefon, Internet, EMail, weiß nicht mehr, was er sonst noch alles hatte ... mit 9600 bps war online allerdings teuer und langsam ;)

den ersten Flachbildfernseher
Hab noch nie einen besessen. Seit Mitte der 90er verwende ich den PC oder Videoprojektoren zum TV-schauen. Bzw. schau ich ja seit ein paar Jahren gar kein TV mehr. Wozu ich 4K o.ä. brauchen sollte, weiß ich aber immer noch nicht. Dann lieber 3D.

nutze auch erst seit 2 Jahren einen PC mit SSD Platte. Wobei ichs bei letzterem bereue so lange gewartet zu haben :lol:
Ja, vor allem konnte man ja auch problemlos bei vorhanden PCs einfach die HD mit SSD ersetzen und hatte einen wahnsinnigen Performanceboost dadurch erhalten.

Übrigens, was die Tankstellenproblematik angeht - in Schweden findet man neuerdings hier und da solche Container-Tankstellen. Die sollten wohl auch in Mitteleuropa dann recht günstig/lohnenswert aufzustellen sein, wenn es mal weniger Verbrenner gibt...

 
Ne mit dem ersten Smartphone meinte ich das erste IPhone, das nach meinem Wissen das erste mit Touchscreen war. Ich hatte mein erstes Handy vor gut 7 Jahren mit 17 und ich brauchs ja selbst heute kaum. Zumindest nicht zum Telefonieren. Mir ist jetzt schon zwei mal fast die Sim gesperrt worden weil ich zulange nichts mehr aufgeladen hab :lol:

Wenn man einmal in Nordeuropa war, weiß man, dass wir in Deutschland total verwöhnt sind mit den vielen Tankstellen und selbst in den skandinavischen Ländern kommt man locker ohne größere Einschränkungen damit klar.
 
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