kaldini schrieb:
Mit dem aktuellen Zyklus kann man ja eher dreckige Benziner weiter verwenden...
Das kann ich auch echt nicht mehr hören. Jahrzehnte lang war jeder mit seinem Auto so zufrieden und auf einmal ist überall die Rede vom "dreckigen" Verbrenner. Der meiste Dreck am Auto kommt nichtmal vom Motor und wenn man die Gesamtbilanz eines Verbrenners im Vergleich zum Elektroauto sieht kommt da jetzt auch nicht 5mal so viel "Dreck" zusammen. So schlecht ist der Verbrenner dann auch nicht.
Ich habe ja an anderer Stelle schon mehrfach gesagt, dass ein Hybrid auf dem Papier ein tolles Konzept zweier sich ergänzender Antriebsarten ist, in der Praxis aber in den meisten Fällen mehr Nachteile als Vorteile bringt. Von daher, ich finde einige der Konzepte interessant, wenn man ehrlich ist kann man sich die meisten aber auch echt sparen und die Mittel stattdessen gleich in die Entwicklung reiner Elektroautos stecken.
Gestern habe ich noch gelesen, dass wieder irgendwer der Meinung ist, man brauche die Reichweite beim E Auto gar nicht, sondern die Ladegeschwindigkeit entscheidet.
Und das sehe ich ja mal komplett umgekehrt. Die Zukunft geht klar dahin, dass jedes Haus mit einer Solaranlage ausgestattet ist und der Strom für den Privathaushalt weniger aus zentralen großen Kraftwerken kommen wird. Es ist physikalisch und umwelttechnisch einfach nur sinnvoll, den Strom da zu erzeugen wo er verbraucht wird. Wenn ich ausreichend Reichweite habe brauche ich für mein Elektroauto kein öffentliches Stromnetz. Das ganze Kuddelmuddel mit der fehlenden Ladeinfrastruktur hat sich mit 1000km Reichweite erledigt denn mehr fahren die wenigsten und dann lädt man nur noch zu Hause, langsam und akkuschonend.
Ich weiß wirklich nicht wie man auf die Idee kommen kann umgekehrt sei es besser. Da werden tausende Ladesäulen gebaut, ausgelegt auf absurd hohe Ladeströme, was Material verbraucht ohne Ende und einen großen Teil davon bräuchte man nicht. Insbesondere wo man ja schon in Ausblick hat, dass es in Zukunft möglich sein wird Akkus mit hoher Reichweite mit deutlich geringerem Materialeinsatz und Gewicht zu verbauen, macht eine großflächige Investition in das Stromnetz und die Ladesäulen wirklich keinen Sinn. Abgesehen und dem bin ich mir natürlich auch bewusst, von den Städten wo nicht jeder das Auto am eigenen Haus laden kann. Hier muss man aber auch klar sagen, das Auto spielt in den Städten ohnehin eine geringere Rolle als auf dem Land und da hat quasi jeder eine eigene Lademöglichkeit.
Mit den aktuellen schweren und Ressourcenintensiven Lithium Akkus mag die Ladegeschwindigkeit im Verhältnis zu Reichweite noch relevant sein, aber mit Feststoffbatterien oder was da halt sonst noch so kommen wird, wird die Ladegeschwindigkeit an Bedeutung verlieren. Zumindest in meinen Augen ist es der einzige logische Weg. Grüner Strom und E Mobilität geben die Möglichkeit einer dezentralen Stromversorgung, das ist eine riesen Chance in meinen Augen und es fließen sehr viele Mittel in völlig unnötige Investitionen.