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Auto ...

GIFWilli59 schrieb:
Das stimmt so nicht. BEV haben ca. 70% Wirkungsgrad, E-Fuels fast 20%. Bisher hat die Ideologie des Wirkungsgrads und der Wirtschaftlichkeit den Durchbruch bei den E-Fuels verhindert. 😉
Ist im Moment noch zweifellos zutreffend aber nachdem ich doch davon ausgehe das in näherer Zukunft der E-Fuel Wirkungsgrad deutlich gesteigert werden wird, bin ich der Überzeugung das man sich diesen Weg nicht durch unsinnige Vorgaben generell verbauen darf. Sollte sich am Wirkungsgrad wider Erwarten nichts ändern bleibt es eben ein dann auch dementsprechend teures Nischenprodukt für spezielle Anwendungen; falls nicht dann verbauen wir uns alle möglichen Nutzungschancen.

Dies sollte man auch unter dem Gesichtspunkt eines zukünftigen Wirtschaftskrieges mit China sehen denn sollte China eines Tages den Export seltener Erden an nicht befreundete Staaten einfach stoppen, wäre das u. a. der Untergang der Elektromobilität. Und da geht´s ja nicht nur um Chinas eigene Ressourcen sondern auch um jene die sich China in anderen Ländern bereits gesichert hat.

Und gerade die fernöstlichen Automobilhersteller haben sich sicher etwas dabei gedacht weiterhin Verbrenner und deren Weiterentwicklung in ihren Portfolios zu belassen.
 
Petz schrieb:
aber nachdem ich doch davon ausgehe das in näherer Zukunft der E-Fuel Wirkungsgrad deutlich gesteigert werden wird,
da bin ich aber mal auf deine Ideen, wie du das erreichen möchtest gespannt - ich sehe da aus wissenschaftlicher Sicht eigentlich kein Potential. Das ganze "rechnet" sich nur, wenn man elektrische Energie, sei es nun Wind, Sonne oder Kernfusion in dermassenem Überfluss hat, dass man ansonsten halt keine Idee hat, was man damit machen koennte.
 
flamesoldier schrieb:
Dafür verbreitest du aber regelmäßig und gegen jeden Sinn und Verstand diese Falschmeldung, dass die Zulassungszahlen nachhaltig einbrechen würden.

Regelmäßig? Bitte zitiere doch mal die entsprechenden Beiträge, mir wäre außer dem vorherigen nämlich nichtmal ein weiterer bekannt, indem ich mal Zahlen zu E Auto Zulassungen genannt hätte. Wenn du's mir schon unterstellst dann bitte begründet. Wenn ich das regelmäßig gemacht habe, sollten sich entsprechende Posts von mir ja schnell finden lassen.

Außerdem habe ich überhaupt keinen zeitlichen Rahmen genannt anhand dem man meine Aussage irgendwie bewerten könnte. Ganz akruell scheint es eine deutliche Talfahrt zu geben:
https://www.adac.de/news/neuzulassungen-kba/

Und wie hier nachzulesen ist:
https://www.virta.global/de/blog/wie-es-um-die-e-auto-forderung-2023-steht
sind die Förderungen für gewerbliche E Autos ab September weggefallen. Das passt doch relativ gut zu meiner ursprünglichen Aussage. Aufgrund der teils extrem langen Lieferzeiten wurden viele Autos die noch mit mehr Prämie bestellt wurden ja auch erst in den letzten Monaten ausgeliefert.
Auch diverse Experten gehen davon aus, dass die Zahlen der E Neuzulassungen mit dem Wegfall der Prämien wieder deutlich sinken könnten, zumindest lese ich das seit Wochen ständig irgendwo.
 
Petz schrieb:
Ist im Moment noch zweifellos zutreffend aber nachdem ich doch davon ausgehe das in näherer Zukunft der E-Fuel Wirkungsgrad deutlich gesteigert werden wird, bin ich der Überzeugung das man sich diesen Weg nicht durch unsinnige Vorgaben generell verbauen darf.

Und selbst wenn es bei den 20% Wirkungsgrad bleibt sind 20% immernoch besser als 0%. Was ich damit sagen will: E-Fuels sollen ja vorwiegend mit Überschussenergie erzeugt werden die sonst einfach abgeregelt würde. Gerade in den Sommermonaten ist das ja jetzt schon jammerschade dass massig Strom, der für sowas zur Verfügung stünde, abgeregelt werden muss weil das Stromnetz ihn nicht aufnehmen kann. Das wird in Zukunft ja immer mehr, denn wenn wir die Regenerativen so weit ausbauen dass sie auch nur ansatzweise auch im Winter, wo jeder seine Wärmepumpe anschmeißt, Licht an hat und sein Auto auflädt, einen nennenswerten Anteil der Grundversorgung liefern können, so hat das zwingend große Leistungsüberschüsse in gewissen Zeiten zur Folge. Die nicht abzuschöpfen wäre wirklich ein Frevel. Langzeitspeicher für elektrische Energie sind halt immernoch Essig. Auch lassen sich E-Fuels rein thermisch mittels Sonnenkonzentratoren verschiedener Art erzeugen ohne dass elektrische Energie notwendig ist, dann heißen sie halt T-Fuels. Unbewohnbare Orte mit mehr als genug Sonneneinstrahlung haben wir bekannterweise genug, Strom kann man dort wegen der langen Leitungswege nur bedingt erzeugen, wenn das mal nicht die Bastion wäre die Sonnenenergie chemisch festzulegen. Ich sehe es also genauso wie du, diese Technik hätte schon mächtig Potenzial. Allerdings hat sich die Politik auf die vollelektrische Mobilität mit all ihren positiven und negativen Begleiterscheinungen festgefressen, das Beste aus 2 Welten ist nicht erwünscht.
 
Petz schrieb:
GIFWilli59 schrieb:
Das stimmt so nicht. BEV haben ca. 70% Wirkungsgrad, E-Fuels fast 20%. Bisher hat die Ideologie des Wirkungsgrads und der Wirtschaftlichkeit den Durchbruch bei den E-Fuels verhindert. 😉
Ist im Moment noch zweifellos zutreffend aber nachdem ich doch davon ausgehe das in näherer Zukunft der E-Fuel Wirkungsgrad deutlich gesteigert werden wird, bin ich der Überzeugung das man sich diesen Weg nicht durch unsinnige Vorgaben generell verbauen darf.
Selbst wenn sich die Synthese auf 100% Wirkungsgrad steigern ließe, bleibt noch immer der Verbrennungsmotor als Flaschenhals, der mindestens 60 % in Wärme umwandelt. Und Verbrennungsmotoren kann man nach über 100 Jahren Weiterentwicklung wohl als ausentwickelt betrachten.
Petz schrieb:
Sollte sich am Wirkungsgrad wider Erwarten nichts ändern bleibt es eben ein dann auch dementsprechend teures Nischenprodukt für spezielle Anwendungen; falls nicht dann verbauen wir uns alle möglichen Nutzungschancen.
Solche Nischen kann man immer von zwei Seiten sehen: a) Verbieten, weil es unwirtschaftlich und unökologisch ist b) nicht verbieten, weil es unwirtschaftlich ist, nutzt es sowieso keiner

Ein Nachteil bleibt beim E-Fuel aber in Form der in stark frequentierten Bereichen konzentrierten Luftverschmutzung.

Petz schrieb:
Und gerade die fernöstlichen Automobilhersteller haben sich sicher etwas dabei gedacht weiterhin Verbrenner und deren Weiterentwicklung in ihren Portfolios zu belassen.
Welche meinst du genau?
Zumindest in China gibt es mittlerweile viele Hersteller, die keine Verbrennersparte mehr haben (bzw. nie hatten).

Spezialwidde schrieb:
Und selbst wenn es bei den 20% Wirkungsgrad bleibt sind 20% immernoch besser als 0%. Was ich damit sagen will: E-Fuels sollen ja vorwiegend mit Überschussenergie erzeugt werden die sonst einfach abgeregelt würde. Gerade in den Sommermonaten ist das ja jetzt schon jammerschade dass massig Strom, der für sowas zur Verfügung stünde, abgeregelt werden muss weil das Stromnetz ihn nicht aufnehmen kann. Langzeitspeicher sind halt immernoch essig.
Zur Speicherung wäre das schon nicht schlecht. Die Schwierigkeit ist natürlich, die E-Fuel-Anlagen dann so ins Netz einzubinden, dass sie im Sinne der Netzstabilität wirtschaftlich genug betrieben werden können und auch noch genug Strom erhalten. Solche Anlagen kann man ja nicht neben jedes Windrad setzen...

Spezialwidde schrieb:
Auch lassen sich E-Fuels rein thermisch mittels Sonnenkonzentratoren verschiedener Art erzeugen ohne dass elektrische Energie notwendig ist, dann heißen sie halt T-Fuels.
Wie genau funktioniert das?
 
GIFWilli59 schrieb:
Wie genau funktioniert das?

Eigentlich ganz einfach, eine Verbrennung ist per se ein reversibler Vorgang. Jede chemische Reaktion ist ein Gleichgewicht. In der beobachtbaren Natur liegt das eben sehr weit links auf der Seite der Verbrennungsprodukte. Wenn man etwas verbrennt entsteht im Wesentlichen Wärme, das kann man beobachten. Ich kann dieses Gleichgewicht aber nun nach Links auf die Seite der Edukte schieben wenn ich den äußeren Zwang erhöhe und Wärme zuführe(ein chemisches System versucht immer dem äußeren Zwang entgegenzuwirken), sprich ich muss gewaltig einheizen und weit höhere Temperaturen einwirken lassen als sie bei der Verbrennung maximal entstehen, dann kann ich aus CO2 und Wasserdampf mittels thermischer Spaltung ein energiereiches Synthesegas erzeugen. Dieses besteht im Wesentlichen aus Kohlenmonoxid, Sauerstoff und Wasserstoff (der Sauerstoff muss natürlich sofort entfernt werden damit er nicht zu einer Rückverbrennung führt). Die notwendigen Temperaturen lassen sich mit Solarspiegeln und Receivern locker erzeugen. Aus diesem Synthesegas kann ich dann alle möglichen Kohlenwasserstoffe machen. So wie man es schon im Krieg bei der Kohleverflüssigung gemacht hat (dasselbe Synthesegas kann man auch aus Koks machen indem man Wasserdampf über glühenden Koks leitet). CO2 finden wir ja mehr als uns lieb ist in der Luft, daraus können wir es einfach auswaschen. Wasserbeschaffung sollte auch nicht das riesen Problem sein. In Wüstengebieten könnten solche Anlagen wirklich eine wahre Ölquelle sein :D Der Nachteil dieses Verfahrens ist der wirklich schlechte Wirkungsgrad, dafür ist es aber recht simpel, günstig aufzubauen und kann ansonsten verlorene Energie erschließen.
 
GIFWilli59 schrieb:
Selbst wenn sich die Synthese auf 100% Wirkungsgrad steigern ließe, bleibt noch immer der Verbrennungsmotor als Flaschenhals, der mindestens 60 % in Wärme umwandelt. Und Verbrennungsmotoren kann man nach über 100 Jahren Weiterentwicklung wohl als ausentwickelt betrachten.

Wohl der wichtigste Aspekt. Natürlich werden die vorhandenen Verbrenner noch lange laufen und daher ist die Entwicklungsarbeit an Kraftstoffen auch richtig,
aber diese in Konkurrenz zu BEV zu setzen halte ich für unsinnig. Eben weil Verbrenner quasi "ausentwickelt" sind.
 
GIFWilli59 schrieb:
weil es unwirtschaftlich ist, nutzt es sowieso keiner
sind wir da nicht schon, seit März dürfen Tankstellen E-Fuels anbieten, in meiner Umgebung tut es bisher keine... E-Fuels fuer KFZ sind doch eine Schwachsinnsidee an der sich irgendwelche FDP und AFD Trottel aufgeilen.
 
E Fuels im Kfz wird keiner nutzen solange es die billige Alternative gibt, warum auch. Gibt es die nicht mehr, sind Liebhaber die, die auch teuer dafür zahlen werden. Für so bescheuerte Dinge wie hier z. B.
https://stories.technik-museum.de/de/brutus-mit-efuel
Einfach nur weil es geht und jemandem Freude bereitet. Und genau darum geht es mir bei dieser Debatte. Die Freude des einzelnen bewahren.
Aber sind sicher alles Afd Wähler die sich für solche Dinge begeistern können :roll:
Und entgegen der Meinung mancher wird die Welt nicht untergehen weil in einem Land wie Deutschland 800.000 Oldtimer mit niedrigen jährlichen Fahrleistungen mit E Fuels unterwegs sind. Und auch das Energienetz wird daran nicht zusammenbrechen. Mal zumindest nicht wenn man gleichzeitig argumentiert dass ein Stromnetz für 40 Millionen Elektroautos möglich ist.
Wer Efuels in der Masse für besser hält als den direkten Stromverbrauch, lebt dagegen an der Realität vorbei.
 
judyclt schrieb:
GIFWilli59 schrieb:
Selbst wenn sich die Synthese auf 100% Wirkungsgrad steigern ließe, bleibt noch immer der Verbrennungsmotor als Flaschenhals, der mindestens 60 % in Wärme umwandelt. Und Verbrennungsmotoren kann man nach über 100 Jahren Weiterentwicklung wohl als ausentwickelt betrachten.

Wohl der wichtigste Aspekt. Natürlich werden die vorhandenen Verbrenner noch lange laufen und daher ist die Entwicklungsarbeit an Kraftstoffen auch richtig,
aber diese in Konkurrenz zu BEV zu setzen halte ich für unsinnig. Eben weil Verbrenner quasi "ausentwickelt" sind.

Ach echt? Da sagen Motorenentwickler etwas ganz anderes auf den Kongressen...
Die sind inzwischen wohl bei 50 bis 60% Wirkungsgrad.
Das ist einer der vielen Gründe warum es mit der Entwicklung und erst recht der Produktion des Verbrenners nun in Fernost weitergeht...
Das Klima ist deutsch und hält sich natürlich an Grenzen und Regeln...Alles klar.
Die lachen sich in Fäustchen und Tod über unsere ökonomisch selbstmörderische Moralitis.

Es wird global wie in den 80igern mit den Uhren werden...
Hier die Wegwerfautos ala Digitaluhr (BEVs), da die mit z.B. auch klimaneutral betriebenen mit den hochinteressanten Uhrwerken ( V12, V10, V8, B6,R6).
Warum wohl hält sich Porsche über VW mit Rimac bei Bugatti alles offen?
Auch den neuen Macan, die Cashcow soll es als BEV und Verbrenner geben.

Für das gute Gewissen zahlt man nur noch in Europa und Nordamerika doch jetzt bei den BEVs für ein vergleichbares Produkt deutlich mehr... Das BEV hipp sind ist als Trend schon durch.
Warum soll das dann nicht mit den V12ern laufen, warum ist Arnault innerhalb relativ kurzer Zeit mit Luxusmarken so reich geworden...:
Die Menschen sind nicht gleich und wo sie sich doch glauben zu sehr zu gleichen greifen sie zu Luxusprodukten, erst recht u.a. in China.

Manch einer hier hat schon ein oder mehrere davon als Vintageversion zu Hause und pflegt diese, weil er sie schätzt und mag...aber vielleicht auch weil diese durch den Wertgewinn die Unterhaltungskosten einspielen.
Das wird bei immer verwechselbarer werdenden WegwerfAutos ala BEV nicht so sein.

Jeder kann dochmal testen: Mercedes EQE gegen einen Genesis SUV BEV der gleichen Grösse...Die höhere Qualität hat wer? Richtig, der mit dem deutlich niedrigeren Preis.
Ein ruinöser Wettbewerb mit austauschbaren Produkten. Tesla treibt da massiv an und alle anderen verdienen noch weniger oder nie, bzw. verlieren Geld pro Auto.

Wer in Zukunft mit Autos im Luxusmarkt erfolgreich sein will, also Margenkönig sein will, muss beides oder ganz oben mglws nur den mit dem hochkomplizierten Uhrwerk (R6, B6,V8,10,12) anbieten - und auch sonst mehr als Daciaqualtiät, die nur oberflächlich glänzt, bauen.
Ein uralter Hersteller lernt das gerade bei den Rabatten und den massiv schrumpfenden Lieferzeiten auf die harte Tour, nur dank des im Vergleich recht guten Designs steht er noch nicht an der Wand.
 
Na lass es 50% werden. Ist immer noch schwach im Vergleich zum Elektromotor. Ich fahre ja selbst auf Langstrecken gerne zügig und ohne ewige Ladepausen mit dem Verbrenner, aber deren Wirkungsgrad ist einfach schlecht. Das sollte man realistisch sehen.

Und so richtig viel hat sich da nicht getan. Vor 30 Jahren brauchte ein Passat TDI genauso 5-6l wie heute. Ja ich weiß: Komfort, Abgasnorm usw. Dennoch wenig beeindruckende Entwicklung.
 
Jo, und der Audi 100 TDI davor auch, aber wie schwer waren die, welche Schlappen?

Ich finde eher, dass sich das Fahrgefühl oder die Haltbarkeit und der Komfort zw. 1995 und 2020 überhaupt nicht mehr so weiterentwickelt haben wie z.B. 1970 bis 1995 oder?
 
GIFWilli59 schrieb:
Petz schrieb:
Und gerade die fernöstlichen Automobilhersteller haben sich sicher etwas dabei gedacht weiterhin Verbrenner und deren Weiterentwicklung in ihren Portfolios zu belassen.
Welche meinst du genau? Zumindest in China gibt es mittlerweile viele Hersteller, die keine Verbrennersparte mehr haben (bzw. nie hatten).
Meines Wissens nach behalten sowohl die Japaner als auch Koreaner die Verbrennersparte bei. Wobei ich vermute das die primär den afrikanischen Markt und jene Länder dabei im Auge haben, wo es nicht zu erwarten ist das es in absehbarer Zeit eine annähernd flächendeckende Stromversorgung geben wird.
 
judyclt schrieb:
Na lass es 50% werden.

dann wärst du schon kurz vorm Perpetuum Mobile - es werden bei Ottomotoren aktuell so max 35% erreicht, als theoretisches Maximum werden die ~40% angesehen, die der Atkinson-Motor liefert, der allerdings im Vergleich zum klassischen Ottomotor, deutlich weniger effizient im Teillastbereich arbeitet... waere vielleicht eine Alternative fuer benzin-elektrische Antriebe, hat sich bei der Bahn schliesslich auch bewährt 8)

Diesel liegen etwas höher (knapp ueber 50% fuer Zweitaktdiesel, auch nur knapp über 40% fuer typische PKW-Diesel).

Problem dieser Werte ist, es sind immer die Wirkungsgrade bei idealer Drehzahl. Im normalen Fahrbetrieb liegt eigentlich kein Verbrennungsmotor bei 20% - und da kommt jetzt wieder der Vorteil der Elektromotoren ins Spiel...
 
albe-fr schrieb:
Problem dieser Werte ist, es sind immer die Wirkungsgrade bei idealer Drehzahl. Im normalen Fahrbetrieb liegt eigentlich kein Verbrennungsmotor bei 20% - und da kommt jetzt wieder der Vorteil der Elektromotoren ins Spiel...
Neben der Drehzahl ist hauptsächlich auch die Last entscheidend. Ein Motor der egal bei welcher Drehzahl im Leerlauf läuft hat stets einen Wirkungsgrad von 0% da er keine Leistung abgibt und nur gegen die Verlustleistung arbeitet. Das gilt für Verbrenner wie Elektromotoren.

Wenn ich mit meinem Kleinwagen mit 4,8l Super 100km weit komme, verbrenne ich 40,8 kwh. Bei 15% Wirkungsgrad wären das 6,12kwh die rein als Fahrleistung erforderlich sind. Setzt man 80% dauerhaften Wirkungsgrad beim Elektromotor an, wären das 7,65kwh/100km. Mir wäre kein Elektroauto bekannt, das mit unter 10 kwh auskommt. Also muss auch der Wirkungsgrad des Elektromotors bei Teillast Richtung 50-60% einbrechen.
Der Elektromotor war und ist schon immer gut gewesen, eine Wundermaschine ist er aber auch nicht. Dass er stets besser ist als ein Verbrenner keine Frage.
 
Julian96 schrieb:
Wenn ich mit meinem Kleinwagen mit 4,8l Super 100km weit komme, verbrenne ich 40,8 kwh.
...
Mir wäre kein Elektroauto bekannt, das mit unter 10 kwh auskommt.

mir sind aber etliche E-Autos bekannt, die mit <40.8 kWh / 100 km auskommen - und nicht nur Kleinwagen 8O
 
Hä, ich habe doch geschrieben, dass der E Motor deutlich besser als der Verbrenner ist. Mir wäre kein E Auto bekannt das 40kwh verbraucht, da würde kein Akku reichen.
Aber wenn der Verbrenner, bei 15% Wirkungsgrad gut 40 kwh Primärenergie verbraucht, der Elektromotor aber auch über 10 kwh verbraucht, dann kann dessen Wirkungsgrad halt nicht permanent bei 80-90% liegen wie manch einer annimmt, sondern in den meisten Situationen halt auch nur bei 60%.

Das war rein nur darauf bezogen, dass es so klang als wärst du der Ansicht der Elektromotor hätte im Gegensatz zum Verbrenner keinen Drehzahl und Last abhängigen Wirkungsgrad sondern wäre konstant immer im obersten Bereich.

Edit:
50% beim Verbrenner auch in Fahrzeugen sind nicht so utopisch und zu Ende entwickelt ist da wohl auch noch nicht alles:
https://www.eurotransport.de/artike...0-prozent-wirkungsgrad-erreicht-11168155.html
https://idw-online.de/de/news759966
https://www.motorradundreisen.de/technik-ratgeber/verbrennermotor-erfunden-wirkungsgrad-60/7444/

Noch ein Edit :lol:
Das Problem ist sowohl beim Verbrenner als auch beim E Motor die Abwärme. Gibt es eigentlich keine (brauchbaren) Ansätze aus dieser Abwärme mehr zu machen? Ich meine es gibt Wärmetauscher in Duschabflüssen die die Restwärme des Abwassers nutzen um das Frischwasser vorzuwärmen (entgegen meiner konservativen Haltung beim Auto begeistere ich mich für solche Technologien im Alltag übrigens sehr), könnte man da im Auto nicht auch etwas in Richtung Stirling oder dergleichen verwenden? Quasi die Abwärme aus dem Auspuff oder vom E Motor, noch ein zweites mal nutzen? Schon die Dampfmaschine wurde mit mehreren Expansionsstufen gebaut um den Wirkungsgrad zu verbessern.
Das einzige was mir in diese Richtung bekannt wäre ist das vorheizen der Akkus in E Autos, aber es muss doch noch mehr Möglichkeiten geben um unabhängig von der Antriebsart noch was rauszuholen.
Was ist mit thermoelektrischen Generatoren? Ist das alles derart nicht praxistauglich?
 
Das Lustige bei diesen Diskussionen ist, dass man über Wirkungsgrade fabuliert, als sei die Energieerzeugung ein Problem. Dabei haben wir gerade im Sommer sehr große Überkapazitäten von Strom, der dann nicht erzeugt werden kann, weil man ihn nicht verwenden kann (ins Netz darf man nicht zu viel Strom einspeisen, sonst wird es asynchron und fällt aus, Speicherkapazitäten sind sehr begrenzt).

Wenn man den überflüssigen Strom verwendet, um daraus E-Fuels herzustellen, dann ist es wurscht, wie der Wirkungsgrad ist, denn der Wirkungsgrad einer Solarzelle, deren Strom nicht verwendet werden kann, ist 0%.

Und ich würde mich an eurer Stelle nicht drauf verlassen, dass nicht bspw. die Saudis früher oder später in großem Stil darauf setzen, denn die haben das ganze Jahr über sehr viel Sonne und genug Geld für entsprechende Anlagen haben sie auch...
 
j-d-s schrieb:
Das Lustige bei diesen Diskussionen ist, dass man über Wirkungsgrade fabuliert, als sei die Energieerzeugung ein Problem. Dabei haben wir gerade im Sommer sehr große Überkapazitäten von Strom, der dann nicht erzeugt werden kann, weil man ihn nicht verwenden kann (ins Netz darf man nicht zu viel Strom einspeisen, sonst wird es asynchron und fällt aus, Speicherkapazitäten sind sehr begrenzt).

Wenn man den überflüssigen Strom verwendet, um daraus E-Fuels herzustellen, dann ist es wurscht, wie der Wirkungsgrad ist, denn der Wirkungsgrad einer Solarzelle, deren Strom nicht verwendet werden kann, ist 0%.

Und ich würde mich an eurer Stelle nicht drauf verlassen, dass nicht bspw. die Saudis früher oder später in großem Stil darauf setzen, denn die haben das ganze Jahr über sehr viel Sonne und genug Geld für entsprechende Anlagen haben sie auch...


Das machen sie jetzt schon, Saudi Aramco hat schon begonnen, die Finanzierung ist für die kein Problem...

Das mit dem Wirkungsgrad 0 bei Überkapazitäten und das Speicherproblem darfst Du nie erwähnen. Das ist wie Jehova sagen. Gleich wirst Du gesteinigt...

https://youtu.be/RDYpCr9FUmM?si=5IeDbiUgiDqdDCQu

.
 
@ Julian,
Also mein Ionic 5 hat einen Wärmetauscher. Du weißt doch sonst auch alles?
Übrigens liegt die Zoe meiner Frau schon sehr knapp an den besagten 10 Kw/h im Sommer wenn sie im Dorf ihre Patienten besucht.
 
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