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Auto ...

MT hat sich spätestens mit den BEV und PHEV automatisch erledigt.
Ansonsten schon schade, aber aus Sicht der Hersteller nachvollziehbar, dass das manuelle Getriebe aus den Modellen verschwindet. Den ersten A5 als 3l TDI Handschalter fand ich klasse, zudem gab's den aufgeladenen 535i auch im F11 als Handschalter - idealerweise mit dem kurzen M-Knüppel. Solche Autos machen einfach mehr Spaß als Handschalter, aber im Vertreteralltag auf der Stop and go-Autobahn ist natürlich jeder in seinem Audi oder BMW oder was auch immer besser mit einer Automatik dran.
 
Den "Kuppeln-Spaß" werd ich nie verstehen, ihr könnt doch auch bei einer Automatik manuell schalten, nur halt ohne dem blöden Kupplungspedal?!
 
starli schrieb:
Den "Kuppeln-Spaß" werd ich nie verstehen, ihr könnt doch auch bei einer Automatik manuell schalten, nur halt ohne dem blöden Kupplungspedal?!
und wie gibst Du da Zwischengas? :lol:

Mach ich wegen Automatik aber auch seit mindestens 10 Jahren nicht mehr. War aber schon schön, mit "Spitze/Hacke" runterzuschalten.
 
Da gibt's für mich mehrere Dinge.
-Mehr Eingriff in die Mechanik und mehr Kraftaufwand, das lässt einen einfach mehr spüren, dass man ein Fahrzeug und kein Spielzeug bedient.
-Mehr Spielmöglichkeiten und Können sind erforderlich, Zwischengas und so.
-Klare Wahrnehmung von Lastwechsel, Krafttrennung und Kraftschluss, kein "Schleifgefühl" (insbesondere beim Wandler furchtbar, fährt sich für mich wie ein Auto mit verschlissener Kupplung)
-Und auch noch was sehr entscheidendes, keine Wahrnehmung einer Schaltverzögerung. Eine Automatik kann 10 mal schneller schalten als ichs von Hand kann, aber ich werde nie eine Verzögerung zwischen Kupplung treten und dem auskuppeln oder dem bewegen des Ganghebels und dem Gangwechsel wahrnehmen, ich spüre aber jede 10tel Sekunde zwischen betätigen der Wippe und dem Gangwechsel der Automatik. Für mich ein scheußliches Fahrgefühl.
-Schaltgetriebe sind dazu noch in aller Regel billiger und langlebiger. Die einfachere Technik gewinnt bei mir bei sowas einfach immer.
-Ich kann den Schaltwagen einfach mal anschreiben.
-Geringerer Verbrauch des Handschalters auf der Langstrecke wo 95% der Zeit der größte Gang eingelegt ist, da einfach keine Verlustleistung für Öldruck im Getriebe vorhanden ist.
-Und im gleichen Zusammenhang stört mich auch noch, dass der Motor wenn man an der Ampel steht keinen echten Leerlauf besitzt. Er bringt ja immer eine gewisse Kraft für den Öldruck im Getriebe auf und das spürt man ja definitiv. Insbesondere beim Diesel steht man mit dem Schalter einfach viel ruhiger an der Ampel, während der Automat immer etwas mehr brummelt und der Motor "bemühter" klingt.

Denke das waren genug Punkte :lol:
 
Schöne Punkte, interessieren nur keinen in den Chefetagen der Autokonzerne ;-)
 
Vor allem Punkte aus der Vergangenheit. Wie mit vielen anderen Sachen ist hier der Fortschritt nicht aufzuhalten.
 
In den richtigen Konzernen schon :wink:
Albert Biermann bei Hyundai wurde mal gefragt, wie er denn auf die Idee kommt beim I30n eine konventionelle Handbremse mit Hebel und ein Schaltgetriebe einzubauen und er hat geantwortet, das sei doch ein Spaßauto für eine junge Zielgruppe, da soll man doch auch was verrücktes anbieten, wenn da alles der Regel folgen würde, würde das ja keiner kaufen.
Und da hat er ja auch absolut recht, wie sich auch an den Verkaufszahlen zeigt :lol:

Dass der Schalter aus der breiten Masse langsam verschwindet ist klar, aber zum Glück gibt's noch so einige Nieschenfahrzeuge bei denen das nicht so schnell aussterben wird. Und am Ende gibt's immer noch ne Menge Old-und Youngtimer die mich sowieso mehr ansprechen oder Hobbyschrauber die Autos umbauen sodass sie auch TÜV bekommen. Ist ja alles möglich für denjenigen dems das halt auch wert ist. Mir wärs das auf jeden Fall. :mrgreen:

Wenn die Deutschen eines in den letzten Jahren sowieso nicht mehr wirklich konnten, dann war das guten Schaltgetriebe bauen. Grade Mercedes war da nie wirklich gut, bei allen Fahrzeugen die ich da bisher so gefahren bin war die Schaltung im Vergleich zu dem was andere Marken so hinbekommen doch recht bescheiden.
Dass VW jetzt also aussteigt ist für mich auch in der Hinsicht ein verkraftbarer Verlust :lol: (Wobei ich mich ja eh frage warum man heute noch einen VW kauft, gibt kaum eine Marke bei der ich so das Gefühl habe, dass wirklich an jeder Ecke gespart wird. Der nächste Konzern der mir da einfällt ist LEGO :lol: )
 
Julian96 schrieb:
Da gibt's für mich mehrere Dinge.
Du führst einige Dinge auf, die ich durchaus auch als Vorteil für die Handschaltung sehe, aber es ging ja um den "Spaß". Meine liebste Automatik ist ja ein automatisiertes Schaltgetriebe, so wie ich es beim Fusion und Qubo hatte, vereint m.E. die Vorteile der Schaltung mit der Automatik. Technische Probleme aber leider schon mal vorhanden, ja. Testfahrt mit CVT gefiel mir vor einiger Zeit, wie glaub ich schon gesagt, gar nicht. Da würd ich - auch wegen des geringeren Verbrauchs und des geringeren Preises - tatsächlich lieber wieder einen Schalter kaufen.

ThomasZ schrieb:
Schöne Punkte, interessieren nur keinen in den Chefetagen der Autokonzerne ;-)
Na doch, sonst wäre ja der Schalter in Europa schon längst gegen Automatik ersetzt worden oder zumindest wesentlich seltener, wie z.B. auch in USA oder Japan.
 
Julian96 schrieb:
-Klare Wahrnehmung von Lastwechsel, Krafttrennung und Kraftschluss, kein "Schleifgefühl" (insbesondere beim Wandler furchtbar, fährt sich für mich wie ein Auto mit verschlissener Kupplung)
-Schaltgetriebe sind dazu noch in aller Regel billiger und langlebiger. Die einfachere Technik gewinnt bei mir bei sowas einfach immer.
-Geringerer Verbrauch des Handschalters auf der Langstrecke wo 95% der Zeit der größte Gang eingelegt ist, da einfach keine Verlustleistung für Öldruck im Getriebe vorhanden ist.
-Und im gleichen Zusammenhang stört mich auch noch, dass der Motor wenn man an der Ampel steht keinen echten Leerlauf besitzt. Er bringt ja immer eine gewisse Kraft für den Öldruck im Getriebe auf und das spürt man ja definitiv. Insbesondere beim Diesel steht man mit dem Schalter einfach viel ruhiger an der Ampel, während der Automat immer etwas mehr brummelt und der Motor "bemühter" klingt.

Vorsicht junger Mann :-)
- Schleifgefühl bei aktuellen Automaten? Naja bei 08/15 Koreanern vielleicht. Eine 8HPxx aus Süddeutschland hat das nicht. In der Regel ist auch quasi immer die Wandlerüberbrückungskupplung zu.
- Langlebiger? Ne gute Automatik ist deutlich Verschleissärmer und schonender für den gesamten Antriebstrang.
- Geringerer Verbrauch? Leider Falsch: 1. gegen die 8 Gänge einer Automatik kannst Du mit manuellen 6 Gängen niemals so gut den optimalen Arbeitspunkt treffen und 2. Schaltet kein Mensch so schnell und so oft wie eine Automatik. Du hast einfach keine Chance...
- Leerlauf an der Ampel???? Die modernen Kisten sind doch eh alle aus. Und der Öldruck wird dabei übrigens in dem mechanischen Zwischenspeicher gehalten...

Ich schalte auch gerne selber, aber nur weil ich es liebe vorausschauend zu schalten. Das kann auch die beste Logik nie erreichen. Nur geschlagen von gar nicht schalten und innerhalb 0,0s Verzögerung elektrisch losziehen. Bis der olle Verbrenner Luft geholt hat und Du oder die Automatik die Gänge sortiert haben bin ich dann schon lange wech :)
 
Korrekt, die 8HP ist wohl das beste Automatikgetriebe derzeit auf dem Markt, da will man sicher keine Handschaltung mehr zurück.

Was man auch bedenken muss: Insgesamt kaufen auch die Kunden immer mehr Automatikfahrzeuge, deshalb rentiert sich der Aufwand einer Schaltgetriebeversion bei vielen Autos nicht mehr. Denn man muss diese auch wegen des WLTP Zyklus immer extra überprüfen, das ist recht aufwändig, das kann man sich dann einsparen.
 
br403 schrieb:
Korrekt, die 8HP ist wohl das beste Automatikgetriebe derzeit auf dem Markt, da will man sicher keine Handschaltung mehr zurück.

Für Alltags- und Reisewagen trifft das ja. Hatte die 8HP im Audi A6 und die ist wirklich top. Schaltet seidenweich, niedriges Drehzahlniveau, Auto segelt lange Abschnitte ohne laufenden Motor. Andererseits reicht schon eine Runde MX5 und man weiß sofort wieder, dass die Handschaltung einfach mehr Spaß macht.
 
ralleycorse schrieb:
- Geringerer Verbrauch? Leider Falsch: 1. gegen die 8 Gänge einer Automatik kannst Du mit manuellen 6 Gängen niemals so gut den optimalen Arbeitspunkt treffen und 2. Schaltet kein Mensch so schnell und so oft wie eine Automatik. Du hast einfach keine Chance...

Bei einem Vergleich von 6 zu 8 Gängen kann das natürlich stimmen. Bei gleicher Anzahl der Gänge muss das Automatikgetriebe aber nicht immer das sparsamere Getriebe sein. Bestes Beispiel sind unsere beiden Tiguan. Der alte, ein handgeschalteter 6-Gang 2.0 TDI Allrad mit Baujahr 2011, hat jetzt nach über 175.000km einen Realverbrauch von 7,1 Litern/100km (gemessene, nicht die intern über den Bordcomputer ermittelte Werte). Der neue, ein 2019er Allrad 2.0 TDI mit einem 6-Gang DSG hat jetzt nach knapp 20.000km einen Realverbrauch von 7,8 Litern/100km (Ebenfalls gemessene Werte). Das Fahrprofil ist nach wie vor das selbe. Zu etwa 85-90% Landstraße & Autobahn, 10-15% Stadt. Hin und Wieder mal mit einem Anhänger.

Angenehmer ist das Fahren mit einem Automatik natürlich allemal, vor allem auch im bei uns hier immer vorherrschenden Autobahnverkehr (Meist Stop and Go). Pauschal zu sagen, ein Automatikgetriebe ist besser als ein Handschalter (oder umgekehrt) ist aber vermutlich etwas leicht gesagt. Schließlich kommt es hierbei auch viele Faktoren, wie persönliche Präferenzen, Fahrzeug, finanzielle Mittel, ... an. Und dass es bei den Getrieben markante Unterschiede gibt sollte auch klar sein. Das aktuelle 8DT oder 9HP (absolut faszinierendes Getriebe, Wahnsinn wie kompakt das für 9 Gänge ist) von ZF ist sicherlich die Speerspitze des Getriebebaues. Das 6-Gang DSG im Tiguan hingegen ist meiner Meinung nach eher Mittelmaß. Unser Peugeot 206 von 1998 hatte damals tatsächlich schon ein 4-Gang Automatikgetriebe (Ich weiß, für eine Amerikaner nicht besonderes, damals allerdings im europäischen Kleinwagensegment nicht selbstverständliches). Mit heutigen Getrieben natürlich absolut nicht vergleichbar, aber auch für damalige Verhältnisse schon wesentlicher im Stadtverkehr wie ein Handschalter.
 
ralleycorse schrieb:
Vorsicht junger Mann :-)
- Schleifgefühl bei aktuellen Automaten? Naja bei 08/15 Koreanern vielleicht. Eine 8HPxx aus Süddeutschland hat das nicht. In der Regel ist auch quasi immer die Wandlerüberbrückungskupplung zu.
- Langlebiger? Ne gute Automatik ist deutlich Verschleissärmer und schonender für den gesamten Antriebstrang.
- Geringerer Verbrauch? Leider Falsch: 1. gegen die 8 Gänge einer Automatik kannst Du mit manuellen 6 Gängen niemals so gut den optimalen Arbeitspunkt treffen und 2. Schaltet kein Mensch so schnell und so oft wie eine Automatik. Du hast einfach keine Chance...
- Leerlauf an der Ampel???? Die modernen Kisten sind doch eh alle aus. Und der Öldruck wird dabei übrigens in dem mechanischen Zwischenspeicher gehalten...

Ich schalte auch gerne selber, aber nur weil ich es liebe vorausschauend zu schalten. Das kann auch die beste Logik nie erreichen. Nur geschlagen von gar nicht schalten und innerhalb 0,0s Verzögerung elektrisch losziehen. Bis der olle Verbrenner Luft geholt hat und Du oder die Automatik die Gänge sortiert haben bin ich dann schon lange wech :)

-Ich bin bisher nur deutsche Fabrikate mit Automat gefahren und hatte dieses Gefühl des Schleifens immer. Es ist sowieso schwer zu beschreiben, es ist vielleicht nichtmal direkt ein Schleifen, es fühlt sich oft auch so an wie wenn die Automatik den Kraftschluss schneller wieder herstellen will, wie die Schwungmasse des Motors eigentlich runter oder hochdrehen kann. Geht ja auch fast nicht anders, denn ohne Drehzahlunterschied könnte ich den Kraftfluss gar nicht trennen und schließen, ohne dass der Fahrer eine Ruck beim Schaltvorgang spürt. Echt schwer zu erklären, aber für mich fühlt sich da irgendwas immer unstimmig an. Und bisher hatte ich das wirklich bei jedem Automatikfahrzeug.

-Also ich hab in der heutigen Zeit noch nie von jemandem gehört, der in der gesamten Lebensdauer eines Autos Probleme mit einem manuellen Getriebe hatte, sehr wohl aber von Leuten bei denen der Automat nach 150.000km+ nicht mehr so gut schaltet und die Gänge schließt wie am Anfang. Sieht man immer schön an den Autos, die als Neuwagen noch im Standgas losrollen und wenn se mal ordentlich Kilometer drauf haben halt stehen bleiben. Von den Steuerungstechnischen Problemen mal ganz zu schweigen, da kann beim manuellen Getriebe gar nichts kaputt gehen.

-Genau das ist der Punkt den ich eigentlich erwähnt habe, ich rede von einer Langstreckenfahrt in der ich mit dem Schaltgetriebe 99% der Zeit immer im größten Gang bleibe und das sind sehr viele Strecken bei mir. Da hab ich noch nie eine Automatik gesehen die sparsamer war als ein manuelles Getriebe, wäre auch allein physikalisch gesehen einfach unrealistisch aufgrund der Verlustleistung. Bei Geschwindigkeiten zwischen 70 und 120km/h fahr ich immer im 6ten und Schalte quasi nie und mit der längsten Übersetzung fährt man in fast allen Situationen auch am sparsamsten. Jeder Gangwechsel egal ob geschaltet oder automatisch ist in solchen Situationen einfach unnötig und verbraucht zusätzlichen Kraftstoff. Bei mindestens 20km am Stück ohne Schaltvorgang wird der Verbrauch weder gesenkt noch erhöht, wenn zwischendurch durch einen Schaltvorgang mal für 2s mehr oder weniger Kraftstoff verbraucht wird. Der Gangwechsel im Vergleich zur Dauerhaften Verlustleistung im Automatikgetriebe fällt da nicht ins Gewciht. Bei Fahrten in der Stadt mit vielen Gangwechseln brauchen wir nicht drüber reden, dass die Automatik besser ist.

-Man merkt das Arbeiten gegen den Wandler und die Bremse aber definitiv wenn man die letzten Meter auf Stillstand bremst. Der Bremsenverschleiß eines Automatikautos ist durchschnittlich auch höher als der eines Schaltgetriebes. Logisch weil ich bei jedem Stopp zusätzlich zur Fahrzeugmasse noch eine gewisse Kraft vom Motor mit anliegen habe. Uns so lange man in Bewegung ist, ist der Motor eben nicht aus.

Und richtig, das vorausschauende Schalten kommt dann auch noch dazu. Auch auf Passstraßen oder im Gelände ist die Automatik einfach nur lästig. Mit dem Schalter kann man bequem im ersten Gang mit Standgas über Steine und Hindernisse langsam drüber rollen, mit der Automatik muss man ständig Gas geben weil die Kraft zwar zum Rollen reicht, über Hindernisse aber nicht. Auf Passstraßen lege ich meist einen Gang ein und fahre so eigentlich die ganze Strecke. Das ständige Geschalte der Automatik nervt hier einfach nur. Oft muss ich dann wieder selber eingreifen, damit sich das Getriebe so verhält wie ich will und das nimmt mir irgendwie den Sinn einer Automatik.
 
ralleycorse schrieb:
- Geringerer Verbrauch? Leider Falsch: 1. gegen die 8 Gänge einer Automatik kannst Du mit manuellen 6 Gängen niemals so gut den optimalen Arbeitspunkt treffen und 2. Schaltet kein Mensch so schnell und so oft wie eine Automatik. Du hast einfach keine Chance...
Das ist halt das (mein) Hauptproblem bei einer Automatik mit vielen Gängen, sie schaltet laufend und das nervt, wenn die Automatik schaltet, während man eigentlich gar keinen anderen Gang drin haben möchte. Z.B. wenn man lieber im höchsten Gang langsam beschleunigen will, die Automatik beim "leichten" Druck aufs Pedal aber gleich einen Gang niedriger schaltet.

Vorteil beim Stehenbleiben mit Schalter ist jedenfalls, dass man auch mal von der Bremse gehen kann, wenn der Untergrund kein Gefälle hat. Automatik würde dann wieder losfahren .. wenn ich das wollte, würde ich Gas geben.

Wie so meist im Leben hat beides Vor- und Nachteile und dann ist es gut, wenn man wählen kann.
 
Julian96 schrieb:
Also ich hab in der heutigen Zeit noch nie von jemandem gehört, der in der gesamten Lebensdauer eines Autos Probleme mit einem manuellen Getriebe hatte

Genau das ist der Punkt den ich eigentlich erwähnt habe, ich rede von einer Langstreckenfahrt in der ich mit dem Schaltgetriebe 99% der Zeit immer im größten Gang bleibe und das sind sehr viele Strecken bei mir. Da hab ich noch nie eine Automatik gesehen die sparsamer war als ein manuelles Getriebe

Man merkt das Arbeiten gegen den Wandler und die Bremse aber definitiv wenn man die letzten Meter auf Stillstand bremst. Der Bremsenverschleiß eines Automatikautos ist durchschnittlich auch höher als der eines Schaltgetriebes. Logisch weil ich bei jedem Stopp zusätzlich zur Fahrzeugmasse noch eine gewisse Kraft vom Motor mit anliegen habe. Uns so lange man in Bewegung ist, ist der Motor eben nicht aus.

Und richtig, das vorausschauende Schalten kommt dann auch noch dazu. Auch auf Passstraßen oder im Gelände ist die Automatik einfach nur lästig.

Diese Argumente killt zum Beispiel ein aktueller A6 alle:
- die 8HP ist länger übersetzt als jeder manuelle Schalter und damit auf der AB sparsamer
- dank Mildhybrid rekuperiert der Wagen spürbar und verursacht weniger statt mehr Bremsverschleiß
- der Wagen kennt die vorausliegende Topographie und Beschilderung und passt die Schaltstrategie entsprechend an

Zu Problemen mit dem manuellen Getriebe: Getriebeölverlust beim VW 130PS PD TDI in der 285nm 5 Gang Version und eine gekillte Kupplung mit ZMS bei nur 130.000km beim 170PS CR TDI. Letzteres war teuer. Da kannst du besser einem Wandlerautomaten öfter neues Öl gönnen. Andererseits hat der Passat 3bg mit dem 130PS TDI noch die erste Kupplung bei über 400.000km und läuft immer noch (beim Bekannten).

Es bleibt für mich dabei, dass eine manuelle Schaltung die einfachere und günstigere Lösung ist, die aber dem Hersteller und der Energiewende ein Dorn im Auge ist. Daher wird sie Zug um Zug durch die in den letzten Jahren rasant verbesserten Automatikgetriebe abgelöst, bis es sowieso nur noch 1-2Ganggetriebe in den E-Autos gibt.
 
starli schrieb:
Das ist halt das (mein) Hauptproblem bei einer Automatik mit vielen Gängen, sie schaltet laufend und das nervt, wenn die Automatik schaltet, während man eigentlich gar keinen anderen Gang drin haben möchte. Z.B. wenn man lieber im höchsten Gang langsam beschleunigen will, die Automatik beim "leichten" Druck aufs Pedal aber gleich einen Gang niedriger schaltet.

Vorteil beim Stehenbleiben mit Schalter ist jedenfalls, dass man auch mal von der Bremse gehen kann, wenn der Untergrund kein Gefälle hat. Automatik würde dann wieder losfahren...

Bei einer guten Automatik siehst du den Schaltvorgang doch höchstens noch am DZM. Der Schaltvorgang hat ja dann einen guten Grund und kommt dem Verbrauch, der Verbrennungstemperatur etc. zugute.

Schon mal "Auto hold" gefahren?
 
starli schrieb:
Das ist halt das (mein) Hauptproblem bei einer Automatik mit vielen Gängen, sie schaltet laufend und das nervt, wenn die Automatik schaltet, während man eigentlich gar keinen anderen Gang drin haben möchte. Z.B. wenn man lieber im höchsten Gang langsam beschleunigen will, die Automatik beim "leichten" Druck aufs Pedal aber gleich einen Gang niedriger schaltet.

Vorteil beim Stehenbleiben mit Schalter ist jedenfalls, dass man auch mal von der Bremse gehen kann, wenn der Untergrund kein Gefälle hat. Automatik würde dann wieder losfahren...

Das ist genau das Problem, was ich bei klein motoriserten Fahrzeugen mit DSG schon öfter feststellen musste. Durch die fehlende Kraft/Drehmoment schaltet sich das Getriebe vor allem im Bergland tot.
Bei meinem Cupra hingegen ist das nahezu gar nicht der Fall, da durch ausreichendes Drehmoment bei normaler Fahrweise Schaltvorgänge in niedrigere Gänge vermieden werden können.
Was lernen wir daraus - Automatik nur mit etsprechend anliegender Leistung kaufen. :wink: Erhöht auch die Sicherheit beim Überholvorgang aufgrund der geringeren Expositionszeit :D
 
Mein Reden, man kann nie genug Leistung im Auto haben😉
 
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